Fünfzig Jahre nach der Erweckung des goldenen Lichts war das Tal von Silbermond kein geographischer Ort mehr. Es war ein Zustand. Ein Zustand des Seins. Die Grenzen hatten sich aufgelöst. Die Wälder reichten weiter, als je eine Karte sie hätte zeichnen können. Die Flüsse flossen nicht nur durch das Tal, sondern durch die Erinnerungen aller, die je hier gewesen waren. Die goldenen Bäume standen nicht mehr nur im Kreis um den Mondstein. Sie wuchsen jetzt in jedem Herzen, das je ein goldenes Mal getragen hatte, und ihre Wurzeln reichten bis in die Träume derer, die noch geboren werden würden. Elara war vierundsiebzig. Ihr goldenes Haar war jetzt fast weiß, doch es schimmerte noch immer, als würde Sonnenlicht durch Schnee fallen. Ihr Körper war dünner geworden, die Bewegungen langsamer, doch das goldene Mal leuchtete heller denn je. Es bedeckte sie inzwischen vollständig, von den Fußsohlen bis zum Scheitel, ein lebendiger Mantel aus warmem Licht, der nicht blendete, sondern einlud. Wer
ปรับปรุงล่าสุด : 2026-05-08 อ่านเพิ่มเติม