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Kapitel 137

Caroline Above Story
Ellies Perspektive

Ich wachte mit einem Durst auf, der mir fast die Kehle zuschnürte.

Mein Hals war rau und wund, jeder Atemzug kratzte. Meine Zunge fühlte sich dick und schwer an, während ich blinzelnd zur dunklen Zimmerdecke aufsah. Einen langen, entsetzlichen Moment wusste ich weder, wo ich war, noch, wie ich hierherkam.

Mein Kopf pochte. Hinter meinen Augen baute sich Druck auf. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich in meinem eigenen Schweiß lag. Die Bettwäsche und mein Schlafanzug waren völl
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  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 162

    Das kriege ich hin.Das ist Strategie.Kein Schicksal. Keine Liebe.Nur eine Abmachung.Und ich komme da heil wieder raus.–Auf der Fahrt zum Gefängnis schwiegen wir.Sarahs Lachen fehlte mir schon jetzt.Doch nun konnte ich nur noch an Mama denken. Daran, wie ich sie davon überzeugen konnte, dass ich das alles nicht für sie tat. Dass ich es selbst wollte. Denn wenn sie das Gegenteil herausfände ...Dominic hielt beide Hände am Lenkrad und den Blick auf die Straße gerichtet. Für ihn schien das nur eine weitere Pflicht zu sein, die es zu erledigen galt. Zuvor sah er mich an seinem Bürofenster vorbei zum Tor humpeln und sagte daraufhin seine Besprechungen ab.Ich sagte ihm, dass er nicht mitkommen musste.Dominic diskutierte nicht einmal. Er griff einfach nach seinen Schlüsseln.Als das Gebäude aus grauem Beton mit seinen schweren Toren in Sicht kam, zog sich mein Magen ganz von selbst zusammen. Schon viel zu oft ging ich durch diese Türen. Drinnen roch die Luft immer leicht

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 161

    Ellies PerspektiveDreißig Minuten später traf Sarah ein.Ich liebte sie, aber sie redete ohne Punkt und Komma. Und selbst das war noch untertrieben.Kaum sah Sarah mich in diesem Esszimmer sitzen, das einer Königsfamilie würdig war, brach sie in Gelächter aus.„Okay. Nein. Moment mal. Was geht hier vor? Warum siehst du aus wie eine wandelnde Pinnwand voller Hochzeitsideen? Warum sind wir auf dem Anwesen eines Alphas? Warum hast du dich nicht mehr gemeldet? Ich hätte dich fast als vermisst gemeldet –“„Bitte dreh in den nächsten zwanzig Minuten nicht durch“, sagte ich hastig. „Setz dich einfach ... hin. Atme durch. Ich erkläre es dir.“Ich erzählte Sarah alles.Von der Verlobung. Vom Vertrag. Von den Unterlagen. Und von den ... Berührungen zwischen Dominic und mir.Sarah hörte ausnahmsweise zu, ohne mich zu unterbrechen. Daran merkte ich, wie ernst die Sache war.Als ich fertig war, starrte Sarah mich an.„Du bist also mit dem Alpha verlobt.“„Ja.“„Der dein Schicksalsgefäh

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 160

    So lautete unsere Abmachung.Zunächst begrüßte Dominic niemanden. Er ging geradewegs zum Tisch, band sich dabei die Krawatte und nickte mir zu. „Ellie.“„Dominic –“Dominic kam auf meinen Stuhl zu. Schnell.Ich versteifte mich, als ein dicker Packen Unterlagen direkt vor mir auf dem Tisch landete.Papierkram. In einer amtlich wirkenden Mappe.Ich musterte die Mappe, legte den Kopf schief und sah zu Dominic auf.„Falls du unsere Vereinbarung nachträglich noch zu deinen Gunsten erweitern willst, muss ich dich leider enttäuschen. Wir haben schon unterschrieben.“Dominic beugte sich mit hochgezogener Braue zu mir herunter. „Wenn ich etwas will, brauche ich kein Dokument, um es zu bekommen.“ Mit einem Finger klopfte er auf die Mappe. „Hier ist alles, was wir brauchen, um den Fall deiner Mutter neu aufzurollen, sobald wir vor dem Gesetz verheiratet sind“, sagte er.Ich starrte auf den Stapel. Langsam weiteten sich meine Augen.„Außerdem ist es unfair, wie sehr du mich heute ablenks

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 159

    Ellies PerspektiveIch erwachte in einem Bett, das eher in einen Traum als in die Wirklichkeit gehörte.Noch bevor ich die Augen öffnete, wusste ich, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte. Die Laken waren zu weich. Das Zimmer war zu groß. Selbst die Luft roch nach Luxus – nach poliertem Holz und einem zarten Blumenduft, der vermutlich mehr kostete als meine gesamten Lebensmitteleinkäufe für einen Monat.Ein paar Sekunden blieb ich einfach liegen. Jeden Moment konnte eine der Hausangestellten hereinkommen, mir wie üblich Tee bringen und anbieten, mir beim Umziehen und Ankleiden zu helfen. Unten klingelten dann die Glöckchen, wenn die Bediensteten sich um die erwachenden Mitglieder meiner ... Familie kümmerten.Denn ich war in Dominics Haus.Nein, Moment.In meinem Haus.Denn irgendwie gelang es mir tatsächlich, seine Verlobte zu werden.Schon wieder.Juhu.Ich drückte mir die Handflächen auf die Augen und stöhnte leise.Dann lief die letzte Nacht wie ein Film vor meinem

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 158

    Das ist keine Falle.Alles, worum ich gebeten habe, steht hier. Und noch mehr.Ich atmete aus und sprach schließlich aus, was mir durch den Kopf ging. Halb scherzend, halb fassungslos sagte ich: „Du hast noch immer nichts für dich selbst aufgenommen.“Er hielt inne.Dann lehnte er sich ein wenig zurück, verschränkte die Arme und musterte mich mit einem unergründlichen Ausdruck in den Augen. „Ich wusste nicht, dass das eine Möglichkeit ist.“„Das ist keine Antwort.“„Für mich schon.“Ich legte den Kopf schief. „Du gibst mir also einfach ... alles und verlangst nichts dafür?“Ein Mundwinkel hob sich. „Ich bekomme etwas.“„Ach ja?“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Dann klär mich auf.“„Du bleibst am Leben“, antwortete er schlicht.Die Stimmung im Raum veränderte sich.Ich senkte den Blick wieder auf den Vertrag, weil es mir plötzlich zu viel erschien, ihm weiterhin in die Augen zu sehen. Meine Kehle schnürte sich auf eine Weise zu, über die ich noch nicht nachdenken wollte.„Du

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 157

    Ellies SichtAn diesem Abend wurde ich in einem Schlafzimmer untergebracht, das angeblich mir gehörte, sich jedoch ganz und gar nicht danach anfühlte.Dominics Mutter und die Dienstmädchen hatten auf meine Ankunft beinahe schon übertrieben begeistert reagiert. Kaum war ich ins Haus gerollt, schoben sie mich durch die Flure, als wäre ich eine kostbare Neuerwerbung. Sie zeigten mir Kleiderschränke, die ich noch nicht geöffnet hatte, Speisen, die ich noch nicht probiert hatte, und Ausblicke, die schon bald mir gehören sollten.Jede ihrer beruhigenden Erklärungen wurde von einem Lächeln begleitet, das mir Willkommen zu Hause sagte, lange bevor ich bereit war, diese Worte zu hören.Es war wie ein Déjà-vu, wieder und wieder und wieder.Als sie mich schließlich allein in dem vertrauten Zimmer zurückließen, war es still und dämmrig. Nur einige Kerzen erhellten den Raum und warfen flackerndes, goldenes Licht auf die mit Wappen verzierten Wände.Ich erinnerte mich nur zu gut an dieses Zimm

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