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Kapitel 95: Die Risse in der Eiskönigin (2)

作者: Déesse
last update 公開日: 2026-04-11 23:05:00

Élianor

Die Angst.

Das ist das eigentliche Problem. Nicht die Wut, nicht die Rache, nicht der Hass auf die Hammonds. Die Angst.

Ich habe Angst vor ihm. Ich habe Angst vor dem, was er repräsentiert. Ich habe Angst davor zugeben zu müssen, dass ich Unrecht habe, dass ich mich geirrt habe, dass ich mein Leben auf einer Lüge aufgebaut habe. Ich habe Angst, dass er meine Kinder will, dass er sie mir wegnimmt, dass er alles zerstört, was

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    ÉlianorDie Angst.Das ist das eigentliche Problem. Nicht die Wut, nicht die Rache, nicht der Hass auf die Hammonds. Die Angst.Ich habe Angst vor ihm. Ich habe Angst vor dem, was er repräsentiert. Ich habe Angst davor zugeben zu müssen, dass ich Unrecht habe, dass ich mich geirrt habe, dass ich mein Leben auf einer Lüge aufgebaut habe. Ich habe Angst, dass er meine Kinder will, dass er sie mir wegnimmt, dass er alles zerstört, was ich aufgebaut habe. Ich habe Angst, dass er mich zurückweist, noch einmal, ein für alle Mal, wenn er sieht, wer ich wirklich bin unter dem Eis.Du hast Angst davor, dass dieser Mann dich mit der Wahrheit konfrontiert, die du in dir trägst.Liora liest in mir wie in einem offenen Buch. Und diese Transparenz, diese ausgestellte Verletzlichkeit, gibt mir den Drang zu schreien.Ich will weiterhin ihn kontrollieren. Ich will weiterhin glauben, dass ich die Zü

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    ÉlianorDer Cognac brennt sich einen Weg aus flüssigem Gold bis in meinen Magen, aber er schafft es nicht, die Kälte zu erwärmen, die mich in den Eingeweiden gepackt hat. Das schwarze Kleid liegt auf dem Boden wie eine abgeworfene zweite Haut. Im matten Reflex der Karaffe sehe ich nur eine blasse Frau mit dunklen Rändern unter den Augen, das Haar zerzaust. Die Königin hat den Ballsaal verlassen. Geblieben ist nur ein verletztes Mädchen in der Bibliothek ihres Henkersvaters.Die Gesichter ziehen noch vorbei. Die Angst der Desmarais, die unterdrückte Wut von Antoine, die Niederlage von Chloé. Und er, immer er, im Hintergrund, das Rückgrat meines eigenen triumphierenden Albtraums.Ein Knarren an der Tür. Ich rühre mich nicht. Martha kommt nie ohne anzuklopfen herein.Die Silhouette, die sich im Türrahmen abzeichnet, lässt eine Welle so augenblicklicher Wut in mir aufsteig

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