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Claudia Jackson

Author: Choco writes
last update publish date: 2026-07-23 17:59:12

Claudia Jackson

Kapitel 3

^ Los Angeles, Kalifornien ^

~ Das Anwesen der Familie Jackson ~

Claudia Jackson war ein sehr hübsches Mädchen mit einem puppenhaften Gesicht.

Sie hatte große braune Augen, die von langen, zarten Wimpern umrahmt wurden, ein weiches, rundes Gesicht und von Natur aus volle Lippen, die ihr ein fast unschuldiges Aussehen verliehen.

Ihre Figur war anmutig, fast unwirklich, wie etwas, das mit Sorgfalt geformt worden war.

Den Großteil ihrer Schönheit hatte sie von ihrer Mutter geerbt.

Bis auf ihr Haar.

Ihre Mutter war blond gewesen.

Claudias Haar war tiefschwarz, genau wie das ihres Vaters. Von ihm hatte sie auch ihre Größe geerbt.

Das war alles, was sie von ihm geerbt hatte.

Nichts weiter.

Vor zwei Jahren änderte sich alles.

Ihre Mutter starb bei einem Autounfall.

Und mit ihrem Tod … verschwand die Wärme aus ihrem Zuhause.

Ihr Vater veränderte sich danach.

Es war, als würde er ihr die Schuld geben, als würde ihre bloße Existenz ihn irgendwie an das erinnern, was er verloren hatte. Er wurde distanziert, kalt und desinteressiert an allem, was mit ihr zu tun hatte.

Dann, nicht lange danach, heiratete er erneut.

Frau Dara.

Eine Frau mit zwei Töchtern, Jessica und Gabriella.

Beide genauso unerträglich wie ihre Mutter.

Von diesem Moment an wurde Claudia in ihrem eigenen Zuhause unsichtbar.

Ihr Vater fragte nicht mehr nach ihr.

Er interessiert sich nicht für ihre Schule, ihre Gefühle und nichts, was ihr Leben betrifft.

Manchmal hatte sie das Gefühl, er hätte sogar vergessen, dass sie überhaupt existierte.

Und dafür hasste Claudia ihn.

Nun saß sie still im Büro des Schulleiters, ihre Haltung gelassen, ihr Gesichtsausdruck unschuldig.

Zu unschuldig.

Wer es nicht besser wüsste, würde denken, sie könne keiner Fliege etwas zuleide tun.

Doch der Schein trügte.

Sie war für schuldig befunden worden, einen Lehrer – Herrn Smort – verletzt zu haben.

Und streng genommen … hatte sie das auch.

Aber niemand wusste, warum.

Außer ihr.

Herr Smort hatte eine Grenze überschritten – eine, an die er sich niemals hätte heranwagen dürfen.

Er hatte Interesse an ihr gezeigt – nicht als Schülerin, sondern als etwas ganz anderes. Sein Verhalten wurde unangenehm, unangemessen und widerwärtig.

Als sie ihn ignorierte, gab er ihr eine schlechte Note in einem Test, von dem sie wusste, dass sie ihn richtig geschrieben hatte.

Das war sein Fehler.

Ein großer.

Claudia wusste, dass es nichts bringen würde, ihn zu melden. Niemand würde ihr glauben – nicht gegenüber einem angesehenen Lehrer.

Also ging sie die Sache auf ihre eigene Weise an.

Auf die einzige Weise, die sie kannte.

Früher an diesem Tag …

Alles war genau so gelaufen, wie sie es geplant hatte.

Sie hatte unter seinem Stuhl einen kleinen Streich vorbereitet, etwas Harmloses, aber demütigend genug.

In dem Moment, als er sich hinsetzte und ihr dasselbe spöttische Lächeln zuwarf,

Bumm.

Der Stuhl barst unter ihm auseinander und zerriss dabei seine Hose,

und die Klasse brach in Gelächter aus.

Herr Smort rappelte sich geschockt auf, seine Fassung war völlig verloren, als er versuchte, sich wieder zu sammeln, und seine Verlegenheit war deutlich zu sehen.

Niemand half ihm und niemand hatte Mitleid mit ihm, und das lag daran, dass sie ihn nicht mochten.

Claudia hatte einfach nur da gesessen … und zugesehen, wie er einmal eine Kostprobe seiner eigenen Medizin bekam.

Doch zu ihrem Unglück hatten die Kameras alles aufgezeichnet.

Und nun stand sie hier.

„Nun sag mir, Claudia“, sagte der Schulleiter und hob eine Augenbraue. „Warum hast du Herrn Smort das angetan?“

Claudia schwieg.

Sie hätte ihnen die Wahrheit sagen können, sie wollte es sogar, doch in dem Moment, als sie einen Blick auf ihren Vater warf, der dort stand und gelangweilt und desinteressiert wirkte, als könne er es kaum erwarten, zu gehen, hielt sie sich zurück.

Es spielte keine Rolle.

Er würde ihr sowieso nicht glauben.

Niemand würde es tun.

Also gab sie die einfachste Antwort, die ihr einfiel. „Weil ich ihn hasse.“

Damit stand sie auf und verließ das Büro, ohne auf Erlaubnis zu warten.

Eine Minute später trat ihr Vater mit einem Umschlag in der Hand heraus.

Sie brauchte ihn nicht zu öffnen, denn sie wusste bereits, was darin war: ein Schreiben über ihren Schulverweis … schon wieder.

„Ich denke, du solltest zu deiner Tante Ophelia ziehen“, sagte er tonlos. „Ich rufe sie an, sobald ich zu Hause bin.“

Er wandte sich zum Gehen.

Doch Claudia packte ihn am Arm und hielt ihn zurück.

„Willst du mich nicht fragen, warum ich das getan habe?“, fragte sie mit belegter Stimme.

Er sagte nichts, dann lockerte sich langsam ihr Griff.

Ein bitteres Lächeln huschte über ihre Lippen. „Hasst du mich so sehr?“, flüsterte sie. „Ich schätze … ich sollte mich nicht wundern.“

Sie ließ ihn ganz los und schüttelte den Kopf.

„Du weißt doch noch, dass ich deine Tochter bin, oder?“ Ihre Stimme brach leicht. „Oder hast du das auch schon vergessen?“

Ihr Vater sagte immer noch nichts.

Sie blinzelte, um die Tränen zurückzuhalten, die ihr in die Augen stiegen.

„Aber weißt du was?“, fuhr sie fort, ihre Stimme wurde nun lauter, voller Wut. „Ich gehe. Ich fahre noch heute zu Tante Ophelia. Nein … sofort.“

Und genau wie sie es erwartet hatte, ging er weg.

Ohne ein Wort.

Ohne einen Blick zurück.

Da flossen die Tränen schließlich doch.

Sie stand da und fragte sich, ob dieser Mann wirklich derselbe Vater war, den sie einst gekannt hatte … oder ob er die ganze Zeit nur so getan hatte, als ob.

Denn der Mann, den sie liebte, würde sie niemals so behandeln.

Sie wusste nicht, wie lange sie geweint hatte.

Minuten? Stunden? Es spielte keine Rolle.

Schließlich hörte sie auf, wischte sich die Tränen ab und ging nach Hause.

Sie packte schnell ihre Sachen zusammen und ignorierte dabei die Anwesenheit ihrer Stiefmutter und deren Töchter.

Sie musste sie nicht ansehen, um zu wissen, dass sie sich freuten.

Endlich ging sie.

„Mama“, sagte Gabriella,

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