LOGINLorerinas Kleidung war von einer Mischung aus Schweiß und Tränen durchnässt. Sie schwitzte so sehr, dass ihr Haar an ihrem Gesicht klebte.
„Deine Tränen werden nichts bewirken, außer mir große Freude zu bereiten." Jayden sagte es unverblümt. Er wirkte entspannt und hatte weder Mitgefühl noch Emotionen. Loverina hatte in ihrem Leben noch nie einem so herzlosen Mann begegnet.
„Wie viel ist es?" fragte Loverina mit sehr leiser Stimme, den Blick zu Boden gerichtet.
„Andrew!" rief Jayden, und Andrew trat erneut mit demselben Tablet auf Loverina zu.
„Es sind zwei Millionen Dollar, Sir!" las er vor, und Loverina wünschte, der Boden würde sich öffnen und sie verschlucken. Noch mehr Tränen rollten herunter und fielen auf ihre Jeans. Sie wagte es nicht aufzublicken. Selbst im nächsten Jahr wäre es unmöglich, diesen Betrag aufzutreiben.
„Ich habe nicht so viel Geld. Ich komme aus einem armen Elternhaus, und meine Großmutter ist meine einzige Verwandte. Bitte, gibt es eine Möglichkeit, wie ich es zurückzahlen und zu meiner Großmutter zurückkehren kann." Loverina sagte es, nachdem sie sich entschieden hatte, jede Strafe hinzunehmen. Ihre Aussage ließ Jayden grinsen, aber da sie nach unten schaute, sah sie es nicht.
„Mal sehen..." Er musterte sie und lächelte. „Ich glaube, du wirst einfach in anderer Form zahlen."
Loverina blickte sofort zu ihm auf und war angewidert von dem Ausdruck, den er hatte, während er sie anstarrte.
„Was soll ich tun?" fragte sie und betete in ihrem Herzen, dass es nicht das sein möge, was sie sich vorstellte.
Jayden ging auf sie zu, griff ihr in die Haare und zog ihren Kopf nach hinten. Ihr Hals wurde fest gegen die Kante des Stuhls gedrückt, und sie schrie auf.
„Shhhhh...!" Jayden benutzte seine andere Hand, um sanft ihr zartes Gesicht zu berühren, das von all den Misshandlungen rot geworden war. „Du siehst verführerisch aus!" sagte er, während er ihre weichen, geröteten Lippen berührte.
„Lass mich..." Sie war gerade dabei zu sprechen, als eine Ohrfeige ihr Gesicht traf, und diesmal war ihr Gesicht so rot und ihre Augen hatten Blutflecken.
„Du wagst es nicht, ein Wort zu sagen!" Jayden lächelte und versuchte, sie zu küssen, aber sie wandte sich ab. Jayden fühlte sich noch mehr provoziert und drückte ihren Mund so fest zusammen, dass er die Form eines zusammengebundenen Bandes annahm. Er hörte nicht auf, und Loverina zitterte heftig, aber er hörte erst auf, als er Blut sah.
„Ich... ich... ent...schul...dige mich!" Sie kämpfte darum, die Worte hervorzubringen, während noch mehr Tränen herunterrollten.
„Oh, du solltest dich besser benehmen, um Schmerzen zu vermeiden." Jayden holte sein weißes Taschentuch heraus und wischte die Blutflecken an den Seiten ihres Mundes ab.
„Da du das Geld nicht zahlen kannst, stehst du in meiner Schuld. Und jetzt bist du mein Eigentum, also kann ich mit dir machen, was ich will. Verstanden?" Er fragte, aber Loverina antwortete nicht. Er wischte so grob, dass sie aufstöhnte.
Jayden trat ein paar Schritte zurück und gab seinen Männern ein Zeichen. Loverina sah dies und wusste, dass sie sterben würde, wenn sie erneut Hand an sie legten.
„Ich stimme zu, aber..." Jayden unterbrach sie.
„Du weißt, was zu tun ist!" Er erinnerte sie daran, und einer seiner Männer holte eine Spritze heraus.
„Nein... Nein, nein! Was wollen Sie damit machen?" Loverina wurde unruhig und zitterte heftig, was ihr nur noch mehr Schmerzen bereitete. Die zwei großen Männer hielten sie fest, während der andere ihr die Spritze setzte. „Bitte, nicht..." Ihr Blick wurde verschwommen und ihr Mund konnte kein Wort mehr hervorbringen.
„Also, Sir, was wollen Sie mit ihr?" Andrew fragte, aber Jaydens Gesichtsausdruck gab die Antwort. Es war keine wirkliche Antwort, sondern ein eiskalter Blick, und Andrew wich zurück, um nicht getroffen zu werden.
„Macht das Auto fertig, ich fahre nach Hause!" sagte Jayden, und Andrew lief schnell aus dem Blickfeld. Jayden beobachtete derweil die drei Männer, während sie ihr die Augen wieder verbanden und den Sack wieder aufzogen. Der Sack hatte Löcher, durch die sie gut atmen konnte.
Jayden beendete den Kuss mit Bianca, weil er sich plötzlich seltsam anfühlte. Das war nicht seine Art. Er hatte keine feste Frau, und doch fühlte es sich an, als betrüge er oder hätte ein schlechtes Gewissen.Bianca zog zuerst die Augenbrauen hoch und fragte sich, ob sie etwas getan hatte, das ihm nicht gefiel. Ohne eine Antwort abzuwarten, machte sie weiter, doch Jayden hielt es nicht länger aus.„Hör auf!“, sagte er und stieß sie von sich. Er wusste selbst nicht, ob er das aus Wut oder aus einem anderen Grund tat. Es fühlte sich einfach falsch an. Aus irgendeinem Grund inakzeptabel.„Was ist los?“, fragte sie und trat näher, um ihn zu berühren. Sorge stand in ihrem Gesicht geschrieben.Jayden schüttelte den Kopf. Er war sich sicher, dass er kein schlechtes Gewissen wegen der Inhaftierung ihres Vaters hatte. Das interessierte ihn ehrlich gesagt keinen Deut. Bianca war schon immer seine Gelegenheits-Sexpartnerin gewesen. Warum fühlte er sich dann so seltsam?„Es ist nichts. Wahrschein
Die Zeit verging so schnell, und bald wurde Oscar aufgerufen, die Gäste anzusprechen. Sein persönlicher Assistent und die Bodyguards wollten ihm helfen, doch er signalisierte ihnen, ihm Raum zu geben.„Guten Abend, meine Damen und Herren. Es ist mir eine große Ehre, dass Sie alle hier sind, um die Abschlussfeier des Tribeca Film Festivals mit uns zu begehen. Ich bin sicher, die meisten von Ihnen sind mit Freunden gekommen, und ich hoffe, Sie genießen den Abend bisher. Ehrlich gesagt wäre heute nicht halb so schön geworden ohne Sie.Dieser Abend erinnert uns daran, wie glücklich wir sind, Teil dieser lebendigen Gemeinschaft zu sein. Ich bin überzeugt, dass wir alle Filmfans sind. Nun ja – ich bedauere jene, die es nicht sind. Ihnen entgeht wirklich einiges.“ Er scherzte mit einem komischen Gesichtsausdruck, und das Publikum lachte.Er fuhr fort: „Trotz allem sind wir dankbar, dass Sie hier unter uns sind und uns zuhören, während wir über unsere Lieblingsfilme und -charaktere schwärmen.
Loverina ruhte ihren Blick auf dem Spiegel über dem Waschbecken. Sie musterte sich genau. Ihr wirkliches Gesicht war beinahe wieder sichtbar. Sie atmete tief aus und begann, all die Veränderungen zu bemerken – von ihrem Körper bis zu der Kleidung, die sie trug. Früher hatte sie es sich nicht leisten können, zweimal am Tag zu essen, und war dünn und hager gewesen, mit knochigen Wangen. Wie die Zeit in so kurzer Zeit verflogen war. Ihre Welt hatte sich über Nacht verändert.Sie drehte den Wasserhahn auf, um sich die Hände zu waschen, als die Tür aufgestoßen wurde und sie gezwungen war, den Eindringling anzusehen.„Scheint, als würdest du es hier drinnen mögen“, sagte Jayden trocken. „Du hast nicht gepinkelt?“, fragte er, und Loverina verschluckte sich an ihrem Speichel. Verhörte er sie etwa? Sie traf seinen Blick – er musterte die Toilette –, was sie noch mehr husten ließ. „Falls du sie benutzt hast…“ Loverina unterbrach ihn.„Habe ich nicht“, sagte sie ehrlich.Jayden blieb ruhig. Er s
Jayden legte die Hand auf ihren Rücken und zog sie enger an sich, sodass kein Abstand mehr zwischen ihnen blieb. Er vertiefte den Kuss hungrig.Plötzlich kam Loverina zur Besinnung. Sie wollte sich befreien und versuchte, den Kuss zu beenden, doch Jayden hörte auf und zog eine Augenbraue hoch.„Was ist los und warum hast du aufgehört?“, fragte er.„Jemand könnte hereinkommen“, antwortete sie und schaute irgendwohin, nur nicht in seine Augen. Sie wusste selbst nicht, ob sie Angst hatte oder ob ihr die ganze Situation einfach seltsam vorkam. Schließlich waren das andere Paar, das sie erwischt hatten, vielleicht in derselben Lage gewesen – voller Verlangen nacheinander.Er packte ihre Hände und schloss erneut den Abstand. „Wen interessiert das? Schließlich mache ich gerade freche Dinge mit meiner Frau. Wenn sie mich erwischen können, wie ich irgendein Mädchen küsse – warum sollte ich mich dann verstecken, wenn ich mit meiner Frau bin? Hast du die in dem anderen Zimmer nicht gesehen?“, fr
„Loverina!“, rief er ihren Namen, und in diesem Moment verließ ihre Seele beinahe ihren Körper. Sie hatte gehofft, er würde sie nicht wiedererkennen. „Sagst du gar nichts? Und warum siehst du so anders aus? Wo warst du? Also, wie hast du…“ Er hatte die Frage noch nicht beendet, als Loverina sich umdrehte und losrannte, ohne auch nur einmal anzuhalten. Und das Schlimmste war: Sie trug Absätze.Eric folgte ihr sofort. Auch sie vermisste ihn, doch sie konnte nicht stehen bleiben. Sie durfte ihn nicht einmal ansehen oder etwas sagen. Sie hatten sich zur falschen Zeit und am falschen Ort getroffen. Wenn Jayden davon erfuhr, könnte er Eric umbringen. Das machte ihr große Angst. Eric hingegen gab nicht auf. Er jagte ihr hinterher, und ihr Rennen begann, Aufmerksamkeit zu erregen. Loverina eilte zu einer Stelle, an der viele Menschen standen, und verlor sich in der Menge. Als sie sah, dass Eric Schwierigkeiten hatte, sie zu finden, rannte sie sofort die Treppe hinauf.Sie öffnete die erste Tü
Loverina saß noch im Auto, als sie Jayden am Eingang entdeckte. Sie bemerkte, wie Mädchen der unterschiedlichsten Typen und Figuren über ihn herfielen – ihn anfassen oder Fotos mit ihm machen wollten. Mit einem angewiderten Blick verdrehte sie die Augen, als sie sah, wie er ihnen sogar zurücklächelte. Kein volles Lächeln, aber er tat es, um noch attraktiver zu wirken.‚Müll!‘, schrie sie in Gedanken und schnaubte, bevor sie den Blick abwandte.Sie erinnerte sich selbst daran, dass sie nicht eifersüchtig sein sollte. Als sie aus dem Auto stieg, passierte etwas. Jayden kam gerade die vorderen Stufen herunter – es waren nicht mehr als fünf –, als ein Mädchen neben ihm ausrutschte und beinahe stürzte. Als der perfekte Gentleman fing er sie auf. Loverina ballte die Hand zur Faust. Der Drang, dem Mädchen eine zu verpassen, wuchs, und sie bemerkte nicht einmal, wie lange sie schon auf der Stelle stand – weshalb die Autotür nicht geschlossen werden konnte.Sie starrte einfach nur die dumme Sz
Loverina schaute geradeaus und entdeckte Jaydens Handy, das auf dem Bett lag. Sie stürzte darauf zu, doch Jayden war ihr bereits einen Schritt voraus und kannte ihre Absichten. Er schnappte sich das Handy, bevor sie auch nur die Chance dazu hatte, und drehte ihr die Hand brutal fest um.„Du sturköp
„Oh Gott, was ist nur los mit ihm? Hat ihn jemand beleidigt? Er ist heute Abend einfach viel zu unheimlich!“, murmelte Andrew vor sich hin. Dann rief er den Fahrer zurück: „Beeil dich, er ist schon losgefahren und will das Mädchen.“ Er sagte es mit gesenkter Stimme und ging davon. Unbekannt für ihn
Meister Jayden und sein persönlicher Assistent Andrew schritten in das Familiengeheimhaus der Oscars, und als Jayden versuchte, sich in sein Zimmer zu flüchten, waren sie überrascht, Amanda auf dem Sofa beim Häkeln vorzufinden. Es war mehr oder weniger ihr Hobby. Als sie das Wohnzimmer betraten, dr
Loverina erwachte und stellte fest, dass ihre Augen verbunden und ihre Hände gefesselt waren. Sie saß auf einem Stuhl und war daran festgebunden. Wie um alles in der Welt war sie in eine solche Lage geraten? Dann erinnerte sie sich an den Mann, der sie vor dem Krankenhaus angesprochen hatte, und da







