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Die Mitternachtsflucht

last update publish date: 2026-09-13 15:03:11

Anana stieg als Erste vom Pferd, ihr Umhang streifte die feuchten Blätter. Elia folgte ihr und landete lautlos neben ihr. Die Krieger hinter ihnen rührten sich kaum, ihre vermummten Silhouetten glichen Schatten, die aus der Nacht selbst herausgeschnitten waren.

Anana wandte sich mit kaum hörbarer Stimme an Elia. „Heute Nacht ist es soweit. Gib mir die Kräutermischung.“

Elia griff sofort in ihren Umhang und zog die kleine Holzkiste heraus.

Anana öffnete es… sofort stieg ihr ein scharfer, erdiger
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  • GEBUNDEN AN DEN ALPHA GOTT DES KRIEGES   Einer muss heute Nacht sterben

    Mira stieß ihre Tür mit einer lässigen Bewegung auf, während ihre Verärgerung in scharfen, unsichtbaren Wellen von ihr abfiel.„Armselige Bauern“, murmelte sie, die Worte schmeckten ihr bitter und unter ihrer Würde. „Immer wieder finden sie neue Wege, nutzlos zu sein.“Doch hinter ihren Augen blitzte Belustigung auf.Ihre Lippen verzogen sich zu einem langsamen, verschmitzten Lächeln.„Zumindest“, murmelte sie mit einem Anflug von Belustigung und Unheimlichkeit in der Stimme, „haben sie mir etwas Lustiges zum Spielen für heute Abend gegeben.“Sie fuhr sich mit den Fingern durchs Haar und stieß einen leisen Seufzer aus, während sich ihre Verärgerung in Vorfreude verwandelte.„Diese Gruppe war in letzter Zeit furchtbar langweilig“, sagte sie und lachte leise.„Endlich… etwas Aufregendes.“Sie hatte den Raum bereits durchquert und war zu ihrem Kleiderschrank gegangen. Sie riss die Türen auf und holte ein Kleid heraus … etwas Schnelles, etwas Anständiges, um den Unsinn zu ertragen, den Te

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    Ein lautloses Schnippen von Miras Fingern veranlasste die Krieger, das Mädchen sofort loszulassen. Wortlos traten sie beiseite.„Folgen Sie mir“, befahl Mira mit leiser Stimme, die jedoch die Wucht einer unausgesprochenen Drohung in sich trug.Tessas Beine zitterten heftig, als sie hinter ihr her durch den dunklen Korridor trottete und kaum zu atmen wagte. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde sie tiefer in die Höhle eines Raubtiers vordringen.„L-Luna“, stammelte sie, „was ich Ihnen berichten muss, ist äußerst dringend. Jede verlorene Minute könnte uns teuer zu stehen kommen…“Mira blieb stehen. Das Mädchen wäre beinahe mit ihr zusammengestoßen.Langsam drehte sich Mira um. Ihr Blick fixierte Tessa mit solch kalter, räuberischer Schärfe, dass der jungen Frau beinahe die Knie wegknickten.„Sprich!“, befahl Mira.Tessa verbeugte sich wackelig. „M-mein Name ist Tessa…“Miras Gesichtsausdruck verfinsterte sich, Ärger zeichnete sich in ihren Zügen ab.„Ich habe nicht nach Ihrem Namen ge

  • GEBUNDEN AN DEN ALPHA GOTT DES KRIEGES   Die Flucht und der Informant

    Blitzschnell griff sie nach ihrem Umhang, legte ihn über ihr Kleid und hob den Saum ein wenig an, um nicht zu stolpern. Vorsichtig öffnete sie die Tür und schloss sie mit einem langsamen, bedächtigen Klicken hinter sich. Jede ihrer Bewegungen war vorsichtig, bedacht und doch von ihrer düsteren Vorfreude erfüllt.Ihr Herz pochte heftig in ihrer Brust, jeder Schlag klang aufgeregt, fast ehrfürchtig in seiner Boshaftigkeit. Sie bewegte sich leise auf Lyra zu und murmelte vor sich hin.„Ah… Lyra“, flüsterte sie, die Zähne fest auf die Unterlippe gebissen, ihre Stimme sanft, aber voller Boshaftigkeit. „Glaubst du wirklich, du kommst damit durch?“Dann senkte sich ihr Ton, ein giftiges Zischen hallte durch die Nachtluft. „Die Wachen werden dich fangen … und oh, wie ich es genießen werde, dich zappeln und betteln zu sehen, zitternd unter der Last deiner Strafe.“Doch als sie um die Ecke bog, stockte ihr der Atem. Ihre Augen weiteten sich, und das sanfte Lächeln auf ihren Lippen verwandelte s

  • GEBUNDEN AN DEN ALPHA GOTT DES KRIEGES   Die Mitternachtsflucht

    Anana stieg als Erste vom Pferd, ihr Umhang streifte die feuchten Blätter. Elia folgte ihr und landete lautlos neben ihr. Die Krieger hinter ihnen rührten sich kaum, ihre vermummten Silhouetten glichen Schatten, die aus der Nacht selbst herausgeschnitten waren.Anana wandte sich mit kaum hörbarer Stimme an Elia. „Heute Nacht ist es soweit. Gib mir die Kräutermischung.“Elia griff sofort in ihren Umhang und zog die kleine Holzkiste heraus.Anana öffnete es… sofort stieg ihr ein scharfer, erdiger Duft in die Nase.Sie wandte sich der Gruppe zu und sprach mit leiser, ruhiger Stimme.„Diese Paste wird aus zerstoßenem Schlehdorn, Frostblattsaft und Flussfarn hergestellt. Sie überdeckt den Geruch mehrere Stunden lang so stark, dass jeder Wolf, der diesen Weg kreuzt, verwirrt wird. Tragen Sie sie auf Ihre Stiefel, Handgelenke und Ihren Hals auf.“Elia hielt die Schachtel offen, ihr Inhalt glänzte unter dem mondlosen Himmel.Einer nach dem anderen traten die Krieger vor.Sie tauchten ihre Fin

  • GEBUNDEN AN DEN ALPHA GOTT DES KRIEGES   Der stille Anspruch des Krieges

    TAGE SPÄTER: Der Tag war endlich gekommen.Der Wind trug über das vergessene Ackerland des Roten Mondrudels nur Rauch… Verwesung… und den widerlichen süßen Duft des frischen Todes.Was einst fruchtbarer Boden war, war nun ein Schlachtfeld… ein Schlachthaus unter freiem Himmel.Luciens Krieger standen in Reihen, ihre Rüstungen verbeult, rissig und von einem Blut getränkt, das kein Regen abwaschen konnte. Getrocknetes Blut rann ihnen über die Gesichter und bildete steife, dunkle Linien. Ihre Klingen – manche zerbrochen, manche noch fest umklammert – trieften dick von dem Blut, das sie ihren Feinden gerade erst ausgerissen hatten.Der Boden war keine Erde mehr.Es war ein schlammiger, geronnener Schleim aus zerrissenem Fleisch, blutgetränkter Erde und zersplitterten Knochen, der sich furchtbar unter ihren Stiefeln zusammenquetschte.Sie hatten keine Überlebenden hinterlassen.Die Leichen der Krieger des Roten Mondes lagen übersät auf dem Feld, manche verstümmelt, zerrissen und aufgerisse

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    Die Worte trafen den jungen General wie ein Schlag, auf den er nicht gefasst war. Scham brannte unter seiner Haut. Angst schnürte ihm die Kehle zu. Die Erkenntnis war kalt und scharf, drückte ihm unübersehbar gegen die Brust, bis er kaum noch atmen konnte.Im Zelt erstarrten die anderen Generäle, die Lungen wie gelähmt, die Schultern steif. Niemand wagte sich zu bewegen. Niemand wagte es, laut einzuatmen. Luciens Anwesenheit ließ die Luft zum Schneiden dick werden, erfüllt von der Ahnung des Krieges und der stillen, gnadenlosen Gewalt, die in seinen Bewegungen mitschwang.Lucien begann, den Kriegstisch zu umrunden. Langsam, bedächtig. Wie ein Sturm, der sich überlegt, wo er zuerst ausbrechen soll.Seine behandschuhten Finger strichen beim Gehen über die Karte und glitten mit der Ruhe eines Raubtiers über das eingefärbte Gelände.„Man sieht ihre Wachstärke.“Seine Fingerspitze tippte sanft auf die markierte Linie, doch der Klang hallte wie eine Warnung durch das Zelt.„Man sieht ja ihr

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