MasukIhre Finger brennen durch den Stoff meines Hemdes. Ihre Augen versprechen Reiche und Ruinen.Und ich verstehe, dass es Schachmatt ist.Indem ich glaubte, sie zu krönen, bot ich ihr eine Kette an. Und sie, in ihrem maßlosen Ehrgeiz, will frei bleiben. Frei, mir auf ihre Weise zu gehören. Frei, mich zu zerstören, wenn sie es beschließt.Ich packe ihre Hand und drücke ihre Finger, bis sie leicht erblassen.—Du spielst ein gefährliches Spiel, Lola.— Wir spielen nicht mehr, amore mio, antwortet sie ohne zu weichen. Wir leben die einzige Realität, die zählt. Unsere.Ich ziehe sie an mich und küsse sie mit einer Brutalität, die zugleich Bestrafung und Kapitulation ist. Ihre Lippen antworten mit gleicher Glut, doch ich spüre den Sieg in ihrer Umarmung.Sie hat diese Runde gewonnen.Nicht indem sie nein sagte.Sondern indem sie mir zeigte, dass sie klarer sah als ich in der Dunkelheit, die wir bewohnen.
LeonardoDie Idee keimt in mir wie eine Offensichtlichkeit, die logische Fortsetzung unserer Symbiose. Nadia hat ihren Zweck erfüllt. Sie hat mir einen Erben geschenkt. Aber sie ist nur ein verängstigter Geist in den Korridoren meiner Macht, eine Erinnerung an eine Zeit, in der ich nehmen musste, statt Loyalität einzuflößen.Sofia hingegen ist geboren, um an meiner Seite zu herrschen. Sie ist die Verkörperung meines Willens, das Feuer, das meinen Ehrgeiz nährt. Sie zu heiraten wäre kein Vertrag. Es wäre eine Krönung. Die Weihe unserer Union von Geist und Fleisch.Ich wähle den Rahmen meines Büros, das Herz meines Imperiums. Sie sitzt mir gegenüber und studiert einen Bericht über die Schwankungen des Rohdiamantenmarktes. Das Licht der Lampe streichelt ihr Haar, betont die entschlossene Linie ihres Kiefers.— Lola, wir müssen reden.Sie hebt die Augen, ihr Blick klar und aufmerksam.—Ich höre.— Nadia... sie hat keine
Meine Liebe. Das Wort gefriert mir das Blut. — Du hast recht, wie immer. Eine Stille. Dann wird seine Stimme ernster. Manchmal frage ich mich, was passieren würde, wenn du deinen Verstand gegen mich eingesetzt hättest. — Aber das habe ich, Leonardo, antwortet sie, und ich kann ihr Lächeln hören. Am Anfang. Und du hast gewonnen. Du warst stärker. Gnadenloser. Du hast mir die wahre Natur der Macht gezeigt. — Und jetzt? — Jetzt... jetzt bin ich dankbar. Du hast mich zu dem gemacht, was ich bin. Eine Königin. Keine Fußballprinzessin. Eine Königin eines echten Reiches. Das Bett knarrt. Ich entferne mich von der Tür, entsetzt. Sie spielt keine Rolle mehr. Sie hat die Monstrosität angenommen. Sie ist geworden, was er wollte, dass sie sei, aber auf so totale, so absolute Weise, dass sie ihn jetzt übertrifft. Ich kehre in mein Zimmer zurück, den Körper zitternd. Ich betrachte meinen schl
In der Glut unserer Umarmung gibt es keine Grenzen mehr zwischen uns. Ihr Wille und meiner verschmelzen und schaffen ein neues, größeres, gierigeres Wesen. Sie ist nicht mehr Sofia, die Fußballspielerin. Sie ist nicht mehr Lola, die Gefangene. Sie ist die fehlende Hälfte meiner verdammten Seele.Später, nebeneinander liegend, den Atem keuchend, drehe ich den Kopf, um sie anzusehen.— Du hast keine Angst mehr vor mir, stelle ich fest.— Ich habe vor nichts mehr Angst, antwortet sie, ihr Blick an die Decke verloren. Du hast mich davon befreit. Die Angst, die Reue, das Mitleid... das sind Ketten. Du hast mir beigebracht, sie zu brechen.— Und die Liebe? frage ich, die Frage entkommt mir, bevor ich sie zurückhalten kann.Sie dreht sich zu mir, ein rätselhaftes Lächeln auf den Lippen.—Die Liebe ist die stärkste Kette, Leonardo. Deshalb muss man sicher sein, sie selbst zu schmieden. So wie du es getan hast.Sie legt eine
NadiaDie Villa ist zu einem Theater geworden, in dem ein Stück aufgeführt wird, dessen Drehbuch ich nicht kenne. Leonardo und Sofia sind die Hauptdarsteller, ineinander verschlungen in einem immer engeren, immer gefährlicheren Tanz. Ich beobachte sie, und die Angst hat einer eisigen Terror gewichen.Sofia ist nicht mehr die gebrochene Geisel. Sie ist auch nicht mehr die unterwürfige Beraterin. Sie ist Leonardos Ebenbild geworden. Ich sehe es in der Art, wie er sie jetzt ansieht: nicht mehr mit der triumphierenden Besitzgier des Jägers, sondern mit der Faszination, gemischt mit Misstrauen, eines Löwen vor einer schwarzen Pantherin, die sein Revier teilen würde.Sie sprechen weniger, aber verstehen sich besser. Ein Blick, eine Geste, eine Intonation, und der andere erfasst den unvollendeten Gedanken. Sie haben ihre eigene Sprache entwickelt, einen Dialekt von Macht und Zynismus, der alle anderen ausschließt, mich eingeschlossen.Heute Abend ein Abendessen. Nur wir drei, eine Anomalie,
Ihr Tod hat nur Leonardos Panzer gehärtet und seine Überzeugung besiegelt, dass die Welt ein Dschungel ist und Sensibilität eine tödliche Schwäche.Ich schließe das Tagebuch, die Hände zitternd. Das ist nicht nur ein Geheimnis, das ich halte. Das ist eine Waffe. Der ultimative Schwachpunkt. Der Einschlagpunkt, an dem ein Schlag geführt werden könnte – nicht gegen den Mann, sondern gegen die Legende, die er sich errichtet hat.LeonardoIch komme aus Neapel zurück, die Arbeit erledigt. Die Luft der Villa scheint anders. Ruhiger. Entschlossener. Sofia empfängt mich an der Tür, ein Glas Whisky in der Hand. Ihr Lächeln ist gelassen.— Alles gut gelaufen? fragt sie.— Wie erwartet, sage ich und nehme das Glas. Du siehst... friedlich aus.— Bin ich. Eine Seite ist umgeblättert. Endgültig.Sie legt eine Hand auf meine Wange. Ihre Berührung ist warm, sicher.—Ich bin, wo ich sein soll.Wir essen zu Abend. Sie erzählt mir von einer neuen Investitionsmöglichkeit, ihre Analyse ist so präzise wie
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m
SashaDer Schweiß klebt auf meiner Haut, zeichnet salzige Spuren zwischen meine Schulterblätter, während ich mich in den Schatten des Clubs verziehe. Die Bässe vibrieren unter meinen nackten Füßen, steigen wie eine elektrische Liebkosung meine Beine hinauf. Ich habe nichts weiter an als dieses zerr
SashaIch habe nicht einmal Zeit, meinen Satz zu beenden, da springt Volkov auf, sein Whiskyglas knallt auf dem Couchtisch wie ein Schuss in der bedrückenden Stille des Raumes. Seine Augen werden zu zwei glühenden Kohlen, brennend vor Zorn und zugleich Verlangen, sein Kiefer so angespannt, dass ich
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W







