LOGINDie RegelnMorgenlicht strömte durch die bodentiefen Fenster und tauchte das Penthouse in weiches Gold. Elena erwachte mit einem Ruck, ihr Körper in feuchte Seidenlaken verwickelt von unruhigen Träumen. Das Pochen zwischen ihren Schenkeln war nicht verblasst. Im Gegenteil, es hatte sich noch verstärkt. Langsam setzte sie sich auf, presste die Schenkel zusammen und fluchte leise. Die Erinnerung an Sandros tätowierte Unterarme und das Streifen seiner Finger auf ihrem Rücken wollte sie einfach nicht loslassen.Ein leises Klopfen ertönte an ihrer Tür.„Frühstück in zwanzig Minuten“, rief eine weibliche Stimme. Wahrscheinlich eine der diskreten Angestellten, die sich wie Geister durch das Penthouse bewegten. „Mr. Rossi wartet.“Elena duschte schnell, das heiße Wasser beruhigte ihre Nerven kaum. Sie wählte ein schlichtes cremefarbenes Kleid aus dem Kleiderschrank, bescheiden, aber elegant, mit engem Oberteil und einem Rock, der knapp über den Knien endete. Es waren keine Unterwäsche bereitg
Die erste NachtDas Penthouse lag in tiefer Stille gehüllt. Elena wartete, bis sie das entfernte Klicken von Sandros Schlafzimmertür hörte, bevor sie aus dem Bett schlüpfte. Sie trug das schwarze Seidennegligé, das sie im Schrank gefunden hatte – kurz, gefährlich dünn und viel zu intim. Der Saum streifte ihre Oberschenkel, während sie barfuß über den kühlen Marmorboden ging.Die Lichter der Stadt glitzerten weit unten hinter den bodentiefen Fenstern und verwandelten den Wohnbereich in einen eleganten, teuren Käfig. Alles fühlte sich zu perfekt an, zu kontrolliert. Sie versuchte die erste Tür, die sie erreichte. Verschlossen. Eine zweite im Ostflügel ebenfalls verschlossen. Frustration brannte in ihrer Brust. Was verbarg er dahinter?Sie ging weiter den Flur entlang und schlüpfte in einen Raum, der wie ein privates Fitnessstudio aussah. Mondlicht beleuchtete Gewichte, einen schweren Boxsack und teure Geräte. Am anderen Ende befand sich eine beinahe unsichtbare Tür, die mit der dunklen
Willkommen zu HauseDie Maybach glitt wie ein Schatten durch die Stadt, sanft und lautlos. Elena saß starr in dem weichen Ledersitz, der massive Diamant an ihrem Finger fühlte sich mit jeder vorbeiziehenden Straßenlaterne schwerer an. Sandros Oberschenkel streifte ihren in der geräumigen Rückbank, eine ständige, absichtliche Erinnerung an seine Anwesenheit. Er hatte seit ihrem Verlassen des Rossi Towers kein Wort gesprochen, doch sie spürte seinen Blick auf sich – dunkel, prüfend, besitzergreifend.Der Wagen verlangsamte schließlich und bog in eine Tiefgarage unter einem der exklusivsten Wohntürme Manhattans ein. Privat. Sicher. Undurchdringlich.Sandro stieg zuerst aus, dann reichte er ihr die Hand. Elena zögerte eine halbe Sekunde, bevor sie ihre Handfläche in seine legte. Sein Griff war fest, warm und viel zu beherrschend, als er ihr beim Aussteigen half. Sobald sie stand, ließ er ihre Hand nicht los. Stattdessen behielt er sie in seiner, während sie zum privaten Aufzug gingen.Die
Der Punkt ohne RückkehrElena konnte sich kaum daran erinnern, wie sie nach Hause gekommen war. Die Lichter der Stadt verschwammen am Taxifenster, während ihr Verstand jede einzelne Sekunde in Sandros Büro erneut durchspielte. Seine dunklen Augen, die ihren Körper nachzeichneten, die Hitze seiner Finger an ihrem Hals, die Art, wie ihr verräterischer Körper mit feuchter Wärme zwischen ihren Schenkeln reagiert hatte. Sie hasste sich dafür. Hasste, dass selbst jetzt, Stunden später, ihr Innerstes noch immer vor unerwünschter Erregung pochte.Ihre Wohnung fühlte sich kleiner an als je zuvor, als sie endlich eintrat. Claire lag noch immer auf dem ausziehbaren Sofa, ihr Gesicht selbst im Schlaf vor Schmerz angespannt. Die Krise von vorhin war noch nicht vollständig vorbei. Elena blieb einen langen Moment in der Tür stehen und sah einfach nur zu, wie ihre kleine Schwester atmete. Das Gewicht der Entscheidung drückte wie ein Betonblock auf ihre Brust.Sie rief Juliette an.„Ellie? Was zur Höl
Die Regeln der HölleElena presste ihre Finger fester um die dicke Mappe, bis sich die Kanten in ihre Handflächen bohrten, während sie aus dem Aufzug stürmte und in die kalte Abendluft vor dem Rossi Tower trat. Der Lärm der Stadt traf sie wie ein Schlag. Hupende Autos, hastige Fußgänger, das entfernte Heulen einer Sirene — doch nichts davon konnte das Dröhnen in ihrem Kopf übertönen.Sie ging nicht weit. Sie konnte nicht. Ihre Beine fühlten sich zu schwach an.Sie ließ sich auf eine kalte Metallbank einen Block weiter sinken, ihr Herz raste noch immer, ihr Körper brannte noch von dieser aufgeladenen Begegnung in seinem Büro. Die Mappe lag offen auf ihrem Schoß wie eine giftige Schlange, bereit zuzuschlagen. Mit zitternden Händen zwang sie sich, diesmal jede brutale Klausel richtig zu lesen.Ausgangssperre: 22 Uhr, es sei denn, sie wird vom Ehemann begleitet.Keine nicht genehmigten männlichen Freunde. Alle sozialen Interaktionen unterliegen vorheriger Genehmigung.Muss dauerhaft im Pe
Der Teufel höchstpersönlichDie Doppeltüren öffneten sich und die Luft im Büro schien dichter zu werden.Alessandro Rossi trat ein, als würde ihm selbst der Sauerstoff gehören. Er war größer, als sie erwartet hatte. Locker über eins achtzig, mit breiten Schultern, die seinen perfekt maßgeschneiderten schwarzen Anzug ausfüllten. Der Stoff sah weich aus, aber teuer — die Art, die mehr kostete als ein ganzes Jahr ihrer Miete. Sein Haar war dunkel, ordentlich gestylt, mit einer leichten Welle, die darauf hindeutete, dass es sich locken würde, wenn er es zuließe. Sein Gesicht bestand aus scharfen Konturen: hohe Wangenknochen, ein markanter Kiefer und ein Mund, der aussah, als hätte er in seinem Leben noch nie sanft gelächelt.Aber es waren seine Augen, die sie festhielten. Dunkel. Fast schwarz. Kalt wie der Marmor unten, und doch flackerte etwas dahinter — etwas Wachendes und Hungriges.Elena stand auf, ohne nachzudenken, ihre Beine zitterten. Ihr Herz hämmerte so heftig gegen ihre Rippen,







