ANMELDENPOV: AIRYS„Ich habe nicht gefragt, ob es nötig ist.“ Seine Stimme war fest, arrogant. Dieser Ton eines Mannes, der befiehlt, der beschützt, wie es ihm passt, der nicht verhandelt.Schweigend gingen wir über eine Stunde weiter, bis wir auf die Straße stießen, über der feiner Nebel lag. Wir stiegen einen schmalen Pfad hinab, bis wir eine kleine Stadt erblickten, die zwischen den Bäumen schlummerte, fernab von allem, was ich kannte. Ich runzelte die Stirn. Ich war noch nie dort gewesen.Bevor ich irgendetwas fragen konnte, verschränkte Daimon seine Finger mit meinen und zog mich kraftvoll mit sich.Durch den Schwung wirbelte mein Körper herum und wurde fest gegen eine kalte Steinmauer gedrückt. Sein Körper presste sich an meinen. Das Gewicht, die Wärme, seine Kraft, die mich vollständig umschloss. Sein Atem traf heiß und schwer auf
POV: AIRYSDoch obwohl er das Thema wechselte, blieb seine Hand auf meinem Gesicht. Seine Finger berührten meine Haut noch immer, fest und behutsam zugleich. Als wollte er mir ohne Worte sagen, dass er mich nicht noch einmal verlieren würde.Erschrocken sprang ich auf und nickte mit einer raschen Bewegung. Doch bevor ich die Tür erreichen konnte, packte seine Hand fest mein Handgelenk und zog mich zurück in seine Arme.Der Zusammenstoß kam unvermittelt. Mein Körper prallte gegen seinen, und ehe ich reagieren konnte, wanderte seine Hand über meine Haut hinauf bis zu meinem Nacken, wo er fest zudrückte und mich zwang, das Gesicht zu heben.Ich war gezwungen, ihn anzusehen.„Airys.“ Seine Stimme klang tief, rauer als zuvor, erfüllt von etwas Ursprünglichem. „Ich habe dich markiert. Und Fenrir wird es im richtigen Moment ebenfall
POV: AIRYSLangsam öffnete er die Handfläche und legte die tiefen Schnitte frei. Ich seufzte, berührt von der Wunde, aber noch mehr von dem, wofür sie stand. Ich beugte mich über seine Hand, drückte meine Lippen auf die Verletzung und schmiegte dann mein Gesicht daran, während ich den warmen, unverwechselbaren Geruch seines Blutes einsog. Etwas Süßliches lag darin. Etwas Seltsames, das süchtig machte und mich erneut erschauern ließ.„Hmpf … du bist wirklich faszinierend“, murmelte er rau, als wäre es ihm ungewollt entschlüpft.Ich hob den Kopf und zog eine Augenbraue hoch.„Du besänftigst meine Bestie … und meinen Zorn“, fügte er mit roher Aufrichtigkeit hinzu.„Das gehört zu meinem Charme, Alpha“, erwiderte ich herausfordernd und ließ meine Stimme leiser, v
POV: AIRYS„Kleine, das Wenige, das du über mich weißt, hat schon gereicht, um dir Angst zu machen.“ Daimons Stimme durchschnitt mit Bestimmtheit die Stille. Er neigte den Kopf leicht, als studierte er jede meiner Bewegungen. Sein Blick wanderte über mein Gesicht und registrierte selbst das leise Zittern meiner Lippen. „Ich mache dir keinen Vorwurf.“Meine Finger verschränkten sich reflexartig ineinander. Die Angst war echt. Nicht davor, dass er mir körperlich wehtun könnte, nicht mehr, sondern vor allem, was er hinter diesem düsteren, intensiven Blick trug. Trotzdem reckte ich das Kinn; er sollte mein Zögern nicht bemerken.„Vielleicht fürchte ich dich, weil ich deine Geschichte nicht kenne.“
POV: DAIMONAirys rückte gerade so weit von mir ab, dass sie ihr Gesicht zu meinem heben konnte, und ihre goldenen Augen funkelten provozierend.„Fenrir scheint mir kein vertrauenswürdiger Wolf zu sein“, erklärte sie herausfordernd.Das Brüllen, das tief aus meiner Brust hervorbrach, erfüllte den Raum, so gewaltig, dass ihr Körper sich kaum merklich und alarmiert versteifte.Sie wich ein Stück zurück, erschrocken, aber sie floh nicht.Mutig.Meine kleine, freche Gefährtin.„Du
POV: DAIMONAirys stieß einen leisen Seufzer aus und nahm jedes Wort in sich auf.„Es wäre gefährlich gewesen, wenn er auserwählt worden wäre … und zum nächsten Obersten geworden wäre“, schloss sie leise, lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück und wandte den Blick nicht von meinem ab. Sie griff nach dem Weinglas, ihre Finger zitterten leicht, und trank einen Schluck, um die Fassung zu bewahren.Mein Atem ging schwer, meine Brust hob und senkte sich in einem Rhythmus, den allein meine Willenskraft im Zaum hielt.„Was ist passiert?“, fragte sie, ihre Stimme nun sanfter, als spürte sie das Gewicht der Geschichte.







