Das Meer war ein lebendiges Wesen. Es atmete in langen, rollenden Wellen, die das Schiff anhoben und wieder fallen ließen, als wollte es prüfen, ob die Passagiere würdig waren, weiterzufahren. Der Wind roch nach Salz, nach Tang und nach etwas Altem, das tiefer lag als die Strömungen. Liora stand am Bug des vordersten Schiffes, die Hände auf der Reling, das silberne Haar vom Wind zerzaust. Vierzehn Jahre alt, doch in ihren Augen lag bereits die Tiefe von jemandem, der mehr gesehen hatte, als die meisten je sehen würden. Das Dornenmondmal pulsierte sanft unter ihrem Hemd, ein ständiges, beruhigendes Summen, das mit dem Rhythmus der Wellen verschmolz. Luca stand hinter ihr, die Arme verschränkt, den Blick auf den Horizont gerichtet. Mila lehnte an seiner Seite, ihre Hand in seiner. Die letzten acht Jahre hatten Spuren hinterlassen. Feine Linien um ihre Augen, ein paar silberne Strähnen in Lucas dunklem Haar. Doch ihre Haltung war noch immer die einer Luna und eines Alphas, die alles üb
ปรับปรุงล่าสุด : 2026-05-07 อ่านเพิ่มเติม