LyraIch habe noch nie ein so großes Haus gesehen.Ich bleibe wie angewurzelt auf der Schwelle stehen, den Mund halb geöffnet, unfähig, einen weiteren Schritt zu tun. Mein Blick haftet an der Decke, dem Boden, den Wänden, als suchte ich einen Riss, einen Hinweis, dass dies alles nur eine Theaterkulisse ist. Aber nein. Alles ist echt.Der Boden glänzt unter meinen Füßen. Weißer Marmor, durchzogen von goldenen Adern. So rein, so perfekt, dass ich Angst habe, ihn mit meinen abgetragenen Schuhen schmutzig zu machen. Die Wände erheben sich hoch, cremeweiß, eingefasst von fein geschnitzten Holzpaneelen. Und die Kronleuchter… Herr im Himmel. Kaskaden von Kristall, die hängen, das Licht einfangen und in tausende von Sternen um mich herum zerstreuen.Ich wage nicht zu berühren. Ich wage nicht einmal, zu tief zu atmen. Ich habe das Gefühl, wenn ich mich zu plötzlich bewege, wird alles zusammenbrechen. Und ich werde dort wieder aufwachen, wo ich noch gestern war: in dieser grauen Gasse, dieser sc
Last Updated : 2026-01-30 Read more