تسجيل الدخولDRITTE PERSON Morgana lächelte dünn, kalt, siegreich.Sie stand im Türrahmen des kleinen Raumes, ihr silbernes Haar offen, ihr Gewand dunkel von Ruß und Rauch. Hinter ihr malte die brennende Stadt den Himmel in Schattierungen von Orange und Rot. Sie sah aus wie eine Königin der Asche, eine Herrscherin der Ruinen. Ihre Augen waren scharf, berechnend, und sie waren mit der Geduld einer Katze, die eine verwundete Maus beobachtet, auf Isolde gerichtet.Isolde kniete auf dem Boden, Rodericks bewusstlosen Körper in ihren Armen wiegend. Sein Gesicht war blass, sein Atem flach. Blut sickerte immer noch durch die Bandagen, die sie um seine Wunde gewickelt hatte. Ihr Gesicht war nass von Tränen. Ihre Hände zitterten. Jeder Teil von ihr bebte vor Angst und Erschöpfung.„Bitte“, flehte sie. „Bitte, lasst uns gehen. Wir werden verschwinden. Wir werden niemals zurückkommen. Wir werden uns in Luft auflösen. Ihr werdet uns nie wieder sehen.“Morgana lachte. Es war ein leises, musikalisches Geräusch,
DRITTE PERSONJonas' Lächeln war breit, gierig, triumphierend.„Nun, nun“, sagte er und ging langsam auf sie zu. Seine Stiefel knirschten auf dem Schutt. Sein Schwert war gezogen, die Klinge fing das Feuerlicht ein. „Seht mal, wer endlich aus den Tunneln gekrochen ist. Meine süße Ehefrau. Die Luna von Devilmoore. Wie tief die Mächtigen gefallen sind.“Luciennes Blut gefror in ihren Adern. Sie trat einen Schritt zurück und umklammerte Elias' Arm. Kellan stellte sich vor sie, sein Schwert erhoben, sein Körper ein Schutzschild zwischen ihr und dem Monster, das sie einst besessen hatte.„Bleib zurück“, warnte Kellan. Seine Stimme war fest, aber seine Hand zitterte.Jonas lachte. Es war ein kaltes, hohles Geräusch. „Zurückbleiben? Ihr seid umzingelt. Es gibt keinen Ort zum Fliehen. Keinen Ort zum Verstecken. Du befindest dich mitten in meiner Armee, Junge. Glaubst du wirklich, du kannst mich aufhalten?“Lucienne sah sich um. Seine Männer waren überall. Dutzende von ihnen. Sie waren wie Wöl
Isolde stand auf wackeligen Beinen, ihr nasses Kleid klebte an ihrem Körper. Sie schaute die Wächter an, die sie umringten, ihre Stimme zitterte, blieb aber fest.„Ich tue das für Roderick.“Die Worte hingen in der Luft. Die Wächter wechselten erhitzte Blicke, ihre Augen dunkel vor Lust. Einer von ihnen trat vor und zog ihr Kleid über die Schultern herunter, entblößte ihre Brüste der kühlen Luft. Isolde wehrte sich nicht. Sie hatte ihre Wahl getroffen.Sie hoben sie auf den hölzernen Tisch. Sie legte sich bereitwillig zurück und spreizte die Beine für sie. Der erste Wächter befreite sich, sein Schwanz hart und dick. Er rieb die Spitze an ihrem nassen Eingang und neckte sie.„Du bist schon klatschnass“, knurrte er. „Du willst das, oder?“Isolde biss sich auf die Lippe und nickte. „Ja… für ihn.“Er drang mit einem einzigen glatten Stoß in sie ein. Isolde stöhnte laut auf, ihr Rücken wölbte sich vom Tisch. Er war groß und dehnte sie komplett aus. Die Fülle ließ sie keuchen, eine Mischung
Isolde erwachte durch den scharfen Stich von kaltem Wasser, das über ihren Kopf krachte. Sie keuchte heftig, würgte, als der eisige Eimerinhalt durch ihr Haar, ihr Kleid und den Holzstuhl, an den sie gefesselt war, drang. Ihre Augen flogen auf, weit vor Schock und Verwirrung. Ihre Handgelenke waren fest hinter der Rückenlehne des Stuhls mit rauer Seil gefesselt, das in ihre Haut schnitt. Ihre Knöchel waren an die Beine des Stuhls geschnallt. Sie konnte sich kaum bewegen.Eine raue Hand packte ihr Kinn und zwang ihren Kopf nach oben. Einer der Wächter stand über ihr und grinste mit gelben Zähnen auf sie herab. „Wach auf, kleine Hure. Zeit zum Spielen.“Wasser tropfte von ihren Wimpern und rann in eisigen Rinnsalen ihren Hals hinunter. Ihre Brust hob und senkte sich, während sie versuchte, Atem zu schöpfen. Der Raum war düster, beleuchtet von einer einzigen flackernden Laterne, die an einem Haken an der Wand hing. Sie erkannte ihn als einen der alten Lagerraume tief in den unteren Ebene
Die Erleichterung war nur von kurzer Dauer.Sie hatten kaum begonnen, sich zu bewegen, als das Geräusch ertönte. Schritte. Schwer. Viele. Sie hallten durch die Tunnel wie der Herzschlag eines gewaltigen Ungeheuers. Der Boden vibrierte unter ihren Füßen. Die Luft wurde dick vor der Verheißung von Gewalt.Kellan erstarrte. Seine Hand fuhr zu seinem Schwert.„Leise“, zischte er.Die Gruppe presste sich gegen die kalten, feuchten Wände. Die Mägde hielten sich die Hände vor den Mund, um ihre Schreie zu ersticken, die Augen weit aufgerissen vor Entsetzen. Die Wachen hoben ihre Waffen, die Knöchel weiß um die Griffe geklammert. Elias zog Lucienne hinter sich, sein schmächtiger Körper schirmte sie vor der Dunkelheit ab. Seine Hand zitterte, aber sein Kiefer war entschlossen vorgeschoben.Die Schritte kamen näher. Lauter. Sie konnten das Klirren von Rüstungen hören, das Schaben von Klingen über Stein.Dann hörten sie Stimmen. Rau. Kalt. In einer Sprache, die das Blut in den Adern gefrieren lie
Die Tunnel waren kalt und feucht, die Luft schwer vom Geruch nach Erde und altem Stein.Luciennes Körper lag regungslos auf der trockenen Stelle Erde, auf die Kellan sie gelegt hatte. Ihr Gesicht war blass, ihre Lippen blau, ihre Atmung so flach, dass sie kaum sichtbar war. Die Wunde an ihrer Seite hatte aufgehört zu bluten, doch der Blutverlust war erheblich gewesen. Seit dem Angriff war sie nicht mehr aufgewacht. Sie hatte sich nicht bewegt.Die Gruppe hatte sich um sie versammelt, ihre Gesichter gezeichnet von Angst und Erschöpfung. Die Zofen weinten leise. Die Wachen hielten ihre Schwerter gezogen und ließen ihre Blicke durch die Dunkelheit schweifen.Elias trat näher.Er bewegte sich langsam und vorsichtig, die Hände in einer friedlichen Geste erhoben. Seine Kleidung war zerlumpt und hing in Fetzen an seinem dünnen Körper. Sein Haar war lang und verfilzt, sein Bart wild und verdeckte den größten Teil seines Gesichts. Doch seine Augen waren hell, lebendig und voller Wärme, die in
LUCIENNE Das Essen kam mittags an, getragen von einer Reihe Dienstmädchen in grauen Uniformen.Rin stellte das Tablett auf den Tisch und hob die silberne Glocke. Dampf stieg aus einer Schüssel mit dickem Eintopf auf, dazu ein Teller mit geröstetem Gemüse und ein kleines Brot, noch warm aus dem Ofe
DRITTE PERSON Die große Halle war still, abgesehen vom Knistern der Kohlebecken, die die Marmorstufen säumten.Azrael saß hoch oben auf dem Thron, erhoben über den versammelten Ratsmitgliedern, seine dunklen Gewänder breiteten sich um ihn aus wie Schatten, die Gestalt angenommen hatten. Das Morgen
DRITTE PERSONDer Reiniger trat aus seinem kleinen, bescheidenen Zimmer im Quartier der Dienerschaft, als das Nachmittagslicht langsam verblasste. Er bewegte sich mit dem stillen Selbstvertrauen eines Mannes, der über viele Jahre gelernt hatte, unsichtbar zu werden. Gekleidet in schlichte graue Kle
DRITTE PERSON Die Nachmittagssonne tauchte die Palastgärten in ein sanftes goldenes Licht. Die Luft trug den süßen Duft blühender Blumen und das frische Aroma des Wassers vom See. Isolde ging langsam die Steinwege entlang, während zehn Zofen dicht hinter ihr folgten. Sie trug ein atemberaubendes b







