로그인Talias PerspektiveNolan und Colin waren beide von meiner Frage überrascht. „Warum fragst du sie das?“, fragte Colin.„Jason sah für mich wie du aus, Nolan. Die ganze Zeit dachte ich, ich wäre bei dir. Beim Abendessen sah er dir so täuschend ähnlich, dass ich keinen Unterschied erkennen konnte. Er ging durch Flure, die genauso aussahen wie unsere, und jedes Detail stimmte, bis hin zum Licht auf den Geländern und dem verblassten Teppich. Er führte mich sogar durch einen Rosengarten, der genauso aussah wie der, den ich angelegt hatte. Die Illusion war so überzeugend, dass ich anfing, an meinen Sinnen zu zweifeln. Ich fühlte mich sogar wie zu Hause, und das machte mir am meisten Angst.“„Wie hast du herausgefunden, dass ich es nicht war?“, fragte Nolan.„Ich wurde misstrauisch, weil er keinen Geruch hatte. Beim Abendessen bestätigte sich mein Verdacht, als er allergisch auf Pilze reagierte“, antwortete ich. „Selbst danach sah ich immer noch nur dich. Das Haus sah genauso aus wie das A
Talias PerspektiveNolan erreichte Annie vor mir. Er ging mit offenen Händen über den Rasen und blieb ein paar Fuß vor ihr stehen, um ihr keine Angst zu machen.„Du bist in Sicherheit. Wir bringen dich zum Moonbrook-Rudel“, sagte Nolan.Annie ließ Nolan nicht aus den Augen. Sie hielt die Arme fest um Marcos Hals geschlungen, und als Nolan nach ihr greifen wollte, zuckte sie zurück.„Annie, das ist Alpha Nolan. Er ist mein echter Gefährte. Er wird dir nichts tun“, sagte ich und hoffte, sie damit beruhigen zu können. Annie blickte zwischen uns hin und her, hielt sich aber weiterhin an Marco fest. „Komm her, mein Schatz. Alles ist gut.“Ich öffnete meine Arme. Marco trat vor und ermutigte Annie sanft, zu mir zu kommen. Als sie die Arme nach mir ausstreckte, umarmte ich sie. Sie hielt mich fest und drückte ihr Gesicht an meine Schulter.„Lassen Sie mich nicht beim Moonbrook-Rudel zurück. Bitte, Luna, bitte. Lassen Sie mich nicht dort zurück. Ich will nicht allein sein“, flehte Annie.
Nolans PerspektiveSie war völlig verdreckt, aber sie war es wirklich.Ihr Gesicht, ihr Hals und ihre Arme waren mit Blut bedeckt. Ihre Haare waren mit Schmutz und Blut verklebt. Der Geruch abtrünniger Wölfe haftete an ihrer Kleidung, aber das war mir egal. Meine Gefährtin war zu mir zurückgekehrt.„Der Mondgöttin sei Dank, es ist wirklich Luna Talia“, sagte Marco hinter mir.„Marco, nimm das Kind“, befahl ich.Marco eilte vor, umarmte Talia kurz und hob dann Annie hoch. Er trat zurück, damit ich zu Talia gelangen konnte.Mit drei großen Schritten überbrückte ich die Entfernung zu Talia und schloss sie in meine Arme. Mein Herz hämmerte in meiner Brust, und die Welt um mich herum verschwamm, bis ich nur noch sie sehen konnte. Ich hatte mir zurechtgelegt, was ich sagen wollte, aber jetzt, da sie vor mir stand, waren alle Gedanken wie weggeblasen.Behutsam löste ich mich von ihr, nahm ihr Gesicht zwischen meine Hände und betrachtete sie genau. An ihrem Haaransatz hatte sie eine Sch
Talias PerspektiveRobin setzte Annie an der Tunnelwand ab. Er legte einen Finger auf die Lippen, um mir zu bedeuten, dass ich nicht sprechen sollte, bevor er an mir vorbeiging und sich der Dunkelheit zuwandte.Der erste abtrünnige Wolf tauchte auf, und Robin griff ihn an, bevor dieser überhaupt begriff, was geschah. Der abtrünnige Wolf fiel mit Robins Klinge in der Kehle zu Boden. Ich hatte nicht gewusst, dass Robin so kämpfen konnte. Das versetzte mich in Erstaunen, und plötzlich verstand ich, warum mein Vater ihn immer so nah bei sich behalten hatte.„Nehmen Sie seine Rüstung“, sagte Robin und wischte das Blut des abtrünnigen Wolfs an seinem Bein ab.„Was?“Robin nahm dem abtrünnigen Wolf die Rüstung ab und drückte sie mir in die Hände. Ich zog die gepanzerte Weste über den Kopf. Das Blut aus der Kehle des abtrünnigen Wolfs hatte die Vorderseite der Weste bereits durchtränkt.Robin beschmierte seine Hand mit Blut und verteilte es auf meinen Armen. Ich zuckte angewidert zurück.
Talias PerspektiveBeim Abendessen saß Nolan mir gegenüber, aß langsam und fragte, wie mein Nachmittag gewesen war. Ich versuchte, ungezwungen zu wirken, aber innerlich war ich ein Nervenbündel. Er streckte die Hand über den Tisch aus und berührte meine Hand.„Ich hoffe, du hast heute Nacht nicht vergessen, Talia. Ich habe den ganzen Tag daran gedacht“, sagte er.„Natürlich nicht, mein Liebster. Heute bin ich gut ausgeruht“, sagte ich ihm.Nolan grinste selbstgefällig. „Gut. Ich werde dafür sorgen, dass du diese Nacht nicht vergisst.“ Wäre er der echte Nolan gewesen, hätte ich vor Verlangen gezittert. Bei diesem Betrüger empfand ich jedoch nur Ekel und Angst. Ich schaffte es, mir ein verführerisches Lächeln abzuringen.„Beeil dich und iss deine Suppe auf, damit du deinen Rundgang machen kannst. Ich möchte, dass du früh zurückkommst. Lass mich nicht warten“, sagte ich mit sanfter, einladender Stimme.Nolan grinste. „Ich werde früh zurück sein.“Ich beobachtete, wie er seine Suppe
Talias PerspektiveIn der vergangenen Nacht hatte ich kaum geschlafen. Als ich in mein Zimmer zurückkam, zitterten meine Hände unaufhörlich, während ich einen Stuhl vor die Tür schob. Ich lauschte ständig auf Schritte im Flur, aus Angst, der Betrüger könnte zurückkommen und mir das Gefährtenmal aufzwingen.Die ganze Nacht ging ich im Kopf immer wieder die Möglichkeiten durch, Robin eine Nachricht zukommen zu lassen. Am frühen Nachmittag, als die Wachen normalerweise abgelenkt waren, wusste ich, was ich tun musste.Am Morgen hatte ich beim Speisesaal einen jungen Wächter gesehen, den ich noch nie zuvor gesehen hatte. Er war mir aufgefallen, als Annie mich zum Frühstück begleitet hatte. Er starrte immer wieder auf meine Diamantohrringe. Er war jung und undiszipliniert, genau die Art von Mensch, die ich für meine Zwecke nutzen konnte.Ich ging rasch auf ihn zu und sagte: „Ich möchte im unteren Garten spazieren gehen. Ich werde nicht lange weg sein.“Er antwortete: „Der Alpha hat gesa







