Luna die Verstoßene
Es war unser 7. Jahrestag der Gefährtenbindung.
Doch Jonas Schmitt, der alles kontrollierende Alpha, brachte seine schwangere Geliebte mit nach Hause.
Sieben Jahre lang hatte er mich wie einen Glauben behandelt.
Vor allen Leuten küsste er meine Hand und sagte, ich sei sein Mond, seine einzige Luna in diesem Leben.
Doch jetzt lag seine Hand auf dem Bauch einer anderen Frau, als würde er ein Wunder zur Schau stellen.
„Sie ist mit meinem ersten Kind schwanger. Du besitzt die Kraft der Mondgöttin, ich hoffe, du kannst sie segnen.“
„Sie hat während der Schwangerschaft ständig Albträume, also wird sie im Hauptschlafzimmer wohnen.“
Ich erstarrte an Ort und Stelle und glaubte beinahe, mich verhört zu haben.
„Machst du Witze? Das ist mein Zimmer!“
Er hob den Blick, seine Stimme trug eine deutliche Warnung: „Ab heute gehört es ihr.“
Ich war so wütend, dass ich beinahe lachte. Meine Stimme zitterte, blieb jedoch klar.
„Du hast eine Omega-Mutter von niederem Status geschwängert und bringst sie in unser Zuhause? Jonas, du bist völlig verrückt!“
„Ich habe keine Geduld, es ein drittes Mal zu sagen. Zieh jetzt aus.“
Seine Ausstrahlung wurde augenblicklich eiskalt. Seine Alphas Aura brach über mich herein und drückte meine Wölfin in mir nieder, bis er leise aufjaulte.
Er dachte, ich würde mich gehorsam fügen.
Doch was er nicht wusste, war, dass ich bereits vor einigen Wochen, als ich das Video von seinem Fremdgehen erhalten hatte, mein Gepäck gepackt hatte.
Als ich zur Tür ging, hörte ich sein spöttisches Lachen hinter mir.
„Lasst sie ruhig Ärger machen. In weniger als drei Tagen wird sie zurückgekrochen kommen.“
Die Mitglieder des Rudels hinter mir kicherten leise.
Sie wetteten bereits darauf, wie viele Tage ich dieses Mal durchhalten würde.
Doch der Wagen, der mich abholen sollte, stand bereits vor der Tür.
Dieses Mal werde ich endgültig mit ihm brechen und niemals zurückblicken.