MAFIA-DRILLINGE UND IHRE ERSATZBRAUT

MAFIA-DRILLINGE UND IHRE ERSATZBRAUT

last updateHuling Na-update : 2026-11-03
By:  EmmahIn-update ngayon lang
Language: Deutsch
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Elara Voss war nie die Auserwählte. Sie war die Reserve, bis ihre Schwester in der Nacht ihrer eigenen Mafia-Hochzeit verschwand und Elara an ihrer Stelle in das Kleid gestoßen wurde. Jetzt ist sie mit drei der gefährlichsten Männer der Stadt verheiratet, die es fast so sehr hassen, belogen zu werden, wie sie es hassen, zu verlieren. Nur gibt es ein Problem: Elara hütet bereits ein Geheimnis, das sie das Leben kosten könnte. Sie ist schwanger, und das Baby ist nicht von ihnen. Während sich das Verschwinden ihrer Schwester zu einer Verschwörung aus gestohlenen Geheimnissen entfaltet, zu einem Freund, der sie womöglich von Anfang an benutzt hat, und zu einem Vater, der sie verkauft hat, noch bevor sie „Ja“ sagen konnte, muss Elara entscheiden, wem sie trauen kann, in einem Haus, das auf einer einzigen unumstößlichen Regel gebaut ist: keine Lügen innerhalb der Ehe. Sie hat sie bereits gebrochen. Nur erwischt wurde sie noch nicht. Noch nicht.

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Kabanata 1

Zwei Striche

# Kapitel 1: Zwei Striche

**Elaras POV**

Der Schwangerschaftstest war noch nass, als der zweite Strich erschien.

Da waren zwei Striche. Rosa und unmissverständlich.

Ich ließ mich schwer auf den Wannenrand sinken, weil meine Beine plötzlich nicht mehr mitmachten, und ich lachte. Es war ein dummes, zittriges Geräusch, das von den Fliesen abprallte, weil ich in diesem Moment nicht wusste, wohin mit meinem Gesicht.

„Noah.“ Meine Stimme klang falsch. Viel zu laut für eine Einzimmerwohnung, in der die Wände im Grunde aus Seidenpapier bestanden. „Noah, komm sofort her.“

Er erschien in der Tür, nur in Boxershorts, die Haare ein einziges Chaos. Er blinzelte mich an, als hätte ich ihn aus einem Traum gerissen. „Was? Was ist los?“

Ich hielt den Test zwischen zwei Fingern hoch wie ein Beweisstück in einem Prozess.

Sein Gesicht durchlief in zwei Sekunden ungefähr sechs verschiedene Gefühle. Erst wirkte er verwirrt, dann panisch, und dann brach in seinem Ausdruck etwas auf, ein Grinsen, das er nicht kontrollieren konnte.

„Ist das … war das …“

„Ja.“

„Elara.“ Er sagte meinen Namen, als wollte er prüfen, ob er mir noch genauso passte wie früher. Dann überwand er das Badezimmer in einem einzigen Schritt, zog mich vom Wannenrand hoch und in seine Arme. Ich spürte sein Herz, das genauso schnell schlug wie meins.

„Wir dürfen es niemandem sagen“, murmelte ich in seine Schulter. „Noch nicht. Nicht meiner Familie. Gott, vor allem nicht meiner Familie.“

„Warum nicht? Das sind gute Neuigkeiten.“ Er lehnte sich zurück, um mich anzusehen, aber seine Hände blieben auf meiner Taille, als hätte er Angst, ich könnte davonschweben. „Das sind die besten Neuigkeiten überhaupt.“

„Weil mein Dad, sobald er erfährt, dass ich von einem Typen schwanger bin, der nicht auf seiner Liste genehmigter Kandidaten steht, dich bis zum Abendessen aus meinem Leben löschen lassen würde.“ Ich sagte es wie einen Witz, aber es war keiner.

„Dann warten wir eben nicht auf eine Genehmigung.“ Er strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr, und für einen Moment fühlte sich die ganze Wohnung wie genug an. Als wäre das hier aller Platz, den wir je brauchen würden. „Seraphinas Hochzeit ist in ein paar Stunden. Sobald dieser Zirkus vorbei ist, behält deine Familie dich nicht mehr so genau im Auge. Wir könnten eine Tasche packen und gehen. Irgendwohin. Den Rest finden wir unterwegs heraus.“

„Du lässt es so einfach klingen.“

„Es war einfach.“ Er drückte seine Stirn gegen meine. „Ich liebte dich. Du bekommst mein Kind. Alles andere ist nur Logistik.“

Ich wollte ihm so unbedingt glauben, dass es mir Angst machte.

„Sag es noch mal“, forderte ich.

„Ich liebe dich“, sagte er.

„Den anderen Teil.“

Er lachte, tief und warm, direkt an meinen Lippen. „Uns wird es gut gehen, Elara. Ich habe es dir versprochen. In der Sekunde, in der diese Hochzeit vorbei ist, würden wir gemeinsam verschwinden. Du, ich und …“ Seine Hand wanderte zu meinem Bauch, der noch flach war und trotzdem unmöglich *unser* war. „… wer auch immer das hier war.“

Ich gönnte mir dreißig ganze Sekunden davon. Dreißig Sekunden lang tat ich so, als gehörte mein Leben mir.

Dann begann mein Handy auf dem Waschbecken zu klingeln.

Ich sah auf das Display, und mein Magen zog sich zusammen, noch bevor ich verstand, warum.

*Dad.*

„Geh nicht ran“, sagte Noah sofort, als er mein Gesicht sah.

„Es ist elf Uhr nachts.“ Mein Daumen bewegte sich schon zum Bildschirm, als hätte er einen eigenen Willen. „Er hat nie angerufen. Nie. Er schreibt mir nur. Für Anrufe hatte er Leute.“

„Elara …“

Ich nahm ab.

„Dad?“

Hinter ihm war Lärm. Ich hörte Stimmen, Bewegung und etwas, das klang wie Chaos, das sich angestrengt bemühte, ruhig zu klingen. Der Atem meines Vaters klang falsch. Zu schnell, als wäre er gerannt oder hätte geschrien, vielleicht beides.

„Wo bist du?“ Es war keine richtige Frage. Es war eine als Frage getarnte Forderung.

„Ich bin … ich bin zu Hause. Was ist los? Ist alles in Ordnung?“

„Komm zum Anwesen. Sofort.“

Die Worte trafen mich wie Eiswasser, das mir den Rücken hinunterlief.

„Was? Warum? Ist Mom …“

„Alle sind wohlauf. Es geht nicht um deine Mutter.“ Er machte eine Pause, und in dieser Pause hörte ich etwas, das ich in vierundzwanzig Jahren nie in der Stimme meines Vaters gehört hatte. Angst. „Steig einfach ins Auto, Elara. Jetzt sofort. Zieh dich nicht um. Halte für nichts an.“

„Dad, es ist die Hochzeit deiner Tochter, in zwei Tagen. Was könnte denn bitte …“

„Ich brauche dich in zwanzig Minuten hier.“ Seine Stimme brach, sie brach tatsächlich, und kehrte dann zu dem flachen, befehlenden Ton zurück, den er bei Geschäftsanrufen benutzte. Es klang, als würde er die Angst allein durch Willenskraft seine eigene Kehle hinunterzwingen. „Ich meine es ernst. Was auch immer du gerade tust, hör auf damit. Wer auch immer bei dir ist …“

Seine Augen. Irgendwie konnte ich seine Augen spüren, selbst durch das Telefon, selbst aus meilenweiter Entfernung. Ich spürte beinahe, wie sie direkt auf Noah fielen, der drei Schritte von mir entfernt stand, die Hand noch immer auf der Stelle gelegt, wo unser Baby war.

„… lass sie zurück“, beendete mein Vater den Satz. „Du kommst allein.“

Die Leitung war tot.

Ich stand da, das Handy noch am Ohr, und lauschte dem Nichts, während Noah zusah, wie die Farbe aus meinem Gesicht wich.

„Elara. Was hat er gesagt?“

Ich öffnete den Mund, aber zuerst kam nichts heraus. Ich versuchte noch zu begreifen, was so schlimm sein konnte, dass die Stimme meines Vaters zitterte. Das war mein Vater, der Mann, der in der Woche, in der seine eigene Mutter starb, eine Fusion ausgehandelt hatte, ohne auch nur ein einziges Mal die Stimme zu heben.

„Irgendetwas stimmt nicht“, brachte ich schließlich heraus. „Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht.“

Ich griff schon nach meinem Mantel, als Noah mein Handgelenk festhielt.

„Wie, nicht stimmt? Mit wem?“

Ich antwortete ihm nicht, weil ich es nicht wusste. Ich wusste nur, dass mir der Klang noch in den Ohren hallte, und das, was mein Vater gesagt hatte, kurz bevor er auflegte. Es fühlte sich weniger wie eine Bitte an und mehr wie das erste Beben vor einem Erdbeben.

*Komm allein.*

Ich schnappte mir meine Schlüssel von der Arbeitsplatte, aber meine Hände zitterten so heftig, dass ich sie zweimal fallen ließ.

Was auch immer auf diesem Anwesen auf mich wartete, ich hatte zwanzig Minuten, um es herauszufinden.

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