FAZER LOGINUm die kritischen Krankenhausrechnungen ihres Vaters zu bezahlen und sein ruiniertes Unternehmen zu retten, unterzeichnet Veronica Hayes einen kalten, gesellschaftlichen Ehevertrag mit dem skrupellosen Milliardär Damien Steel. Damien glaubt, dass Henry Hayes vor zehn Jahren seine Familie zerstört hat, und behandelt Veronica wie eine gefangene Trophäe, um sich an ihrem Vater zu rächen. Doch Veronica weigert sich, zu zerbrechen, und begegnet seiner kalten Arroganz mit stolzem Trotz. Der Konflikt eskaliert bei einer Gala, als der korrupte Tycoon Arthur Vance einen Hinterhalt verübt und Damien anschießt, als er Veronica schützt. Während Damien sich auf seinem privaten Anwesen erholt, hilft Veronica ihm bei der Pflege seiner Wunde und entschlüsselt die verschlüsselten Dateien ihres Vaters. Dabei entdecken sie die schockierende Wahrheit: Arthur Vance hat beide Familien vor einem Jahrzehnt reingelegt. Als sie erkennen, dass sie denselben Feind teilen, verwandeln sich Damien und Veronica von bitteren Feinden in enge Verbündete. Während sie Söldnerangriffe, Unternehmenssabotage und die Entführung von Veronicas Schwester überwinden, verwandelt sich ihre gegenseitige Feindseligkeit in intensives Vertrauen und eine leidenschaftliche, echte Liebe.
Ver maisDer Diamant an Veronicas Finger fühlte sich an wie ein kaltes Stück Eisen.
Vor ihr klang die Stimme des Priesters gedämpft, übertönt vom schweren Pochen des Blutes in ihren Ohren. Um sie herum fühlte sich die riesige Kathedrale eiskalt an, erfüllt von den scharfen, flüsternden Blicken der Gäste aus der High Society. Sie waren nicht hier, um einen Bund zu feiern. Sie waren Geier in Designeranzügen, die darauf warteten, zuzusehen, wie ihre Familie unterging.
Veronica sah sie nicht an. Sie hielt ihren Blick starr nach vorne gerichtet, auf die breiten, maßgeschneiderten Schultern des Mannes, der an ihrer Seite stand.
Damien Steel.
Sie hatte sein Gesicht nicht genau gesehen, bis sie vor zwanzig Minuten den Mittelgang entlanggegangen war. Aus der Nähe wirkte er überragend, unnachgiebig und völlig unnahbar; ein Mann wie aus Granit gemeißelt und mit dezentem, teurem Parfum.
Das Schifffahrts- und Immobilienunternehmen ihrer Familie verblutete seit sechs Monaten, gefangen in einem plötzlichen Netz aus Unternehmenssabotage und eingefrorenen Bankkonten. Als die unsichtbaren Vermittler eine Multimillionen-Dollar-Rettung mit einer einzigen Bedingung anboten – heirate unseren Klienten und tilge die Schulden –, hatte sie keine Wahl gehabt.
Ihr Vater lag nach einem schweren Herzinfarkt in einem Krankenhausbett. Ihre jüngere Schwester weinte jede Nacht in ihrem Zimmer, während Inkassobüros an ihrer Haustür hämmerten. Sich an einen reichen Fremden zu verkaufen, war ein kleiner Preis, den sie zahlen musste, um ihre Familie vor dem Untergang zu bewahren.
„Nimmst du, Veronica Hayes, diesen Mann zu deinem rechtmäßig angetrauten Ehemann?“
Die Stimme des Priesters schnitt durch den Nebel in ihrem Kopf. Veronica schluckte schwer, ihre Kehle brannte wie trockener Sand. Sie zwang ihre Stimme, ruhig zu bleiben.
„Ich will“, flüsterte sie.
„Und nimmst du, Damien Steel, diese Frau...“
„Ich will“, fiel Damien dem Priester ins Wort, noch bevor der Satz zu Ende gesprochen war. Seine Stimme war ein tiefer, rauer Bariton, der Veronica einen plötzlichen Schauer über den Rücken jagte. Es lag keine Freude darin. Kein Zögern. Nur eine kalte, scharfe Endgültigkeit.
Als die Zeremonie zu Ende war, gab es kein sanftes Händchenhalten, kein weiches Lächeln und keinen Kuss. Er ergriff lediglich ihren Ellbogen – seine langen Finger klammerten sich mit so viel Druck um ihre bloße Haut, dass es Flecken gab – und führte sie den Mittelgang entlang zu einer wartenden schwarzen Limousine, bevor die letzten Orgelklänge verhallt waren.
Zwei Stunden später schloss sich die schwere Tür der Hotelsuite mit einem lauten, metallischen Klicken.
Veronica zuckte bei dem Geräusch zusammen. Sie stand wie erstarrt am Rand des ausladenden Kingsize-Bets im privaten Flügel von Damiens Anwesen auf der Klippe. Ihre Hände zitterten, als sie ihren schweren Spitzenschleier abnahm und ihn auf den dunklen Hartholzboden fallen ließ.
Auf der anderen Seite des Raumes stand Damien an einer Marmorbar. Er knöpfte seine Mansottenknöpfe aus Obsidian auf und warf sie auf die Theke. Langsam goss er zwei Finger bernsteinfarbenen Whiskey in ein schweres Kristallglas, während das Eis in der erstickenden Stille laut gegen das Glas klirrte.
Er bot ihr keinen Drink an. Er sah sie nicht einmal an.
„Du kannst aufhören so zu tun, als wärst du ein verängstigter Vogel“, sagte Damien, und seine Stimme schnitt klar durch die Stille. „Das Publikum ist weg. Die Vorstellung ist vorbei.“
Veronicas Brust zog sich zusammen, ihr Herz hämmerte wild gegen ihre Rippen wie ein gefangener Vogel. Sie tat einen winzigen Schritt zurück.
„Ich spiele keine Rolle“, sagte sie und versuchte, trotz des Zitterns in ihrem Kinn einen ruhigen Tonfall zu bewahren. „Ich versuche nur zu verstehen, wie diese Abmachung funktioniert. Die Makler sagten, das sei ein gegenseitiges Geschäftsbündnis zur Stabilisierung des Marktvertrauens...“
„Die Makler haben gelogen.“
Damien wandte sich langsam um. Der Kronleuchter fing die harten, scharfen Linien seines Kiefers ein und den pechschwarzen, wütenden Sturm, der in seinen Augen brauste. Er stellte das Kristallglas mit einem harten Klacken auf der Marmortheke ab.
„Was meinst du damit?“ Veronicas Atem stockte. Sie wich zurück, bis die Rückseiten ihrer Knie die Kante der Matratze berührten.
Damien antwortete nicht sofort. Er ging auf sie zu. Seine Bewegungen waren langsam, geschmeidig und zielgerichtet – wie ein Raubtier, das den Abstand zu einem in die Enge getriebenen Tier verringert. Er blieb nur Zentimeter entfernt stehen, ragte über sie hinweg und fing sie vollständig in seinem Schatten ein.
Er streckte die Hand aus, sein kalter Daumen und Zeigefinger erfassten ihr Kinn und zwangen ihren Kopf nach oben, bis ihre großen Augen auf seine trafen. Sie versuchte wegzucken, aber sein Griff bestand aus purem Stahl.
„Sieh mich an, Veronica“, befahl er, während seine Zähne ihren Nachnamen wie einen Fluch aussprachen. „Sieh mir in die Augen und sag mir, ob du den Namen Steel erkennst.“
Veronica starrte zu ihm auf, ihre Sicht verschwamm. Eine plötzliche, schreckliche Erinnerung traf ihren Verstand wie ein Güterzug.
Vor zehn Jahren. Das Flüstern im Arbeitszimmer ihres Vaters. Der plötzliche Sturz einer rivalisierenden Firma. Die Nachrichtenberichte über eine zerbrochene Familie, deren Familienoberhaupt sich nach einer erbarmungslosen, feindlichen Übernahme das Leben genommen hatte... angeführt von ihrem Vater.
Jegliches Blut wich aus ihrem Gesicht. Ihre Lippen öffneten sich, aber kein Laut kam über sie.
„Du erinnerst dich“, flüsterte Damien, während ein dunkles, humorloses Lächeln die Ecke seiner Lippen berührte. „Vor zehn Jahren hat dein Vater das Erbe meiner Familie zerstört. Er hat unsere Firma gestohlen, unseren Ruf ruiniert und meinen Vater ins frühe Grab gebracht.“
Sein Griff um ihr Kinn verstärkte sich gerade so weit, dass sie nach Luft schnappte.
„Du dachtest, du würdest einen Fremden heiraten, um deine Familie zu retten“, murmelte Damien und beugte sich hinunter, bis seine Lippen fast die Muschel ihres Ohrs streiften. „Falsch. Ich habe deine Schulden nicht gekauft, um dich zu retten, Veronica. Ich habe sie gekauft, um deine Familie endgültig zu zerstören – angefangen bei dir.“
Die digitale Uhr auf Veronicas Handy flackerte in der nebligen Dunkelheit: 6:00 Uhr.Die Türen des Gerichtsgebäudes öffneten sich. In weniger als zehn Minuten würden Arthur Vances teure Anwälte das Büro des Rechtspflegers betreten, um die lebenserhaltenden Maschinen ihres Vaters abzuschalten und das aufzufressen, was vom Erbe ihrer Familie noch übrig war.Eine blendende Säule aus Halogenlicht durchschnitt den morgendlichen Seenebel und nagelte ihr Abfangboot in einem unausweichlichen Scheinwerferstrahl fest. Voraus drehte sich das schwere montierte Maschinengewehr von Vances Söldner-Kanonenboot mit einem übelkeiterregenden metallischen Klacken auf sie zu.„Festhalten!“, brüllte Dr. Evans und riss den Biturbo-Schubhebel in ein gewaltsames, hochprozentiges Ausweichmanöver.Das Boot neigte sich scharf nach links und wirbelte eine türmhohe Wand aus Gischt auf, die die Zielsensoren des Feindes blendete. Eine Bruchteil einer Sekunde später fraß sich schweres Gewehrfeuer Zentimeter von ihrem
Die Nachtluft riss in einem blendenen Blitz aus Feuer und verdrehtem Eisen zu Staub. Schwere taktische Fahrzeuge pflügten durch die zertrümmerten Überreste der äußeren Tore des Anwesens, ihre Reifen quietschten auf der nassen Steinauffahrt. Halogenscheinwerfer durchschnitten den dunklen Küstennebel und tauchten die große Steintreppe in ein unheimliches, blendend weißes Licht.„Zurück!“, bellte der zweite Wächter, packte Veronica am Arm und zog sie hinter die massiven Marmorsäulen, während automatisches Gewehrfeuer über den Eingang prasselte.Kugeln schlugen in die Steinfassade ein und überschütteten sie mit messerscharfen Trümmern. Fest an Veronicas Brust gepresst lagen die frisch unterzeichneten Eilantragsdokumente und der kalte, verschlüsselte USB-Stick, der die Wahrheit über Arthur Vance enthielt. Wenn diese Dokumente heute Nacht zerstört würden, würden die lebenserhaltenden Maschinen ihres Vaters bei Sonnenaufgang abgeschaltet werden.Der Wächter schlug seine Hand auf das Notfall-
Veronica stand wie erstarrt in dem sterilen, schwach beleuchteten Flur, ihre Finger zitterten an der kühlen Hülle ihres zweiten Handys. 3:15 Uhr. Die leuchtenden Ziffern starrten sie an wie ein Countdown-Timer zu einer Hinrichtung. Sie hatte weniger als drei Stunden, bevor das zentrale Gerichtsgebäude bei Sonnenaufgang öffnete, und Arthur Vance zog das Netz um die lebenserhaltenden Maschinen ihres Vaters bereits eng zusammen.„Wenn Damien Steel nicht am Leben ist, um die Gegendarstellung bis Sonnenaufgang mitzuunterzeichnen“, hallte die panische Stimme ihres Anwalts in ihrem Kopf wider, „übernimmt Vance die Kontrolle über alles.“Im Operationssaal durchbrach plötzlich ein Choral aus schrillen elektronischen Pieptönen die Stille. Rote Warnlichter flackerten über den Milchglastüren auf, während das medizinische Personal mit Blutbeuteln und Notfallwagen hin und her eilte. Der Dauerton des Herzmonitors stimmte sein furchterregendes, ununterbrochenes Summen an.Panik schoss durch Veronicas
Veronica hatte noch nie zuvor einen sterbenden Mann gehalten, schon gar nicht den skrupellosen Milliardär, der sie noch vor wenigen Stunden in einer Suite eingesperrt hatte. Nun pulsierte Damiens Leben buchstäblich zwischen ihren nackten Handflächen. Jedes Mal, wenn der schwere SUV auf den regennassen Kurven der Klippenstraße gewaltsam ausbrach, rollte sein Kopf kraftlos gegen ihren Oberschenkel, sein Gesicht unter den vorbeiziehenden Straßenlaternen so blass wie Marmor.Hinter ihnen hallte das Brüllen getunter Motoren und das Feuer automatischer Gewehre durch den Sturm. Arthur Vances Leute ließen nicht locker.Veronica kieferte wütend und verengte ihren blutverschmierten Griff um den verschlüsselten Stick in ihrer Tasche. Er hat eine Kugel für mich abgefangen, dachte sie, während ihr Herz wild gegen ihre Rippen hämmerte. Ich werde nicht zulassen, dass sie uns auf dieser Straße den Rest geben.„Halten Sie den Druck auf die Brustwunde aufrecht, Mrs. Steel!“, schrie der Wächter auf dem











