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Eine Diebin und Betrügerin. Ein Mann, der seinen Partner zerstört und ein Imperium auf dem Leichnam von Siennas Vater aufgebaut hat. Gott, wie konnte ich das nicht wissen? Wie konnte ich nie infrage stellen, wo das Geld herkam, warum die Vales plötzlich verschwunden waren, warum Sienna nach diesem Tag in der Cafeteria nie wieder zur Schule gekommen ist? Weil es mir egal war. Weil ich eine grausame Sechzehnjährige war und so sehr in meinem eigenen perfekten Leben gefangen, dass das Leid anderer Menschen nur Hintergrundrauschen für mich war. *Du hast durch mich hindurchgeschaut, als wäre ich ein Möbelstück*, hatte Sienna gesagt. *Als wäre ich nichts.* Sie hatte recht. Und jetzt würde sie mich dafür bezahlen lassen. --- Der Wagen hält vor einem Gebäude, bei dessen Anblick mir der Atem stockt. Alles Glas und Stahl, modern und elegant – die Art von Haus mit Portier, Concierge und wahrscheinlich einer Warteliste von einem Kilometer Länge. Die Art von Haus, in der ich früher selbst gewohnt habe. Der Fahrer öffnet mir die Tür. „Miss Vale erwartet Sie im Penthouse“, sagt er. Seine Stimme ist neutral und professionell. Er hat das schon öfter gemacht, wird mir klar. Mädchen aus dem *Gilded Cage* abgeholt und bei Siennas Tür abgeliefert. Wie viele andere gab es schon? Der Gedanke lässt etwas in meinem Magen verkrampfen. Eifersucht? Nein. Das ist verrückt. Ich hasse sie. Ich habe Angst vor ihr. Und ich bin in ihrer Falle. Ich bin nicht eifersüchtig. Die Lobby ist aus Marmor und Gold. Der Concierge schaut mich nicht einmal an, als ich vorbeigehe, als würden hier ständig Mädchen in abgetragenen Jeans auftauchen. Vielleicht tun sie das. Vielleicht bin ich nichts Besonderes. Vielleicht bin ich nur eine weitere Anschaffung, ein weiteres Spielzeug, ein weiteres… *Das Teuerste, was ich je gekauft habe*, hallt Siennas Stimme in meinem Kopf wider. Vier Millionen Dollar. Der Aufzug zum Penthouse braucht eine Keycard. Der Fahrer reicht sie mir wortlos und verschwindet zurück zum Wagen. Ich bin allein. Der Aufzug ist rundherum verspiegelt. Ich sehe mein Spiegelbild und erkenne das Mädchen darin kaum wieder. Ich sehe blass aus. Ausgehöhlt. Meine Augen sind viel zu groß, meine Haare ein Chaos, und ich sehe aus, als käme ich direkt aus einem Krieg. Vermutlich tue ich das auch. Der Aufzug steigt weiter. Ich zähle die Etagen. Vierzig. Fünfzig. Sechzig. Das Penthouse muss die gesamte oberste Etage einnehmen. Natürlich tut es das. Die Türen öffnen sich direkt in die Wohnung, und ich vergesse zu atmen. Es ist obszön. Das ist das einzige Wort dafür. Bodenhohe Fenster mit Blick über die ganze Stadt, Lichter wie gefallene Sterne. Ein offenes Wohnzimmer mit eindeutig designer Möbeln, Kunst an den Wänden, die ich aus Auktionskatalogen kenne, die ich früher durchgeblättert habe. Eine Küche mit Marmorarbeitsplatten und Geräten, die wahrscheinlich mehr kosten als ein Auto. Und mitten in alldem, vom Licht der Stadt angestrahlt wie ein dunkler Engel, steht Sienna. Sie hat sich umgezogen. Der Anzug ist weg, stattdessen trägt sie einen teuer aussehenden schwarzen Seidenpyjama – die Art von Kleidung, mit der man selbst zu Hause mühelos elegant wirken will. Ihr Haar ist offen und fällt in dunklen Wellen über ihre Schultern. In der Hand hält sie wieder ein Glas Whiskey. „Willkommen zu Hause“, sagt sie. Zu Hause. Das Wort ist blanker Hohn. „Das ist nicht mein Zuhause“, sage ich. Meine Stimme klingt mutiger, als ich mich fühle. „Für das nächste Jahr schon.“ Sie nimmt einen Schluck. „Komm rein. Schließ die Aufzugtüren.“ Ich trete ein. Die Aufzugtüren schließen sich mit einem leisen *Ding* hinter mir – wie das Schloss einer Zellentür. „Wir sollten die Regeln festlegen“, sagt Sienna und geht in Richtung Küche. Ihre Bewegungen sind geschmeidig. Sie bewegt sich wie jemand, der noch nie an sich selbst gezweifelt hat. „Ich wiederhole mich nicht gern, also hör genau zu.“ Sie stellt ihr Glas ab und dreht sich zu mir um. „Regel Nummer eins: Du wirst mich jederzeit mit Ma’am oder Miss Vale ansprechen. In privaten wie in öffentlichen Situationen. Die einzige Ausnahme ist, wenn ich dir ausdrücklich etwas anderes erlaube.“ Mein Kiefer verkrampft sich. „Das kann nicht dein Ernst sein.“ „Regel Nummer zwei: Du stehst mir jederzeit zur Verfügung. Das bedeutet: Wenn ich rufe, kommst du. Wenn ich dir sage, du sollst etwas tun, tust du es. Keine Fragen. Kein Zögern.“ „Ich bin kein Hund–“ „Regel Nummer drei:“ Ihre Stimme wird leiser und kälter. „Du wirst mich nie unterbrechen. Niemals. Wenn du es doch tust, hat das Konsequenzen.“ Ich schlucke schwer und zwinge mich, still zu bleiben. „Besser.“ Sie nimmt ihr Glas wieder in die Hand. „Regel Nummer vier: Du trägst, was ich dir sage. Du isst, was ich dir sage. Du schläfst, wo ich es dir sage. Dein Körper gehört jetzt mir, Cassy. Jeder Zentimeter davon. Ich besitze ihn, und ich werde damit tun, was mir gefällt.“ Sie kommt langsam auf mich zu, wie eine Raubkatze, die ihre Beute anpirscht. „Regel Nummer fünf: Du wirst mich zu jeder Veranstaltung, jedem Meeting und jeder Zusammenkunft begleiten, die ich wünsche. Du wirst dich angemessen verhalten – das heißt, du schweigst, solange du nicht angesprochen wirst, bist höflich und erinnerst dich zu jeder Zeit daran, dass du mir gehörst. Mein Besitz. Mein Eigentum.“ Jetzt steht sie direkt vor mir. Ich kann ihr Parfüm wieder riechen – Bernstein und Rauch. Es ist berauschend und angsteinflößend zugleich. „Regel Nummer sechs: Du wirst ohne meine ausdrückliche Erlaubnis keinen Kontakt zu deiner Familie oder Freunden aufnehmen. Für die Welt bist du eine private Angestellte und nicht erreichbar. Dein Handy, deine E-Mails, deine Social Media – alles wird überwacht und kontrolliert.“ „Das ist illegal…“ „Ach ja?“ Sie neigt den Kopf. „Du hast einen Vertrag unterschrieben, Cassy. Einen rechtsgültigen, bindenden Vertrag, der mir für ein Jahr die volle Autorität über deine Zeit und Aktivitäten gibt – im Austausch dafür, dass die rechtlichen Probleme deiner Schwester gelöst werden. Welcher Teil davon ist genau illegal?“ Ich habe keine Antwort. „Das dachte ich mir.“ Sie dreht sich weg und geht zurück in die Küche. „Regel Nummer sieben: Du wirst keine romantischen oder sexuellen Aktivitäten mit irgendjemandem außer mir haben. Dein Körper gehört mir. Ich teile nicht.“ „Ich bin nicht deine Freundin“, stoße ich hervor. „Ich bin deine… deine…“ „Meine was?“ Sie schaut über die Schulter zu mir. „Meine Angestellte? Meine Dienerin? Meine Sklavin?“ Sie lächelt. „Such dir aus, was dich besser fühlen lässt. An der Realität ändert es nichts.“ „Die Realität ist, dass du verrückt bist. Das hier ist verrückt. Du kannst nicht einfach–“ „Kann ich nicht?“ Sie stellt ihr Glas mit einem scharfen Klirren ab. „Lass mich dir etwas sehr deutlich machen, Cassy. Ich kann tun, was immer ich will. Ich habe genug Geld, um Senatoren zu kaufen. Ich besitze die Hälfte der Dark-Web-Infrastruktur. Ich kenne die Geheimnisse von jedem. Ich könnte das, was von deinem Leben noch übrig ist, mit einem einzigen Anruf zerstören.“ Sie kommt wieder auf mich zu. Ich muss mich zwingen, nicht zurückzuweichen. „Ich könnte dafür sorgen, dass Delilah nie wieder das Tageslicht sieht. Ich könnte dafür sorgen, dass du zu ihr kommst. Ich könnte deine Mutter ruinieren… ja, ich weiß, wo sie ist. Ich könnte alles, was dir noch geblieben ist – und das ist nicht viel – zu Staub zermahlen.“ Sie bleibt nur Zentimeter vor mir stehen. „Oder…“ Ihre Stimme wird sanfter. „Du hältst dich an die Regeln. Absolvierst deine Zeit. Und am Ende des Jahres gehen du und Delilah frei. Saubere Akten. Neuanfang. Eine halbe Million Dollar, um neu anzufangen.“ Sie streckt die Hand aus und streicht mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Die Geste ist fast zärtlich. „Deine Entscheidung.“ Es ist keine Entscheidung. Das wissen wir beide. „Wann fange ich an?“, flüstere ich. „Du hast schon angefangen.“ Sie tritt einen Schritt zurück. „Jetzt zeige ich dir, wo du schlafen wirst.“ Sie führt mich einen Flur entlang, gesäumt von noch mehr Kunst, noch mehr Beweisen für Reichtum, der eigentlich nicht existieren dürfte – nicht für das Mädchen, das vor zehn Jahren die Tochter der Haushälterin war. „Wie hast du das geschafft?“, frage ich, bevor ich mich zurückhalten kann. „Wie hast du das alles bekommen?“ Sie schaut über die Schulter zu mir zurück. „Ich war klüger als alle anderen. Ich habe härter gearbeitet. Ich wollte es mehr.“ Eine kurze Pause. „Und ich hatte den besten Treibstoff, den es gibt.“ „Welchen?“CASSYEiner nach dem anderen geht jeder. Sogar Daisy. Sie hält an meinem Schreibtisch inne.„Geht es dir gut?"„Ich glaube schon."„Du glaubst?"Ich lache schwach. „Ich schreibe dir."Sie studiert mein Gesicht für einen Moment, bevor sie nickt. „Okay."Das Studio leert sich. Nur Madame Laurent und ich bleiben zurück. Sie geht um meinen Arbeitsplatz herum.„Du warst heute abgelenkt."„Es tut mir leid."„Ich habe nicht um eine Entschuldigung gebeten."Sie hebt eine meiner Skizzen auf. „Du hast Talent."Ich blinzle. Das… das habe ich nicht erwartet.„Aber Talent ohne Disziplin ist nutzlos." Sie legt das Blatt zurück.„Weißt du, warum ich dich in dieses Programm aufgenommen habe?"Ich schüttle den Kopf. „Nein."„Ich habe dein Portfolio dreimal gelesen."Meine Augen weiten sich. „Dreimal?"„Du hast Instinkt." Sie schaut mich direkt an. „Instinkt kann man nicht lehren."Ein Kloß bildet sich in meinem Hals. „Warum dann..."„Warum was?"„Warum fühlt es sich an, als ob du meine Arbeit nicht mag
CASSYIch starre geradeaus, während sie mein Skizzenbuch durchblättert. Von einer Seite zur nächsten. Dann noch einer. Mein Herzschlag dröhnt in meinen Ohren.„Dieses hier.“ Sie tippt auf eine Seite. „Warum hast du hier aufgehört?“„Ich …“„Du hast zehn Entwürfe, die zu diesem führen.“„Ja.“„Und dann nichts.“„Ich war nicht zufrieden.“„Warst du blockiert?“Ich zögere. „…Ja.“Sie klappt das Skizzenbuch zu. „Das sehe ich.“Hitze schießt mir in die Wangen.„Du denkst zu viel, bevor dein Bleistift das Papier berührt.“Meine Augen weiten sich. Woher weiß sie das?„Du zögerst.“ Sie legt das Skizzenbuch zurück auf meinen Schreibtisch.„Zögern tötet die Kreativität.“ Dann geht sie weg.Ich weiß nicht, ob ich mich beleidigt fühlen soll … oder entblößt, weil sie recht hat.„Paart euch.“ Madame Laurents Stimme schneidet durch den Raum.„Wir beginnen mit Vorstellungen.“Sofort drehen sich die Leute zueinander. Ich schaue nach links. Das Mädchen neben mir hat sich schon mit jemand anderem zusamm
CASSYIch rufe Delilah an, sobald ich aufwache. Sie schreit so laut, dass ich das Telefon vom Ohr wegnehmen muss.„Ich HAB’S GEWUSST!“, brüllt sie. „ICH HAB’S DIR GESAGT!“Ich lache. „Das hast du.“„Ich hab dir gesagt, du sollst nicht aufgeben! Also… glaubst du deiner großen Schwester jetzt endlich?“Ich verdrehe die Augen, obwohl sie es nicht sehen kann. „Ich denk drüber nach.“Sie schnaubt. „Rotznase.“Die nächsten vier Tage vergehen wie im Rausch. Der Orientierungstag kommt viel schneller, als ich erwartet habe.Ich stehe fast zwanzig Minuten vor dem Spiegel. Nichts fühlt sich richtig an.Zu leger, zu formell. Zu schlicht oder zu viel.„Was machst du da?“Ich drehe mich um. Sienna ist bereits für die Arbeit angezogen und beobachtet mich vom Türrahmen aus.„Ich weiß nicht, was ich anziehen soll.“„Zieh Klamotten an.“Ich starre sie an. „Sehr hilfreich.“Ich seufze theatralisch und hole ein anderes Outfit heraus. „Was ist damit?“Sie wirft kaum einen Blick darauf. „Es bedeckt alles.“
CASSYSienna kommt nicht herein, um mich zu trösten oder so. Ich weiß nicht, wann ich einschlafe. Ich wache auf und schaue auf die Uhr. Es ist 3 Uhr morgens. Ich bin dehydriert und beschließe, mir in der Küche ein Glas Wasser zu holen.Ich gehe leise Richtung Küche.„Dachte schon, du bleibst da drin für immer.“„Jesus!“ Ich bekomme fast einen Herzinfarkt. „Warum zum Teufel sitzt du im Dunkeln?“ Ich drücke die Hand auf meine Brust.„Ich konnte nicht…“ Ihre Stimme ist leise.„Du konntest nicht schlafen?“„Lächerlich. Ich hatte einfach noch Arbeit zu erledigen.“ Sie verschränkt die Arme.„Ohne deinen Laptop? Im Wohnzimmer. Nicht mal in deinem Arbeitszimmer.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch. „Sag einfach, du konntest ohne mich nicht schlafen… Ich konnte auch nicht schlafen.“ Ich zucke mit den Schultern.„Bilde dir bloß nichts ein.“ Sie steht auf und geht in ihr Zimmer.Sie weiß nicht, dass ich die leichte Röte auf ihrem Gesicht bemerke. Ein kleines Lächeln huscht über meine Lippen.Ich hol
CASSYEs sind jetzt drei Tage vergangen, und ich habe ständig meine E-Mails gecheckt, aber bisher ist nichts gekommen.„Du ruinierst dir noch die Augen, wenn du die ganze Zeit auf den Bildschirm starrst.“ Sienna sagt das, ohne mich anzusehen. Sie ist bereits für die Arbeit angezogen. „Ich habe ein frühes Meeting. Der Fahrer bringt Delilah um 11 Uhr zum Flughafen. Sorg dafür, dass du bis dahin aus dem Bett bist und sie begleitest.“Sie küsst mich auf die Wange und lässt mich allein. Kein einziges aufmunterndes Wort. Frustriert fahre ich mir mit der Hand durch die Haare.Ich stehe auf, mache mich frisch und gehe dann nach unten. Dort sitzt Delilah bereits angezogen am Tisch und isst Frühstück.„Guten Morgen, Cass. War die Nacht hart? Ich habe Frühstück gemacht.“„Morgen, Dee… ja, so etwas in der Art…“ Ich schleppe mich zur Küchentheke und hole mir Speck und Eier.„Was ist los, Cass?“ Plötzlich steht Delilah neben mir, sodass ich leicht zusammenzucke.„Ähm… nichts. Es ist nur, dass ich i
CASSYIch spüre Siennas Blick auf meinem Körper, und das erregt mich nur noch mehr.„Cassy … komm her.“ Ihre Augen sind dunkel. In diesem Moment weiß ich genau, was sie will. Was unsere Körper wollen, obwohl wir uns vor wenigen Augenblicken noch gestritten haben.„Ja, Ma’am.“ sage ich automatisch.Ich krieche zu ihr hoch. Gedanken aus Lust und Verlangen wirbeln durch meinen Kopf.„Du bist ein unartiges Mädchen gewesen.“ Sienna küsst mich hart, bis wir beide nach Luft ringen.Das war so heiß, aber ich muss meine Gedanken unter Kontrolle halten. Auch wenn meine Pussy etwas ganz anderes denkt – sie ist bereits klatschnass und pocht.Ich presse meine Schenkel zusammen, um mein sexuelles Verlangen zu zügeln. „Versprich mir, dass du dich nicht einmischst.“„Ich werde darüber nachdenken.“„Nein. Versprich es mir. Sienna … bitte.“ Es fühlt sich an, als würde ich sie anbetteln, mich zu ficken.„Ich mag es, wenn du bettelst. Vielleicht kannst du mich ja überzeugen.“Oh… Ich starre sie an und er
CASSY Das Badezimmer ist luxuriös und privat. Ich schließe die Tür ab und lehne mich dagegen, versuche, wieder zu Atem zu kommen. Mein Spiegelbild ist obszön. Ich sehe erhitzt und zerstört aus. Das Halsband ist jetzt deutlich sichtbar – ich muss unbewusst am Ausschnitt gezogen haben. Ich sehe aus
CASSY Siennas Büro befindet sich in Tribeca, in einem komplett verglasten Gebäude. Die Autofahrt dorthin ist pure Folter. Nicht wegen des Verkehrs oder der Stille, sondern weil ich den Vibrator die ganze Zeit an mir spüre. Gerade still, aber da… eine ständige Erinnerung, dass Sienna mich jederzeit,
CASSY Das Nachthemd bedeckt mich kaum. Ich sehe mich im Spiegel – mit einem Halsband wie ein Haustier, fast nackt, die Augen rot vom Weinen. Ich habe so viel durchgemacht, dass ich das Mädchen, das mich anstarrt, nicht mehr erkenne. Ich gehe zurück ins Schlafzimmer. Sienna liegt im Bett und scroll
CASSY „Hass.“ Sie sagt es ganz einfach, als würde sie übers Wetter reden. „Hass ist bemerkenswert klärend. Er schärft den Verstand. Gibt dir ein Ziel.“ Wir bleiben vor einer Tür stehen. „Das ist mein Schlafzimmer“, sagt sie und öffnet sie. Der Raum ist riesig. Ein King-Size-Bett mit schwarzer Se



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