Die einzige Ausnahme des Milliardärs

Die einzige Ausnahme des Milliardärs

last updateLast Updated : 2026-08-01
By:  Diamond Ongoing
Language: Deutsch
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In der Nacht, in der sie erwartet, dass ihre Zukunft besiegelt wird, muss Elara Sterling zusehen, wie sie stattdessen zerbricht. Ihr Verlobter verrät sie. Ihre Stiefschwester trägt sein Kind. Und das Leben, das sie in zehn Jahren aufgebaut hat, bricht in einem einzigen Atemzug zusammen. Doch das Schicksal ist noch nicht fertig mit ihr. Ein einziger Fehler – eine falsche Tür, ein verschlossenes Zimmer – wirft sie in die Arme von Adrian Vale, einem Mann, den alle fürchten und den keine berühren kann. Einem Mann, der Frauen nicht ausstehen kann… außer ihr. Nun, gebunden durch eine Nacht, die keiner von beiden vergessen kann, wird Elara in eine Welt aus Macht, Besessenheit und gefährlichem Verlangen hineingezogen. Er will Antworten. Sie will Freiheit. Doch in einem Spiel, in dem Herzen Waffen sind und Liebe Krieg bedeutet… Wer wird zuerst fallen?

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Chapter 1

Haben Sie meinen Verlobten gesehen?"

Velmora City

Elysian Crown Hotel

Heute Abend veranstaltet eine der angesehensten Familien Velmoras – die Familie Hawthorne – hier ein großes Bankett.

Obwohl der Einfluss der Familie Sterling im Laufe der Jahre geschwunden ist, nimmt Elara Sterling an dem Ereignis teil – an der Seite ihres Verlobten Victor Ashford, als zukünftige Frau des jungen Herrn der mächtigen Ashford Group.

Es ist Hochsommer.

Die Jasminblüten im Hof unten verströmen einen sanften, berauschenden Duft, der vom Abendwind sachte getragen wird.

Da sie etwas zu viel getrunken hat, tritt Elara auf den Balkon hinaus, um einen klaren Kopf zu bekommen. Sie lehnt sich gegen das Geländer und lässt die kühle Luft über ihre Haut streichen, bis ihr Schwindel ein wenig nachlässt.

Als sie in den Saal zurückkehrt, ist Victor nirgends zu sehen.

Ihre Stiefschwester Lydia Sterling, die mit ihnen gekommen war, ist ebenfalls verschwunden.

Ein leises Unbehagen schleicht sich in ihre Brust.

Sie sucht den Saal ab, bevor sie ihr Telefon herauszieht, um Victor anzurufen – doch er geht nicht ran.

Sie versucht es bei Lydia.

Noch immer nichts.

Elara senkt ihr Telefon langsam, ihr Gesichtsausdruck verändert sich.

Eine Erinnerung blitzt in ihrem Kopf auf.

Früher an diesem Abend, als Victor sie abholte, war sie nach dem Fertigmachen die Treppe hinuntergegangen… nur um ihn sehr nah neben Lydia auf dem Sofa sitzend vorzufinden. Sie hatten leise gelacht, ihre Körper beinahe berührend.

Lydia hatte sogar ihren Arm um ihn gelegt.

Damals hatte Elara es abgetan.

Jetzt…

Ihr Gesicht erblasst.

Sie wendet sich an einen Kellner. „Entschuldigung, haben Sie meinen Verlobten gesehen? Sein Nachname ist Ashford. Hier ist sein Foto."

Sie hält ihm ihr Telefon hin.

Der Kellner wirft einen Blick darauf, dann sieht er sie mit einem merkwürdigen Ausdruck an – so etwas wie Mitleid flackert in seinen Augen auf.

„Ich glaube, ich habe ihn in Richtung des Hofes gesehen."

Hotelinnenhof

Unter einem großen Baum neben dem Pool fällt warmes goldenes Licht auf den Boden.

Zwei Gestalten stehen in inniger Umarmung.

„Victor…"

Die Stimme der Frau ist sanft und süß, beinahe berauschend. Ihre schlanken Arme sind um seinen Hals geschlungen, während sie sich an ihn lehnt, als gehöre sie dorthin.

Victor blickt nervös um sich, bevor er versucht, sie wegzuschieben.

Doch sie schließt die Distanz wieder.

„Warum hast du mich weggestoßen…?" murmelt sie.

Hinter einer Säule verborgen, erstarrt Elara.

Sie erkennt sie sofort.

Victor.

Lydia.

Ihr Atem stockt.

Victor senkt seine Stimme. „Du hast gesagt, du hättest eine Überraschung für mich. Was ist es?"

Lydia zögert einen Moment, dann spricht sie schüchtern, ihr Tonfall triefend vor Süße.

„Victor… ich bin schwanger."

Elara fühlt, als würde die Welt unter ihren Füßen zerbrechen.

Ihre Augen weiten sich, ihr Gesicht wird totenbleich.

„Was?" Victor versteinert. „Was hast du gerade gesagt?"

„Ich bin schwanger", wiederholt Lydia und wirft sich mit strahlendem Lächeln in seine Arme. „Ich trage unser Kind. Du wirst Vater… bist du nicht glücklich?"

Victors Ausdruck wechselt zwischen Schock und Verwirrung. „Wann… ist das passiert?"

„Vor etwa einem Monat."

Lydia lehnt sich an ihn und wirft dabei einen unauffälligen Blick zu Elaras Versteck.

Ein leises, kaltes Lächeln kräuselt ihre Lippen.

„An dem Tag… als Elara zum Drehen rausgegangen ist", fuhr sie sanft fort, „haben wir es auf dem Fensterbrett bei dir gemacht."

Das Fensterbrett.

Elaras Knie geben fast nach.

Das war ihr Lieblingsplatz – wo sie sich früher stundenlang mit einem Buch zusammengerollt hatte.

Übelkeit steigt in ihrer Kehle auf.

Was Lydia als nächstes sagt, kann sie nicht mehr hören.

Ihr Geist wird vollkommen leer.

Nach einer gefühlten Ewigkeit spricht Victor erneut.

„Wir sollten zurückgehen. Wir sind schon zu lange weg. Sie könnte misstrauisch werden."

Sie gehen gemeinsam davon, seinen Arm um Lydias Taille gelegt.

Elara sieht ihnen nach, ihr Herz fühlt sich an, als wäre es zerrissen worden.

Als sie näher kommen, ergreift Panik von ihr Besitz.

Sie dreht sich um und rennt.

Ihr Blick verschwimmt, während sie taumelnd durch den Korridor läuft.

Sie weiß nicht, ob es der Alkohol oder der Schock ist – aber alles fühlt sich unwirklich an.

Plötzlich –

Sie prallt gegen eine Gruppe großer Männer in schwarzen Anzügen.

„Entschuldigung –" beginnt sie.

Bevor sie ausreden kann, packt einer von ihnen ihren Arm fest.

„Sie ist es. Wir haben sie gefunden. Nehmt sie mit."

Elara erstarrt.

Was?

Sie haben die Falsche!

Sie versucht sich zu wehren, doch ihr Körper fühlt sich schwach an, ihre Glieder schwer.

Der Schwindel wird schlimmer.

Ihr Bewusstsein beginnt zu schwinden…

…

Etage der Präsidentensuite

Die Fahrstuhltüren gleiten auf.

Ein auffallend gut aussehender Mann tritt heraus, umgeben von Leibwächtern und Hotelpersonal.

Adrian Vale.

Er trägt eine überwältigende Präsenz – kalt, gebieterisch, unantastbar.

Seine Züge sind makellos, mit scharfer Präzision geformt. Über einen Meter achtzig groß, kommt seine Statur der eines Laufstegmodels gleich.

Er trägt einen maßgefertigten schwarzen Anzug, dessen Platinknöpfe unter dem Kristalllüster darüber schimmern.

Jeder seiner Schritte ist bedächtig, elegant, kraftvoll.

Er erreicht eine Suite. Ein Leibwächter öffnet die Tür.

Adrian tritt ein, lockert seine Krawatte und wirft sie beiseite.

Doch nach wenigen Schritten hält er inne.

Irgendetwas fühlt sich… falsch an.

Eine seltsame Hitze breitet sich durch seinen Körper aus.

Klick.

Die Tür hinter ihm schließt sich.

Von außen.

Sein Ausdruck verdunkelt sich sofort.

Er schreitet zurück und versucht die Klinke.

Sie gibt nicht nach.

Er zieht erneut.

Noch immer verschlossen.

Sein Telefon klingelt.

Anrufer: Leon Cross

Adrian nimmt ab, seine Stimme kalt. „Was hast du getan?"

Eine spielerische Stimme lacht am anderen Ende. „Willkommen zurück, Adrian. Wir haben ein besonderes Geschenk für dich vorbereitet. Hast du es schon gesehen?"

„Öffne die Tür."

„Kommt nicht in Frage. Heute Nacht läuft eine Wette. Wenn du unberührt herausgehst, verliere ich alles."

Eine weitere Stimme mischt sich amüsiert ein. „Enttäusche uns nicht, Adrian."

Das Gespräch endet.

Adrian versucht zurückzurufen.

Ausgeschaltet.

Sein Gesicht wird noch kälter.

Er steht vor dem Badezimmer, sein Ausdruck dunkel und unlesbar.

Von drinnen hallt das Geräusch fließenden Wassers wider.

Jemand ist dort drin.

Seine Lippen pressen sich zu einer dünnen Linie zusammen.

Nach kurzem Zögern streckt er die Hand aus –

Und stößt die Tür auf.

Er hält inne.

Nur für einen Moment.

Bei dem Anblick, der sich ihm bietet.

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