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Katy

作者: Katy
last update 公開日: 2026-07-15 02:13:57

Das konnte doch einfach nicht wahr sein.

Wie konnte sie so einen Schwachsinn behaupten?

Ich hatte Sara einfach aufgelegt.

So etwas musste ich mir nicht anhören.

Erstens würde ich mich niemals an einen Typen ranmachen, auf den meine beste Freundin stand.

So etwas tat man einfach nicht.

Und eigentlich sollte Sara das besser wissen als jeder andere Mensch auf dieser Welt.

Aber anscheinend kannte sie mich doch nicht so gut, wie ich immer geglaubt hatte.

Zweitens war Markus nicht einmal mein Typ.

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  • Sehe ich dich je wieder?    Rot

    Julian hatte ich zugesagt. Warum auch nicht? Ich hatte doch sonst eh nichts zu tun. Ich stand vor dem Spiegel und überlegte, was ich anziehen sollte. Da war es schon wieder. Dieses komische Gefühl in mir. Sara hatte mir sonst immer gesagt, was mir stand und was nicht. Zumindest ihrer Meinung nach. Ich hatte es bei ihr auch getan. Aber an der Art und Weise, wie wir jeweils darauf reagiert hatten, konnte man einen deutlichen Unterschied erkennen. Wenn ich ihr sagte, dass ihr Hintern in einer Hose nicht gerade vorteilhaft aussah, war sie beleidigt und sauer. Sie trug die Sachen dann nicht mehr. Außer sie war ohne mich unterwegs. Dann trug sie ausgerechnet die Kleidung, bei der ich ihr ehrlich gesagt hatte, dass ich finde, sie steht ihr nicht. Wenn sie mir dagegen sagte: „Ich finde, das Kleid macht dich dick.“ Dann warf ich das Kleid ganz nach hinten in den Schrank. Ich war doch eh unsicher. Und da sie meine beste Freundin war, würde sie mich schließlich nicht anlügen.

  • Sehe ich dich je wieder?    Alleine

    Der ganze Abend – oder besser gesagt die halbe Nacht – fühlte sich an wie ein einziger Fiebertraum. Julian hatte kein einziges böses Wort über Sara verloren. Nicht einmal. Und trotzdem tat es weh. Sehr sogar. Denn ausgerechnet ein Mann, den ich erst seit einem Tag kannte, hörte mir besser zu als meine beste Freundin. Gleichzeitig fühlte es sich zum ersten Mal seit Langem gut an. Endlich hatte ich das Gefühl, dass mir jemand wirklich zuhörte. Nicht, um gleich etwas über sich selbst zu erzählen. Nicht, um mich zu unterbrechen. Sondern einfach nur, um zu verstehen. Unser Gespräch wurde gar nicht so tiefgründig. Es ging nicht darum, was ich ihm gestern Abend alles erzählt hatte. Und auch nicht darum, wie genau der Abend in der Bar geendet hatte. Stattdessen sprachen wir fast die ganze Zeit über Sara. Und über Markus. Zum ersten Mal verstand ich überhaupt, woher die beiden sich kannten. Julian erzählte mir, dass sie zusammen zur Schule gegangen waren und sich dort angefre

  • Sehe ich dich je wieder?    Ich höre dir zu

    „…weil ich mich für dich interessiere.“ Seine Worte hallten noch immer in meinem Kopf nach. War ich seit gestern in irgendeinem Paralleluniversum gelandet, ohne es zu merken? Was zur Hölle war eigentlich passiert? Meine beste Freundin verlor sich immer mehr in einem Typen, der viel zu jung für sie war. Nicht nur das. Sie glaubte ihm inzwischen jedes einzelne Wort. Mir dagegen… Nicht einmal mehr das Offensichtliche. Schon verrückt. Über zehn Jahre Freundschaft schienen plötzlich weniger wert zu sein als die Aussagen eines selbstverliebten Möchtegern-Playboys. Und dann gab es da noch Julian. Dieser Mann war das reinste Rätsel. Er tauchte gestern Abend aus dem Nichts auf und gab mir einfach einen Cocktail aus. Er brachte mich nach Hause, nachdem ich völlig betrunken auf seiner Schulter eingeschlafen war. Er bezahlte meine Getränke. Gab mir seinen Hoodie, weil mir kalt war. Vergaß darin auch noch sein Portemonnaie. Und jetzt… Jetzt stand er mitten in

  • Sehe ich dich je wieder?    Katy

    Das konnte doch einfach nicht wahr sein.Wie konnte sie so einen Schwachsinn behaupten?Ich hatte Sara einfach aufgelegt.So etwas musste ich mir nicht anhören.Erstens würde ich mich niemals an einen Typen ranmachen, auf den meine beste Freundin stand.So etwas tat man einfach nicht.Und eigentlich sollte Sara das besser wissen als jeder andere Mensch auf dieser Welt.Aber anscheinend kannte sie mich doch nicht so gut, wie ich immer geglaubt hatte.Zweitens war Markus nicht einmal mein Typ.Ich mochte nicht einmal blonde Männer.Und selbst wenn doch – sein Charakter allein wäre Grund genug gewesen, einen großen Bogen um ihn zu machen.Ich ließ mich gegen das Kopfteil meines Bettes sinken und starrte an die Decke.Wie wenig kannte sie mich eigentlich?Oder war es ihr einfach egal geworden?Meine Emotionen überschlugen sich.Ich war wütend.Enttäuscht.Verletzt.Am meisten tat weh, dass sie mich nicht ein einziges Mal gefragt hatte, ob das überhaupt stimmte.Sie hatte Markus einfach ge

  • Sehe ich dich je wieder?    Ich hab was getan?

    Ich verstand meinen eigenen Kopf nicht mehr. Gut. Wenn ich ehrlich war, verstand ich ihn eigentlich nie so richtig. Aber das hier geriet langsam völlig außer Kontrolle. Die letzten Gäste waren vor ein paar Minuten gegangen. Damit auch Markus. Und die Frau, die ganz sicher nicht Sara gewesen war. Natürlich hatte er es sich nicht nehmen lassen, sich mit einem letzten dummen Spruch zu verabschieden. „Wir sehen uns morgen, Julians Kleine.“ Ich verdrehte schon bei der Erinnerung die Augen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht klein war. Ich würde auch ganz bestimmt nicht die Kleine von irgendjemandem sein. Ich blieb kurz stehen und stützte den schweren Müllsack gegen mein Bein. Blöderweise musste ich mir inzwischen eingestehen, dass ich seit gestern deutlich öfter an Julian dachte, als mir lieb war. Und genau das nervte mich. Nicht, weil ich plötzlich Schmetterlinge im Bauch hatte. Ganz bestimmt nicht. Sondern weil ich einfach nicht verstand, was in

  • Sehe ich dich je wieder?    Die zweite Frau

    Okay … Was passierte hier gerade? Vor mir stand Markus. Den Arm locker um eine Frau gelegt. Und diese Frau war definitiv nicht Sara. War sie nicht eben noch am Telefon völlig überzeugt gewesen, dass alles perfekt gelaufen war? Dass er sie unbedingt wiedersehen wollte? „Ähm … ja?“, fragte er und musterte mich kurz. „Bist du ein Fan?“ Ich musste mich beherrschen, nicht laut loszulachen. Dieses Grinsen. Als wäre er überzeugt, jeder Mensch würde ihn sofort erkennen. „Ein Fan?“, fragte ich trocken. „Von einer kleinen Band, die es nicht mal schafft, einen Club zum Tanzen zu bringen? Wohl eher nicht.“ Ich verschränkte die Arme. „Falls du dich nicht erinnerst: Ich bin Katy. Saras Freundin.“ Ich ließ ihm einen Moment Zeit. „Na? Klingelt’s?“ Er sah mich kurz an. Nicht einmal ein Hauch von Überraschung. „Ach, stimmt. Die Kleine.“ Die Kleine? Ich biss mir auf die Zunge. „Na ja“, fuhr er fort. „Wir sehen uns ja morgen sowieso wieder, oder? Ich bräuchte nur

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