LOGINEine Nacht. Keine Namen. Keine Versprechen. Nur seine Hände auf ihrer Haut und die Art, wie er sie all die Gründe vergessen ließ, die sie hatte, um Nein zu sagen. Celine ging zum »Rabenkiel«, um die Scham zu ertränken, Ashfords Almosenfall zu sein. Sie traf einen Fremden mit dunklen Augen und Trauer in seiner Stimme. Sie behielt seine Uhr. Sie behielt seinen Namen nicht. Jetzt steht er vor ihrem Hörsaal. Professor Damian Blackwood. Kalt. Streng. Unberührbar. »Ich habe nichts mit Studenten, Celine.« Aber seine Hände zittern, wenn sie sich nähert. Sein Atem stockt, wenn sie seinen Namen flüstert. Er ließ sie bei einem Test durchfallen, um sie wegzustoßen. Sie gab ihm dafür eine Ohrfeige. Die Spannung zwischen ihnen brennt so heiß, dass es ein Wunder ist, dass das Gebäude nicht in Flammen aufgeht. Dann zwingt sie ein Schneesturm zusammen. Kein Strom. Kein Entkommen. Nur ein Kamin und die Wahrheit, vor der sie geflohen sind. Sie will, dass er sie berührt. Er will derjenige sein, der bleibt. Aber Ethan hat Fotos. Beweise. Er will, dass Celine von der Universität fliegt und Damian vernichtet wird. Und Dekan Harlow zieht seit elf Jahren im Hintergrund die Fäden – und nutzt Celines Stipendium, Damians Schuld und Ethans Besessenheit als Waffen. Das Gesetz sagt, sie dürfen nicht zusammen sein. Ihre Körper sagen, das Gesetz zählt nicht. Er nahm sie im Dunkeln. Jetzt muss er die Institution niederbrennen, um sie im Licht zu behalten.
View MoreDas Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache auf zum Geräusch des Regens, der sanft und stetig und beruhigend gegen das Fenster klopft. Damian schläft noch neben mir und ich betrachte ihn lange, wie das Licht über sein Gesicht fällt, wie sich seine Lippen zu einem schwachen Lächeln verziehen, wie friedlich er aussieht, so jung, so frei.Ich will ihn nicht wecken. Ich will diesen Moment für immer festhalten.Aber mein Kopf ist schon wieder voll mit Gedanken an die Bewerbung, an die Zukunft, an alles, was sich jetzt ändern wird. Ich arbeite seit Wochen daran, habe jedes Wort sorgfältig formuliert, mein Herz und meine Seele in den Aufsatz gelegt, der darüber entscheidet, ob ich an der Law School angenommen werde.Ich steige leise aus dem Bett und gehe in die Küche, koche Kaffee und setze mich mit meinem Laptop an den Tisch. Die Bewerbung ist auf dem Bildschirm geöffnet und ich lese sie noch einmal durch, suche nach Fehlern, nach Schwächen, nach allem, was mich zurückhalten könn
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache auf zum Geräusch von Damian, der im anderen Zimmer tippt. Das schnelle Klicken der Tasten ist ein vertrauter Rhythmus geworden, der Soundtrack unseres neuen Lebens. Ich liege einen Moment im Bett, höre dem Geräusch zu und spüre einen Frieden, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich ihn noch einmal erleben würde.Er arbeitet seit Wochen an dem Buch und steckt sein Herz und seine Seele in jedes Wort. Er durchlebt den Schmerz und die Angst und den Triumph von allem, was wir durchgemacht haben. Ich habe gesehen, wie er mit den Erinnerungen gekämpft hat. Ich habe gesehen, wie er mit der Schuld und der Trauer gerungen hat. Ich habe gesehen, wie er stärker und entschlossener denn je daraus hervorgegangen ist.Ich stehe auf und gehe in die Küche und finde ihn über seinem Laptop gebeugt, mit einer Tasse kaltem Kaffee neben sich. Er blickt auf, als ich reinkomme und seine Augen sind müde, aber hell.„Guten Morgen“, sagt er.„Guten Morgen.“
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache auf zum Klang von Vogelgezwitscher und zum Gefühl von Damians Arm um meine Taille. Und für einen Moment vergesse ich alles, was passiert ist. Alles, was wir durchgemacht haben. Alles, was wir verloren und gefunden und wofür wir gekämpft haben.Für einen Moment gibt es nur das hier. Nur die Wärme seines Körpers und den gleichmäßigen Rhythmus seines Atems. Und das Wissen, dass ich in Sicherheit bin. Dass wir in Sicherheit sind. Dass wir es endlich auf die andere Seite geschafft haben.Ich drehe mich zu ihm und er schläft noch. Sein Gesicht ist friedlich und entspannt, seine Lippen zu einem leichten Lächeln verzogen. Ich sehe ihn lange an, weil ich nicht anders kann. Weil sich jeder Moment kostbar anfühlt. Weil ich nach allem, was wir durchgemacht haben, gelernt habe, nichts mehr für selbstverständlich zu halten.Seine Augen flackern auf und er erwischt mich dabei, wie ich ihn anstarre. Ein langsames Lächeln breitet sich auf seinem G
Das Morgenlicht fällt durch die Vorhänge und ich wache auf vom Klang von Damians Stimme. Er telefoniert im anderen Zimmer, seine Stimme leise und lebhaft, voller Leidenschaft und Zielstrebigkeit. Ich setze mich auf und lausche, versuche die Worte zu verstehen, versuche zu begreifen, worüber er so aufgeregt ist."Ja, ich verstehe das", sagt er. "Aber wir haben die Mittel. Wir haben die Verbindungen. Wir können das schaffen."Eine Pause. Dann spricht er wieder. "Ich schicke Ihnen den Vorschlag bis Ende der Woche. Danke für Ihre Zeit."Er legt auf und ich höre ihn ausatmen – ein Laut, der halb Erleichterung und halb Aufregung ist. Ich steige aus dem Bett und gehe in die Küche. Dort steht er an der Arbeitsplatte mit einer Tasse Kaffee in der Hand und einem Lächeln im Gesicht."Guten Morgen", sage ich.Er sieht auf und seine Augen leuchten. "Guten Morgen.""Was hast du gemacht?"Er stellt den Kaffee ab und kommt auf mich zu, zieht mich in seine Arme. "Ich habe mit einem Anwalt telefoniert.











