ログインMalte hob den Kopf, und von seiner gewohnten Demut und Fügsamkeit war nichts mehr zu sehen. Hinter seiner vollkommen ruhigen Miene schien etwas Gefährliches zu lauern.Er ging auf Lennart zu. „Herr Lindner, ich weiß, dass Sie ihr das Mittel verabreicht haben.“Lennart erschrak heftig.„Um Kronprinzessin Claudias Auftrag zu erfüllen, haben Sie Yuna auf eigene Faust ein Mittel vom Schwarzmarkt verabreicht. Sie wollten ihren Ruf vor laufender Kamera zerstören und einen Keil zwischen sie und Adrian treiben. Nur um der Kronprinzessin zu gefallen. Dumm nur, dass Ihr Plan nicht aufgegangen ist.“Malte legte den Kopf leicht schief. Lennart wurde kreidebleich, doch der Assistent sprach gelassen weiter: „Jetzt ist alles aufgeflogen. Adrian wird Sie nicht verschonen. Sie wissen sicher, wie grausam er sein kann. Und die Kronprinzessin? Sie hat Ihnen nicht befohlen, Yuna etwas zu verabreichen. Trotzdem wird Adrian jetzt auch sie dafür verantwortlich machen. Was meinen Sie, wie sie Sie dafür bestraf
„Ich gehe nicht ins Krankenhaus.“Adrian ging weiter und redete ihr mit rauer Stimme geduldig zu: „Sei vernünftig. Man hat dir etwas verabreicht. Du musst ins Krankenhaus.“„Ich bin vernünftig.“ Yuna sah ihn aus geröteten Augen trotzig an. „Ich will dich, Adrian! Dich! Kein Krankenhaus. Wir gehen in ein Hotel!“In ihren Augen brannte heftiges Verlangen. Unter dem Einfluss des Mittels folgte sie nur noch ihren Trieben.Adrian biss die Zähne zusammen und sprach noch leiser: „Im Krankenhaus geht es dir ganz schnell wieder besser.“„Adrian, liebst du mich etwa nicht?“Er stutzte. Er verstand nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hatte.„Du hast mich angelogen, als du gesagt hast, dass du mich liebst, stimmt’s?“Yunas Augen waren nun noch stärker gerötet. Gekränkt brach sie plötzlich in Tränen aus. „Du liebst jetzt Claudia, oder?“Adrians Schläfen pochten heftig.„Nein. Denk doch nicht so etwas …“Er wollte es ihr erklären, aber sie hörte ihm überhaupt nicht zu.„Wenn du sie liebst, la
Yuna schob ihre bandagierten Hände unter sein tadellos sitzendes Sakko. Durch den dünnen Stoff seines Hemds tastete sie mit dem Handgelenk immer wieder seine Bauchmuskeln ab.Adrian blieb stehen. Sein Körper spannte sich leicht an, doch er ließ sie gewähren und sah voller Nachsicht auf sie hinunter.Im Chat tauchten die ersten Fragen auf: „??? Was macht sie da?“Sie tastete noch eine ganze Weile weiter, bis sich die Anspannung in ihrem Körper endlich löste. „Deine Bauchmuskeln … Du bist es.“Im nächsten Moment verließ sie jede Kraft. Sie sank gegen ihn und wimmerte kläglich. „Adrian, du Blödmann! Warum kommst du erst jetzt? Dieser Mistkerl hat mir etwas gegeben! Mir geht es so schlecht, mir ist so heiß! Ich halte das nicht mehr aus!“Sie drückte die Lippen an seinen Hals, küsste und biss ihn. Dabei schlang sie die Arme um seine Taille und schmiegte sich so eng wie möglich an ihn.Adrian versteifte sich sichtlich und atmete plötzlich viel schwerer. „Wir sind noch auf Sendung“, sagte er
Mit jedem Druck auf die Taste wurde Adams Schrei noch schriller.Im Chat herrschte für mehrere Sekunden eine geradezu unheimliche Stille. Die Szene entsprach so wenig den Erwartungen, dass die Zuschauer zunächst völlig überfordert waren.EiweißVerschüttet: „???????“GutIsoliert: „Moment … Kann mir mal jemand eine klatschen? Sehe ich Gespenster? Wo bleibt die heiße Szene auf dem Sofa? Wo bleibt der Teil, für den man extra zahlen muss?“RichterOhneRobe: „Das sind doch inzwischen über 300 Kilo, oder? Da macht selbst ein Weltmeister schlapp. Adams Gesicht ist vor Schmerzen völlig verzerrt. Yuna, du bist ja gnadenlos. Warum gefällt mir das auf einmal so gut?“YunaUndAdriansHerztropfen: „Hahaha! Ich wusste es! Unsere Yuna interessiert sich doch für keinen außer Adrian! Wo sind die Leute, die sie eben noch beschimpft haben? Na, ist euch das jetzt peinlich?“KurzeArmeAmKlavier: „Was ist hier bitte los??? War Yuna nicht völlig hin und weg und hat ihn selbst angemacht? Warum läuft das auf einmal
Adrian warf dem Kameramann einen eisigen Seitenblick zu. Seine Stimme klang unverhohlen drohend. „Mit ihr stimmt etwas nicht. Sehen Sie das nicht?“„Was? Sie … Sie glauben ihr wirklich noch?“, platzte der Kameramann fassungslos heraus.Bei diesem Anblick musste ein Mann doch zuerst einmal wütend werden.Adrian schnaubte verächtlich. „Ich habe schon nackt vor ihr gestanden, ohne dass ihr Puls so hochgegangen ist. Und irgendein anderer Mann soll das schaffen?“Der Kameramann brachte kein Wort mehr heraus. Auch die Zuschauer im Chat schwiegen einen Moment lang. Niemand wusste recht, was er von dieser Behauptung halten sollte.ChefDerSchönheitsfans: „Irgendwie hat er recht. Und ich kann nicht einmal sagen, warum.“TeslaPrüfer: „Verdammt, gegen diese Logik kommt man nicht an! Wenn Yuna selbst beim Anblick von Adrians Gesicht und Körper völlig ruhig bleibt, passt es doch nicht, dass sie bei Adam derart durchdreht!“YunaUndAdriansMutmacher: „Mein Traumpaar hält zusammen! Adrian glaubt ihr! Se
„Herr Wolfhardt …“ Lennart sah ausgesprochen nervös aus, brachte aber dennoch mühsam seinen Einwand vor. „Die drei Stunden sind noch nicht um. Nach den Regeln dürfen Sie jetzt nicht …“Ein eisiger Blick von Adrian genügte, und Lennart verstummte mitten im Satz. In diesem Blick lag ein Todesurteil.„Sie glauben, sie kann Sie beschützen?“Adrian nannte keinen Namen. Trotzdem packte Lennart die blanke Todesangst. Die Beine gaben ihm nach, und er sackte auf die Knie. Er war kreidebleich, und auf seiner Stirn standen dicke Schweißperlen.„Herr Wolfhardt, lassen Sie mich leben! I-ich hatte keine Wahl … Bitte, verschonen Sie mich. Ich … ich …“Adrian sah auf das von Tränen und Rotz verschmierte Gesicht hinunter. Angewidert runzelte er die Stirn und ging weiter.Schon bei den Fragen im ersten Spiel hatte Adrian erkannt, dass Lennart es gezielt auf sie abgesehen hatte. Er wollte jedoch mitten in der Sendung keinen neuen Regisseur einsetzen. Ein Wechsel konnte den Zuschauern nur einen weiteren V
„Yuna!“Henriks Gesicht verfinsterte sich. Er stürmte ihr nach.Kaum hatte Yuna das Privatzimmer verlassen, rief sie Viktor an. „Herr Moll, etwas ist dazwischengekommen, das Mittagessen fällt aus. Ich fahre direkt zur Besichtigung. Schicken Sie mir die Nummer der zuständigen Person durch.“„Frau Wol
Am nächsten Tag im Vorstandsbüro des Wolfhardt-Konzerns warf Henrik gereizt die Akten auf den Tisch und trommelte mit den Fingernägeln auf die teure Nussbaumplatte. „Ist Yuna immer noch nicht zur Arbeit erschienen?“Der Assistent senkte den Kopf. „Nein, Herr Wolfhardt. Frau Sommer fehlt seit drei Ta
Im VIP-Luxuszimmer der Klinik.Chiara lehnte im Krankenhausbett und nippte an dem warmen Wasser, das ihr Henrik eingeschenkt hatte. „Henrik, ich habe von der Hausangestellten gehört, dass Yuna heute Morgen in einem Rolls-Royce zurückgekommen ist. Und dass sie die ganze Nacht weg war … vielleicht ist
Yuna war zurückgekommen, um ihre Sachen zu holen.Kaum hatte sie die Tür aufgestoßen, drang ein schrilles Lachen an ihr Ohr.Henrik, der sonst nie lachte, saß neben Chiara und erzählte ihr trockene Witze, um sie aufzuheitern.„Hatschi…“Chiara nieste lieblich.„Frierst du?“, fragte Henrik sofort bes







