Rolands PerspektiveIch stand im Schatten meines Wohnzimmers und beobachtete, wie sich die Aufzugstüren öffneten. Da war er – Jeffery, der zwei abgewetzte Reisetaschen hinter sich her schleppte, als wögen sie eine Tonne. Das Penthouse lag im Halbdunkel, so wie ich es abends mochte, lange Schatten über die glatten Böden warfen. Der Typ wirkte schon jetzt ein bisschen verloren, die Augen huschten hin und her, als wäre er in ein edles Museum geraten und nicht in meine Wohnung.„Hey, du hast’s geschafft“, sagte ich und trat aus dem Schatten, damit er mich sehen konnte. Meine Stimme kam glatter heraus, als ich geplant hatte – bei ihm ist das halt so. Er zuckte leicht zusammen, nickte dann und ließ die Taschen mit einem dumpfen Geräusch fallen.Die Wohnung gehörte ganz mir – oberste Etage, riesige Fenster mit Blick auf die Stadtlichter, die wie Sterne funkelten, die tatsächlich einen Scheiß gaben. Aber ja, sie war kalt. Steril. Weiße Wände, schwarze Möbel, alles an seinem Platz. Keine Fotos
Last Updated : 2026-07-29 Read more