Mag-log inElena lag auf dem Teppich, ihr langes Haar hatte sich um sie herum ausgebreitet. Ihre Wangen waren gerötet, und in diesem Moment wirkte sie so lebendig und verführerisch wie selten.Felix beugte sich über sie.Sie hielten sich eng umschlungen, ihre Lippen fanden immer wieder zueinander, und von der Zurückhaltung der letzten Tage war nichts mehr übrig.Da klingelte plötzlich ein Handy.Felix sah nicht einmal auf das Display.Er zog es aus der Tasche, drückte den Anruf weg und schaltete es kurzerhand aus.Elena legte die Arme fester um seinen Hals und zog ihn wieder zu sich.Danach gab es für beide nichts mehr, was sie noch voneinander fernhielt.Theodor starrte irritiert auf sein Handy, nachdem Felix seinen Anruf weggedrückt hatte. Dann rieb er sich nachdenklich übers Kinn und sah zu Sebastian.„Hat der gerade sein Handy ausgeschaltet oder mich blockiert?“Sebastian wusste, dass Felix und Elena an diesem Abend bei Herrn Stein gewesen waren.Bevor Felix Elena abgeholt hatte, hatte Sebast
Felix zog kaum merklich die Brauen zusammen.„Du wirst locker zweihundert. Bis dahin kannst du noch deine Ururenkel kennenlernen.“Herr Stein sah ihn erst streng an, dann musste er plötzlich lachen und zeigte auf ihn.„So wie du redest, kannst du froh sein, dass Elena dich überhaupt noch erträgt.“Felix schwieg.Er wusste immer noch nicht, ob Elena ihn wirklich liebte.Wenn nicht, konnte sich das vielleicht noch ändern.Was ihm viel mehr Angst machte, war der Gedanke, dass sie längst Gefühle für jemand anderen hatte.Als Elena mit dem Obst zurückkam, hatte sie den letzten Teil des Gesprächs gehört.Sie tat einfach so, als wäre nichts gewesen.Nachdem sie gegessen hatten, machten sie sich auf den Weg.Herr Stein erinnerte Elena beim Abschied noch einmal daran, dass sie jederzeit zu ihm kommen sollte, wenn ihr jemand das Leben schwer machte. Dann würde er sich darum kümmern.Elena war davon tief berührt.Abgesehen von Heinrich gab es kaum jemanden, der so selbstverständlich auf ihrer Sei
Felix’ Finger bewegten sich leicht auf seinem Knie. Dann wandte er langsam den Blick zu Elena.„Du glaubst, ich stecke dahinter?“„Im Moment fällt mir sonst niemand ein, der so etwas machen würde. Und vor allem verstehe ich nicht, was derjenige davon haben soll.“Elena beobachtete ihn genau.Eigentlich passte so etwas nicht zu Felix.Die ganze Sache war merkwürdig. Mit ein paar Gerüchten im Netz ließ sich weder ihr Ruf ernsthaft ruinieren noch die Weiß-Gruppe ins Wanken bringen.Trotzdem kam sie auf keine andere Erklärung.Felix hob leicht das Kinn.„So langweilig ist mir nun auch wieder nicht. Oder hast du Angst, dass ich plötzlich doch nicht mehr geschieden werden will?“Elena lachte kurz.„Wer sagt denn, dass ich mich überhaupt scheiden lassen will?“Felix erstarrte.Sie wollte die Scheidung nicht?Er sah sie überrascht an und wollte gerade nachfragen, als der Fahrer sich meldete.„Herr Stein, wir sind da.“Der Wagen stand bereits.Elena stieg sofort aus. Felix folgte ihr, holte mit
Es gab natürlich auch genug Leute, die Elena und Stefan unbedingt zusammenbringen wollten und in langen Kommentaren aufzählten, warum die beiden angeblich perfekt zusammenpassten.Felix meldete solche Beiträge ohne jede Hemmung.Marius saß derweil mit dem Laptop auf dem Sofa und tippte beinahe pausenlos. Er setzte positive Kommentare ab, beantwortete andere Beiträge und sorgte dafür, dass das Thema um Felix und Elena möglichst weit oben blieb.Sobald dagegen wieder irgendeine Variante von „Elena und Stefan gemeinsam im Hotel“ nach oben rutschte, wurde sie so schnell wie möglich wieder verdrängt.Am Ende des Tages hatte Marius das Gefühl, praktisch nichts Sinnvolles getan und trotzdem einen kompletten Arbeitstag hinter sich zu haben.Er war einfach nur müde.Gegen Abend veröffentlichte Elena schließlich selbst eine Stellungnahme über ihren offiziellen Account.Sie erklärte, dass zwischen ihr und Stefan nichts lief.Sie seien lediglich befreundet, und weil sie an dem Abend zu viel getrun
„Was ist los?“Elena merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Während sie fragte, nahm sie Jens das Handy ab und öffnete die aktuellen Trends.Jens sagte nichts und ließ sie selbst lesen.Ganz oben stand plötzlich ein neues Thema: „Felix Stein und Elena Weiß sind verheiratet.“In den Beiträgen darunter behaupteten auffällig viele Accounts, dass die Sache zwischen Elena und Stefan lediglich ein Missverständnis gewesen sei.Die Beiträge waren ausführlich formuliert, klangen auf den ersten Blick sogar ziemlich überzeugend und versuchten mit allen möglichen „Beweisen“ zu erklären, warum zwischen den beiden nichts lief.Elena brauchte nicht lange, um zu erkennen, was dahintersteckte.Das waren bezahlte Accounts.Andere Nutzer machten sich bereits darüber lustig.„Was kriegt ihr für so einen Kommentar? Schickt mal den Link, ich brauch auch Nebenverdienst.“„Felix und Elena verheiratet? Klar. Und Adrian ist dann wahrscheinlich gleich noch der Trauzeuge gewesen.“„Ganz ehrlich, ich bleib bei E
Je länger im Netz darüber diskutiert wurde, desto absurder wurde die Geschichte.In den Kommentarspalten ging es inzwischen völlig drunter und drüber. Irgendwann wurde sogar Adrian wieder mit hineingezogen, und plötzlich bestand das angebliche Beziehungschaos aus fünf Personen.Elena überflog einige der immer wilderen Spekulationen und verlor schnell die Geduld.Das Ganze war ihr zu lächerlich.Vor allem durfte dieser Klatsch nicht anfangen, dem Ruf der Weiß-Gruppe zu schaden.„Sorg dafür, dass das Thema aus den Trends verschwindet.“„Mach ich.“Felix hatte die Meldungen natürlich ebenfalls gesehen.Während der Besprechungen am Vormittag war seine Stimmung entsprechend miserabel.Marius bewegte sich den ganzen Morgen wie auf rohen Eiern, und die Führungskräfte traf es noch schlimmer.Ein Konzept nach dem anderen landete wieder auf dem Tisch.„Was soll dieser Mist? Noch mal von vorn!“Felix warf die Unterlagen zurück. Der Ordner rutschte vom Tisch und fiel zu Boden.Der zuständige Abtei
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Elena wollte nichts verschweigen und erzählte Mara die ganze Sache von Anfang bis Ende.Wie erwartet fing Mara sofort an zu fluchen. Und zwar zimlich derb.„Ich glaube, Adrian hat komplett den Verstand verloren. So etwas zieht er also wirklich durch? Ganz ehrlich, der ist nicht Ninas Pflegebruder, d







