Sharon Adole
Sie trafen sich auf einer Wohltätigkeitsauktion in Genf, einer Veranstaltung, die Elena organisiert hatte, um die Stiftung ihrer Familie zu gründen. Julian war ein Junior-Anwalt, hungrig nach Erfolg, der mit einem Glas billigem Champagner in einer Ecke des Raumes stand und zwischen der Elite deplatziert wirkte. Als sich ihre Blicke trafen, war es nicht nur ein flüchtiger Blick; es war das gegenseitige Anerkennen von gemeinsamem Ehrgeiz. Elena sah in ihm ein rohes, ungeschliffenes Talent; er sah in ihr den Schlüssel zu einer Welt, die er verzweifelt für sich beanspruchen wollte.
Sie waren unzertrennlich, sowohl in der Öffentlichkeit als auch hinter verschlossenen Türen. Ihre frühen Jahre waren erfüllt von einer feurigen, verzehrenden Leidenschaft. Es gab Nächte in Paris, in denen sie bis zum Morgengrauen wach blieben und sich Träume von einem Imperium zuflüsterten, das sie gemeinsam aufbauen würden, ihre Körper verschlungen in einer verzweifelten, klammernden Hitze, die sich wie für immer anfühlte. Sie waren ein Team, eine Festung aus zwei Personen, und in diesen Momenten glaubte Elena aufrichtig, dass Julian das Fundament sei, auf dem der Rest ihres Lebens gebaut werden nurse. Sie schenkte ihm ihr Vertrauen genauso vollständig, wie sie ihm ihre Ressourcen gab, ohne jemals zu ahnen, dass der Mann, den sie geformt hatte, eines Tages seine Position nutzen würde, um alles zu untergraben, wofür sie stand.