로그인Die Akte lag in einem schlichten grauen Umschlag auf Elenas Schreibtisch.Rebecca hatte ihn am Morgen abgeholt. Der Umschlag enthielt keine Absenderadresse, nur eine alte Referenznummer und einen Vermerk, der auf einen vertraulichen Vorgang verwies. Nach mehreren Überprüfungen hatten sie eine archivierte Kopie gefunden. Das Original war bisher nicht auffindbar.Elena zog die Handschuhe an, die Rebecca ihr hingelegt hatte, und öffnete den Umschlag.„Wie vollständig ist die Kopie?“, fragte sie.„Das wissen wir noch nicht“, antwortete Rebecca. „Einige Seiten fehlen. Andere sind nur teilweise lesbar. Ich habe die Reihenfolge anhand der Seitennummern rekonstruiert, aber wir sollten sie nicht als endgültig betrachten.“Elena nahm die erste Seite heraus.Oben standen ein Datum, eine Referenznummer und die Kennzeichnung vertraulich. Darunter folgten mehrere kurze Einträge. Sie betrafen geschäftliche Kontakte, finanzielle Verbindunge
Elena legte die drei Dokumente nebeneinander.Der erste Vertrag stammte aus einer Zeit, in der sie Damien noch nicht einmal kannte. Der zweite trug eine Vertragsnummer, die Marcus in seinen Unterlagen gefunden hatte. Das dritte war eine unvollständige Kopie, deren letzte Seite fehlte.Auf den ersten Blick hatten die Dokumente wenig miteinander zu tun.Doch alle drei enthielten dieselbe ungewöhnliche Kennzeichnung.Rebecca hatte sie am Vorabend darauf aufmerksam gemacht. Zunächst hatte Elena angenommen, es handle sich um eine interne Nummerierung. Jetzt wusste sie, dass sie sich geirrt hatte.„Zeig mir noch einmal, woher die Kopie stammt“, sagte sie.Rebecca schob ihren Laptop über den Tisch.„Marcus hat sie aus seinen alten Geschäftsunterlagen. Er behauptet, er habe das Dokument damals unterschrieben, ohne den vollständigen Hintergrund zu kennen. Die Vertragsnummer führt zu einem älteren Vorgang, aber die ursprüngli
Elena hatte Marcus eine Nachricht geschickt, bevor sie ihre Meinung ändern konnte. Heute. 18 Uhr. Am Hafen. Du sagst mir die Wahrheit. Seine Antwort war kurz. Ich komme. Als Elena am Hafen ankam, war der Himmel grau und das Wasser unruhig. Der Wind zog vom offenen Gelände herüber und ließ ihren Mantel gegen ihre Beine schlagen. Sie blieb einen Moment neben ihrem Wagen stehen und betrachtete die wenigen Menschen, die sich in der Nähe aufhielten. Dann entdeckte sie Marcus. Er wartete am Geländer, die Hände in den Taschen seines Mantels. Als er sie bemerkte, richtete er sich auf. „Du bist gekommen“, sagte er. „Du hast behauptet, etwas zu wissen, das meine Fragen beantworten könnte.“ „Das habe ich.“ „Dann verschwenden wir keine Zeit.“ Elena ging zum Geländer, hielt jedoch Abstand zu ihm. Sie wollte nicht, dass er
Marcus stand vor ihrer Tür, als Elena am nächsten Morgen das Haus verlassen wollte. Sie blieb auf der obersten Stufe stehen. Er sah schlechter aus, als sie ihn in Erinnerung hatte. Sein Gesicht war schmaler geworden, unter seinen Augen lagen dunkle Schatten, und sein Mantel hing locker an seinen Schultern. Seine Hände steckten in den Taschen, als wüsste er nicht, wohin er sie sonst tun sollte. „Elena.“ Sie ging an ihm vorbei. „Bitte. Ich brauche nur zwei Minuten.“ „Dann hättest du früher darüber nachdenken sollen.“ Sie hörte seine Schritte hinter sich, doch er kam nicht näher. „Ich weiß, dass ich kein Recht habe, dich um irgendetwas zu bitten.“ „Wenigstens etwas, das du verstanden hast.“ Sie erreichte den Gehweg und zog ihre Schlüssel aus der Tasche. Sie wollte zu ihrem Wagen, zur Arbeit und zu den Dokumenten, die noch immer
Elena legte den Bericht auf Victors Schreibtisch.„Erklär es mir.“Victor sah zunächst auf die Unterlagen, dann zu ihr. Er saß hinter seinem Schreibtisch, die Hände ruhig ineinandergelegt. Keine Überraschung war in seinem Gesicht zu erkennen. Wenn ihn der Bericht beunruhigte, ließ er es sich nicht anmerken.„Was genau soll ich dir erklären?“Elena schlug die erste Seite auf und drehte sie zu ihm.„Diese Überweisung. Eine Firma, die dir gehört, hat vor vier Jahren Geld an Voss Industries überwiesen. Nicht irgendeine Firma, Victor. Deine Firma.“Er betrachtete das Dokument.„Du hast also weitergesucht.“„Ich habe eine Unstimmigkeit gefunden und überprüft. Das ist ein Unterschied.“„Natürlich.“Seine ruhige Antwort machte sie wütender als ein offenes Dementi.Elena zog den Stuhl gegenüber seinem Schreibtisch zurück und setzte sich. Ihr Rücken schmerzte nach dem langen Tag, doch sie i
Elena las den Bericht zum dritten Mal.Sie hatte die Zahlen bereits überprüft. Die Firmennamen stimmten mit den öffentlich zugänglichen Registerdaten überein. Auch die Überweisung war dokumentiert. Trotzdem hoffte sie, beim erneuten Lesen einen Fehler zu finden.Einen Zahlendreher. Eine falsche Zuordnung. Irgendeinen Hinweis darauf, dass sie die Verbindung zwischen Victor und Damien falsch verstanden hatte.Doch die Angaben blieben dieselben.Eine Firma, die Victor gehörte, hatte vor vier Jahren Geld an Voss Industries überwiesen.Elena legte das Dokument neben ihren Laptop.„Rebecca, kannst du das noch einmal überprüfen?“Rebecca saß am anderen Ende des Tisches. Sie hatte mehrere Registerauszüge geöffnet und verglich die Angaben mit einer Tabelle.„Habe ich bereits“, sagte sie. „Die Firma ist auf Victor registriert. Die Überweisung ist in den Unterlagen aufgeführt. Ich habe auch geprüft, ob es eine andere
Elenas POVIch kehrte mit unsicheren Beinen zum Tisch zurück, meine Schenkel glitschig und mein Inneres immer noch flatternd von dem heftigen Orgasmus auf der Toilette. Marcus blickte auf und schenkte mir dieses warme, liebevolle Lächeln, das meine ganze Welt früher sicher erscheinen ließ. Jetzt fü
Elenas POVDer Orgasmus durchfuhr mich wie eine stille Explosion.Meine Wände zogen sich krampfhaft um nichts zusammen, frische Nässe bedeckte Damiens Schuh unter dem makellos weißen Tischtuch. Ich umklammerte die Tischkante so fest, dass meine Knöchel weiß hervortraten, und zwang ein zittriges Läc
Elenas POVDie Lichter der Stadt verschwammen hinter den getönten Scheiben des Taxis, während ich steif auf dem Rücksitz saß und die Schenkel schmerzhaft zusammenpresste. Jede Unebenheit der Straße ließ einen frischen Schwall von Damiens Sperma an meiner Innenschenkel hinunterlaufen. Ich konnte ihn
Elenas POV23:47 Uhr. Singapur.Das Penthouse war still, abgesehen vom leisen Brummen der Klimaanlage und den nassen, obszönen Geräuschen aus dem 85-Zoll-Fernseher. Ich lag in unserem Kingsize-Bett, nur mit einem von Marcus’ übergroßen weißen Hemden bekleidet, die Beine gespreizt, und meine Finger







