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VERONICA

Author: STEAMY WRIITE
last update publish date: 2026-08-20 19:04:42

„Ich verstehe dich. Leider können wir diese Sinne nicht einfach ausschalten. Glaub mir, das ist auch nicht immer angenehm. Manche Leute sind einfach verdammt langweilig“, versucht er mich aufzuheitern. „Wir mögen dich, Blümchen. Ja, wir finden dich verdammt attraktiv – was du für uns empfindest, empfinden wir genauso für dich. So etwas ist uns noch nie passiert. Aber wenn du bereit bist, es zu versuchen, geben wir dir mehr Freiraum. Solange du in unserer Nähe bleibst, beschützen wir dich – obwohl du selbst schon ziemlich tough bist.“

Ich muss leise auflachen. „Das ist doch alles völlig verrückt. Ich fühle mich zu jedem von euch hingezogen, ich werde nicht lügen. Aber das führt zu nichts. Wir fangen hier gar nicht erst irgendetwas an. Kein Küssen, keine Berührungen. Wir können Freunde sein, und das war’s. Ich möchte einfach, dass ihr das alle wisst“, stelle ich unmissverständlich klar.

„Mit einer Freundschaft können wir gut leben“, setzt sich Caspian auf die andere Seite neben mich.

„Sprich gefälligst für dich selbst“, knurrt Rush, der lässig an der Sitzgruppe lehnt.

„Ausgemacht“, willige ich ein, und die Jungs schenken mir ein warmes Lächeln.

Bis auf Rush natürlich.

SLATE

Mitzuerleben, wie sie ihrer Freundin am Telefon von ihrem Traum erzählte und wie sie sich fühlte, hat ordentlich was in mir aufgewühlt. Ich hatte immer noch das Gefühl vor Augen, wie sich ihr Körper an meinen presste, als sie aus dem Badezimmer stolperte.

Als ich ihre Sachen aufhob und diese endlos langen Beine sah? Ich wollte ihr T-Shirt am liebsten direkt mit hochziehen, als ich mich aufrichtete. Ihre Augen waren voller Verlangen – ich wusste genau, dass sie genauso scharf war wie ich. Ich konnte ihr Herz wie wild hämmern hören.

Als sie uns eben eröffnen wollte, dass sie nicht hierbleiben kann, hätte ich sie am liebsten wie ein kleines Kind angefleht zu bleiben. Ich will nicht, dass sie geht. Ihre Anwesenheit lässt mich vergessen, dass ich ein Vampir bin.

Sie bringt meine menschliche Seite wieder zum Vorschein.

Ihre Präsenz ist wie ein tiefes Durchatmen. Sie ist erst seit einem einzigen Tag in unserem Leben, aber ich weiß jetzt schon, dass ich sie nicht mehr hergeben will.

Sie zieht sich wieder in ihr Zimmer zurück, und ich lasse mich schwer auf das Sofa fallen. Mein Blick wandert zu meinen Brüdern, meiner Familie. Wir haben schon so verdammt viel zusammen durchgestanden; ich könnte mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Ich weiß genau, dass sie in Bezug auf Veronica exakt dasselbe fühlen wie ich. Und ich würde sie weiß Gott nicht mit jedem teilen. Schade nur, dass sie mit keinem von uns etwas anfangen will. „Wir müssen uns alle zurücknehmen und sie wie eine Freundin behandeln – nicht wie jemanden, den wir einfach nur flachlegen wollen“, sage ich in die Runde.

„Tja, aber Zeke musste ja unbedingt ehrlich sein und ihr brühwarm stecken, dass wir sie alle flachlegen wollen“, rutscht Rush in die Sitznische.

„Ich habe nur versucht, die Wogen zu glätten! Sie wusste doch sowieso, dass wir gehört haben, wie sie ihrer Freundin beichtet, dass sie uns alle will. Da dachte ich mir, es nimmt ihr den Druck, wenn sie weiß, dass es auf Gegenseitigkeit beruht“, verteidigt sich Zeke.

„Es hat doch keinen Sinn, sich jetzt zu streiten“, seufze ich und reibe mir die Stirn. „Ja, wir wollen sie alle. Aber wisst ihr was? Sie will professionell bleiben, sie will ihr Leben nicht verkomplizieren – und wie sollte das überhaupt funktionieren? Sollen wir sie etwa alle haben? Sie teilen? Sie hat uns alle gleichzeitig? Ihr wisst ganz genau, dass sie nicht so ein Typ Frau ist.“

Sie ist unschuldig.

Sie ist gutherzig.

„Ich hätte ehrlich gesagt nichts dagegen, sie zu teilen“, gesteht Zeke und zuckt mit den Schultern. „Ich meine jetzt nicht im Sinne von irgendeinem dreckigen Dreier. Sondern im Sinne einer richtigen Beziehung. Wenn ich sie haben kann, hätte ich kein Problem damit, wenn ihr sie auch habt – aber eben nicht auf eine versaute Art. Ihr seid schließlich meine Familie.“

„Kein Wunder, dass du der Clown der Truppe bist“, gluckse ich amüsiert.

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