Mag-log inMeine Finger erstarrten am Saum des Schals.
Ein Herzschlag. Zwei.
Langsam hob ich den Blick zu ihm, in der stillen Hoffnung, dass das dauerhafte Entstellen meiner Haut ausreichte, um nicht wie die Gestalt vor dem Tor in meiner eigenen Blutlache zu enden. Die Wache verzog keine Miene.
Mit überraschend ruhigen Händen wickelte ich den Schal ab.
Kühle Luft traf auf die zerstörte Haut an meinem Hals. Der Blick der Wache glitt blitzschnell darauf hinab. Er starrte auf das von Blasen übersäte Gewebe, die unebenen Narben und das wütende Rot, das an manchen Stellen noch nässte. Seine Kiefermuskeln spannten sich an, und seine Brauen zogen sich zusammen. Ich konnte das Mitleid in seinen Augen lesen.
Er schwieg.
Xena trat an meine Seite, ihre Schulter streifte die meine. Ihre Hände zitterten kurz, bevor sie sie zu Fäusten ballte. Tränen stiegen in ihren blauen Augen auf, doch sie blinzelte sie verbissen zurück. Ihre Stimme klang rau und brüchig.
„Meine Schwester … sie wurde auf dem Weg hierher überfallen. Wir haben es kaum geschafft. Die Reise war lang und grausam, aber wir haben Bloodfang gewählt, weil man sich erzählt, dieses Rudel sei stark, geordnet und sicher.“ Sie schluckte schwer. „Wir haben sonst niemanden mehr. Bitte.“
Beim letzten Wort versagte ihr die Stimme. Sie wirkte vom Weg gezeichnet und verzweifelt – weil sie es war. Wir beide waren es.
Die Wache blickte erneut auf meinen Hals, dann zu Xena. Wir standen da, und uns war nichts geblieben außer einander. Er winkte uns durch. Er machte sich nicht einmal die Mühe, Xena zu kontrollieren. Es grenzte an ein Wunder.
Mit sturem Blick nach vorn und gleichmäßigen Schritten gingen wir weiter. Das Tor fiel hinter uns mit einem schweren metallischen Dröhnen ins Schloss, das mir durch Mark und Bein fuhr. Wir waren im Territorium von Bloodfang, und es gab kein Zurück mehr.
Erst als die Wachen außer Sichtweite waren, stieß ich den Atem aus, den ich in meinen Lungen gefangen gehalten hatte. Ein Zittern lief durch meinen Körper.
Eine junge Eskorte führte uns an Gebäuden vorbei, die massiver und trutziger waren als alles in Ironclaw. Links und rechts ragten befestigte Steinmauern auf, und an jeder Ecke lauerten wachsame Augen.
Ich hielt meine Miene vollkommen ausdruckslos. Ich war Scarlett Bane. Eine Frau, die alles verloren hatte und nur nach einem Ort suchte, an dem sie bleiben konnte. Mit jedem Schritt wiederholte ich diese Worte in Gedanken.
Unser Weg endete in einem kahlen, kalten Begutachtungsraum. Drei hochrangige Rudelmitglieder saßen hinter einem langen Tisch. Ihre Lippen waren zu schmalen Strichen zusammengepresst, und auf ein Willkommen wartete man vergeblich.
Sie stellten Fragen, musterten unsere Antworten haargenau und verlangten schließlich, dass wir Proben unserer Gaben zeigten. Meine erwachte mühelos.
Ich besaß keinen Wolf. Ich hatte mich nie verwandelt, hatte nie das Brechen und Neuzusammensetzen der Knochen gespürt, das für jeden anderen Wolf in Ironclaw selbstverständlich war. Meine Eltern hatten es damals einen Fluch genannt. Die Gabe, die diese Leere füllte, war die Heilung – als böte mir die Göttin eine kleine Entschuldigung dafür, dass sie mich wolflos geschaffen hatte.
Wärme staute sich tief in meiner Brust und breitete sich langsam aus, bis die Luft zwischen meinen Händen und dem Arm des Prüfers schwach vor Hitze flirrte, ganz ohne offenes Feuer. Einer von ihnen beugte sich fast unwillkürlich vor. Ein anderer notierte etwas, ohne den Blick von mir abzuwenden.
Nur einer von ihnen gab eine Rückmeldung: „Brauchbar. Zur Seite treten.“
Xena trat vor und präsentierte ihre Gabe, ohne eine Sekunde zu verlieren. Ihre Macht traf den Raum mit voller Wucht. Die Mondgöttin hatte sie mit strategischem Kriegsverstand, unbändiger Kraft, taktischer Schärfe und einem ebenso wilden Wolf gesegnet. Man sah es an der Art, wie sie sich bewegte, wie ihre Augen selbst im Stillstehen beiläufig die Ausgänge scannten.
Derselbe Mann, der mein Urteil verkündet hatte, sprach auch ihres aus: „Brauchbar. Beide vortreten.“
Er setzte sich, während eine andere Älteste – diesmal eine Frau – aufstand und mit kühler Stimme sprach: „Heiler bleiben im Schloss. Nahe beim Alpha. Die Krieger gehen in die Außengebiete. Zu unseren Trainingslagern.“
Mein Magen sackte so jäh ab, dass mir die Knie weich wurden.
Das Wort Schloss hallte in meinem Kopf wider. Außengebiete folgte dicht darauf. Ich klammerte mich so fest an den Riemen meiner Tasche, dass der Stoff in meine Handfläche schnitt. Wir hatten das Tor gemeinsam überstanden. Wir hatten uns gemeinsam in andere Menschen verwandelt. Ich hatte keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, diesen Ort ohne sie an meiner Seite überleben zu müssen.
Sie trennten uns, noch bevor ich auch nur den Hauch einer Chance hatte zu protestieren.
Eine Wache trat vor, um Xena zuerst mitzunehmen. Sie wandte sich zu mir um. Ihre blauen Augen bohrten sich in meine. Sie ergriff kurz, aber fest meine Hand. „Bleib am Leben, Schwester“, murmelte sie. Für jeden Außenstehenden klangen die Worte alltäglich. Für mich bedeuteten sie alles.
Dann war sie fort – in eine Richtung geführt, während man mich in die andere zerrte.
Die Leere nach ihrem Fortgang schrie lauter als alles, was ich in meinem bisherigen Leben gehört hatte.
Keine Xena mehr. Nichts, was vertraut war. Da war nur noch ich – schwanger, gezeichnet und vollkommen verloren, während ich mit jedem Atemzug hinter feindlichen Mauern eine Lüge lebte. Ich straffte die Schultern und folgte der Wache.
Scarlett Bane blickte nicht zurück. Also tat ich es auch nicht.
Die Gänge des Schlosses zogen sich endlos hin und waren voller Leben. Menschen hasteten zielstrebig umher, Blicke streiften mich, und alle sagten dasselbe: neu, Reisende, Fremde.
Ich hielt den Kopf gesenkt, prägte mir jedoch jede Abzweigung, jede Tür und jeden Ausgang ein. Es war eine alte Angewohnheit aus der Residenz des Alphas, die mich davor bewahrte, mich völlig in die Enge getrieben zu fühlen.
Im Heilerflügel roch es nach Kräutern und beißender Medizin.
In der Sekunde, in der ich eintrat, wurden die Blicke um mich herum schärfer.
Heiler bemerkten alles. Körperhaltungen. Atemzüge. Die Art, wie jemand Schmerz mit sich trug. Vermutlich spürten sie bereits, dass ich weitaus mehr Schmerz in mir trug, als ich nach außen zeigte.
Ich blieb reglos stehen, die Tasche schwer auf der Schulter und eine Hand unter meiner Kleidung sachte auf meinen Bauch gelegt.
Die Oberheilerin trat auf mich zu, noch ehe ich meine Tasche abstellen konnte. Sie war eine hochgewachsene Frau mit stechenden Augen und müden Linien um den Mund.
Sie verlor keine Zeit.
„Die Regeln“, begann sie trocken. „Halt den Mund. Frag nicht nach Dingen, die außerhalb deiner Aufgaben liegen. Äußere keine Meinungen darüber, wie wir diesen Flügel führen. Sprich nicht über deine Vergangenheit, es sei denn, du wirst ausdrücklich danach gefragt, und selbst dann fasse dich kurz. Ich bin Frau Darkmoon, und du bist …“
„Scarlett Ba— “
Sie hob gebieterisch einen Finger, brachte mich zum Schweigen und ging einmal vor mir auf und ab. „Du redest zu viel, Kind. Folge den Anweisungen aufs Wort. Zögern und Verhandeln werden als Ungehorsam gewertet. Du bist neu hier. Neu bedeutet, dass du dich durch Gehorsam beweisen musst.“
Ihr Blick nagelte mich förmlich fest. „Zieh keine Aufmerksamkeit auf dich. Fremde leben hier von geborgtem Vertrauen, ganz besonders im Schloss. Brichst du es, gibt es keine zweite Chance.“
Ich nickte mit zugeschnürter Kehle. „Ich verstehe.“
Sie musterte mich noch einen Herzschlag lang, dann nickte sie knapp. „Gut. Deine erste Aufgabe wartet heute Abend. Das abendliche Stärkungsmittel für Alpha Dimitri. Bring es in seine Gemächer. Klopf an und tritt erst ein, wenn du hereingebeten wirst. Stell es ab und verschwinde sofort wieder. Ganz einfach.“
Frau Darkmoon drehte sich um und ließ mich allein, damit ich mich einrichten konnte.
Zwei jüngere Heilerinnen zeigten mir meine kleine Kammer – ein Bett, ein Fenster und ein schmales Regal für meine Tasche. Es war winzig und längst nicht so prunkvoll wie mein altes Zuhause, und doch fühlte ich mich in diesem Raum bereits geborgener. Ich stellte meine Tasche ab und setzte mich auf die Bettkante.
Gedankenverloren fand meine Hand wieder den Weg zu meinem Bauch. Mein Baby lebte. Für einen weiteren Tag.
Ich atmete tief aus und legte den Kopf in den Nacken.
Xena war da draußen, irgendwo in den Außengebieten, und ich saß hier fest. Allein.
Von nun an zählte nur noch das nackte Überleben.
Der Abend brach viel zu schnell herein, und die Oberheilerin reichte mir die Medizin. Es war eine warme, kleine Schale mit einer ganz bestimmten Mixtur, deren Bestandteile nicht einmal ich bestimmen konnte, ganz gleich, wie eingehend ich sie musterte. „Verschütte nichts davon und trödle nicht herum.“
Ich nahm die Schale und schritt die Gänge in Richtung des Flügels des Alphas entlang, genau so, wie die Heilerinnen es mir beschrieben hatten. Hin und wieder hielt ich kurz inne, um mir den Weg von den Wachen bestätigen zu lassen, die die Korridore säumten.
Mein Herz klopfte mit jedem Schritt heftiger. Je näher ich den Gemächern des Alphas kam, desto wachsamer wurden die Wachen. Während des gesamten Weges hielt ich den Kopf gesenkt, den Schal schützend und hoch um meinen entstellten Hals gewickelt und die Hände fest um die Schale geschlossen.
Ich erreichte die schwere Tür und klopfte einmal an.
Nur Stille schlug mir entgegen.
Ich klopfte erneut, doch wieder rührte sich nichts.
Mein Magen verkrampfte sich zu harten Knoten. Ich konnte nicht zu Frau Darkmoon zurückkehren, ohne meine erste Aufgabe erledigt zu haben, und ich durfte die Gemächer des Alphas nicht ohne seine Erlaubnis betreten.
Ich holte tief Luft und klopfte ein letztes Mal an. Dieselbe eisige Stille.
Ein feiner Schweißfilm bildete sich an meinem Haaransatz. Die Wache auf der anderen Seite des Flurs hatte bereits begonnen, mich mit verengten Augen zu fixieren. Ich hatte eine einzige Aufgabe. Eine einzige. Und wie angewurzelt vor einer Tür zu verharren, bedeutete nicht, sie zu erfüllen.
Ich legte die Handfläche flach gegen das Holz, schloss die Augen und flüsterte ein einziges Wort an die Göttin.
Ich trat ein und zog die Tür leise hinter mir ins Schloss.
Der Alpha lag auf dem Boden.
Seine Züge waren erschlafft, sein Körper vollkommen reglos, und weißer Schaum stand an seinen Mundwinkeln. Seine Brust hob und senkte sich nur noch in flachen, unregelmäßigen Zügen, die mir unmissverständlich sagten, dass ihm keine Stunden mehr blieben, sondern bloß noch Minuten.
Mein Heilerverstand erfasste die Szene in einem einzigen Wimpernschlag: der Becher, der umgekippt neben ihm lag, die unheilvolle Blässe seiner Lippen und die Art, wie sich seine Finger krampfhaft nach innen gekrümmt hatten.
Er war vergiftet worden.
Mein Blut gefror zu Eis.
Jeder hier würde mich für die Fremde halten, die ihren Alpha ermordet hatte.
Alpha Dimitris SichtIch war auf halbem Weg die Treppe hinunter, als die Stimme der Frau an mein Ohr drang.„… und ehe man sichs versieht, liegt man rücklings mit gespreizten Beinen auf der Küchenanrichte, während er sich daranmacht, einen nach Strich und Faden zu vernaschen.“Ich verlangsamte den Schritt.Das … klang ganz gewiss nicht nach einer gewöhnlichen Unterhaltung.Ich nahm die letzten Stufen und trat in das Foyer.„Scarlett“, rief ich, wild entschlossen, was immer das hier war, augenblicklich zu unterbinden.Sie fuhr zu mir herum, als hätte ich sie auf frischer Tat bei einem Verbrechen ertappt. Ihr Telefon hielt sie noch immer krampfhaft in der einen Hand, ihr Gesicht so flammend rot, dass es mit ihrem Haar konkurrierte. Jeder Zentimeter Haut, der über dem Schal sichtbar war, glühte vor Scham, und sie sah aus, als würde sie im nächsten Moment im Boden versinken, wenn man ihr nur die Gelegenheit dazu gäbe.Hinter dem Empfangstresen bemerkte mich die Frau und grinste nur noch b
Ravens / Scarletts SichtIch wachte vor ihm auf.Der Raum lag bereits im hellen Licht, als ich die Augen aufschlug. Alpha Dimitri schlief noch immer auf seiner Seite des Bettes, einen Arm unter dem Kopf angewinkelt, sein Atem ruhig und gleichmäßig.Einen Moment lang sah ich ihm einfach nur beim Schlafen zu.So wirkte er friedlicher. Weniger wie der furchteinflößende Alpha, der ein ganzes Rudel mit einem einzigen Blick befehligen konnte, und mehr wie ein Mann, der sich endlich einmal Ruhe gönnte.Ehe ich noch länger starren konnte, glitt ich vorsichtig unter der Decke hervor und achtete peinlich genau darauf, die Matratze nicht in Bewegung zu versetzen.Behutsam bewegte ich mich durch das Zimmer.Das Badezimmer schenkte mir ein paar ungestörte Momente, um mich für den Tag fertig zu machen. Nach der Dusche zog ich frische Kleidung an, putzte mir die Zähne und schlang mir aus reiner Gewohnheit den Schal sicher um den Hals.Als ich den Blick zu meinem Spiegelbild hob, blickten mir dasselb
Ravens / Scarletts SichtDas Licht war gelöscht.Ich lag auf meiner Seite des Bettes, die Decke bis zu den Schultern hinaufgezogen, und starrte in die Dunkelheit. Die Matratze war breit genug, dass wir einander nicht berührten, und doch war ich mir seiner Anwesenheit nur wenige Schritte entfernt quälend bewusst. Jedes noch so leise Rascheln der Laken schien in der Stille des Zimmers lauter widerzuhallen. Selbst sein gleichmäßiger Atem ließ sich unmöglich ignorieren.Er beobachtete mich.Ich konnte seine Augen in der Finsternis nicht sehen, aber ich wusste es einfach. Seine Art zu schweigen gab mir die unumstößliche Gewissheit. Alpha Dimitri wartete darauf, dass ich einschlief, ehe er sich selbst Ruhe gönnte – genau wie in unserer ersten Nacht hier.Dieses Wissen machte es nur noch schwerer, mich zu entspannen.Ich kniff die Augen fest zusammen.Unter der Decke ballten sich meine Hände zu Fäusten, bis sich die Fingernägel tief in meine Handflächen bohrten. Der schneidende Schmerz war d
Ich hielt den Blick starr auf den Bildschirm gerichtet.Halt die Klappe.Ich mag es, wenn sie in unserer Nähe ist, gestand Zedd schamlos.Ich würdigte diese Bemerkung keiner Antwort.Sie ist ruhig. Sie riecht gut. Sie bringt dich zum Lachen.Ich lache nicht.Zedds Lachen hallte tief und amüsiert durch meinen Verstand.Lügner.Indem ich ihn vollkommen ignorierte, half ich Scarlett weiter durch die verbliebenen Einrichtungsschritte.Als der Startbildschirm schließlich aufleuchtete, blickte sie einen Moment lang auf das Telefon hinab, ehe sie die Augen hob und meinen Blick suchte. Die Erleichterung auf ihren Zügen war unmöglich zu übersehen.Es war bloß ein Telefon. Und doch sah sie aus, als hätte ich ihr etwas von unschätzbarem Wert überreicht.Sobald alles eingerichtet war, stand ich auf und trat vom Bett zurück. „Fertig“, sagte ich. „Nutz es, um mir Nachrichten zu schreiben, wenn du etwas brauchst. Halt den Akku geladen.“Sie nickte augenblicklich, hielt das Gerät behutsam mit beiden
Alpha Dimitris SichtScarletts Augen weiteten sich so sehr, dass ich mich für einen Moment unwillkürlich fragte, ob sie verlernt hatte zu blinzeln.Für eine flüchtige, unvermeidbare Sekunde glitt ihr Blick tiefer, ehe er blitzschnell zu meinem Gesicht zurückschnellte. Die Farbe, die ihr in die Wangen stieg, war beinahe beeindruckend. Sie wandte den Kopf auf der Stelle ab und fixierte den nächstgelegenen Baum mit einer Intensität, als sei er mit einem Schlag zum faszinierendsten Objekt des gesamten Waldes geworden.Ich sagte kein Wort.Es gab schließlich nichts Sinnvolles zu sagen. Ich ging hinüber zu dem Stein, auf dem ich meine Kleidung zurückgelassen hatte, sammelte sie auf und trat hinter die nächste Kiefer, um mich anzuziehen.Selbst nach der Rückverwandlung fühlte sich mein Körper noch unruhig an von dem Lauf. Zedds Präsenz pulsierte dicht unter der Oberfläche – um Welten wacher, als er es seit Monaten gewesen war.Als ich auf die Lichtung zurücktrat, starrte Scarlett überaus kon
Alpha Dimitris SichtIch kannte diese Stimme besser als meine eigene.Mein ganzes Leben lang hatte ich sie gehört. Selbst nach Monaten des Schweigens hätte ich sie überall wiedererkannt.Mein.Zedd.Für einen absurden Augenblick starrte ich einfach nur auf Scarlett hinab, deren Hände noch immer auf meiner Brust lagen. Sie war ganz in ihre Gabe vertieft, völlig ahnungslos darüber, dass mein Wolf soeben zum ersten Mal seit Monaten gesprochen hatte. Von all den Dingen, die ich erwartet hätte, wenn Zedd endlich zurückkehrte, war ein besitzergreifender Anspruch auf meine Heilerin ganz sicher keines gewesen.Es ergab nicht den geringsten Sinn.Mein erster Gedanke war, dass ich es mir nur eingebildet hatte. Die vorübergehende Linderung, die Circe mir verschafft hatte, war etwas, das weder ich noch sonst jemand vollends verstand. Jahrelang hatte Orrosta meinen Körper aufgezehrt und langsam das Band zu meinem Wolf durchtrennt, bis sein Wegsperren die einzige Möglichkeit gewesen war, überhaupt







