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Kapitel 419

Penulis: Tanja
Beim nächsten Programmpunkt musste sie endlich aufdecken, wie verlogen Yunas Beziehung zu Adrian war. Diesmal sollte Yuna sich so gründlich blamieren, dass ihr nur noch der Rückzug blieb.

…

Als Zweitplatzierte bekamen Ethan und Lorina das gewöhnliche Wohnhaus am Rand des Küstenortes. Es hatte weiße Wände, ein graues Ziegeldach und einen kleinen Hof. Drinnen war es sauber und schlicht eingerichtet, mit Holzmöbeln und allen nötigen Haushaltsgeräten. Es war ein ganz normales Zuhause, in dem es sich
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  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 539

    „An einem Tag. An einem einzigen Tag haben Sie die gesamten Grundlagen verstanden. Sie können selbstständig passende Arzneien zusammenstellen. Das … das habe ich noch nie erlebt! Sie sind ein wahres Genie der Heilkunst. Sie sind dazu geboren!“Der Älteste stand auf und richtete seinen Mantel. Dann trat er einen Schritt zurück, verneigte sich in aller Förmlichkeit.„Es ist mir eine Ehre, Sie zu unterrichten, Frau Sommer. Von heute an werde ich alles tun, um Ihnen mein gesamtes Wissen weiterzugeben.“Yuna stand hastig auf und half ihm, sich wieder aufzurichten. Höflich antwortete sie: „Die Ehre ist auf meiner Seite. Ich bin froh, dass Sie mich unterrichten. Ich werde mir große Mühe geben.“„Gut, sehr gut!“Der Älteste nickte mehrfach und griff nach dem Buch auf dem Tisch.„Kommen Sie. Ich bringe Sie in den Anatomiesaal. Heilmittel zu kennen genügt nicht. Sie müssen auch den Aufbau des menschlichen Körpers verstehen. Ohne dieses Wissen tappen Sie bei jeder Behandlung im Dunkeln.“Mit groß

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 538

    Yuna verpackte ihren Erkältungstee und band das Päckchen in aller Ruhe zu. Dann drehte sie sich um.Ihr Blick glitt gleichgültig über die Gesichter der jungen Leute. Für sie waren das bloß ein paar Vollidioten.Sie ging an ihnen vorbei und verließ die Apotheke. Kein einziges Wort sagte sie, keines weiteren Blickes würdigte sie die anderen.Die jungen Leute blieben verdutzt stehen. Diese Missachtung traf sie wie eine Ohrfeige; ihre Gesichter brannten.„Was … was soll das?“„Hat sie uns gerade einfach ignoriert?“„Was bildet die sich ein?“„Sie nimmt uns überhaupt nicht ernst!“Der junge Mann von der zweiten Stufe wurde hochrot. Er ballte die Fäuste so fest, dass seine Knöchel knackten.„Das war ihr viel zu peinlich. Sie ist einfach davongelaufen. Ihre Gelassenheit war bloß gespielt!“„Genau! Sie hat nur so getan!“Die junge Frau starrte zornig zur Tür. „Am siebten Tag ist sowieso die Prüfung. Wenn sie nicht einmal die erste Stufe schafft, kann sie uns nichts mehr vormachen.“…Als Yuna

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 537

    Jetzt war es anders.Yuna massierte ihre Schläfen, um den schmerzhaften Druck zu lindern. Dann stand sie auf und ging zur Tür.Das Wissen war in ungeheurem Tempo auf sie eingeströmt. Doch einmal aufgenommen, fühlte es sich wie ein wiedererwachter Instinkt an. Sie hatte den seltsamen Eindruck, all das nicht gelernt, sondern sich daran erinnert zu haben.…Die Apotheke lag im Nordosten der Lehranstalt. Der Raum war groß. An den Wänden reihten sich Arzneischränke mit unzähligen kleinen Schubladen, jede mit dem Namen eines Heilmittels beschriftet.Ein durchdringender Kräutergeruch erfüllte die Luft, bitter, würzig und süßlich zugleich.Yuna trat ein und atmete tief ein. Früher hatte sie bei diesem Geruch nur niesen wollen. Jetzt war er ihr auf unerklärliche Weise vertraut.Sie begann, die Arzneien zusammenzustellen.Zuerst stellte sie das Mittel gegen die Gelenkschmerzen zusammen, die sich bei kaltem, feuchtem Wetter verschlimmerten. Sie überflog die Beschriftungen am Arzneischrank und zog

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 536

    Als der oberste Älteste den Unterrichtsraum betrat, las Yuna in den Büchern, die Dietmar ihr geschenkt hatte.Mit der geöffneten Tür drang ein Schwall kalter Luft herein. Sie sah auf.In der Tür stand ein Mann um die sechzig. Er trug einen langen dunkelgrauen Mantel, sein graumeliertes Haar war makellos gekämmt. Das Gesicht war schmal, die Wangenknochen hoch. Seine dünnen Lippen waren fest zusammengepresst. Eine tiefe senkrechte Falte zwischen den Brauen deutete auf jahrelanges Stirnrunzeln hin.Reglos ließ er den Blick über Yunas Gesicht gleiten.„Du bist Yuna Sommer?“Sie stand auf. „Ja. Guten Tag.“Der Älteste trat ein und stellte sich ans Pult. In der Hand hielt er ein Buch. Ohne es aufzuschlagen, begann er zu sprechen.„Ich habe gehört, du sollst in sieben Tagen die fünfte Stufe erreichen.“Yuna nickte. „Das hat die Matriarchin angeordnet.“Er sah sie an. Sein Blick war weder freundlich noch feindselig, nur sachlich und distanziert.„Gut. Dann unterrichte ich dich in dem entsprech

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 535

    Yuna betrat den Unterrichtsraum und legte die Bücher auf den Tisch.Sie wandte sich an die besorgte Beate. Mit einem Lächeln fragte sie: „Haben Sie vielleicht einen falschen Eindruck von mir, Frau Werner? Der Junge tut mir leid. Aber anstelle des Ältesten hätte ich ihn auch nicht gerettet.“Ein Mittel, das einen Menschen dem Tod entreißen konnte, bekam man vermutlich nur einmal im Leben. Die Pille war praktisch eine zweite Chance aufs Leben. Die gab man nicht einfach für seinen Neffen auf. Selbst bei einem eigenen Kind musste man darüber nachdenken.Beate stutzte, dann lächelte sie.„Sie sind wirklich ehrlich, Frau Sommer. Aber so etwas sagen Sie lieber nur mir. Andere dürfen das nicht hören. Es liegt zwar in der Natur des Menschen, aber viele wollen davon nichts wissen.“Sie lachte spöttisch auf. „Zumal wir hier auch noch unsere … selbstlose Heilige zum Vergleich haben.“Gestern hatte Liane ihre Regenerationspille hervorgeholt, das Kind vor aller Augen gerettet. Dabei stand ihr der Ju

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 534

    Die Lehranstalt war innen viel größer, als sie von außen wirkte.Beate führte Yuna durch mehrere überdachte Gänge zu einer Tür mit dem Schild „Leitung“.Im Zimmer saß ein junger Mann, den Yuna auf Ende zwanzig schätzte. Er trug einen langen Mantel in einem sehr hellen Blau, dazu eine goldgeränderte Brille. Er hatte fein geschnittene Züge und die kultivierte Ausstrahlung eines Gelehrten.Als er Yuna bemerkte, sah er sie freundlich, zugleich prüfend an. Aufdringlich wirkte sein Blick dabei nicht.Beate stellte ihn lächelnd vor: „Das ist Dietmar Hohenfels, Frau Sommer. Er leitet unsere Lehranstalt und hat in unserer Heilkunst die achte Stufe erreicht. Außerdem ist er Ihr Onkel, der jüngere Bruder Ihres Vaters.“Yuna stutzte. Deshalb kam er ihr bekannt vor. Um die Augen ähnelte er Anselm tatsächlich ein wenig. Doch während ihr Vater kühle Autorität ausstrahlte, wirkte sein Bruder sanft und kultiviert.Dietmar nahm einen Stapel Bücher vom Schreibtisch, kam zu ihr und reichte ihn ihr.„Ein W

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 4

    Am nächsten Tag im Vorstandsbüro des Wolfhardt-Konzerns warf Henrik gereizt die Akten auf den Tisch und trommelte mit den Fingernägeln auf die teure Nussbaumplatte. „Ist Yuna immer noch nicht zur Arbeit erschienen?“Der Assistent senkte den Kopf. „Nein, Herr Wolfhardt. Frau Sommer fehlt seit drei Ta

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 3

    Im VIP-Luxuszimmer der Klinik.Chiara lehnte im Krankenhausbett und nippte an dem warmen Wasser, das ihr Henrik eingeschenkt hatte. „Henrik, ich habe von der Hausangestellten gehört, dass Yuna heute Morgen in einem Rolls-Royce zurückgekommen ist. Und dass sie die ganze Nacht weg war … vielleicht ist

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 2

    Yuna war zurückgekommen, um ihre Sachen zu holen.Kaum hatte sie die Tür aufgestoßen, drang ein schrilles Lachen an ihr Ohr.Henrik, der sonst nie lachte, saß neben Chiara und erzählte ihr trockene Witze, um sie aufzuheitern.„Hatschi…“Chiara nieste lieblich.„Frierst du?“, fragte Henrik sofort bes

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 1

    „Henrik, das Kind in ihrem Bauch – ist es deins?“Yuna war kreidebleich. Sie traute ihren eigenen Ohren nicht.Vor sieben Monaten war Henriks älterer Bruder Erwin Wolfhardt bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Aus Mitleid mit Chiara Jensen, der jungen Witwe, die zudem schwanger war, hatte Yuna s

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