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Kapitel 372

Author: Aurora
„Unglaublich. Mit diesem Familiennamen sollte man eigentlich wissen, wo die Grenzen liegen.“

„Offenbar nicht. Manche Leute tragen ein Abendkleid und benehmen sich trotzdem wie in einer billigen Affäre.“

Die Bemerkungen wurden immer giftiger. Die Gäste sahen Elena nicht mehr nur neugierig an, sondern mit unverhohlener Geringschätzung.

Die Familie Stein wusste, was wirklich los war, doch niemand trat vor, um es zu erklären.

Thomas wollte etwas sagen, aber Fiona hielt ihn zurück.

„Nicht jetzt. Wenn
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    Elena dachte ebenfalls daran und nickte gehorsam.„Ich weiß. Aber du musst auch auf dich aufpassen.“„Das werde ich.“Felix lächelte leicht, beugte sich zu ihr hinunter und küsste sie sanft auf die Stirn.In dieser kleinen Geste lag so viel Zärtlichkeit, dass Elena sofort warm ums Herz wurde. Sie spürte seine Nähe und fühlte sich bei ihm nur noch geborgener.In den nächsten Tagen gingen die Tests für die neue Elektrofahrzeugreihe in die letzte Phase und wurden erfolgreich abgeschlossen.Elena ließ daraufhin die Pressekonferenz vorbereiten. Die neue Modellreihe sollte offiziell vorgestellt und auf den Markt gebracht werden.Kaum hatten Autohäuser und Vertriebspartner in anderen Regionen davon erfahren, meldeten sich bereits zahlreiche Interessenten, die den Vertrieb übernehmen wollten.Mit der neuen Modellreihe konnte die Weiß-Gruppe ihren Vertrieb nun deutlich ausweiten. Sobald die Fahrzeuge auch in weiteren Regionen erhältlich waren, rechnete Elena mit einem spürbaren Kursanstieg der

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    „Außer Elena brauche ich von niemandem Liebe.“Felix beugte sich etwas zu Adrian hinunter. Sein Gesicht blieb ruhig, doch um seine Lippen lag unverkennbarer Spott.„Weißt du, was uns unterscheidet? Ohne die Familie Stein bist du nichts. Aber ohne mich wäre von der Stein-Gruppe längst nicht mehr viel übrig.“Jedes Wort traf Adrian dort, wo es am meisten wehtat.Damit war sein ohnehin verletzter Stolz endgültig am Boden, und sein Neid schlug in blanken Hass um.„Felix, spiel dich bloß nicht so auf. Elena war zuerst meine. Fünf Jahre lang konnte ich mit ihr machen, was ich wollte, und du nimmst sie trotzdem noch? Ich habe sie längst durchgenommen und kaputtgemacht. Stehst du wirklich so sehr auf Frauen, die schon ein anderer hatte?“Adrian grinste gehässig. Er wollte Felix provozieren, ihn endlich aus der Fassung bringen.Kein Mann hörte gern, dass seine Partnerin früher mit einem anderen zusammen gewesen war. Adrian war überzeugt, dass auch Felix das nicht einfach hinnehmen konnte.Ob zw

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    Sebastian hatte allerdings keinerlei Interesse daran, sich in ihre privaten Angelegenheiten einzumischen. Er lächelte nur leicht.„Schon gut. Ich lasse euch beide allein. Wenn etwas ist, ruft mich einfach.“Nachdem Sebastian gegangen war, wandte Felix den Blick wieder Elena zu und musterte sie aufmerksam.„Jetzt erzählst du mir aber in Ruhe, was passiert ist.“Elena lächelte ihn auf ihre gewohnt lebhafte Art an.„Ja, ja. Ich erzähle dir schon alles.“Dann berichtete sie ihm ohne etwas auszulassen, was an diesem Tag passiert war. Sie erzählte auch, dass sie ihre Sicherheitsleute im Café nur zum Schein weggeschickt hatte. Gleich danach hatte sie ihnen heimlich geschrieben, dass sie am Hinterausgang warten und ihr unauffällig folgen sollten.Die Männer hatten ihre Anweisungen sofort umgesetzt. Als Elena mit Adrian in der Wohnung gewesen war, standen sie bereits draußen vor der Tür. Selbst die verriegelte Tür stellte kein ernsthaftes Hindernis dar. Im Notfall konnten sie jederzeit eingreif

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    Adrians Stimme wurde immer undeutlicher. Schließlich verdrehte er die Augen und verlor das Bewusstsein.Das Blut war ihm inzwischen bis zum Hals hinuntergelaufen und bot einen erschreckenden Anblick.Elena hatte trotzdem noch drei Worte verstanden.Vor zehn Jahren.Was war vor zehn Jahren passiert?Im Moment blieb keine Zeit, darüber nachzudenken. Sie wies die Sicherheitsleute an, Adrian sofort ins Krankenhaus zu bringen.Philipp war zwar nicht mit nach oben gekommen, hatte aber die ganze Zeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite gewartet. Die Gegend bestand überwiegend aus älteren Geschäftsgebäuden und kleinen Läden mit Vordächern und zurückgesetzten Eingängen. Wer unauffällig warten wollte, fand dort leicht einen Platz.Elena bemerkte Philipp deshalb nicht und fuhr mit Adrian davon.Als er sah, wie Adrian mit blutendem Kopf in den Wagen gebracht wurde, wurde Philipp schlagartig blass.Sobald die Autos außer Sicht waren, zog er sein Handy hervor.„Wir haben ein Problem. Adrian ist

  • Verliebt in den falschen Bruder   Kapitel 906

    Elena zweifelte nicht daran, dass Adrian die Wahrheit sagte.Jens hatte in den vergangenen Tagen bereits nach ihm suchen lassen und genau diese Dinge bestätigt.Thomas und Fiona hatten Adrian früher jeden Wunsch erfüllt. Er war mit allen Privilegien der Familie Stein aufgewachsen und hatte sich nie um Geld, Status oder Zukunft sorgen müssen.Erst seine ständigen Provokationen gegen Felix und seine Versuche, sich in die Konzernführung zu drängen, hatten dieses bequeme Leben zerstört.Doch inzwischen war davon nichts mehr übrig.Adrian hatte jahrelang von allem profitiert, was ihm die Familie Stein bot. Jetzt war davon kaum noch etwas übrig, und Thomas wollte ihn offenbar vollständig aus seinem Leben streichen.Für Elena war das nur ein weiterer Beweis dafür, wie erbarmungslos Thomas sein konnte. Dass er damals auch gegen Felix so weit gegangen war, überraschte sie inzwischen kaum noch.„Elena, bitte hilf mir. Seit Tagen sind Leute hinter mir her. Ich wusste nicht mehr, was ich tun soll,

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    „Sie sagten, Sie wissen, wo Adrian ist. Stimmt das?“Elena ließ ihren Blick unauffällig in die Richtung wandern, in die Philipp zuvor mehrfach gesehen hatte, und sah ihn dann wieder direkt an.Dass sie mit mehreren Sicherheitsleuten gekommen war, gefiel ihm offensichtlich nicht.„Sie bringen gleich eine ganze Eskorte mit. Haben Sie Angst, ich könnte Ihnen etwas tun? Wenn Sie mir so wenig vertrauen, warum sind Sie überhaupt gekommen?“Elena ließ sich von seinem Ton nicht beeindrucken. Im Gegenteil, sie war inzwischen eher neugierig darauf, was er vorhatte.Sie zog den Stuhl ihm gegenüber zurück und setzte sich.„Sie wollten nie etwas dafür, dass Sie mich damals gerettet haben. Umso mehr überrascht es mich, dass Sie mich ausgerechnet wegen Adrian treffen wollen.“Elena hob leicht die Brauen. Ihr Blick blieb kühl und aufmerksam.„Also, wo ist er?“Philipp sah zu den Sicherheitsleuten hinüber.„Er will nicht, dass jemand weiß, wo er sich aufhält. Im Moment vertraut er nur Ihnen. Schicken S

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