เข้าสู่ระบบDer Korridor war leer.
Kaelyth stand lange nach dem Verschwinden des Schattens an der Tür, ihre Finger um den Rahmen gerollt, ihr Atem unstetig auf eine Weise, die sie niemandem erlauben würde zu bezeugen.
Wer auch immer es war, er war bereits weg. Aber der Schaden war angerichtet.
Sie konnte es in ihren Knochen spüren, in der Art, wie sich ihre Brust zusammenzog und sich nicht lockerte, egal wie oft sie sich sagte, sich zu beruhigen.
Sie drehte sich zurück ins Zimmer.
Rion stand am Fenster, ihr den Rücken zugekehrt, das Silber seines Haares fing das schwache Licht auf. Er hatte sich nicht bewegt, seit sie beide es gesehen hatten. Seine Stille war anders als die übliche Art, die er trug — diese war schwerer. Beladen mit etwas, das sie nicht den Mut hatte zu benennen.
Sie räusperte sich.
"Du solltest gehen."
Er drehte sich um, um sie über seine Schulter anzusehen. Diese sturmgrauen Augen durchsuchten ihr Gesicht langsam, als würden sie nach etwas suchen, das sie ihm nicht angeboten hatte und nie beabsichtigte anzubieten.
"Kaelyth—"
"Geh, Zytherion."
Er hielt ihren Blick einen Moment länger als angenehm. Sie hielt ihren. Sie hatte vor langer Zeit gelernt, nicht die Erste zu sein, die wegschaut.
Er bewegte sich ohne ein weiteres Wort zur Tür, nahe genug vorbei, dass sie seinen Duft auffing — etwas Dunkles und Warmes und völlig er selbst, ohne Namen, den sie ihm geben konnte. Es hatte nichts damit zu tun, dass es ihren Magen so reagieren ließ.
Sie hielt ihre Augen geradeaus.
Er pausierte an der Schwelle.
"Was auch immer als nächstes kommt", sagte er leise, ohne sich umzudrehen. "Ich werde nicht leugnen, was ich dir bin."
Sie sagte nichts.
Er ging.
Sie schloss die Tür hinter ihm. Dann stand sie mit dem Rücken flach dagegen und presste ihre Handfläche gegen ihre Brust und spürte die Art, wie ihr eigenes Herz gegen ihre Rippen hämmerte wie etwas Gefangenes.
Das kann nicht passieren.
Sie ließ langsam einen Atem durch die Nase aus.
Das wird nicht passieren.
Sie stieß sich von der Tür ab und überquerte den Raum zum Spiegel, dem einzigen Zeugen, dem sie in diesem Zimmer vertraute. Langsam zog sie den Kragen ihres Gewandes beiseite.
Das Mal leuchtete schwach an ihrem Hals. Warmes Gold, das sich durch ihre Haut webte wie Adern von etwas Lebendigem, Uraltem, Geduldigen. Als wäre es immer da gewesen und wartete einfach darauf, dass sie aufhörte, so zu tun als ob nicht.
Die Göttin der Gefährten.
Eine wahre Bindung.
Sie. Und ein Fallow.
Ein freudloser Laut stieg in ihrer Kehle auf und starb dort. Sie ließ den Stoff wieder an seinen Platz fallen.
Sie hatte Armeen ohne zu zucken gegenübergestanden. Sie hatte Männer kaltblütig getötet und danach ruhig geschlafen. Aber das — dieses kleine leuchtende Mal an ihrem Hals war das, was ihre Hände zittern ließ.
Sie wandte sich von ihrem eigenen Spiegelbild ab.
***
Sie fand Zel kurz vor der Morgendämmerung.
Die alte Seherin war bereits wach, an ihrem Schreibtisch sitzend, umgeben von Schriftrollen und dem Geruch von getrockneten Kräutern und Kerzenwachs. Sie sah in dem Moment auf, als Kaelyth hereinkam. Sie sah nicht überrascht aus. Das tat sie nie.
"Ich brauche dich, das zu beheben", sagte Kaelyth.
Keine Begrüßungen. Sie war darüber hinaus.
Zel legte ihre Feder hin. "Sitz."
Kaelyth saß.
Die Kerze zwischen ihnen flackerte. Keiner von ihnen sprach für einen Moment.
"Jemand hat uns heute Nacht gesehen", sagte Kaelyth. "Im Zimmer. Sie haben die Male gesehen."
Zel schloss kurz die Augen. Als sie sie wieder öffnete, waren sie fest. "Wie sicher bist du?"
"Sicher genug, um zu dieser Stunde hier zu sein." Kaelyth lehnte sich vor, ihre Stimme sank, obwohl sie allein waren. "Du weißt, was diese Bindung ist. Du weißt, was sie ihm antun werden, wenn das herauskommt. Ich brauche dich mir zu sagen, dass es einen Weg gibt, es rückgängig zu machen, bevor es zu spät ist."
Zel sah sie für einen langen Moment an.
"Und wenn ich dir sagte, dass es keinen gibt?"
"Dann würde ich jemanden finden, der mir das sagt, was ich hören möchte." Kaelyth hielt ihren Blick. "Also verschwende nicht meine Zeit."
"Es gibt etwas", sagte sie vorsichtig. "Ich werde nicht so tun als ob nicht." Sie erhob sich langsam und bewegte sich zum Regal hinter ihr. Ihre Finger schwebten entlang der Reihe von Fläschchen, bevor sie auf einem nahe dem fernen Ende landeten. Sie hielt es im Kerzenlicht hoch.
Eine dunkle Flüssigkeit bewegte sich im Innern. Die Farbe von tiefem, stillem Wasser.
"Der Trank des Lotusmohns", sagte Zel und drehte ihn langsam. "Ein Tropfen im Wasser, konsequent eingenommen, trennt eine Gefährtenbindung. Allmählich." Sie stellte es auf den Schreibtisch zwischen ihnen. "Es wird dir nicht schaden."
Kaelyth starrte es an. "Und ihm?"
Zel antwortete nicht sofort.
"Es wird für ihn nicht schmerzlos sein", sagte sie schließlich, ihre Stimme leise. "Eine Bindung, die von einer Seite getrennt wird, während die andere festhält..."
Sie ließ den Satz unvollendet stehen.
Kaelyth streckte die Hand aus und schloss ihre Finger um das Fläschchen. Es war kalt und klein und sagte nichts darüber, was es kosten würde.
"Danke", sagte sie.
Zel sah sie mit alten, müden Augen an und argumentierte nicht. Das war fast noch schlimmer.
Kaelyth erhob sich, steckte das Fläschchen in die Falte ihres Gewandes und ging, ohne zurückzublicken.
Sie ging allein zurück zu ihren Gemächern.
Die Palastkorridore waren zu dieser Stunde leer, nichts als ihre eigenen Schritte und das entfernte Geräusch der Nachtwache, die irgendwo auf dem unteren Stockwerk die Posten wechselte.
Sie tat das Richtige.
Das sagte sie sich bei jedem Schritt.
Sie schützte ihn. Sie schützte sich selbst. Sie schützte die Krone und die Ordnung der Dinge, die sich keine Störung durch etwas so Irrationales wie eine Bindung leisten konnten, um die keiner von ihnen gebeten hatte.
Sie war klug.
Sie war eine Prinzessin.
Es hatte nichts damit zu tun, wie er sie angeschaut hatte, bevor er ging. Überhaupt nichts.
Als ihre Hand die Tür ihrer Kammer berührte, hatte sie sich fast davon überzeugt, dass die Enge in ihrer Brust nichts war.
Fast.
Sie trat ein, stellte das Fläschchen leise auf ihre Kommode und saß auf dem Rand ihres Bettes im Dunkeln.
Für lange Zeit bewegte sie sich nicht.
"Was meinst du damit?" fragte Kaelyth.Draußen war die Sonne hell und hoch über Velmoria, aber im Zimmer gab es kein Geräusch von Federn, die auf Papier bewegt wurden. Auf dem Schreibtisch lagen keine offenen Steuerregister.Zum ersten Mal seit Rion aus seiner Zelle gegangen war, redeten sie nicht über Karten. Sie redeten nicht über die westlichen Lords oder die Ratsabstimmungen oder die Wächter.Sie saßen zusammen auf dem Bett. Kaelyth hatte die langen Beine unter ihren Hosen eingerollt. Rion saß direkt neben ihr, der Arm ruhte entlang der Rückseite des Holzes hinter ihrem Kopf."Wir reden ständig davon, den roten Mond zu überleben", sagte Rion sanft. "Wir reden davon, die Grenze zu überqueren. Wir reden davon, meine alten Ketten zu brechen und gegen die Armee deiner Mutter zu kämpfen."Kaelyth drehte den Kopf, um ihn anzusehen. "Das liegt daran, dass diese Dinge direkt vor unseren Gesichtern stehen, Rion.""Ich weiß. Aber was passiert danach?"Kaelyth blinzelte einmal. "Danach?""We
Das private Büro der Königin war still. Im Raum gab es keine Wächter. Keine Berater saßen am Tisch. Es gab keine Zeugen, die die kalte Luft zwischen den zwei königlichen Frauen sehen konnten.Königin Iselthra stand nahe dem Balkon und blickte über die schlafende Stadt. Sie trug ihre vollständigen königlichen Roben, ihr Haar fest in einer hohen Krone aufgesteckt. Sie hielt ein Weinglas in der rechten Hand, wie sie es gewöhnlich tat.Kaelyth fragte sich, wie sie die ganze Zeit trinken konnte, ohne sich krank zu fühlen.Kaelyth hatte entschieden, ihre formellen Hofumhänge nicht zu tragen. Sie trug ihre dunklen Reithosen, ihre Stiefel und eine schlichte schwarze Tunika. Ihr goldenes Haar war in einen einzigen Zopf zurückgezogen und ihre grünen Augen waren auf ihre Mutter gerichtet wie zwei Dolche."Du bist ohne deinen Riesen gekommen", sagte Iselthra glatt. Sie nahm einen langsamen Schluck aus ihrem Glas, ihre Stimme vollkommen ruhig, als würde sie einen Gast zum Morgentee begrüßen. "Ich
Zwanzig Tage blieben bis zum roten Mond.Zwanzig Tage bis der alte Tempel in Thryndranlis seine Tore öffnen würde.Zwanzig Tage bis alles, was sie aufgebaut hatten, entweder zerbrechen oder die Welt in Brand setzen würde.Rion saß auf dem niedrigen Hocker beim kalten Kamin, nackt bis zur Brust in der Dunkelheit, ein langer Schleifstein bewegte sich gegen die Kante seines Dolches. Schhhk. Schhhk. Schhhk.Er brauchte kein Licht. Das Silber in seinen Augen fing das Mondlicht auf, das durch das Balkonfenster strömte und wie Zwillingssterne in den Schatten leuchtete. Seine Ohren lauschten dem Wind draußen, dem fernen Klang der Nachtwachen drei Stockwerke tiefer und dem winzigen, fast lautlosen Geräusch von Kleidern, die gegen Stein rieben, direkt außerhalb seiner Balkontür.Rion hörte nicht auf, die Klinge zu schärfen. Schhhk. Schhhk."Du machst zu viel Lärm", sagte Rion sanft in den dunklen Raum.Die Balkontür glitt auf und eine dünne, in Schatten gehüllte Gestalt trat in die Kammer. Der
Der Raum war dunkler geworden, die Schatten streckten sich wie lange Finger über die Teppiche. Das alte Buch lag geschlossen auf den Dielen.Kaelyth blieb genau dort, wo sie war, quer über Rions Oberschenkeln sitzend. Sie konnte den harten Muskel seiner Beine unter ihr spüren, stetig und solide wie Stein. Ihre Hände ruhten noch immer auf seinen Schultern, ihre Finger leicht in den Enden seines Haares verhedert.Rions Hände ruhten einfach gegen den kleinen ihres Rückens. Er starrte direkt auf die Tür. Seine grauen Augen sahen aus wie ein stürmischer Himmel, voller Gedanken, die er nicht laut aussprach."Du bist sehr still, Rion", sagte Kaelyth. Ihre Stimme war leise und brach die Stille des Raumes. Sie verschob sich leicht, ihre grünen Augen verfolgten die harte Linie seines Kiefers. "Das Buch hat uns die Antwort gegeben. Wir wissen, wo das Tor ist. Warum siehst du aus, als hättest du gerade ein Todesurteil erhalten?"Rion ließ einen langsamen Atem aus. Das Geräusch grollte tief in sei
Die Vorhänge waren fest gegen die Nachtluft gezogen und sperrten die kalten Winde aus. In Kaelythis Gemach kam das einzige Licht vom Kaminfeuer und drei Kerzen auf dem Schreibtisch.Das alte Buch lag aufgeschlagen zwischen ihnen auf dem Boden.Kaelyth saß auf dem weichen Teppich am Kamin, ihre langen Beine gekreuzt. Sie hatte sich in eine lockere, dunkelgrüne Tunika umgezogen. Rion saß direkt neben ihr, seine Beine über die Dielen ausgestreckt. Er war so groß, dass seine Schulter gegen ihre rieb, jedes Mal wenn er ein- und ausatmete."Schau dir diese Zeile an", sagte Kaelyth. Ihre Stimme war leise, aber sie schnitt durch das Knistern des Feuers. Ihr Finger zeigte auf eine Reihe silberner Symbole ganz oben auf der Seite. "Zel hat die erste Hälfte dieser Seite übersetzt. Sie spricht über die alte Linie der Könige von früher. Aber dann ändert sich die Tinte einfach. Die Buchstaben ergeben für meine Augen überhaupt keinen Sinn."Rion lehnte sich herunter und starrte lange auf die Symbole.
Kaelyth saß am langen Tisch im Kriegsraum, ihre Finger verfolgten den Rand einer Schriftrolle. Ihre Haut prickelte noch immer von der Erinnerung an die Nacht zuvor.Rion stand direkt hinter ihrem Stuhl, die Arme über seiner nackten Brust verschränkt. Er sagte kein Wort, aber er stand näher als je zuvor. Alle paar Sekunden strichen seine Finger leicht über den Hinterkopf ihres Halses, seine Haut verfolgte den Rand ihres Kragens, nur um den Puls der Bindung darunter zu spüren.Sie waren vorerst allein und keiner von ihnen versuchte, Distanz zu halten."Du starrst dieses Papier an, als würde es dir Gold schulden, kleines Monster", murmelte Rion und lehnte sich leicht herunter, so dass seine Brust gegen ihre Schulter drückte."Ich schaue mir die Versorgungslinien an", antwortete Kaelyth, ihre Stimme glatt aber leicht sanfter als üblich. Sie neigte den Kopf zurück und ließ ihr goldenes Haar gegen seine Schulter streichen.Rions Hand glitt von ihrem Kragen herunter, um auf ihrer Schulter zu
Drei Tage.Sie war rastlos.Sie war nie rastlos.Die Götter mögen es verhindern, dass sie jemals irgendetwas oder irgendein Wesen sie stört, geschweige denn ein Mann sie beunruhigt.Die Zähne zusammenbeißend, ließ sie einen tiefen Seufzer aus, ihre Brust hob und senkte sich.Sie zog ihren Nachtmant
Sie hatte den ganzen Tag im Bett gelegen und nachgedacht. Das war untypisch für eine Prinzessin. Untypisch für sie. Sie konnte einfach nicht aufhören, an ihn zu denken und wo er gewesen war.Nicht als ob sie auf ihn gewartet hätte, niemals.Seit dem letzten Mal, als sie in seinem Haus einen 'Moment
Sie hatte vor der Tür ihrer Schwester gestanden, Tränen in den Augen, die Zähne in ihre Innenwangen grabend, als sie eine vertraute warme Hand spürte, die ihr Gesicht umfasste."Männer sind nicht alles, Schwester", sagte Kaelyth sanft."Leicht gesagt für dich.""Ich wünschte. Wisch deine Tränen."S
Er ging langsam auf sein linkes Knie, seine linke Hand ruhte darauf, als er den Kopf neigte, den abgetrennten Kopf in seiner rechten Hand."Nein, Mein König. Als er sich befreit hat, fingen alle an zu rennen. Er hätte mich getötet. Aber Prinzessin Kaelyth hat mich gerettet. Sie hat uns hierher gebr







