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KAPITEL 6

Author: Dunke
last update publish date: 2026-11-03 23:37:33

REBEKAHS PERSPEKTIVE

In dem Moment, als wir aus dem imposanten Haupteingang traten, spürte ich sofort, dass etwas nicht stimmte.

Der Parkplatz war zwar nach wie vor hell erleuchtet, und mehrere Luxuskarossen reihten sich vor dem Eingang aneinander, um auf ihre Besitzer zu warten. Doch die Wachen, die uns eben noch begleitet hatten, standen nicht mehr auf ihren Posten. Zwei von ihnen unterhielten sich mit gedämpfter Stimme neben der schwarzen Limousine, während ein dritter zum Haupttor ging, das
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  • Die fehlerhafte Gefährtin des Rogue Kings   KAPITEL 6

    REBEKAHS PERSPEKTIVEIn dem Moment, als wir aus dem imposanten Haupteingang traten, spürte ich sofort, dass etwas nicht stimmte.Der Parkplatz war zwar nach wie vor hell erleuchtet, und mehrere Luxuskarossen reihten sich vor dem Eingang aneinander, um auf ihre Besitzer zu warten. Doch die Wachen, die uns eben noch begleitet hatten, standen nicht mehr auf ihren Posten. Zwei von ihnen unterhielten sich mit gedämpfter Stimme neben der schwarzen Limousine, während ein dritter zum Haupttor ging, das Telefon fest ans Ohr gepresst.Jayden trat hinter mich und strich seinen Anzugärmel glatt.„Ist alles bereit?“, fragte er.Einer der Sicherheitsleute wandte sich ihm auf der Stelle zu. „Ja, Alpha. Die Fahrzeuge stehen bereit.“Jayden nickte knapp, legte seine Hand an meinen unteren Rücken und führte mich sanft zur Limousine. Ich sah zu ihm auf; in meinem Kopf hämmerten immer noch die Ereignisse des Abends. Die Worte des älteren Alphas ließen mir einfach keine Ruhe – vor allem nicht Damians Reak

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    REBEKAH„Bruder …?“Damians Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, doch das Wort hallte durch die plötzliche Stille im Ballsaal. Verwirrt sah ich ihn an und blickte dann zu Jayden, der neben mir stand – mit demselben gelassenen Gesichtsausdruck wie beim Betreten des Saals. Kein Anflug von Überraschung lag auf seinen Zügen, nichts deutete darauf hin, dass Damians Reaktion ihn auch nur im Mindesten berührte. Es war fast so, als hätte er genau auf diesen Moment gewartet.Wieder sah ich abwechselnd von dem einen zum anderen. *Bruder?*Ich wusste natürlich, dass Damian Familie hatte. Schließlich war ich jahrelang mit ihm verheiratet gewesen, auch wenn er sich nie große Mühe gegeben hatte, mich an seinem Privatleben teilhaben zu lassen. Dennoch hatte er nie einen älteren Bruder erwähnt – und schon gar keinen, der nun totgeglaubt vor uns stand.„Hat er ihn gerade seinen Bruder genannt?“, murmelte jemand hinter uns.Das Geflüster breitete sich rasend schnell aus, und ich bemerkte, wie etliche

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    „Bitte, Miss, Sie übertreiben es total mit dem Training“, flüsterte Ellie, die junge Assistentin, die Jayden mir persönlich zugeteilt hatte, mit fast schon panischer Stimme. Sie trat vorsichtig näher und hielt mir eine kalte Flasche Wasser entgegen. „Wenn der Boss erfährt, dass Sie sich hier bis zur völligen Erschöpfung getrieben haben, ohne dass ich Sie gestoppt habe, werden wir beide seine unnachsichtige Strafe zu spüren bekommen.“Ich hielt inne, ließ die schwere Hantel sinken und atmete tief aus, während mir der Schweiß von der Stirn rann. Die Muskeln in meinen Armen brannten vor Schmerz, aber dieser Schmerz fühlte sich gut an er war ein Beweis dafür, dass ich lebte und stärker wurde.Ich nahm die Wasserflasche aus Ellies Händen und lächelte matt. „Es tut mir leid, Ellie. Du hast recht, ich werde für heute aufhören. Du musst dir keine Sorgen machen.“Sie atmete erleichtert aus und reichte mir ein weiches Handtuch. Als sie sich kurz wegdrehte, griff ich in die Tasche meiner Trainin

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    Ein sanfter, warmer Windzug streifte meine Haut, als ich langsam die Augen aufschlug.Kein peitschender Regen. Kein kalter Schlamm. Kein Geruch von feuchter Erde auf dem frischen Grab meiner Tochter.Ich starrte auf die riesige, stuckverziehrte Decke über mir und das sanfte Licht eines Kristallkronleuchters. Ein Seidenteppich lag unter dem wuchtigen Himmelbett, auf dem ich lag, und der Raum war erfüllt von einem schweren, rauchigen Duft nach Zedernholz.Bin ich... bin ich tot?, dachte ich flüsternd bei mir selbst. Ist das das Jenseits?„Du bist keineswegs tot, kleines Mädchen“, ertönte eine tiefe, raue Stimme direkt neben dem Bett.Ich schreckte auf und zog die samtige Decke schützend bis an meine Brust. In einem eleganten, dunklen Sessel am Fenster saß ein Mann. Er war breitgebaut, hatte ein scharf geschnittenes Kiefer und Augen wie flüssiges Eis. Er trug keine Maske. Er war makellos, gefährlich und atmete eine schiere, einflößende Dominanz aus, die den gesamten Raum erdrückte. Ich h

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    „Ich schwöre dir beim Blut deiner unschuldigen Seele, Seren... Damian und Vienna werden brennen“, flüsterte ich mit gebrochener, aber eiskalter Stimme in die Finsternis der Nacht.Mit meinen bloßen, blutigen Händen grub ich die nasse Erde hinter einem verlassenen Unterstand nahe der Rudelgrenze auf. Der kalte Regen wusch den Schlamm von meinen Wangen, während ich die starre, kleine Leiche meiner Tochter behutsam in das kühle Grab legte. Ich deckte ihren winzigen Körper vorsichtig mit der weichen Erde zu und schichtete schwere Steine darüber, um sie vor den wilden Tieren des Waldes zu schützen.„Sei nicht einsam, mein kleiner Engel“, murmelte ich, während ich meine Stirn an die kalten Steine presste. „Es werden schon sehr bald viele andere Menschen folgen, die dir in die Finsternis nachreisen.“Ich erhob mich langsam. Meine Kleidung war durchnässt, meine Hände bluteten, und die Wunde der zerrissenen Rudelverbindung brannte wie flüssiges Feuer in meiner Seele. Ich besaß nichts mehr auf

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    „Sie müssen meine Tochter retten! Sie ist die Tochter des Alphas, und ich bin die amtierende Luna! Warum verwehrt man mir den sofortigen Zugang zur Notaufnahme?!“Meine Stimme überschlug sich vor schierer Verzweiflung. Ich umklammerte das kleine, glühend heiße Bündel in meinen Armen so fest, wie ich nur konnte, während mir der kalte Regen unaufhaltsam über das Gesicht peitschte.Der Sicherheitsmann an den gläsernen Schiebetüren des Krankenhauses blickte mich voller Unbehagen an und verschränkte die Arme. „Ihre Biometrie ist im gesamten medizinischen System gesperrt, Ma’am. Ohne die persönliche Freigabe von Alpha Damian darf ich Sie nicht einmal in die Lobby lassen.“Ich fuhr mir mit zitternden, durchnässten Fingern durch die Haare und unterdrückte einen Hysterischen Schrei. Es war das vierte Krankenhaus in dieser verdammten Nacht, das mich eiskalt abwies. Jede einzelne Klinik des Rudels hatte denselben digitalen Befehl erhalten: Zugriff verweigert.„Mama...“, ertönte eine schwache, br

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