FAZER LOGINMaras Perspektive
Das Frühstück begann, und ich versuchte alles Mögliche, um so zu tun, als ginge es mir gut. Camille deutete auf den leeren Stuhl neben sich, damit Elias Platz nehmen konnte. Den Platz, der genau mir gegenüber lag. Meine Augen blieben auf meinen Teller gerichtet. Ich schob das Essen mit der Gabel hin und her, während das Gespräch am Tisch weiterging. Mein Appetit war in dem Moment verschwunden, als ich realisierte, dass der Mann mir gegenüber derselbe war wie an jenem Abend. „Es ist schade, dass wir dich auf der Verlobungsfeier nicht gesehen haben“, sagte Camille. „Wir haben wirklich damit gerechnet, dass du da bist, aber ich bin froh, dass du endlich zurück bist. Das Haus hat dich wirklich gebraucht.“ „Ich bin erst spät in der Nacht angekommen und war zu müde, um zur Verlobungsfeier zu gehen.“ Elias wandte sich an Andrea. „Herzlichen Glückwunsch zu eurer Verlobung.“ „Danke“, antwortete Andrea mit einem strahlenden Lächeln. „Es bedeutet mir viel, dass du in so einer wichtigen Zeit wieder da bist.“ Neben ihr blieb David ungewöhnlich still. Seine Augen wanderten zu mir. In dem Moment, in dem sich unsere Blicke trafen, richtete ich meine Aufmerksamkeit wieder auf den Teller vor mir. Irgendwann lenkte Camille das Gespräch auf Lawson Holdings und fragte Elias nach der Firma und den Veränderungen, die er vorhatte, jetzt, da er zurück war, um dort weiterzumachen, wo Philip aufgehört hatte. „Ich war heute Morgen schon dort“, sagte Elias. „Es gibt einige Dinge, die Aufmerksamkeit brauchen, und ich habe bereits angefangen, mich damit zu beschäftigen.“ Camille nickte zustimmend. „Dann sollten wir vielleicht darüber sprechen—“ „Mara wird mich begleiten.“ Die Gabel in meiner Hand blieb auf halbem Weg zum Mund stehen. Langsam hob ich den Blick zu ihm. „Entschuldigung?“ „Du wirst bei Lawson Holdings arbeiten.“ Einen Moment lang ergaben die Worte keinen Sinn. Ich legte die Gabel vorsichtig auf den Teller. „Warum sollte ich dort arbeiten?“ „Weil du Philips Frau bist.“ Die Antwort war so einfach, dass ich fast gelacht hätte. Fast. „Ich habe nie für Lawson Holdings gearbeitet.“ „Du brauchst keine Erfahrung mit der Firma, um zu verstehen, was deine Position bedeutet.“ Mein Kiefer spannte sich an. „Was genau bedeutet meine Position?“ Elias lehnte sich leicht zurück, sein Gesichtsausdruck war unlesbar. „Du bist die Witwe des Mannes, der die Firma erben sollte. Deine Anwesenheit dort ist wichtig.“ Da war es wieder. Alles an meinem Leben schien jemand anderem zu gehören. Camille blickte zwischen uns hin und her, bevor sie sprach. „Es ist nur angemessen. Die Leute beobachten die Familie nach Philips Tod ohnehin genau. Es würde seltsam wirken, wenn seine Frau einfach komplett verschwindet. Zumindest kann das die Gerüchte verschwinden lassen, dass du der Grund für Philips Tod bist.“ Meine Finger krampften sich um die Gabel. Ihr ging es nicht um mich. Keinem von ihnen ging es um mich. Ihnen ging es um den Schein. „Ich will dort nicht arbeiten“, sagte ich und hielt meine Stimme trotz der Wut in meiner Brust ruhig. „Ich habe genug davon, dass man mir vorschreibt, was ich zu tun habe.“ Elias blinzelte nicht einmal. „Du musst es nicht wollen.“ Etwas in mir riss. „Warum hast du dann überhaupt gefragt?“ „Habe ich nicht.“ Seine Ruhe brachte mich mehr in Rage als jedes Schreien es jemals könnte. Er nahm seinen Kaffee, als wäre das Gespräch bereits beendet. „Du fängst nächste Woche an.“ Mehrere Sekunden lang konnte ich ihn nur anstarren. Die Frechheit dieses Mannes. Nach einer gemeinsamen Nacht, nachdem ich herausgefunden hatte, dass er der identische Zwilling meines toten Mannes war, war das Letzte, was ich erwartet hatte, dass er anfängt zu entscheiden, wo ich arbeiten würde, als hätte er die Macht über mein ganzes Leben. „Du bist wirklich—“ Seine Augen hoben sich zu mir, bevor ich den Satz beenden konnte. Für einen kurzen Moment ging etwas zwischen uns hin und her. Dann stand er auf. „Ich bin fertig hier.“ Er ging, ohne ein weiteres Wort. Stille legte sich über den Tisch, bevor Andrea sie durchbrach. „Schau sie dir an, wie sie so tut, als wäre sie nicht glücklich darüber, endlich den Fuß in die Firma setzen zu dürfen.“ Ihr Blick blieb auf mir, ein selbstzufriedenes Lächeln erschien auf ihren Lippen. „Glaubst du, Mutter hätte das zugelassen, wenn es nicht wegen meines Bruders wäre?“ Mein Griff um die Gabel wurde fester. Bevor eine Antwort kommen konnte, schob Andrea ihren Stuhl zurück und folgte Camille aus dem Raum. Bald waren nur noch David und ich übrig. Dann durchbrach seine Stimme die Stille. „Wurdest du hier die ganze Zeit so behandelt?“ Die Frage überraschte mich. Warum kümmerte er sich jetzt, nachdem er sich auf der Verlobungsfeier so verhalten hatte, als existierte ich nicht? Keine Antwort kam. Ohne ihm einen weiteren Blick zu schenken, stand ich auf und ging nach oben. Kaum war ich in meinem Zimmer, vibrierte mein Handy in meiner Hand. Clara. Der Anblick ihres Namens brachte ein kleines Gefühl der Erleichterung. Der Anruf verband sich. „Endlich“, sagte Clara, ihre vertraute Stimme brachte den kleinsten Trost. „Ich fing schon an zu denken, du hättest mich vergessen.“ Trotz allem berührte ein schwaches Lächeln meine Lippen. „Ich war ein bisschen beschäftigt.“ „Beschäftigt genug, um deine beste Freundin zwei Tage zu ignorieren?“ „Diese zwei Tage waren furchtbar für mich, Clara. Ich will nicht einmal daran denken.“ Eine Pause folgte am anderen Ende. Claras Stimme wurde weicher. „Mein Schatz, du solltest diese Familie nicht jeden Tag deine Laune verderben lassen. Und da es dir im Moment nicht gut geht, kannst du jederzeit bei mir unterkommen.“ „Ja … vielleicht sollte ich das tun.“ „Das solltest du. Außerdem sind deine Testergebnisse da. Du kannst herkommen und das als Ausrede nutzen, um aus dem Haus zu entkommen.“ Mein Blick driftete zum Fenster. „Ich hoffe, ich werde keine schlechten Nachrichten hören.“ „Wenn du dieses Wochenende kommst, sprechen wir darüber. Und sag diesmal nicht ab.“ „Werde ich nicht.“ Eine Woche später kam ich wie versprochen. Das Krankenhaus roch nach Desinfektionsmittel und kalter Luft, als ich direkt zu Claras Büro ging. Sie stand am Ende des Flurs mit einer Akte in der Hand, eine Augenbraue hochgezogen. „Mara Lawson“, sagte sie mit gespielter Strenge. „Schau mal, wer sich endlich entschieden hat aufzutauchen. Du bist spät. Ich dachte schon, du hättest abgesagt.“ Meine Augen rollten, während ich die Arme um sie legte, dankbar für die vertraute Wärme. „Ich bin hier, oder?“ „Ja. Unter emotionaler Erpressung.“ Sie zog sich zurück und musterte mein Gesicht. „Du siehst wieder müde aus.“ „Ich lebe in einem Haus voller Leute, die mich loswerden wollen. Müde ist inzwischen mein Markenzeichen.“ Sie hakte ihren Arm unter meinen, während wir gingen. „Und ich habe von Davids Verlobung gehört. Es ist überall in den Nachrichten. Ehrlich, ich schwöre, dieser Mann macht das nur, um dich zu ärgern.“ Mein Lächeln verschwand. „Ich will nicht über ihn reden.“ „In Ordnung. Kein Ex-Gerede.“ Ein leises Lachen entkam mir, als ich ihr hinein folgte. Die Tür schloss sich hinter uns, und der neckende Ausdruck verschwand aus ihrem Gesicht. Sie öffnete meine Akte. „Okay. Zuerst – deine Testergebnisse.“ Mein Puls beschleunigte sich. „Gut oder schlecht?“ „Beides“, gab sie zu. „Du heilst, aber langsam. Deine Hormone stellen sich noch um, deine Gebärmutter ist empfindlich, und es gibt noch etwas innere Entzündung.“ Mein Magen zog sich zusammen. „Also geht es mir nicht gut?“ „Du heilst“, korrigierte sie sanft. „Aber du bist keine Superfrau. Kein Stress, kein schweres Heben und, Mara, kein Sex. Gar keiner.“ Ein nervöses Lachen wollte fast entweichen, aber Schuld drückte schwer gegen meine Brust. Clara bemerkte es sofort. „Was verschweigst du mir?“ Mein Blick sank. „Oh nein. Fang an zu reden.“ Meine Finger verdrehten sich ineinander. „Clara, es ist etwas passiert.“ „Wann? Wo? Und warum siehst du plötzlich schuldig aus?“ Ihre Fragen kamen so schnell, dass ich erst schlucken musste, bevor die Worte herauskamen. „Ich … habe mit jemandem geschlafen.“ Sie blinzelte. „Mara. Kein Sex. Hast du einen Todeswunsch? Also, wer war es?“ „Auf der Verlobungsfeier“, kam das leise Geständnis. Ihr Kiefer klappte herunter. „Mara, sag mir nicht, es war David.“ „Nein.“ Mein Kopf schüttelte sich schnell. „Das hätte ich nicht zugelassen. Es war jemand anderes.“ Ihre Augen verengten sich. „Wer?“ Zögern hing in der Luft, bevor die Worte endlich herausgedrückt wurden. „Es hat sich herausgestellt, dass er Philips Bruder ist.“ Sie erstarrte. „Mara, nein. Bitte sag mir, dass du nicht mit dem Bruder deines Mannes geschlafen hast.“ „Ich war betrunken“, kam das Flüstern, Scham kroch meinen Nacken hinauf. „Ich schwöre, ich war nicht bei klarem Verstand.“ „Und dein Körper war noch nicht einmal geheilt!“ Ihre Stimme hob sich, bevor sie sich fing. „Das kann deinem Körper eine Menge Probleme bereiten, und ich bin sicher, du musst wund sein.“ „Ich wusste es nicht“, kam die leise Antwort. „Ich habe nicht nachgedacht.“ Ihre Wut verflog und wurde durch Sorge ersetzt. „Mara, niemand darf davon erfahren. Nicht Andrea, nicht Camille, nicht David. Niemand in diesem Haus.“ „Ich weiß.“ „Ich meine es ernst.“ Sie drückte meine Hand. „Zu deiner Sicherheit, deinem Frieden und deinem Ruf – bleib weg von Elias. Was auch immer in dieser Nacht passiert ist, endet dort.“ Ein Kloß bildete sich in meinem Hals. „Bin ich ein schlechter Mensch?“ Ihr Ausdruck wurde weicher. „Nein. Du warst einsam und verletzt, und du hast einen Fehler gemacht. Das macht dich nicht zu einem schlechten Menschen. Aber jetzt musst du dich schützen.“ Sie atmete aus und behielt ihre Hand auf meiner. „Und versprich, das komplett privat zu halten, genauso wie niemand weiß, dass du heute hier bist.“ Eine Stirnrunzeln zog über mein Gesicht. Clara bemerkte es sofort. „Ich weiß, was du denkst“, sagte sie sanft. „Und ich sage es noch einmal: Es war nicht deine Schuld, dass du Philips Baby verloren hast. Die Schwangerschaft war von Anfang an gefährlich. Eines Tages wirst du ihnen alles erklären, aber vorerst lass sie glauben, es war eine Fehlgeburt. Du schuldest niemandem deinen Schmerz, Mara.“ Mein Hals zog sich zusammen. „Was würde ich ohne dich machen? Gott hat mich wirklich mit einer besten Freundin und einer Ärztin in einer Person gesegnet.“ Sie drückte meine Hände und lächelte. „Ich bin da. Jederzeit, immer.“ Als ich zum Anwesen zurückkehrte, war es spät. Mein Magen knurrte, also wurde die Küche das nächste Ziel. Der Raum war still, während ich einen Apfel schnitt, das dumpfe Pochen in meinem Unterleib pulsierte unter meiner Haut. Eine Tasse war in Reichweite, als eine Bewegung meine Aufmerksamkeit erregte. Ich drehte mich um. David stand im Türrahmen. Er schien in dem Moment stehenzubleiben, als er mich sah. „Ich wusste nicht, dass du hier bist“, sagte er. „Ich wohne hier.“ Die Antwort kam leise, während mein Blick wieder auf die Arbeitsfläche sank. Stille dehnte sich zwischen uns aus, unbeholfen und schwer. Es war unser erstes richtiges Gespräch seit der Trennung, und plötzlich schien hungrig zu bleiben die bessere Option. „Ich habe von Philip gehört“, sagte er schließlich. „Es tut mir leid, Mara.“ „Danke.“ Er machte einen kleinen Schritt näher. „Ich wollte mich früher melden, aber es fühlte sich nicht richtig an, dich plötzlich anzurufen oder anzuschreiben, nachdem wir monatelang nicht gesprochen hatten.“ Ich schluckte und schenkte dem, was er damit meinte, keine Beachtung, aber dann hielten mich seine nächsten Worte auf. „Du verdienst Besseres als diesen Ort, Mara.“ Mein Blick hob sich endlich. Für einen gefährlichen Moment erschien wieder der Mann aus der Vergangenheit. Der Mann, den ich einmal geliebt hatte. Der Mann, der die Zukunft einmal möglich hatte erscheinen lassen. Dann zerschmetterte Andreas Stimme den Moment. „Schatz, ich bin zurück! Ich habe überall nach dir gesucht!“ Sie schritt in die Küche, ihr Lächeln verblasste leicht, als sie David dort mit mir stehen sah.Maras Perspektive Andrea war die Erste, die das Schweigen brach. „Eine Abtreibung?“, zischte sie und griff nach den Papieren, als müsste sie den Beweis selbst sehen. „Also hast du die ganze Zeit so getan, als wäre es eine Fehlgeburt gewesen?“ Sie verschränkte die Arme und hob das Kinn mit offener Abscheu. „Du schuldest dieser Familie eine Erklärung, Mara. Eine richtige.“ Mein Arztbericht lag in ihren Händen, aber mein Kopf kämpfte immer noch damit, das Geschehene zu begreifen. Camille sagte kein Wort. Sie schob einfach ihren Stuhl zurück, stand auf und ging nach oben, ohne mich anzusehen. Ihr Schweigen tat mehr weh als jede Anschuldigung. „Und ich wette, Philip hatte keine Ahnung davon“, fuhr Andrea fort, ihre Stimme wurde schärfer. „Nach allem, was diese Familie für dich getan hat, hast du so etwas vor ihm verheimlicht. Du bist so ein undankbares Gör.“ Sie zischte die letzten Worte, bevor sie hinausstürmte. Der Raum versank in Stille. David war der Einzige, der noch am Tisc
Maras PerspektiveBei Tagesanbruch brannten meine Augen davon, die ganze Nacht wach gelegen zu haben.Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich Philips Kopf gegen den Tisch schlagen. Ich sah meine eigenen Hände, die ihn stießen, spürte die Kraft davon erneut und wachte auf, bevor ich sehen konnte, was als Nächstes geschah. Ob es wirklich eine Erinnerung war oder einfach nur mein Verstand, der mich quälte – ich konnte es nicht mehr sagen.Ich zog mich langsam an, kaum bewusst, was ich anzog. Ich musste mich beschäftigen. Wenn ich mich in der Firma in Arbeit vergrub, konnte ich den Albtraum vielleicht vergessen, und sei es nur für ein paar Stunden.Als ich nach draußen trat, öffnete der Fahrer die Autotür für mich. Ich glitt auf den Rücksitz und wartete, dass Elias dazu stieg.Er tat es nicht.Nach ein paar Sekunden beugte ich mich vor und sah den Fahrer an. „Wo ist Elias?“„Er ist heute Morgen sehr früh weggefahren, Ma’am. Er hat mich gebeten, Sie zur Firma zu bringen.“Ich lehnte
Maras Perspektive David wich sofort zurück und räusperte sich, als hätte er plötzlich erinnert, wo er war. „Oh … ja.“ „Schatz“, sagte Andrea und schlang ihre Hände um seinen Arm, bevor sie ihre Aufmerksamkeit mir zuwandte. „Ich wusste nicht, dass du Hunger hast. Ich kann die Hausmädchen rufen, damit sie dir etwas zubereiten, damit du hier nichts machen musst.“ Ich hatte kein Interesse an der Show, die sie gerade abzog. Der Anblick, wie sie neben David stand und sich vollkommen wohlfühlte, ließ etwas Bitteres in mir verdrehen. Ich ging einfach hinaus. Am nächsten Morgen machte ich mich für meinen ersten Tag in der Firma fertig. Als ich nach draußen trat, wartete Elias bereits im Auto. Ich öffnete die Tür und stieg ein, ohne ein Wort zu sagen. Die Fahrt war schmerzhaft still. Elias sprach kein einziges Mal, und ich auch nicht. Ich hielt den Blick fest aufs Fenster gerichtet, beobachtete die vorbeiziehende Stadt und tat so, als wäre es mir vollkommen angenehm, das Auto mit dem Mann
Maras Perspektive Das Frühstück begann, und ich versuchte alles Mögliche, um so zu tun, als ginge es mir gut. Camille deutete auf den leeren Stuhl neben sich, damit Elias Platz nehmen konnte. Den Platz, der genau mir gegenüber lag. Meine Augen blieben auf meinen Teller gerichtet. Ich schob das Essen mit der Gabel hin und her, während das Gespräch am Tisch weiterging. Mein Appetit war in dem Moment verschwunden, als ich realisierte, dass der Mann mir gegenüber derselbe war wie an jenem Abend. „Es ist schade, dass wir dich auf der Verlobungsfeier nicht gesehen haben“, sagte Camille. „Wir haben wirklich damit gerechnet, dass du da bist, aber ich bin froh, dass du endlich zurück bist. Das Haus hat dich wirklich gebraucht.“ „Ich bin erst spät in der Nacht angekommen und war zu müde, um zur Verlobungsfeier zu gehen.“ Elias wandte sich an Andrea. „Herzlichen Glückwunsch zu eurer Verlobung.“ „Danke“, antwortete Andrea mit einem strahlenden Lächeln. „Es bedeutet mir viel, dass du in so e
Maras Perspektive „Warum war ich dir nicht genug?“ Das war das Letzte, was ich zu dem Fremden sagte, bevor ich ihn küsste. Zumindest war das, was ich noch in Erinnerung hatte. Heute Abend fand Andreas Verlobungsfeier im Lawson-Anwesen statt, und der Anblick meines Ex-Freundes David an der Seite meiner Schwägerin hatte jede alte Wunde wieder aufgerissen. David und ich hatten uns einmal tief geliebt, doch alles wurde kompliziert, als ich ungewollt mit dem Kind von Philip Lawson schwanger wurde. So landete ich in einer arrangierten Ehe mit dem Lawson-Erben – und diese Ehe zerriss David und mich. Das Schlimmste? Philip hatte mich nie geliebt. Jahre lang hatte ich als seine Frau gelebt und mich dabei wie nichts weiter als eine Fremde in seinem Haus gefühlt. Und nach seinem Tod behandelte mich seine Familie so, als hätte ich dort nie dazugehört. Als ich also heute Abend David neben Andrea stehen sah, lächelnd, als hätte er alles vergessen, was wir einmal geteilt hatten, traf es mic







