Die Reise nach Bogota fand im Mai des dreizehnten Jahres statt, und es war Claras erste Reise nach Sudamerika, was bedeutete, dass alles, was sie sehen wurde, das erste Mal war, das erste Mal-Sehen, das alle Sinne offnete und das Vorurteil loeste, das Vorwissen, das man uber einen Ort hatte, bevor man dort war. Clara hatte uber Bogota gelesen, seit dem Gesprach mit Andres, und das Gelesene hatte Bilder erzeugt, die in dem Moment, in dem das Flugzeug landete und die Stadt von oben sichtbar wurde, als das, was sie war, real und gross und anders als alle Bilder, aufgebrochen waren, weil die Wirklichkeit immer die Bilder aufbrach, die man von ihr hatte, weil die Wirklichkeit grosser war und dichter und nicht so ordentlich wie die Bilder. Andres empfing Clara am Flughafen und fuhr mit ihr in das Zentrum, durch die Strassen, die Clara nicht kannte und die sie sofort zu kennen begann, auf die Art, wie Strassen bekannt wurden, die man nicht kannte: durch das Sehen, das erste Sehen, das in d
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