تسجيل الدخولSie dachte, Ehe bedeute Treue. Sie hatte sich geirrt. In der Nacht ihres Hochzeitstags entdeckt sie die Wahrheit über ihren Ehemann. Der Mann, den sie liebte, hat ein niederschmetterndes Geheimnis verborgen, und ihre Ehe beruhte nie auf Liebe. Für ihn war sie nichts weiter als eine bequeme Ehefrau, die zwischen ihm und dem Vermögen stand, das sie von ihrer Familie geerbt hatte. Mit gebrochenem Herzen und gedemütigt weigert sie sich, weiterhin die Frau zu bleiben, die er betrogen hat. Dann trifft sie den einzigen Mann, von dem ihr Mann niemals erwartet hätte, ihn an ihrer Seite zu sehen. Seinen Onkel. Mächtig, reich und gefährlich gelassen hat er sich stets aus den Angelegenheiten der Familie herausgehalten. Doch als er erfährt, wie sein Neffe seine Frau behandelt hat, beginnt er sich für die Frau zu interessieren, die alle anderen für selbstverständlich hielten. Was als unerwartetes Bündnis beginnt, wird bald zu etwas weitaus Verbotenem. Sie will keine Liebe. Sie will Rache. Und der Onkel ihres Mannes könnte die perfekte Waffe sein. Doch als ihr gefährliches Spiel beginnt, wird ihr klar, dass Rache ihren Preis hat. Je näher sie dem Mann kommt, der eigentlich unantastbar sein sollte, desto schwieriger wird es zu unterscheiden, wo Rache endet und Begierde beginnt. Sie hat ihren Mann verloren. Aber vielleicht hat sie den Mann gefunden, der ihn vernichten kann.
عرض المزيدAus Iris’ Sicht
Ich hob die Hand, um anzuklopfen, als ich die Stimme meines Mannes Damian hörte. Auch die Stimme eines anderen Mannes war leise zu hören.
Ich zögerte. War er noch in einer Besprechung?
Ich strich mein Kleid glatt und holte zitternd Luft. Auf dem Weg hierher war ich so aufgeregt gewesen. Heute war unser dritter Hochzeitstag.
Seit drei Jahren hatte Damian mich nicht mehr berührt. Er hatte es immer auf seine Gesundheit geschoben.
Unter meinem Kleid trug ich die rote Dessous, die ich für unseren Hochzeitstag gekauft hatte. Wer weiß? Vielleicht würde es ihn endlich dazu bringen, mich zu begehren.
Allein der Gedanke daran ließ meine Wangen glühen. Es mag albern klingen, aber unsere Ehe war schon so lange am Zerbrechen, und ich wusste nicht mehr, was ich sonst noch tun sollte. Wenn es also auch nur eine winzige Chance gab, dass sich dadurch etwas ändern könnte …
„Ich komme gleich wieder“, seufzte ich, um seine Besprechung nicht zu stören.
Dann hörte ich es.
„Mmm … fick mich. Genau so!“
Es war das Stöhnen eines Mannes.
Ich erstarrte, meine Augen weiteten sich vor Schreck, während ich versuchte zu begreifen, was da vor sich ging.
„Bist du bereit für mich, meine Liebe?“, sagte mein Mann mit leiser, vor Lust bebender Stimme.
Nein. Ich wollte das nicht glauben.
Meine Hände zitterten, als ich die Tür aufstieß. Vielleicht war es …
Ich schluckte und beugte mich näher heran.
Die Tür stand einen Spalt breit offen, und da waren sie, beide völlig nackt und liebkosteten sich gegenseitig.
Ich unterdrückte meine Schluchzer und presste meine Hände fest auf meinen Mund, um keinen Laut von mir zu geben.
Damian sah glücklicher aus, als ich ihn je gesehen hatte.
Da wurde mir alles klar.
Es war nie so, dass er mit mir keine Intimität haben konnte.
Er wollte mich einfach nicht.
Das war der Mann, den ich geliebt hatte, mit dem ich vier Jahre lang zusammen gewesen war und den ich seit drei Jahren geheiratet hatte. Während unserer gesamten Beziehung hatten Damian und ich nie Sex gehabt.
„Ich möchte diesen Moment für unsere Hochzeitsnacht aufheben“, hatte er mir gesagt, als wir noch zusammen waren.
Doch in unserer Hochzeitsnacht hatte er mich mit seinem größten Geheimnis schockiert. Er behauptete, er leide unter einer sexuellen Funktionsstörung.
Ich war immer mit ihm zu seinen Untersuchungen ins Krankenhaus gegangen und hatte jeden Abend gebetet, dass ich eines Tages endlich seine Berührung spüren und sein Kind austragen würde.
Dann wurde mir klar, wer der andere Mann war.
„Julian …“
Er war der Assistent meines Mannes.
Damian schlief mit seinem eigenen Assistenten.
Im Zimmer lachte Damian leise.
„In all den Jahren, die wir seit dem Studium zusammen sind, habe ich nie aufgehört, dich zu lieben.“
Zwischen Stöhnen und Küssen antwortete Julian: „Ich kann es kaum erwarten, dass du dich endlich von deiner Frau scheiden lässt, damit wir zusammen sein können.“
„Nur noch ein bisschen Geduld, Baby“, versicherte Damian ihm. „Ich werde es bald beenden, jetzt, wo ihr Vater tot ist. Wir müssen nur sicherstellen, dass alle ihre Anteile mir gehören. Dann werde ich sie loswerden, und wir werden zusammen sein.“
Knight Furnishings war das Vermächtnis meines Vaters.
Nach seinem Tod hatte Damian mir versprochen, es zu beschützen.
Also hatte er die ganze Zeit nur vor, es mir zu stehlen?
Ich unterdrückte meine Tränen und holte langsam mein Handy heraus.
Wenn Damian glaubte, er käme damit durch und könnte meine Liebe zu ihm ausnutzen, hatte er sich getäuscht.
Ich richtete mein Handy auf die leicht angelehnte Tür und machte genug Fotos, um seine Untreue zu beweisen.
Dann ging ich leise davon.
Aus einem Gläschen Whiskey an der Bar wurden drei, bis ich schließlich den Überblick verlor, wie viele ich schon getrunken hatte.
Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich Damian und seine Geliebte vor mir. Ihr Lachen hallte in meinem Kopf wider, und ich konnte fast hören, wie sie mich eine Närrin nannten.
Ich hob ein weiteres Gläschen und trank es in einem Zug aus.
Dann erstarrte ich.
Auf der anderen Seite des Raums sah ich Ryder Lancaster, Damians Onkel.
Obwohl ich bereits betrunken war, erkannte ich ihn sofort.
Der Mann war einfach nicht zu übersehen. Groß, breitschultrig und von natürlicher Attraktivität – selbst in einer überfüllten Bar stach er hervor. Seine markanten Gesichtszüge trugen dieselbe Lancaster-Schönheit wie die von Damian, doch während Damian zugänglich wirkte, strahlte Ryder eine einschüchternde Ausstrahlung aus.
Und gerade jetzt sah er mich direkt an.
„Oh nein.“
Ich wandte sofort den Blick ab.
Das Letzte, was ich heute Abend wollte, war, einem weiteren Lancaster gegenüberzustehen.
Ich sprang auf und eilte zur Toilette, bevor er auf mich zukommen konnte.
Als ich ein paar Minuten später wieder herauskam, wartete Ryder leider im Flur, als hätte er gewusst, dass ich versuchen würde, vor ihm zu fliehen.
Ryder runzelte die Stirn, als er mein gerötetes Gesicht betrachtete.
„Sieh dich nur an. Wie viele Drinks hast du denn schon intus, Schatz?“
Mein Gesichtsausdruck verhärtete sich, und wütend versuchte ich, wegzugehen, aber ich kam nicht an ihm vorbei. Er überragte mich um Längen.
Die Frustration, die Demütigung und der Herzschmerz, die ich den ganzen Tag lang zurückgehalten hatte, brachen nun aus mir heraus.
„Wage es ja nicht, mich so anzusehen!“, fuhr ich ihn an.
Ryder runzelte die Stirn.
Ich lachte bitter.
„Ich habe gerade nicht gerade die beste Zeit, okay? Sieh mich an, ganz in sexy Dessous, weil ich meinen Mann bei der Arbeit überraschen wollte. Nur um herauszufinden, dass er mit einem anderen Mann schläft!“
Die Worte rutschten mir heraus, bevor ich mich zurückhalten konnte.
Wütend wischte ich mir die Augen ab.
„Sag mir, Ryder. Habe ich das verdient?“
Er musterte mich genauer, ohne seinen Blick von meinen tiefgrauen Augen abzuwenden.
Dann streckte er die Hand aus und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Seine Berührung war sanft, und doch ließ sie die Hitze in mir wachsen. Mein Körper spannte sich an.
„Du bist wunderschön und die liebenswerteste Seele, die ich je gekannt habe“, sagte er leise. „Kein Mann sollte dir jemals das Gefühl geben, weniger wert zu sein als du bist, meine Liebe.“
Er hielt inne.
„Damian muss blind sein. Er war schon immer dumm.“
Seine Worte ließen mich unwillkürlich lachen.
Doch als ich Ryders intensiven Blick auf mich bemerkte, verschwand mein Lächeln langsam.
Mein Herz setzte einen Schlag aus.
Ich machte einen Schritt zurück.
Ich konnte nicht klar denken. Gefährliche Gedanken trübten meinen Verstand.
Dann warf ich mich auf ihn und packte sein Hemd.
Er zuckte zusammen.
„Sag mir, dass ich sexy bin“, flüsterte ich. „Sag mir, dass du mich willst.“
Die Worte, die mir durch den Kopf gegangen waren, rutschten ungefiltert heraus.
Ich bereute sie fast.
Fast.
Sein Blick verdunkelte sich. Seine Lippen öffneten sich, doch zunächst kamen keine Worte heraus.
Dann atmete er schwer.
„Iris Knight, du hast keine Ahnung, was du da von mir verlangst.“
Mein Herz schlug wie wild, doch meine Stimme blieb ruhig.
„Ich meine es ernst. Sag es mir.“
Er stand so nah bei mir, dass seine Nähe fast erdrückend wirkte, und doch wollte ich nicht, dass er sich von mir entfernte.
Einen Moment lang starrte Ryder mich einfach nur an.
Dann zog er mich in einen innigen Kuss.
Zitternde Atemzüge entwichen meinen bebenden Lippen, während ich mich an ihn klammerte.
„Du machst mich so wahnsinnig, du hast ja keine Ahnung“, murmelte er mir ins Ohr.
Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn erneut.
Diesmal hielt ich mich nicht zurück.
Iris’ PerspektiveIch öffnete den Mund, um ein wütendes „Nein!“ zu schreien, und spannte meine Beine an, um zur Tür zu stürmen.Doch dann fiel mein Blick wieder auf den Tisch, wo seine große Hand immer noch lässig auf dem glatten Bildschirm meines Handys ruhte.Ich blinzelte und machte mir bewusst, wie sehr ich dieses Handy brauchte.Die pure Panik, meine einzige Waffe gegen Damian zu verlieren, ließ mich einen harten Kloß im Hals spüren, als ich schwer schluckte.„Na gut“, spuckte ich heraus. „Aber ich habe meine eigene Bedingung, Ryder.“Er lehnte sich zurück, und eine langsame, dunkle Welle der Zufriedenheit überflutete sein Gesicht.„Lass mal hören, Schatz.“„Niemand darf davon erfahren“, flüsterte ich mit zitternder Stimme. „Von uns. Für alle anderen bist du einfach nur der Onkel meines Mannes.“Ryder reagierte kaum darauf.„Das ist einfach genug. Ich behalte dich sowieso lieber für mich allein. Aber da du eine Bedingung stellst, füge ich meiner noch eine hinzu.“Ich biss die Zäh
Iris’ PerspektiveMein Atem ging stockend, als Ryder sich endlich von mir löste. Mein Herz hämmerte so heftig gegen meine Brust, dass ich damit rechnete, er würde etwas Unheimliches sagen oder auf mehr drängen.Stattdessen beugte er sich lässig vor, schnallte mich an und ließ sich ruhig wieder auf seinen eigenen Sitz sinken, als wäre nichts geschehen.„Du hast die Wette verloren, Schatz“, hörte ich ihn sagen. „Jetzt musst du tun, was ich von dir verlange.“Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter.„Und was ist das?“„Ich habe Hunger“, murmelte er und warf mir einen kurzen Blick zu. „Koch heute Abend für mich.“Eine Welle purer Erleichterung überkam mich.Das war’s schon?Kochen konnte ich schon bewältigen.Er fuhr uns tief in ein luxuriöses Anwesen hinein, wo die Häuser wie majestätische Festungen aussahen. Als der SUV schließlich die lange Auffahrt zu seinem Haus hinunterrollte, blieb mir der Mund offen stehen.Es war ein prächtiges Doppelhaus, dessen moderne Glas- und Betonkon
Iris’ PerspektiveNachdem ich das Telefonat mit Ryder beendet hatte, schwirrte mir der Kopf. Ich fühlte mich völlig durcheinander, gefangen zwischen Damians Untreue und seinem gefährlichen Onkel. Ich konnte nicht mehr klar denken. Ich ging zurück zu meiner Mutter. Dort war ich in Sicherheit, konnte einfach nur dasitzen und wieder zu Atem kommen.Das laute Klingeln des Festnetztelefons ließ mich zusammenzucken. Meine Mutter war in ihrem Zimmer, also griff ich hinüber und nahm den Hörer ab.„Hallo?“„Iris! Oh mein Gott, Gott sei Dank“, dröhnte die Stimme meiner besten Freundin Ruby aus dem Lautsprecher. Sie klang besorgt. „Wo warst du denn? Damian hat mich ständig angerufen und gefragt, ob ich etwas von dir gehört habe. Er sagte, dein Anschluss geht direkt auf die Mailbox.“Ich umklammerte den Hörer und biss die Zähne zusammen. „Mein … mein Handy ist leer, Ruby“, sagte ich schnell. „Hör mal, wenn er dich zurückruft, deck mich einfach, ja? Sag ihm, wir wären zusammen gewesen oder so. Ich
Iris’ PerspektiveIch saß am Esstisch bei meiner Mutter und starrte auf meinen Teller hinunter. Das Essen schmeckte in meinem Mund wie Kreide. In weniger als vierundzwanzig Stunden war so viel passiert, dass ich den ganzen Tag über keinen Appetit gehabt hatte.„Damian ist so ein wunderbarer Ehemann für dich“, sagte meine Mutter und zwang mich, meinen Blick zu ihrem stolzen Gesicht zu heben. „Ich denke gerade an all die schönen Dinge, die er für dich getan hat. Dieser Mann … Gott segne ihn. Oh, Schatz, du hast so ein Glück!“Ich wollte ausrasten und sie anschreien, sie solle aufhören, ihn zu loben, doch ich schaffte es, ein gezwungenes Lächeln aufzusetzen.„Hmm, ja.“Die Haushälterin nickte zustimmend und schenkte mir noch etwas Wasser ein.„Ja, Herr Damian ist ein wahrer Gentleman. Ich bete jeden Tag für einen Mann wie ihn für meine Töchter.“Eine Welle des Ekels überkam mich. Mir wurde übel.Ein guter Mann?Sie wussten nichts von seinem schrecklichen Geheimnis. Wenn sie doch nur die

















