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6- HARPER

Author: WORLDCUP
last update publish date: 2026-10-20 01:04:02

"Nein! Das wird nicht unter meiner Überwachung passieren", ging der Gedanke wütend weiter, als ich auf meinem Bett lag und an die Decke starrte und alles, was heute passiert ist, immer wieder in meinem Kopf nachspielte.

Mein Schlafzimmer war ruhig, bis auf das Brummen des stehenden Ventilators in der Ecke, dessen Flügel durch die feuchte Abendluft schieben. Die Lavendelwände, die meine Mutter vor zwei Sommern gestrichen hatte, schienen im schwachen Licht meiner Nachttischlampe schwach zu leuchten, aber ich konnte nichts davon sehen.

"Ich liebe Julius Martins. Er ist mein Traumliebhaber, derjenige, den ich mir immer in meinem Kopf vorgestellt habe, und doch tat er immer so, als ob ich nicht existiere, als wäre ich unsichtbar und als ob alles, was ich sagte und tat, keine Rolle spielte", beklagte ich wütend, die Worte brannten in meiner Kehle, obwohl ich sie nur in den leeren Raum sprach. Meine Hände umklammerten die Ränder meiner Decke und drehten den Stoff, bis meine Knöchel weiß wurden.

Ich hatte mir diesen Moment schon hundertmal vorgestellt - jemanden zu treffen, der mich so ansehen würde, wie die Helden in meinen Romanen die Heldinnen betrachteten. Jemand, der über die Oberfläche zu dem Mädchen sah, das lange aufblieb und Romane las, das bei traurigen Filmenden weinte und sich so sehr bemühte, freundlich zu sein, weil die Welt schon genug scharfe Kanten hatte.

"Aber nein! Julius war mit seinen stürmischen Augen und seinem Schweigen in die Klasse gegangen, und ich hatte dummerweise gedacht, dass das Universum vielleicht endlich meine geflüsterten Gebete gehört hatte".

Aber das Schlimmste war, wie er Jane bei jeder kleinen Gelegenheit anlächelte, die er bekam, mit ihr lachte, gist-ing und sogar ihre Hände hielt.

"Seufz!!" Das Geräusch entwich mir, schwer und zerlumpt. "Wie ich wünschte, es wäre meine Hand, die er damals hielt", fuhr ich lustvoll in meinen Gedanken fort, während ich mich fest um mein Kissen wickelte

Alt ich meine Augen zudrückte, bereit zu schlafen und zu hoffen, dass mein Herz aufhören würde, hektisch zu pochen. Aber der Schlaf fühlte sich an wie ein fernes Ufer, und ich ertrank mitten im Ozean.

....

(KLOPF AN MEINE TÜR)

Der Klang war sanft - drei sanfte Raps, der Rhythmus, den meine Mutter benutzt hatte, seit ich klein genug war, um getragen zu werden.

"Meine schöne Königin, bist du noch wach?" Sagte meine Mutter, als sie in mein Zimmer ging und sich auf mein Bett setzte. Die Matratze tauchte unter ihr Gewicht, das vertraute Knarren der Federn war ein Trost, den ich seit meiner Kindheit kannte. Ich zog das Kissen schnell näher an mich heran und tat so, als wäre ich bereits fest eingeschlafen, mit einem halb geöffneten Auge, meine Atmung verlangsamte sich absichtlich in den tiefen Rhythmus der Träume.

Der Raum verstummte für einen Moment und ich konnte ihren Blick auf mich spüren, warm und suchend.

Sie hat mir diesen Mutterblick zugegeben - den, der mich durchschaut. "Ich habe geguckt", sagte sie schließlich, ihre Stimme trug ein Lächeln, obwohl ich es nicht sehen konnte. "Und ich habe gesehen, wie du das Kissen fest gehalten hast, noch bevor ich geklopft habe. Was ist passiert? Was stört meine geliebte Tochter?"

Die Wärme in ihrer Stimme brach mich und knackte die zerbrechliche Hülle des Vorwands, den ich aufgebaut hatte. Also muss ich meinen Vorwand aufgeben und mich aufsetzen, das Kissen fällt mir in den Schoß.

"Nichts, Mama... Ich bin nur müde", flüsterte ich und starrte auf meine Hand, um ihren direkten Blickkontakt zu vermeiden. Meine Finger zeichneten die bestickten Sonnenblumen auf meinem Kissenbezug nach - die gleichen, die meine Großmutter genäht hatte, bevor sie starb.

"Es war nicht nötig zu klopfen", fügte ich sofort hinzu, zog das Kissen näher und drückte es wie eine Rüstung an meine Brust. "Du warst schon drin, bevor ich antworten konnte."

"Oh! Mein Fehler! Tut mir leid, meine Liebe", sagte sie und drückte eine Hand dramatisch an ihre Brust, ihre goldenen Armreifen fangen das Lampenlicht ein. Dann stand sie auf, ging zur Tür und spähte wieder hinein, ihr Kopf in einem Winkel geneigt, der sie jünger aussehen ließ als ihre Jahre, fast mädchenhaft. "Oder soll ich nach draußen gehen und noch einmal klopfen und dann auf Ihre Erlaubnis warten?"

Ich versuchte, wütend zu bleiben, an der mürrischen Festung meiner jugendlichen Würde festzuhalten, aber die Art und Weise, wie sie mit den Händen auf der Hüfte in der Tür stand und auf "Erlaubnis" wartete, ließ ein Lachen ausrutschen, bevor ich es aufhalten konnte. Es begann als Schnauben, dann sprudelte es zu etwas Echtem, das den Knoten in meiner Brust für einen Moment lockerte.

"Mama!, das ist nicht nötig. Ich habe nur Spaß gemacht", antwortete ich sofort und tätschelte den Platz neben mir auf dem Bett.

"Okay! Ich kann alles tun, damit meine Königin glücklich ist", sagte sie, als sie zurückkam und sich neben mich auf das Bett setzte, wobei die Matratze wieder eintauch. Sie roch nach dem Kokosöl, das sie in ihrem Haar verwendete, und dem Zimt aus dem Tee, den sie jeden Abend trank. Die Vertrautheit davon wickelte sich wie eine Kindheitsdecke um mich.

"Es gibt etwas, das ich mit dir besprechen möchte", sagte sie, während sie langsam meine Hand nahm und sie sanft drückte und dann einen Atemzug aussties. Ihre Handfläche war warm, leicht rau vom jahrelangen Waschen und Arbeiten, und ich konnte den schwachen Puls in ihrem Handgelenk an meinen Fingern spüren. Etwas in ihrem Ton ließ mich aufrichten.

"Was ist das, Mama?" Ich fragte sofort, neugierig. Der Ventilator setzte sein rhythmisches Brummen fort, und irgendwo draußen rief ein Nachtvogel in die Dunkelheit.

...

"Hast du nicht gedacht, dass du eine Vaterfigur in deinem Leben brauchst?" Fragte sie, während sie langsam die Luft ausließ. Ihre Stimme war leise, aber sie landete schwer im ruhigen Raum, wie ein Stein, der in stilles Wasser fiel.

"Ja, Mama. Aber ich glaube nicht, dass das jemals wieder möglich sein könnte. Papa ist jetzt seit Jahren weg", antwortete ich, während ich meinen Kopf schüttelte, um mich an Papa zu erinnern. Das Bild kam unaufgefordert - sein Lachen, die Art und Weise, wie er mich auf seinen Schultern trug, damit ich die Decke berühren konnte, der Geruch seines Aftershave, der nach der Beerdigung monatelang im Haus verweilte. Der hohle Raum, den er hinterlassen hatte, war Teil der Architektur unseres Lebens geworden, ein Raum, den wir nicht mehr betreten, aber nie ganz vergessen haben.

Ich versuchte, mein Gesicht ruhig zu halten, aber ich konnte spüren, wie sich die Sorge einschlich, kalte Finger kletterten mir die Wirbelsäule hinauf. "Mama, warum all diese Fragen?" Ich fragte sofort. Meine Stimme kam schärfer heraus, als ich beabsichtigt hatte.

"Hmmm!!, ich glaube, ich habe jemanden gefunden, der die Lücke ersetzen würde, die dein Vater offen gelassen hat", antwortete sie, während sie mein Gesicht hielt und ihre Daumen sanft über meine Wangen streiften. Ihre Augen leuchteten im Lampenlicht, flüssig und hell. "Sag es mir! Würdest du nicht gerne sehen, dass deine Mutter wieder verheiratet ist und jemanden hat, zu dem du als Vater aufschauen kannst?"

Die Frage hing zwischen uns, zerbrechlich und enorm. Ich sah sie an und sah die Linien um ihre Augen, die nicht da waren, als Papa noch lebte. Die Einsamkeit, die sie so mutig trug, dass ich sie fast nicht mehr bemerkte.

"Deine Ideen sind gut, aber ich habe nur Angst, dass niemand wie Papa sein könnte", antwortete ich, meine Stimme ist jetzt leiser. Die Wahrheit davon saß schwer auf meiner Zunge. "Mama, hast du einen Mann gefunden, von dem du denkst, dass er kompatibel genug ist, um den Raum zu füllen", fragte ich.

"Ja! Meine Liebe", antwortete sie lächelnd und errötete gleichzeitig, ein Erröten stieg von ihrem Hals bis zu ihren Wangen, was sie wie ein Schulmädchen aussehen ließ, das einen Schwarm gesteht.

"Kein Wunder! Du warst neulich in Gedanken in der Küche, als ich von der Schule zurückkam", sagte ich. "Wie auch immer! Ich kann es kaum erwarten, diesen glücklichen Mann und meinen zukünftigen Stiefvater kennenzulernen", fügte ich neckend hinzu und stupste ihre Schulter mit meiner an.

Sie lachte, der Klang war hell und erschrocken und zog mich in eine Umarmung. Ich legte meinen Kopf gegen ihre Schulter.

"Irgendwo da draußen hatte meine Mutter einen Neuanfang gefunden und irgendwo in den Fluren meiner Schule hatte mein Traumliebhaber meinen besten Freund anstelle von mir gewählt.

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Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln, einschließlich Fotokopien, Aufzeichnen oder anderen elektronischen oder mechanischen Methoden, reproduziert, verbreitet oder übertragen werden, es sei denn, dies ist nach dem US-Urheberrecht zulässig. Für Erlaubnisanfragen wenden Sie sich bitte an WORLDCUP.

Die Geschichte, alle Namen, Charaktere und Vorfälle, die in dieser Produktion dargestellt werden, sind fiktiv.

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