LOGINPOV: AIRYS
„Es ist keine Wahl!“ brüllte sie und stieß bedrohliche Knurrlaute aus.
„In letzter Zeit höre ich das sehr oft.“ schnaubte ich und versuchte, die Angst zu ignorieren, die unter meiner Haut kroch.
Hamissa griff an, schnell wie ein Blitz. Ich wich um Haaresbreite aus, drehte den Körper und hob den Dolch. Fast bohrte ich die Klinge in ihre Rippe, aber sie drehte die Schnauze und packte mein Handgelenk mit brutaler Kraft.
POV: AIRYSIch schluckte trocken und versuchte, fest zu bleiben. Aber mein Körper zitterte. Meine Finger waren taub vor Kälte und Entsetzen. Der enorme Wolf positionierte sich zum Angriff. Seine Schultern senkten sich, die Pfoten rückten langsam vor, die zurückgezogene Schnauze enthüllte die Reißzähne mit einer stillen Drohung. Das Geräusch seiner Krallen, die über den Boden schabten, hallte wie ein Urteil.„Ich …“ Meine Stimme versagte. Meine Kehle war trocken, meine Knie wankten. Ich zwang die Luft in die Lungen und richtete mich schwankend auf, das Herz schlug so schnell, dass es wehtat. „Ich bin deine Luna, Daimon. Bitte … kontrolliere deine Bestie …“Für eine Sekunde glaubte ich, das würde ihn erreichen. Für eine Sekunde hatte ich Hoffnung.Aber die Bestie lachte nur wieder.Das Lachen kam aus der Brust, tief, verzerrt, unmenschlich. Es vi
POV: AIRYSIch packte seinen Arm fest, als ich den kolossalen Schatten die Wände bedecken und ein kaltes, düsteres Pfeifen den Tunnel füllen sah.„Beute … ich wittere eure Schwächen und Angst.“ Die verzerrte Stimme hallte durch den Gang, grotesk, mächtig, unmenschlich. Mein Magen drehte sich um.„Geh, Airys. Ich werde ihn so lange aufhalten, wie ich kann.“ Jasper stieß mich mit der Laterne. „Sieh nicht zurück.“„Nein! Komm mit mir!“ Ich packte seinen Arm verzweifelt und grub die Nägel in seine Haut. „Du wirst sterben, wenn du bleibst! Du hast seine Aura gespürt … sie ist so ähnlich wie die des …“„Was für ein Freund wäre ich, wenn ich dich nicht schützte?“ Er lächelte schwach, löste meinen Griff und stieß mich erneut, ließ mich nach vorn stolpern. „Außerdem i
POV: DAIMONBevor ich den Rat betrat, schwebte etwas Seltsames in der Luft. Instinktiv schloss ich die Augen und atmete tief ein. Ich witterte. Etwas stimmte nicht. Mein Fell sträubte sich.„Dieses Gefühl …“, knurrte Fenrir alarmiert in meinem Geist. „Wir haben es schon einmal gespürt.“„Etwas Schlechtes steht kurz bevor.“ sagte ich, die Reißzähne entblößt, die Stimme leise und aufgeladen. Symon sah mich befremdet an und trat zur Seite, als wolle er Distanz halten.„Alpha?“ rief er vorsichtig und deutete mit dem Kopf auf das Mutationsfell, das an meinem Arm zu erscheinen begann. Meine Aura war instabil, gewaltsam.„Ich bin gut genug.“ antwortete ich fest. „Beta, ich will alle Krieger in Bereitschaft. Und schickt Verstärkung zu meinem Anwesen. Die Sicherheit der Menschin hat absolute Priorität.“Meine Krallen waren lan
POV: AIRYS„Nimm es mir nicht übel, Menschin, aber es ist leichter, mit einem Alpha umzugehen, der seit Wochen keinen Sex hatte, als mit einer sturköpfigen Frau.“ Er gab ein lebloses Lachen von sich. „Nicht, dass nicht irgendetwas gelaufen wäre.“„Ah, jetzt musst du alles erzählen.“ provozierte ich mit einem boshaften Lächeln, öffnete die Tür und ließ ihn eintreten. Wir setzten uns, und das Gespräch nahm einen entspannten Verlauf.Jasper begann zu beschreiben, wie er Lify in eine Ecke des Strategieraums gezogen und sie genommen hatte, als gäbe es kein Morgen. Während er in jenem stolzen, unzüchtigen Ton sprach, entfernte sich mein Geist. Etwas stimmte nicht. Eine Unruhe wuchs in meiner Brust. Ein Schauer kroch über meine Haut wie eine subtile Warnung.Ich blickte aus dem Fenster, suchte nach etwas, irgendetwas, das jenes seltsame Gefühl rechtfertigte
POV: AIRYS„Ich nehme an, der Rat tagt mit den anderen Alphas.“ bemerkte er ohne Sanftheit, mit Trägheit.„Eigentlich, Herr …“ Symon kratzte sich am Kopf, sichtlich unwohl. „Sie sind alle hier in der Stadt. Ich habe sie in den zentralen Gerichtssaal geführt. Den auf dem Berg gefangenen Gefangenen habe ich ebenfalls zum Verhör gebracht.“„Wölfe ohne Gefährtinnen … der Hunger staut sich.“ knurrte Daimon voller Verachtung, und seine Stimme trug eine Wildheit, die mich lachen ließ, das Gesicht in seiner Brust verborgen. Der Beta tat so, als hätte er nichts gehört, und hielt den Blick fest auf den Boden gerichtet.„Daimon, sie versuchen, diese Generation von Wölfen auszulöschen.“ sagte ich und berührte mit einer Hand seinen Brustkorb, spürte die harten Muskeln unter meinen Fingern. „Zuerst die Jungen, jetzt die Lunas. Ohn
POV: AIRYS„Findest du nicht, wir sollten zurückkehren? Was, wenn noch mehr auftauchen?“ Ich blickte über seine Schulter, angespannt. „Ich fühle mich hier nicht sicher.“„Der Beta patrouilliert mit den Spürern.“ schnaubte er, ungehalten, und berührte meine Wange mit einer Zärtlichkeit, die im Gegensatz zum vorherigen Ton stand. „Du musst lernen, mir zu vertrauen, Airys.“Ich keuchte, zitterte bei der unerwarteten Berührung. Wie sollte man jemandem vertrauen, der mehr über mich zu wissen schien als ich selbst?„Vertraust du mir?“ fragte ich, hob den Blick, atmete tief ein und versuchte, ihn zu entschlüsseln.Er hielt mein Kinn und neigte das Gesicht, bis er viel zu nah war.„Du hast mich fast erstochen, und ich habe dich dafür nicht getötet.“ provozierte er mit heiserem, tiefem Ton, die Augen glänzten vor Intensi







