Eisige Stille: Wenn Reue zu spät kommt
Zwei Jahre wartete ich auf ein Herztransplantat, doch mein Ehemann ließ es der falschen Tochter, Julia Schulz, einsetzen.
Der Arzt sagte, ich habe nur noch eine Woche zu leben, also beschloss ich, eine kryokonservierte Leiche zu werden.
Ich, Nora Schulz, hatte meinen Körper dem Labor von Julia Schulz gespendet.
An dem Tag, als ich die Spendenurkunde unterschrieb, fiel mein Sohn mir in die Arme und sagte, Mama habe sich endlich mit der Tante versöhnt.
Meine Eltern lobten mich, ich hätte endlich begriffen, dass Schwestern sich lieben und einander helfen sollten.
Mein Mann zeigte sich erleichtert und meinte, ich sei endlich verständnisvoll und nicht mehr voller Groll.
Ich lächelte nur sanft. Ja, diesmal war ich wirklich folgsam.
Ich wollte Julia den Status als einzige Tochter der Familie Schulz zurückgeben und euch alle zufriedenstellen.