LOGINGut eine Stunde später kamen Clara und Sophie endlich im Hotel an.Als Adrian und Gabriel erfuhren, dass Clara da war, kamen beide herunter, um sie in Empfang zu nehmen.Adrian wusste, dass Clara Sophie abgeholt hatte, Gabriel aber nicht. Als er Sophie hinter Clara aus dem Wagen steigen sah, stutzte er.Clara strich Sophie über den Kopf. „Sophie, sag Onkel Adrian Hallo.“Sophie gehorchte brav. „Hallo, Onkel Adrian.“Adrian lächelte. „Braves Mädchen.“Dann wandte Clara sich Gabriel zu. „Und das ist ein Kollege von Mama. Das ist Onkel Gabriel.“„Hallo, Onkel Gabriel.“Gabriel betrachtete Sophie mit gemischten Gefühlen.Eigentlich waren er und Sophie sich schon einmal begegnet, nur lag das bereits zwei, drei Jahre zurück. Damals war Sophie noch sehr klein gewesen und erinnerte sich vermutlich nicht mehr an ihn.Adrian sagte zu Clara: „Das Essen geht gleich los. Lass uns erst mal reingehen.“„Gut“, sagte Clara.Bei Langmark hatten bisher alle nur gehört, dass Clara verheiratet
Am Freitagnachmittag hatte Clara endlich alles erledigt, was auf ihrem Tisch lag.Sie massierte sich die leicht verspannten Schultern und ruhte sich einen Moment aus. Dann schien ihr etwas einzufallen. Sie stockte, nahm das Handy neben sich und rief Sophie an.Sophie nahm schnell ab. „Mama.“„Hm.“ Clara fragte sanft: „Bist du schon aus der Schule?“„Ja.“Seit Sophies erstem Schultag hatten sie nur ein einziges Mal miteinander telefoniert, und auch da hatte Clara angerufen.In den Tagen danach hatte Clara sich nicht bei Sophie gemeldet, und Sophie hatte sich auch nicht von sich aus gemeldet.Das überraschte Clara nicht, und sie dachte sich auch nicht viel dabei.Sie fand nur: Wie auch immer die Dinge lagen, Sophie war ihre Tochter, und sie musste sich in angemessenem Maß um sie kümmern.Sie suchte von sich aus nach einem Gesprächsthema: „Habt ihr für die nächsten zwei Tage schon etwas geplant?“„Nein.“ Sophie sagte gleichmütig: „Papa ist auf Geschäftsreise, er ist nicht da.“
Aber auch nach über einer Stunde kam von Maximilian keinerlei Antwort.Kurz darauf kam Jonas herüber. „Frau Richter, wir machen gleich Feierabend.“Das war eine höfliche Aufforderung zu gehen.Elena presste die Lippen zusammen und sagte gleichmütig: „Und wenn ich hier warten will?“Jonas: „Frau Richter, bitte machen Sie es uns kleinen Angestellten nicht so schwer.“Elena sagte nichts, aber sie sagte auch nicht, dass sie gehen würde.Jonas blieb nichts anderes übrig, als ihr noch einen Tee zu bringen.Auch Christian war noch nicht gegangen. Als Jonas aus dem Empfangsraum kam, sagte er zu ihm: „Dem Chef liegt wohl … immer noch viel an Frau Richter, oder?“Maximilian wollte sie zwar vorerst nicht sehen und nahm keinen ihrer Anrufe an, aber er hatte ihr gegenüber auch nicht von Trennung gesprochen.Obwohl er genau wusste, dass Elena jederzeit in die Firma kommen konnte, um ihn zu suchen, ließ er sie weiterhin jederzeit ins Gebäude.Und die Nachricht, die Elena Maximilian vorhin g
Bei Velox gab es viel zu tun, und als sie fertig war, war es schon nach drei Uhr nachmittags.Nach kurzem Überlegen rief sie noch einmal Christian an.Christian zögerte, als er ihren Anruf sah, nahm dann aber ab. „Frau Richter.“„Ist Maximilian in der Firma?“Christian stockte, dann sagte er: „Es tut mir leid, dazu darf ich nichts sagen.“Elena verstand: Das hieß ja.Wäre er nicht da gewesen, hätte Christian es ihr direkt gesagt.Sie sagte: „Ich verstehe. Danke.“Nach dem Auflegen nahm sie den Autoschlüssel und fuhr los. Kurz darauf stand sie vor dem Gebäude des Von Falken Konzerns.Sie sah zum Eingang hinauf, blieb noch einen Moment im Wagen sitzen, setzte eine Maske auf und stieg erst dann aus.Um diese Zeit war vor dem Gebäude nicht viel los. Als sie durch den Eingang trat, erkannte man sie am Empfang trotz der Maske auf den ersten Blick.Früher hatte Elena beim Von Falken Konzern nie eine Maske getragen.Den Empfangsdamen war klar, dass Elena die Maske trug, weil sie ni
Elena und die anderen waren noch unten und noch nicht schlafen gegangen.Als Yolanda ihn herunterkommen sah, sagte sie: „Mitten in der Nacht, was hast du es denn so eilig –“Moritz blieb stehen, sah sie mit geröteten Augen an und fiel Yolanda ins Wort: „Stimmt das, was im Netz steht?“Yolanda schluckte die Worte hinunter.Auch die anderen verstummten für einen Moment.Heinrich war völlig erschöpft.Aber in diesem Augenblick war es am besten, wenn er antwortete.Er trat vor und sagte: „Moritz, sie und ich haben charakterlich nicht zusammengepasst. Sie war stur, wollte auf niemanden hören und sich um keinen Preis scheiden lassen. Dass ich mich von ihr getrennt habe, war nicht die Schuld deiner Mutter.“Die alte Frau Richter hing sehr an ihrem Enkel Moritz. Sie sagte sanft: „Ja, Moritz. Bei Gefühlen lässt sich so etwas nie klar sagen. Glaub nicht alles, was die Leute draußen erzählen.“Moritz stockte, dann wanderte sein Blick zu Elena.Elena hielt den Blick gesenkt, ihre Miene w
Als er sich gefasst hatte, dachte er, „Geliebten-Dynastie“ und dergleichen müsse ein Tippfehler seines Mitschülers sein.Er lachte kurz und wollte gerade tippen, um seinen Mitschüler zu fragen, ob er sich vertippt hatte, da las er die Antwort noch einmal, und sein Lächeln verblasste ein wenig.Selbst wenn sein Mitschüler sich vertippt hatte – bei diesem aggressiven Ton war das, was er eigentlich hatte sagen wollen, bestimmt nichts Nettes.Trotzdem war ihm unbehaglich zumute. Er verstand nicht, warum jemand, mit dem er sich in der Schule gut verstanden hatte, plötzlich in diesem Ton mit ihm sprach.Gerade als er überlegte, ob er ihn irgendwie vor den Kopf gestoßen hatte, schrieb jemand anderes in die Gruppe.[Wer aus einer solchen Geliebten-Dynastie stammt, ist natürlich schamloser als gewöhnliche Leute. Hat vor uns seine Schwester und seine Mutter in den Himmel gelobt und Herrn von Falken jeden Tag seinen Schwager genannt. Ich dachte echt, seine Schwester wäre ganz offiziell die F
Claras zwei Kolleginnen warfen verstohlen einen Blick auf Elena und wichen hastig zwei Schritte zurück, pressten sich an die Wand.Elena sah auch Clara.Doch sofort wandte sie gleichgültig den Blick ab. Offensichtlich beachtete sie Clara gar nicht und stieg mit den Managern in den Aufzug.Als sic
Am nächsten Tag.Als Maximilian ins Büro kam, traf er Clara direkt am Eingang.Clara wusste nicht, dass Maximilian und Sophie bereits zurück im Land waren.Völlig unvorbereitet im Büro auf Maximilian zu treffen, ließ Clara abrupt innehalten.Maximilian war ebenfalls überrascht, sie zu sehen, dac
Adrian Hartmann und Clara hatten sich all die Jahre tatsächlich selten getroffen.Aber schon nach wenigen Begegnungen konnte Adrian erkennen, dass die Clara von heute weit entfernt war von der selbstbewussten jungen Frau von damals.Wenn er an die frühere Clara dachte, hätte er nie gedacht, dass d
Sophie von Falken sprang aus dem Bett: „Wirklich?!“„Ja.“„Warum hat Tante Elena mir das dann gerade nicht gesagt?“„Die Sache ist gerade erst klar geworden, sie weiß es noch nicht.“Sophie war außer sich vor Freude: „Papa, dann sag es Tante Elena noch nicht. Lass uns ihr eine Überraschung mache







