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Kapitel 2

작가: Ruby
Obwohl Lena seit einem halben Jahr in der Nachtclubszene unterwegs war, wurde ihre Hand bei dieser Berührung sofort heiß.

Sie zog sie hastig zurück.

Doch Felix hielt ihre Hand fest.

Seine Augenwinkel hoben sich leicht. Sein Blick war kühl, aber gleichzeitig so intensiv, dass Lena ihn deutlich spürte.

Ihr Gesicht wurde leicht warm.

Sie wollte ihre Hand zurückziehen, doch sein Griff wurde nur fester.

Ein leises, bedeutungsvolles Lachen erklang an ihrem Ohr.

Erst dann ließ Felix sie los.

Lena setzte sich schnell wieder ordentlich hin.

Sie atmete tief durch und zwang sich, ihre beinahe außer Kontrolle geratenen Gefühle zu beruhigen.

„Heute ist Herr Hartmann nach Hause zurückgekehrt. Wir sollten unbedingt mit ihm anstoßen.“

Leon hob sein Glas.

Die anderen taten es ihm gleich und stießen mit Felix an.

Felix saß entspannt da.

Seine langen Beine waren locker übereinandergeschlagen.

Sein linker Arm lag hinter Lena auf der Sofalehne.

Die andere Hand ruhte auf seinem Bein.

Er bemerkte die offensichtliche Schmeichelei und die vorsichtigen Blicke der anderen.

Leon hatte extra einige Frauen zum Trinken eingeladen.

Als er sah, dass Felix zwar sein Glas nahm, aber keinen Schluck trank, gab er einer der Frauen ein Zeichen.

Die Frau wollte sofort auf ihn zugehen und ihm beim Trinken helfen.

Doch bevor sie ihn berühren konnte, senkte Felix sein Glas leicht.

Dann hielt er es Lena vor die Lippen.

„Mein Magen fühlt sich nicht besonders gut an. Trink du für mich.“

Lena hatte kaum Erfahrung mit Alkohol.

Noch nie hatte sie jemanden beim Trinken begleitet.

Heute war das erste Mal.

Gerade eben hatte sie sich noch viele Gedanken gemacht.

Da Felix ihre Lüge nicht aufgedeckt hatte, wollte sie diese Gelegenheit nutzen und ihre Beziehung vor allen bestätigen.

Wenn sie weiterhin in dieser Welt bestehen wollte, durfte sie Felix nicht verärgern.

Mehr noch.

Sie musste ihn sogar zufriedenstellen.

Lena nahm das Glas lächelnd entgegen.

Ihr Blick wurde charmant.

„Na gut. Aber du weißt, dass ich nicht viel vertrage. Wenn ich später betrunken bin, musst du dich um mich kümmern.“

Vorhin war sie noch völlig panisch gewesen, weil er ihre Identität sofort erkannt hatte.

Doch jetzt hatte sie sich wieder beruhigt.

Egal, warum er sie nicht entlarvte.

Sie musste dafür sorgen, dass alle hier glaubten, sie sei seine Frau.

Und nicht irgendeine Frau.

Sondern die Frau, die er wirklich liebte.

„Keine Sorge. Ich werde dich nicht einfach allein lassen.“

Felix betrachtete sie mit großem Interesse.

Ihre Reaktion übertraf seine Erwartungen.

Sie wagte es tatsächlich, diese Situation auszunutzen.

Die anderen beobachteten die beiden und lächelten vielsagend.

Sie gingen davon aus, dass Lena und Felix früher bereits zusammen gewesen waren.

Nach einem halben Jahr Trennung wieder aufeinanderzutreffen und dabei gemeinsam Alkohol zu trinken, war schließlich eine gute Gelegenheit, die alte Vertrautheit wieder aufleben zu lassen.

Der hochprozentige Brandy war für Lena am Anfang schwer herunterzuschlucken.

Sie hatte noch nie einen so starken Alkohol getrunken.

Doch nachdem sie einige Gläser getrunken hatte, gewöhnte sich ihr Hals langsam daran.

Es wurde leichter.

Felix saß neben ihr und rauchte.

Er beobachtete, wie die Frau Glas für Glas trank.

Sie wirkte mutig, offen und selbstbewusst.

Tatsächlich besaß sie etwas von der Ausstrahlung, die seine Frau haben sollte.

Lena hatte inzwischen gerötete Wangen.

Ihre Augen glänzten feucht.

Sie lehnte kein einziges Glas ab.

Doch selbst jemand mit guter Trinkfestigkeit hätte bei diesem Tempo längst die Kontrolle verloren.

Felix drückte seine Zigarette aus.

Dann stand er auf.

Er ging zu Lena, nahm ihr das Glas aus der Hand und stellte es schwer auf den Tisch.

Er griff nach ihrem Handgelenk und zog sie direkt hinaus.

Die anderen ignorierte er völlig.

Lena war bereits benommen.

Ihr Kopf fühlte sich schwer an.

Sie stolperte hinter ihm her.

Mehrmals stieß sie gegen seine Schulter.

Als ein kalter Wind aufkam, fröstelte sie.

Eine Gänsehaut breitete sich auf ihren Armen aus.

„Wo bringst du mich hin ...?“

Felix öffnete die Autotür und schob sie hinein.

Dann stieg er ebenfalls ein.

Als die Tür geschlossen wurde, blieb die Kälte draußen.

Lena sah den Mann vor sich mit verschwommenem Blick an.

Ihre Atmung wurde unruhig.

„Bereust du es?“

Felix beugte sich näher zu ihr.

Er nahm ihren leichten Duft wahr.

Er passte überhaupt nicht zu einem Ort wie diesem.

Lena hielt den Atem an.

Er war ihr zu nah.

So nah, dass sie ihr eigenes Spiegelbild in seinen Augen sehen konnte.

Ein kleiner Teil ihres Verstandes wurde wieder klar.

„Was soll ich bereuen?“

Felix’ Blick glitt über ihr Gesicht und blieb schließlich an ihrem Schlüsselbein hängen.

Das Tattoo fiel auf ihrer hellen Haut besonders stark auf.

Es wirkte wild und selbstbewusst.

Seine Finger strichen über die Tätowierung.

Dort, wo seine Fingerspitzen entlangglitten, spannte sich ihr Körper unwillkürlich an.

Die Wirkung des Alkohols war stark.

Lena war bereits etwas verwirrt.

„Willst du jetzt immer noch meine Frau sein?“

Seine Finger wanderten zu ihrem Kinn.

Er hielt es sanft fest, hob ihr Gesicht an und zwang sie, ihn anzusehen.

Lena bereute es.

Aber nicht vollständig.

Wenn sie nicht seinen Namen benutzt hätte, wäre dieses halbe Jahr niemals so reibungslos verlaufen.

In seinen Augen sah sie Spott.

Und Verachtung.

Vielleicht gab es wirklich keine Frau, die so dreist war wie sie.

„Ist es nicht gut, an deiner Seite zu sein?“

Lena gab schließlich auf.

Es gab ohnehin keinen Weg zurück.

Felix verengte die Augen.

„Du meinst also, du willst unbedingt meine Frau sein?“

„Ich ...“

Er war zu nah.

Lena wollte etwas Abstand gewinnen.

Sie wollte wieder klar denken.

Felix’ kühle Ausstrahlung war zu stark.

Sein Blick war zu scharf.

Sie unterdrückte die Unruhe in ihrem Herzen.

Dann hob sie ihre feuchten Augen.

Ihre roten Lippen öffneten sich leicht.

Ihre Stimme war kaum hörbar.

„Ja.“

Felix sah sie kalt an.

Die Ironie in seinem Mundwinkel war deutlich.

„Ich bin kein besonders guter Mensch.“

Er machte eine kurze Pause.

„Ich habe dir bereits eine Chance gegeben.“

Seine Stimme wurde tiefer.

„Wenn du meine Frau sein willst ... dann reicht es nicht, nur diesen Namen zu tragen.“

„Du musst auch wirklich die Rolle übernehmen. Verstanden?“

Felix wollte wissen, wie mutig diese Frau wirklich war.

Oder ob sie überhaupt keine Grenzen kannte.

Lena wusste genau:

Nachdem sie diesen Mann provoziert hatte, gab es keinen Weg mehr zurück.

Also musste sie sich ihm stellen.

„Natürlich.“

Ihre Hand legte sich freiwillig auf seine Brust.

Doch plötzlich konnte sie das Brennen in ihrem Magen nicht mehr unterdrücken.

Sie bedeckte hastig ihren Mund.

Ihr Gesicht wurde rot.

Dann zeigte sie nach draußen.

Felix runzelte die Stirn.

Sofort ließ er sie los.

Lena stieß die Tür auf und rannte zum Grünstreifen neben der Straße.

Sie beugte sich vor und begann zu erbrechen.

Ihr Magen brannte.

Doch nach dem Erbrechen fühlte sie sich nicht besser.

Der kalte Wind machte ihr erneut übel.

Am Ende kam sogar nur noch Galle.

Felix stand nicht weit entfernt.

Im Licht der Straßenlaterne wirkte ihre Gestalt besonders dünn und zerbrechlich.

Doch in diesem Moment empfand Felix kein Mitleid.

In seinem Kopf gab es nur zwei Worte:

Selbst schuld.

Lenas Magen zog sich immer wieder krampfartig zusammen.

Ihre ganze Kraft schien verschwunden zu sein.

Sie hielt sich an einem Ast fest, um nicht zu fallen.

Ihre Beine waren schwach.

Ihr Kopf war schwer.

Sie wagte nicht, sich zu bewegen.

Doch schließlich konnte sie nicht mehr durchhalten.

Vor ihren Augen wurde alles schwarz.

Ihr Körper sank langsam zu Boden.

***

Felix trug Lena in eine Hotelsuite.

Er beugte sich hinunter und legte sie auf das Bett.

Als er sich gerade wieder aufrichten wollte, schlangen sich plötzlich ihre Arme um seinen Hals.

Sie zog ihn zu sich und zwang ihn, sich erneut hinunterzubeugen.

Ihre Wangen waren gerötet.

Ihre helle Haut schimmerte.

Das Tattoo auf ihrem Schlüsselbein wirkte in diesem Moment besonders verführerisch.

Felix schluckte leise.

Er griff nach ihrem Handgelenk und wollte ihre Arme lösen.

Doch sie hielt ihn nur noch fester.

Er betrachtete sie genauer.

Ihre Augen waren geschlossen.

Ihre Wimpern zitterten leicht.

Ihr Atem war gleichmäßig.

Es sah nicht danach aus, als würde sie etwas vorspielen.

War das nur die Wirkung des Alkohols?

Als er erneut versuchte, ihre Arme zu lösen, öffnete Lena plötzlich ihre feuchten Augen.

Felix fragte kalt: „Spielst du nur?“

Lena sah ihn an.

Dann hob sie einfach die Hand und berührte sein Gesicht.

„Du hast gesagt, ich soll deine Frau sein.“

Sie lächelte sanft.

Ihre Augen waren voller Zuneigung.

„Willst du mich?“

Ihre Finger glitten über sein Gesicht.

Dann legten sich ihre Fingerspitzen auf seine kühlen Lippen.

Langsam bewegte sie ihre Hand weiter nach unten.

Sie strich über seinen markanten Adamsapfel.

Felix schluckte.

Lena schien etwas Interessantes entdeckt zu haben.

Sie berührte diese Stelle immer wieder.

Dabei betrachtete sie ihn aufmerksam, als wollte sie herausfinden, warum sich dieser Teil seines Körpers bewegte.

Sie dachte überhaupt nicht darüber nach, wie sehr sie den Mann vor sich damit quälte.

Felix hielt ihre unruhige Hand fest.

Er betrachtete ihre verführerischen Augen.

Sein Blick wurde gefährlich.

Doch Lena bemerkte davon nichts.

„Sei brav.“

Lenas Augen funkelten.

Sie lächelte wunderschön.

In diesem Moment wirkte sie unschuldig wie ein Kind.

Felix spürte, wie ihm bei ihrem Blick der Hals trocken wurde.

Er hielt ihre Hand etwas fester.

Vielleicht war es etwas zu fest.

Lena zog leicht die Augenbrauen zusammen.

Dieser verletzliche Ausdruck ließ ihn unbewusst nachgeben.

Seine Stimme wurde tiefer.

Eine Warnung lag darin.

„Ich gebe dir noch eine letzte Chance ...“

Doch bevor er den Satz beenden konnte, hob die Frau erneut den Kopf.

Sie nutzte den Moment.

„Brauche ich nicht.“

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