로그인Talias PerspektiveDer Tag der Luna-Zeremonie war da, ehe ich mich versah.Ich stand mit Della an meiner Seite im Salon, während sich Dienstmädchen leise um uns herum bewegten. Das würde meine zweite Luna-Zeremonie sein, doch diesmal fühlte es sich anders an. Ich hatte meine beste Freundin an meiner Seite und einen Gefährten, der mich wirklich liebte. Es würde keine Ungewissheit mehr über meinen Platz im Blut-Mond-Rudel geben.„Wie fühlst du dich?“, fragte Della.„Nervös, aber aufgeregt“, antwortete ich.Maggie und Clara bereiteten mich gemeinsam vor. Clara ging sorgsam mit meinem Kleid um, strich den Stoff glatt und schloss die feinen Verschlüsse, während Maggie sich auf mein Make-up und meinen Schmuck konzentrierte. Della beobachtete sie aufmerksam.‚Ich passe auf, dass sie nichts Verdächtiges tut‘, sagte mir Della über die Gedankenverbindung und überprüfte jedes Produkt, das Maggie benutzte.Keines der Produkte war manipuliert worden, und Maggie war aufmerksam – übermäßig auf
Talias PerspektiveAm nächsten Morgen wachte ich spät auf. Ich streckte mich, drehte mich um und griff nach Nolan, doch ich fand nur seinen Geruch und kalte Laken vor. Er war bereits zur Arbeit gegangen.‚Denkst du an eine weitere Runde?‘, neckte mich meine Wölfin.Ich setzte mich auf und erstarrte, als ich mein Spiegelbild sah. Dunkle Spuren zeichneten sich auf meiner Haut ab. Ich fuhr mit den Fingern darüber und spürte, wie sich eine Mischung aus Glück und Schüchternheit tief in meiner Brust ausbreitete.‚Warum bist du so schüchtern?‘, neckte mich meine Wölfin. ‚So sollen wir doch aussehen. Er ist unser Gefährte, aber vielleicht hat er es letzte Nacht übertrieben. Ihr zwei habt euch wie wilde Tiere gepaart.‘Ich schnaubte leise, als ich aufstand. „So würde ich es nicht ausdrücken“, murmelte ich. Doch ich konnte die Wärme nicht leugnen, die mich durchströmte, als ich daran dachte, wie Nolan mich gegen den Schreibtisch gedrückt hatte.Mit Nolan an meiner Seite würde mir die Läufi
Maggies PerspektiveIch ging nicht sofort. Ich blieb im Schlafzimmer und versuchte, so leise wie möglich zu sein.Viki hatte mir gesagt, ich sollte sie beobachten und ihr alles berichten, was sie taten. Ich erwartete, dass Talia bei Nolan schlecht über mich reden würde. Stattdessen hörte ich ein Keuchen und das Knarren des Schreibtisches. Dann hörte ich rhythmisches Klatschen und Talias Stöhnen.Mein Gesicht wurde heiß. Ich fühlte mich angewidert, wie eine Perverse, die heimlich lauschte. Ich ballte die Fäuste so fest, dass sich meine Nägel in meine Handflächen gruben. Meine Wölfin versuchte nicht einmal, mich zu trösten.‚Sie sind Gefährten. Genau das sollten sie tun. Du musst gehen‘, sagte sie bestimmt.Ich hasste es, dass sie mit mir sprach, als hätte ich das verdient.Ich verließ das Zimmer rasch, doch selbst draußen im Flur konnte ich sie noch hören. Ich ging schnell den Korridor entlang. Warum musste sie es sein? Warum musste sie auftauchen? Ich hätte unter Nolan liegen sol
Nolans PerspektiveIch legte eine Hand an Talias Hinterkopf und erwiderte ihren Kuss heftiger. Ich drängte sie rückwärts, bis ihr Rücken gegen die Schreibtischkante stieß.„Gefällt dir mein Geschenk?“, murmelte sie, als wir uns lösten, um Luft zu holen.Ich hielt meine Stimme leise. „Sehr.“„Du bist unglaublich sexy, wenn du so ernst bist“, flirtete Talia.Ich lachte und küsste sie erneut. Ich hob sie auf den Schreibtisch. Ihr Kleid rutschte hoch und gab einen schwarzen String frei.Talias Hände machten sich unbeholfen an den Knöpfen meines Hemdes zu schaffen, bevor sie aufgab und es mit ihren Krallen aufriss. Sie biss leicht in meine Brust, während sie begann, meine Hose zu öffnen. Ich senkte den Mund an ihren Hals und fuhr mit der Zunge über mein Gefährtenmal auf ihrer Haut. Die Gefährtenbindung vibrierte leise zwischen uns.„Nolan“, wimmerte sie.Mit einem schnellen Ruck riss ich ihr den String vom Körper. Ich schob zwei Finger in sie und bewegte sie rhythmisch in ihr.„Nec
Nolans PerspektiveDie Besprechung zog sich länger hin als nötig. Die Ältesten hatten so viele Fragen zum Silverfang-Rudel und zu Talia. Ausnahmslos jeder von ihnen wollte wissen, ob ich die Jagd auf den Mörder meines Vaters beendet hatte. Als die Besprechung endlich vorbei war, war meine Geduld erschöpft.Die ranghohen Mitglieder verließen den Raum eines nach dem anderen und murmelten noch immer über Zeitpläne, Patrouillenwechsel und die Vorbereitungen für die bevorstehende Luna-Zeremonie. Aus Gewohnheit nickte ich ihnen noch zu, doch meine Aufmerksamkeit war bereits woanders.Ich wollte nach Hause.Marco bemerkte es sofort.„Du bist unruhig“, sagte er, als wir gemeinsam hinausgingen. „Was ist los?“„Ich habe noch etwas zu tun.“„Oder geht es um jemanden?“, sagte Marco.Ich warf ihm einen Blick zu, woraufhin er lachte.Mein Wolf lachte ebenfalls. Ihm gefiel, dass auch Marco die Veränderung bemerkt hatte. ‚Du musst dich nicht dafür schämen, unsere Gefährtin zu begehren‘, fügte
Talias PerspektiveIch verbrachte den Abend damit, den Flügel des Rudelhauses zu erkunden, den Nolan als privaten Wohnbereich nutzte. Die Räume waren größer als erwartet, wirkten aber weder überdimensioniert noch kalt. Man merkte, dass hier jemand lebte.Am meisten zog das Arbeitszimmer meine Aufmerksamkeit auf sich.An zwei Wänden standen Regale, voll mit Büchern in jeder Größe und mit verschiedensten Einbänden. Einige waren alt und hatten abgenutzte Buchrücken, waren aber sorgfältig gepflegt. Die Bücher waren nach Regionen und Themen gut geordnet.Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. „Das machst du also, wenn du nicht gerade Leute finster ansiehst“, murmelte ich und ließ meine Finger an der Kante eines Regals entlanggleiten.Ich hatte nicht erwartet, dass Nolan gern las. Seine Sammlung war umfangreich, und zwischen den Büchern steckten einige handgeschriebene Tagebücher.Ich zog ein Buch heraus und setzte mich auf einen der Stühle neben der Lampe. Ich begann zu lesen, u







