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CELINE
The Raven's Quill – 3. September, 23:47 Uhr*m
Der Whiskey brannte. Ich mochte das. Ich mag Dinge, die auf vorhersehbare Weise wehtun. Schmerz, den man messen kann. Schmerz, den man hinunterschlucken kann und spürt, wie die Hitze sich durch die Brust ausbreitet wie eine Warnung. Wie ein Versprechen.
Das Eis klirrte gegen das Glas, während ich zusah, wie die bernsteinfarbene Flüssigkeit das Feuerlicht einfing. Die Bar ist halb leer. Der Michigansee drückt gegen die Fenster, dunkel und hungrig, die Wellen unsichtbar, aber hörbar wie ein tiefes Knurren, das niemals aufhört.
Ich kam hierher, um zu verschwinden. Ich kam hierher, weil mein winziges Kutscherhaus sich wie ein Käfig anfühlt und mein Stipendium sich wie eine Leine anfühlt und die Stimme meiner Mutter heute Morgen am Telefon sich anfühlte wie ein Messer, das sich zwischen meine Rippen drehte.
„Celine, Schatz, du musst dieses Jahr einfach durchstehen. Noch ein Jahr. Dann kannst du nach Hause kommen.“
Zuhause. Detroit. Die Wohnung mit dem tropfenden Wasserhahn und dem Nachbarn, der um 3 Uhr morgens Gospelmusik spielt. Das Krankenhaus, in dem sie Doppelschichten arbeitet. Das Sofa, auf dem ich achtzehn Jahre lang schlief, bevor ich nach Ashford kam. Zuhause war kein Trost. Zuhause war eine Erinnerung an das, wovor ich weglaufe.
Und jetzt ist Ashford – elitär, makellos, unantastbar – zu einer anderen Art von Gefängnis geworden. Das Geflüster verfolgt mich jeden Flur entlang wie Geister, die ich nicht abschütteln kann.
„Das ist sie. Das Stipendium-Mädchen.“
„Hast du gehört, was Ethan gesagt hat? Über ihre Therapie-Tagebücher. Sie ist wirklich verrückt.“
„Diversitäts Quote. Sie gehört nicht hierher.“
Ich nahm einen weiteren Schluck, während die Hitze meine Kehle hinunter glitt. Sie wärmt nicht die kalte Stelle in meiner Brust. Ich gehöre nicht hierher. Ich habe es nie getan. Aber ich wurde trotzdem aufgenommen. Weil ich es verdient habe. Ich habe es verdammt noch mal verdient.
Und dann nahm Ethan auch das, die eine Sache, die mir gehörte. Meine Therapie-Tagebücher. Die Seiten, die ich im Dunkeln schrieb, als ich nicht schlafen konnte. Die Worte, die ich mir zuflüsterte, als ich nicht atmen konnte. Die Aufzeichnung meines Vaters, der ging. Meiner Mutter, die in der Küche weinte. Der Nächte, in denen ich hungrig ins Bett ging, damit sie essen konnte.
Ethan fand sie. Ethan las sie. Ethan veröffentlichte sie. Er stand vorne im Hörsaal mit einem Stapel ausgedruckter Seiten und las meine tiefsten Ängste laut vor, als wären es Witze. Als wäre mein Schmerz Unterhaltung.
Das Schlimmste? Sie lachten. Einige von ihnen. Nicht alle. Aber genug.
„Hey, Celine.“ Eine Stimme lallt von der Bar herüber. „Du siehst aus wie jemand, der einen Drink braucht.“
Ich drehte mich nicht um, weil ich diese Stimme kannte. Es war Mark, ein Senior, der seit der Orientierungswoche versucht, mich in sein Bett zu bekommen.
„Ich habe einen Drink“, sagte ich ausdruckslos.
„Vielleicht könntest du aber Gesellschaft gebrauchen.“
„Ich brauche keine Gesellschaft.“
Er lachte. „Du bist immer so scharf. Das mag ich an dir. Du nimmst keinen Scheiß von irgendwem.“
Ich drehte mich schließlich um und traf seine glasigen Augen. Seine Hand lag jetzt auf meiner Schulter. Ich zuckte nicht zusammen, weil ich gelernt hatte, es nicht zu tun, aber alles in mir weicht zurück. „Nimm deine Hand von mir.“
Er tat es nicht. Vielmehr lehnte er sich näher. Nah genug, dass ich seinen Atem riechen konnte. Der nach Bier und Verzweiflung stinkt.
„Komm schon, Celine. Du wirst niemanden besseren als mich finden. Jeder weiß, dass du leicht zu haben bist.“
Mein Griff um das Whiskeyglas in meiner Hand wird fester. „Versuch es.“
Er lachte erneut, aber jetzt nervös. Er hat den Blick in meinen Augen gesehen. Den, der Leute zurückweichen lässt. Langsam nahm er seine Hand weg. „Was auch immer. Du bist es sowieso nicht wert.“ Er grinste höhnisch und ging weg.
Ich drehte mich zu meinem Drink zurück, meine Hände zittern jetzt. „Du bist es sowieso nicht wert.“
Ethan sagte dasselbe. Als ich mit ihm Schluss machte. Als ich ihm sagte, dass ich es leid bin, sein Projekt zu sein. Sein Almosen Fall. „Du bist nichts, Celine. Du bist eine Diversitäts Quote. Ich habe dich gemacht. Ich kann dich zerstören.“
Er hatte recht. Er hat mich zerstört. Und ich ließ es zu. Ich habe mein ganzes Leben lang zugelassen, dass mich jeder zerstört.
Die Tür öffnete sich und kalte Luft strömte herein. Ich schaue nicht auf. Ich wollte niemanden sehen. Ich wollte nicht gesehen werden. Die Bar war ruhig. Nur das Knistern des Kamins und das leise Summen des Jazz aus dem Lautsprecher. Ich schloss die Augen und ließ den Whiskey seine Arbeit tun.
„Stört es, wenn ich mich setze?“ Die Stimme, tief und rau wie Kies, in Seide gewickelt.
Sie durchschneidet das Geräusch in meinem Kopf wie eine Klinge. Ich öffnete die Augen und starrte die Gestalt neben mir an. Groß, scharfe Kanten und Schatten. Dunkles Haar mit Silber an den Schläfen, als wäre er durch etwas gegangen, das ihn vor seiner Zeit altern ließ. Seine Augen sind Flusssteine – schwarz, unlesbar, die etwas Schweres auf dem Grund bergen. Sein Anzug ist teuer. Maßgeschneidert, von der Art, wie er auf seinen Schultern sitzt. Aber seine Hände waren rau. Schwielig. Die Hände von jemandem, der mit ihnen arbeitet. Jemandes, der Dinge gehalten hat. Dinge zerbrochen hat.
Er lächelte nicht. Er versuchte nicht zu charmen. Er stand einfach da, wartete, als wüsste er, dass die Antwort Nein lautet, aber er fragte trotzdem. Ich hätte Nein sagen sollen. Ich hätte sagen sollen, dass ich allein sein will. Aber ich roch Trauer an ihm. Sie war vertraut, wie die Traurigkeit meines Vaters. Wie meine eigene.
„Du wirst nicht versuchen, mit mir zu reden?“, fragte ich. Meine Stimme kommt schärfer heraus, als ich beabsichtigt habe. „Mir vielleicht einen Drink ausgeben? Einen Anmachspruch benutzen?“
„Nein. Das tue ich nicht.“
Er setzte sich trotzdem hin, mir gegenüber. Nah genug, dass ich die Linien um seine Augen sehen kann. Die Anspannung in seinem Kiefer. Die Art, wie seine Hände sich um sein Glas krallen, als hielte er sich an einem Rettungsseil fest.
„Warum bist du dann hier?“
Er sah mich an, als läse er etwas hinter meinen Augen. Etwas, das ich seit Jahren verstecke.
„Weil du so aussahst, als bräuchtest du jemanden, der bei dir sitzt und nichts sagt.“
Ich lachte. Es kam bitter heraus. „Das ist der schlechteste Anmachspruch, den ich je gehört habe.“
„Es ist kein Anmachspruch.“
„Was ist es dann?“
Er nahm einen Schluck. Whiskey. Pur. Seine Kehle bewegte sich, als er schluckt. Ich beobachte, wie sein Adamsapfel hüpft. „Ein ehrliches Angebot. Nimm es an oder lass es bleiben.“
Ich starrte ihn an. Er schaut nicht weg. Er zuckt nicht zusammen. Er sitzt einfach da, fest und dunkel, wie ein Fels in der Mitte eines Flusses. Und etwas in mir brach. Nur ein wenig. Ich sah auf mein Glas hinunter. Die bernsteinfarbene Flüssigkeit fängt das Feuerlicht ein. Ich konnte mein Spiegelbild darin sehen. Hohl. Müde.
„Gut“, sage ich. „Aber du redest zuerst. Sag mir, warum du wirklich hier bist. Und wenn du lügst, werde ich es wissen.“
Er zog eine Augenbraue hoch. „Du wirst es wissen?“
„Ich kann Lügen riechen. Es ist eine Gabe.“
Es war keine Gabe. Es war ein Überlebensmechanismus. Wenn dein Vater dir sagt, dass er zu Weihnachten nach Hause kommt, und er taucht nie auf, lernst du es. Du lernst, die Risse in den Stimmen der Menschen zu sehen. Die Anzeichen. Die kleinen Verräterin.
Er schien nicht bedroht. Er nickte nur.
„Ich bin hier, weil ich nicht schlafen konnte“, sagte er. „Ich liege seit drei Stunden in einem Hotelzimmer und starre an die Decke, denke an all die Dinge, die ich getan habe. An all die Menschen, die ich enttäuscht habe. Und mir wurde klar – ich will heute Nacht nicht allein damit sein.“
Meine Kehle schnürt sich zu. „Warum heute Nacht?“, fragte ich. „Was ist anders an heute Nacht?“
Er sah auf sein Glas. Sein Daumen fährt über den Rand. „Weil ich morgen einen neuen Job an einer Universität anfange. Ich soll jungen Leuten beibringen, wie man Staatsanwälte wird.“ Er lachte, aber es liegt keine Spur von Humor darin. „Ich konnte nicht einmal meine eigene Schuld anklagen. Ich bin stattdessen weggelaufen.“
„Schuld wofür?“
Er traf meine Augen. Für einen Moment sehe ich etwas Uraltes in ihnen. Etwas Zerbrochenes. „Jemand ist gestorben“, sagt er. „Jemand, der nicht hätte sterben sollen. "Und ich bin der Grund.“
Ich sollte nachhaken. Ich sollte mehr fragen. Aber ich kenne diesen Blick. Ich habe ihn im Spiegel gesehen. Stattdessen sage ich: „Ich weiß, wie sich das anfühlt.“
Er neigt den Kopf. „Du bist jung. Zu jung, um so viel zu tragen.“
„Das Alter spielt keine Rolle. Trauer ist es egal, wie alt du bist.“
Er nickte langsam. „Nein. Das ist sie nicht.“
Eine lange Stille. Das Feuer knistert. Der Jazz wechselt zu etwas Langsameren, Traurigem.
„Ich hatte eine Tochter“, sagt er. „Sie ist jetzt neun. Ich habe sie seit zwei Jahren nicht gesehen.“
Ich fragte nicht, warum. Ich musste nicht. Ich konnte es in der Art sehen, wie seine Augen in die Ferne schweiften. Wie seine Hände sich um das Glas krallen.
„Du kannst sie immer noch sehen“, sagte ich. „Sie, meine ich.“
„Sie will mich nicht sehen.“
„Das weißt du nicht.“
„Ich weiß, dass ich es nicht verdiene.“ Er traf meine Augen. „Es gibt manche Dinge, von denen du nicht zurückkommen kannst.“
Ich kannte das. Ich habe es gespürt. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue. Jedes Mal, wenn ich das müde Gesicht meiner Mutter sehe. Jedes Mal, wenn ich mich an den letzten Anruf meines Vaters erinnere. „Es tut mir leid, Celine. "Ich kann das einfach nicht mehr.“
Ich konnte es auch nicht. Aber ich bin immer noch hier. Atme immer noch. Kämpfe immer noch. „Ich glaube das nicht“, sagte ich.
„Glauben was?“
„Dass du nicht zurückkommen kannst.“ Ich stellte mein Glas ab. „Ich glaube, du kannst es. Ich glaube, du musst dich nur entscheiden, aufzuhören wegzulaufen.“
Seine Augen brennen in die meinen. Etwas in seinem Ausdruck verändert sich. Etwas Hungriges. Verzweifeltes. „Und was ist mit dir?“, fragt er. „Läufst du weg?“
Ich hätte lügen sollen. Ich hätte ausweichen sollen. Ich hätte die Mauern hochziehen sollen, die ich seit Jahren gebaut habe. Aber der Whiskey ist in meinem Blut. Und das Feuerlicht ist sanft. Und er sieht mich an, als sähe er durch alles hindurch.
„Jeden Tag“, sagte ich ruhig.
Er greift über den Tisch. Seine Hand legt sich auf meine. Seine Haut ist warm. Schwielig. Echt. „Dann hör auf wegzulaufen“, sagt er. „Nur für heute Nacht. "Bleib bei mir.“
Mir stockte der Atem. Ich hätte Nein sagen sollen. Ich hätte weggehen sollen. Ich hatte einen Test zum Lernen. Morgen arbeiten drei Jobs. Und ein Stipendium zu schützen. Aber meine Mutter arbeitet in Doppelschichten. Und Ethan ist da draußen, lächelt und denkt, er hätte gewonnen. Und ich bin es so leid, allein zu sein.
„Ich kenne nicht einmal deinen Namen“, sagte ich und traf seine Augen.
Sein Daumen malte Kreise auf meiner Handfläche. „Dann frag nicht. Bleib einfach … eine Nacht. Keine Namen. Keine Versprechen. "Nur zwei Menschen, die es leid sind, allein zu sein.“
Mein Herz pochte schwer. Das ist gefährlich. Das ist leichtsinnig. Das ist alles, wovor man mich gewarnt hat. Aber ich bin es so leid, vorsichtig zu sein. Ich bin es so leid, Verantwortungsvoll zu sein. Die Überlebende.
„Eine Nacht“, sagte ich. „Keine Namen. Keine Versprechen.“
„Keine Namen. "Kein Versprechen.“ Er stand auf, zog mich hoch und hielt meine Hand, als wäre sie etwas Kostbares.
Die Nachtluft schlägt mir entgegen, als wir hinausgehen. Kalt. Scharf. Der Schnee hat noch nicht begonnen, aber ich kann ihn riechen. Den Sturm. Den, der den ganzen Bundesstaat unter sich begraben soll.
Wir gingen zum Hotel. The Raven's Quill liegt am Rande des Campus, zwischen einer Buchhandlung und einem Café. Das Hotel ist alt, elegant, mit einem Leuchtschild, das flackert.
Er lässt meine Hand nicht los. Das Zimmer ist im dritten Stock. Er öffnete die Tür. Das Zimmer ist klein, mit einem Bett. Einem Fenster und einer Lampe, die goldenes Licht auf die Laken wirft.
Er drehte sich zu mir um. „Letzte Gelegenheit wegzulaufen.“
Ich trat näher. „Ich bin fertig mit Weglaufen.“
Er umfasste mein Gesicht mit seinen rauen Händen, aber seine Berührung war sanft. Er durchsuchte meine Augen, suchte nach etwas. Erlaubnis. Vertrauen. Ich weiß es nicht. „Du bist so schön. "Weißt du das?“
Ich lachte. „Ich bin ein Wrack.
„Ich auch.“ Er beugt sich näher. „Deshalb lasse ich nicht los.“
Im nächsten Moment lag sein Mund auf meinem. Sanft. Geduldig. Als würde er etwas kosten, worauf er gewartet hat. Ich schmelze in ihn hinein. Ich lasse mich halten. Ich lasse mich vergessen.
Die Nacht war roh. Verzweifelt. Er berührte mich, als wäre ich das Einzige, was in seiner Welt wirklich ist. Er flüsterte meinen Namen, er kannte meinen Namen nicht, aber er flüstert ihn trotzdem, während ich ihn halte, als wäre er kein Fremder.
Wir fühlen uns einfach. Der Morgen kam zu schnell. Als ich aufwachte, war die andere Seite des Bettes leer. Kalt. Hohl. Der Abdruck seines Körpers liegt noch auf den Laken. Ich setzte mich auf mit pochendem Kopf und schmerzendem Herzen. Er war weg.
Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte es erwarten sollen. Aber dann sah ich es. Auf dem Nachttisch. Eine silberne Uhr. Graviert. Teuer. Er hatte sie zurückgelassen. Ich hob sie auf und spürte das kühle Metall an meinen Fingern.
Warum hatte er sie dagelassen? War es ein Versehen? Eine Botschaft? Ein Versprechen? Ich wusste es nicht.
Ich schob sie mir übers Handgelenk. Obwohl sie zu groß war, rutschte sie an meiner Hand hinunter. Ich hätte sie liegen lassen sollen. Ich hätte vergessen sollen, dass diese Nacht jemals stattgefunden hat. Aber das tat ich nicht.
Und ich wusste nicht, dass er in drei Tagen vorne in meinem Hörsaal stehen würde. Dass er mein Professor sein würde. Dass er dabei ist, alles zu zerstören, was ich aufgebaut habe.
Der Sturm kommt. Und er auch.
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache mit einem Gefühl der Aufregung auf, das ich lange nicht gespürt habe. Heute ist der Tag, an dem sich alles ändert. Heute ist der Tag, an dem wir den nächsten Schritt gehen, um das Leben aufzubauen, von dem wir immer geträumt haben.Damian ist schon wach, sitzt am Bettrand, ein Lächeln auf seinem Gesicht, das zugleich nervös und hoffnungsvoll ist.„Was ist los?“, frage ich.„Ich habe etwas für dich.“Ich setze mich auf, mein Herz pocht vor Aufregung und Nervosität. „Was ist es?“Er gibt mir eine kleine Schachtel, eingewickelt in schlichtes braunes Papier. Ich öffne sie langsam, meine Hände zittern vor Aufregung und Nervosität.Darin ist ein Schlüssel.„Ein Schlüssel?“ Ich sehe ihn verwirrt an.Er nimmt meine Hand und seine Stimme ist sanft und ruhig. „Ich habe mich nach Häusern umgesehen. Ich habe eins gefunden. Es ist klein und nichts Besonderes, aber es hat einen Hof und einen Garten und eine Veranda, auf der wir sitzen und den S
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache mit einem Gefühl von Frieden auf, das ich seit Jahren nicht mehr gespürt habe. Das Gewicht, das so lange auf mir gelastet hat, ist endlich verschwunden und ich fühle mich leichter, freier, mehr ich selbst als je zuvor.Damian schläft noch neben mir und ich beobachte ihn lange. Wie das Licht über sein Gesicht fällt, wie sich seine Lippen zu einem schwachen Lächeln verziehen, wie friedlich, jung und frei er aussieht. Ich will ihn nicht wecken. Ich will diesen Moment für immer behalten.Er regt sich und seine Augen öffnen sich, treffen meine mit einem verschlafenen Lächeln."Du starrst mich an", sagt er."Ich weiß."Er zieht mich an sich und küsst meine Stirn. "Guten Morgen.""Guten Morgen."Wir liegen in angenehmem Schweigen da und die Welt draußen ist ruhig und friedlich."Was willst du heute machen?" frage ich.Er denkt einen Moment nach. "Ich will in den Park. Ich will am Wasser entlang spazieren. Ich will einfach... sein."Ich l
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache mit einem Gefühl des Triumphes auf, das ich schon lange nicht mehr gespürt habe. Gestern war der Höhepunkt von allem, wofür wir gearbeitet haben, wofür wir gekämpft haben, wofür wir geopfert haben und was wir verloren und gewonnen haben. Der Gerichtssaal liegt hinter uns, und die Zukunft liegt vor uns wie ein Versprechen.Damian schläft noch neben mir und ich beobachte ihn lange. Wie das Licht auf sein Gesicht fällt, wie sich seine Lippen zu einem schwachen Lächeln verziehen, wie friedlich, jung und frei er aussieht. Ich will ihn nicht wecken. Ich will diesen Moment für immer in Erinnerung behalten.Er regt sich und seine Augen öffnen sich, treffen meine mit einem verschlafenen Lächeln.„Du starrst“, sagt er.„Ich weiß.“Er zieht mich näher zu sich und küsst meine Stirn. „Morgen.“„Morgen.“Wir liegen da in angenehmem Schweigen und die Welt draußen ist ruhig und friedlich.„Es ist vorbei“, sage ich.„Es ist vorbei.“Ich sehe ihn a
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache mit einem Gefühl der Endgültigkeit auf, das ich lange nicht mehr gespürt habe. Gestern war der Höhepunkt von allem, worauf wir hingearbeitet haben, wofür wir gekämpft haben, was wir geopfert, verloren und gewonnen haben. Der Gerichtssaal liegt hinter uns, und die Zukunft liegt vor uns wie ein Versprechen.Damian schläft noch neben mir, und ich beobachte ihn lange – wie das Licht über sein Gesicht fällt, wie sich seine Lippen zu einem schwachen Lächeln verziehen, wie friedlich, wie jung, wie frei er aussieht. Ich will ihn nicht wecken. Ich will diesen Moment für immer festhalten.Er regt sich, und seine Augen öffnen sich und treffen meine mit einem schläfrigen Lächeln.„Du starrst“, sagt er.„Ich weiß.“Er zieht mich an sich und küsst meine Stirn. „Morgen.“„Morgen.“Wir liegen da in angenehmem Schweigen, und die Welt draußen ist still und friedlich.„Es ist vorbei“, sage ich.„Es ist vorbei.“Ich sehe ihn an und spüre, wie mir die
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache mit einem Gefühl von Zielstrebigkeit auf, das ich schon lange nicht mehr gespürt habe. Heute ist der Tag, an dem sich alles ändert. Heute ist der Tag, an dem ich endlich die Wahrheit über alles enthülle.Ich plane das seit Monaten, baue meinen Fall sorgfältig auf, sammle Beweise, warte auf den perfekten Moment zum Zuschlagen. Die Therapietagebücher, die Ethan geleakt hat, waren nicht echt. Ich habe sie gefälscht, platziert, ihn sie finden lassen, weil ich wollte, dass er glaubt, Macht über mich zu haben. Ich brauchte, dass er handelt, Fehler macht, mir die Munition liefert, die ich brauchte, um ihn zu zerstören.Damian liegt neben mir und seine Augen sind weich und fragend. "Bist du bereit?""Nein." Ich atme tief durch. "Aber ich tue es trotzdem."Er lächelt, und es ist das Lächeln, in das ich mich verliebt habe. "Das liebe ich an dir."Ich lehne mich an ihn und spüre die Wärme seines Körpers an meinem. "Danke.""Wofür?""Dass du
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache mit einem Gefühl auf, das ich seit langer Zeit nicht mehr hatte. Aufregung. Reine, unverfälschte Aufregung, die mein Herz schneller schlagen lässt und meine Handflächen schwitzen lässt. Heute ist der erste Tag an der Jurafakultät und ich habe das Gefühl, am Rand von etwas Neuem zu stehen. Von etwas Wichtigem. Von etwas, das alles verändern wird.Damian ist schon wach und sieht mich mit einem sanften Lächeln an.„Du bist nervös“, sagt er.„Ein bisschen.“„Sehr.“Ich lache, weil ich nicht anders kann. „Okay, sehr.“Er zieht mich an sich und seine Arme sind warm und fest um mich. „Du wirst großartig sein.“„Das sagst du immer.“„Weil ich es auch immer glaube.“Ich lehne meinen Kopf an seine Brust und höre seinen Herzschlag, ruhig und stark, der Klang, der zu meinem Anker geworden ist. „Was, wenn ich versage?“„Dann versuchst du es nochmal.“„Was, wenn ich nicht gut genug bin?“„Dann arbeitest du härter.“Ich sehe zu ihm hoch und sein







