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KAPITEL 56 – DIE SCHLAFLOSEN NÄCHTE

مؤلف: Déesse
last update تاريخ النشر: 2026-05-05 19:02:49

Sasha

Die Tage vergehen. Die Nächte auch. Ich kenne den Unterschied nicht mehr.

Andrej ist distanziert, kalt. Er kommt spät heim, wenn ich schon schlafe oder so tue, als ob ich schlafe. Er geht früh, bevor ich aufstehe, bevor der Tag anbricht. Er berührt mich nicht mehr. Er küsst mich nicht mehr. Er spricht kaum mit mir, kurze Worte, Befehle, Schweigen.

Manchmal ertappe ich ihn dabei, wie er mich ansieht. Seine grauen Augen auf mich
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    SofiaDer Sieg über die Lombardos ist total. Der Clan ist nur noch eine böse Erinnerung, ein Name, der Historiker des Verbrechens erschaudern lassen wird. In der Villa hat sich die Luft verändert. Es ist die stille Euphorie der satten Raubtiere. Leonardo ist auf dem Höhepunkt seiner Macht, und ich bin an seiner Seite.Es ist der Moment.Wir sind in seinem Arbeitszimmer, die letzten Berichte der Operation vor uns ausgebreitet. Der Rauch seiner Zigarre zeichnet graue Schwaden im Nachmittagslicht. Er ist entspannt, ein eingenickter Raubtier, die Krallen eingezogen. In diesen Momenten der Entspannung, nach dem Adrenalin der Jagd, sind die Verteidigungen am niedrigsten.Ich erhebe mich und stelle mich hinter seinen Sessel, lege meine Hände auf seine Schultern. Ich spüre die mächtigen Muskeln unter dem Stoff seines Hemdes. Er legt eine Hand auf meine, eine Geste des Besitzes, die zur Gewohnheit geworden ist.— Es ist seltsam, sage ich mit sanfter, nachdenklicher Stimme.— Was denn? fragt er

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    LeonardoIch erwache allein. Der Platz neben mir im Bett ist kalt, aber das Kissen trägt noch den Abdruck ihres Kopfes, und ihr Parfum, zart, hält sich. Ein seltsames Gefühl erfüllt mich, eine tiefe Befriedigung, fast friedlich, vermischt mit wilder Erregung. Sie hat nachgegeben. Nicht nur ihren Körper. Ihren Stolz. Ihren Widerstand. In der Umarmung der Nacht spürte ich ihre Verteidigung fallen, eine nach der anderen, wie die Mauern einer belagerten Zitadelle, die sich endlich zu ergeben wählt.Ich hatte sie unterschätzt. Ich glaubte, sie sei durch Gewalt zerbrechlich, aber durch den Geist hat sie sich schließlich ergeben. Sie hat die Macht meines Imperiums gesehen, die unbarmherzige Logik meiner Herrschaft, und sie hat gewählt, sich ihr anzuschließen. Ein Teil von mir zu werden.Als ich zum Frühstück hinuntergehe, ist sie bereits da, am Tisch sitzend, eine Tasse Kaffee in der Hand. Sie hebt die Augen zu mir, und ihr Blick ist keine Eiswand mehr. Er ist ein tiefer See, ruhig an der Ob

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