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Der Morgen danach

last update Veröffentlichungsdatum: 03.11.2026 15:28:24

Kapitel 63

Der Morgen danach

Aus Harpers Sicht

Ich wachte langsam auf; Sonnenlicht sickerte sanft durch die Vorhänge. Einen Moment lang blieb ich einfach liegen und ließ die Erinnerung an die letzte Nacht noch einmal auf mich wirken. Er liebt mich. Alexander Knight liebt mich. Wochenlang hatte ich auf diese Worte gehofft – und jetzt, da ich sie tatsächlich gehört hatte, schien die Zukunft, die ich einst für unmöglich gehalten hatte, plötzlich zum Greifen nah.

Er schlief noch neben mir; sein Ges
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    Kapitel 63Der Morgen danachAus Harpers SichtIch wachte langsam auf; Sonnenlicht sickerte sanft durch die Vorhänge. Einen Moment lang blieb ich einfach liegen und ließ die Erinnerung an die letzte Nacht noch einmal auf mich wirken. Er liebt mich. Alexander Knight liebt mich. Wochenlang hatte ich auf diese Worte gehofft – und jetzt, da ich sie tatsächlich gehört hatte, schien die Zukunft, die ich einst für unmöglich gehalten hatte, plötzlich zum Greifen nah.Er schlief noch neben mir; sein Gesicht wirkte so entspannt, wie ich es bei Tageslicht nur selten sah. Ich beobachtete ihn ein paar stille Minuten lang, bevor ich vorsichtig aus dem Bett schlüpfte. Ich wollte etwas Einfaches, etwas Alltägliches tun. Unsere Beziehung war so schnell so außergewöhnlich geworden, dass ein kleiner, vorsichtiger Teil in mir Angst davor hatte, wie leicht das alles wieder verschwinden könnte.Ich ging in die Küche und bereitete das Frühstück zu – nichts Aufwendiges, einfach nur Eier und Toast; genau die

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    Kapitel 62Die Frau, die er wähltAus Alexanders Sicht„Ich möchte sofort die Polizei rufen“, sagte ich und hielt noch immer den Zettel in der Hand. „Und ich möchte, dass du die morgige Präsentation komplett absagst – zumindest so lange, bis wir wissen, wer dich da bedroht.“„Nein“, entgegnete Harper bestimmt; die Unmittelbarkeit ihrer Ablehnung überraschte mich.„Harper, jemand ist in dein Atelier eingebrochen, um dir eine Drohung zu hinterlassen.“„Ich weiß genau, was passiert ist“, sagte sie. „Und ich verstehe, dass du mich beschützen willst. Aber ich lasse nicht zu, dass die Angst mir diesen Moment raubt. Mein Vater hat davon geträumt, ‚Bennett Bridal‘ auf einer solchen Bühne zu sehen. Ich werde nicht zulassen, dass derjenige, der das getan hat, ihm auch noch das nimmt.“Ich betrachtete sie aufmerksam und erkannte dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit, die sie schon durch jede Herausforderung begleitet hatte, seit ich sie zum ersten Mal getroffen hatte. Weiter zu diskutieren

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    Kapitel 61Der Angriff auf ihre KollektionHarpers PerspektiveAn jenem Morgen schloss ich die Tür zum Atelier auf – in der Erwartung, die gewohnte Ruhe vor einem großen Tag vorzufinden: sanftes Morgenlicht, der Duft von Stoffen und Kaffee, meine Kollektion sorgfältig auf den Kleiderstangen, genau dort, wo ich sie am Vorabend hinterlassen hatte.Stattdessen trat ich in ein einziges Chaos.Zerstückelte Stoffe lagen auf dem Boden verstreut; filigrane Perlenstickereien waren abgerissen und lagen wie Scherben von zerbrochenem Glas umher. Mein Prunkstück – das Kleid, an dessen Perfektionierung ich drei Monate gearbeitet hatte – war nur noch ein Trümmerhaufen. Das Oberteil war glatt durchschnitten, die Spitze in gezielten, groben Rissen abgerissen.„Nein“, flüsterte ich, während meine Knie unter mir nachgaben. „Nein, nein, nein.“Noch bevor ich daran dachte, die Polizei zu rufen, verständigte ich Alexander. Meine Stimme zitterte so stark, dass ich kaum ein Wort herausbrachte.Er traf innerh

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    Kapitel 60Das VersprechenHarpers SichtMir war es beim Frühstück aufgefallen: wie Alexander immer wieder auf sein Handy schaute, wie seine Antworten auf meine Fragen einen Moment zu spät kamen – als wäre er mit seinen Gedanken ganz woanders.„Alexander.“„Hm?“„Du hast jetzt schon dreimal dieselbe E-Mail gelesen, ohne sie wirklich zu lesen.“Er legte sein Handy beiseite, ertappt. „Es ist alles in Ordnung.“„Es ist eben nicht in Ordnung. Du bist schon seit zwei Tagen völlig abwesend.“ Ich musterte ihn aufmerksam. „Was ist los?“Er zögerte, und dieses Zögern verriet mir mehr, als es jede Antwort gekonnt hätte. „Es gibt ein kleines administratives Problem in der Klinik. Dr. Olivia kümmert sich darum.“„Was für ein Problem?“„Noch ist nichts bestätigt“, sagte er. „Ich möchte dich nicht mit etwas beunruhigen, das sich am Ende vielleicht als völlig belanglos herausstellt.“Frustration stieg in mir auf. „Alexander, ich bin kein Kind, das man vor bürokratischen Problemen abschirmen muss. Es

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    Kapitel 59Der Eintrag, der dort nicht sein dürfteAus Alexanders SichtAm nächsten Morgen rief ich Dr. Olivia unter vier Augen an. Ich wollte nicht darauf warten, dass sie sich von sich aus bei uns meldet – meine Geduld war nach einer schlaflosen Nacht, in der ich jede erdenkliche Erklärung für ihre Entdeckung durchgespielt hatte, restlos am Ende.„Sagen Sie mir, was Sie herausgefunden haben“, sagte ich sofort, als sie abnahm.„Alexander, Sie müssen verstehen: Ich habe noch nichts bestätigt.“„Sagen Sie mir einfach, was Sie gesehen haben.“Am anderen Ende der Leitung seufzte sie leise. „Eines der älteren Laborprotokolle vom Embryotransfer stimmt nicht ganz mit den aktuellen Unterlagen zur Leihmutterschaft überein. Es gibt eine Diskrepanz bei den Daten und einen Hinweis auf eine zweite Probe, die laut den ursprünglichen Unterlagen gar nicht existieren dürfte.“Ich umklammerte das Telefon fester. „Was genau bedeutet das?“„Es könnte gar nichts bedeuten“, sagte sie vorsichtig. „Bürofehl

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    Kapitel 58Der HerzschlagAus Harpers SichtDer Untersuchungsraum fühlte sich an diesem Morgen wärmer an als sonst. Sonnenlicht fiel sanft durch das Fenster, während Dr. Patel den Schallkopf behutsam auf meinen Bauch setzte. Innerhalb von Sekunden erfüllte das gleichmäßige, rhythmische Rauschen des Herzschlags unseres Babys den kleinen Raum – kräftiger und deutlicher, als ich es von früheren Terminen in Erinnerung hatte.„Das klingt wunderbar“, sagte Dr. Patel mit einem herzlichen Lächeln. „Kräftig und gesund.“Alexanders Hand schloss sich fester um meine; sein Gesichtsausdruck war weich, erfüllt von jenem stillen Staunen, das ich jedes Mal bei ihm beobachten konnte, wenn wir diesen kleinen, beharrlichen Herzschlag hörten.„Sie wird von Woche zu Woche kräftiger“, sagte ich leise, noch immer fasziniert von dem Geräusch.„Sie?“, fragte Alexander und zog spielerisch eine Augenbraue hoch.„Nur so ein Gefühl“, antwortete ich lächelnd.Nachdem der Termin beendet war und Dr. Patel kurz hinau

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