ログインBonnie’s POV
Ich entdeckte einen Mann, und etwas in mir drängte mich sofort, ihm zu folgen. Es fühlte sich an, als könnte er die Antwort auf meine Geldprobleme sein. Er sah wohlhabend aus, als hätte er alles im Griff.
Tief in mir wusste ich, dass ich nichts damit zu tun hatte, einem Fremden zu folgen. Ich wusste es besser, aber in dem Moment, als ich losging, war es, als hätten meine Beine die Entscheidung bereits für mich getroffen, und ich konnte mich nicht mehr aufhalten.
Mein Verstand sagte immer wieder: Geh zurück. Das ist dumm, das ist gefährlich, aber dann erinnerte ich mich an die leere Kiste in meinem Zimmer.
All meine Ersparnisse waren einfach so weg wegen meines nutzlosen Vaters, und plötzlich fühlte sich das nicht mehr dumm an.
Es fühlte sich notwendig an.
„Hey“, rief ich.
Meine Stimme kam kleiner heraus, als ich wollte.
Er blieb langsam stehen und drehte sich dann um.
Und Gott—aus der Nähe sah er noch schlimmer aus, nicht hässlich, überhaupt nicht, nicht einmal ansatzweise.
Er sah aus wie die Art Mann, mit der man sich nicht anlegt. Die Art, die dein Leben ruinieren kann, ohne es zu versuchen.
Für einen Moment wollte ich fast umdrehen.
„Was willst du?“ fragte er, sein Ton gerade, kalt und gefühllos.
Ich schluckte.
„Ich… ich brauche Hilfe.“
Seine Augen veränderten sich nicht.
„Such dir jemand anderen“, sagte er.
Meine Brust zog sich zusammen. „Würde ich, wenn ich könnte.“
„Dann streng dich mehr an.“
Okay, das war unhöflich.
„Ich meine es ernst“, sagte ich und trat trotz mir selbst näher. „Ich wäre nicht hier, wenn ich eine andere Option hätte.“
Er antwortete nicht. Blinzelte nicht einmal. Ich hasste, wie mich das nervös machte.
„Ich brauche nur Geld“, fügte ich schnell hinzu. „Ich werde es zurückzahlen. Ich…“
„Ein Darlehen?“ unterbrach er.
„Ja.“
„Du erwartest, dass ich das glaube?“
Ich zögerte, das war mein Fehler.
Sein Ausdruck veränderte sich leicht, als hätte er sich selbst gerade etwas bewiesen.
„Das dachte ich mir“, sagte er.
Etwas in mir riss.
„Du weißt nichts über mich.“
„Ich weiß genug“, erwiderte er.
„Tust du nicht.“
„Du bist einem Fremden aus einem Club gefolgt und hast ihn nach Geld gefragt.“
Ich wurde still.
„…Ja“, gab ich nach einem Moment zu. „Das habe ich.“
„Zumindest bist du ehrlich.“
Ich ließ ein trockenes Lachen hören. „Würdest du es lieber haben, wenn ich lüge?“
„Ich würde es vorziehen, wenn du gehst.“
Das traf mehr, als ich erwartet hatte.
„Gut“, murmelte ich. „Vergiss, dass ich etwas gesagt habe.“
Ich drehte mich um.
Ein Schritt… zwei…
„Warte“, sagte er.
Ich blieb stehen.
Ich schloss für einen Moment die Augen, bevor ich mich wieder umdrehte.
„Was?“
Er beobachtete mich jetzt anders, immer noch kalt, aber diesmal nachdenklich.
„Warum brauchst du es?“ fragte er.
Ich zögerte.
„Weil ich, wenn ich es nicht bekomme“, sagte ich langsam, „nirgendwo im Leben hinkomme.“
„Das ist vage.“
„Das ist persönlich“, schoss ich zurück.
Stille fiel zwischen uns.
„Gut“, sagte er.
Meine Augenbrauen zogen sich zusammen. „Gut… was?“
„Du willst Geld“, sagte er. „Komm mit mir.“
Mein Herz setzte einen Schlag aus. Das war zu einfach und viel zu verdächtig.
„Warum?“ fragte ich vorsichtig.
Sein Blick hielt meinen.
„Weil ich es sage.“
„Das ist kein Grund.“
„Das ist der einzige, den du bekommst.“
Ich musterte ihn einen Moment lang. Jeder Instinkt in mir sagte, dass das eine schlechte Idee war. Eine wirklich schlechte.
Aber dann…
Das Gesicht meines Vaters blitzte in meinem Kopf auf—betrunken, lachend, meine Zukunft ausgebend, als würde sie nichts bedeuten.
Ich biss die Zähne zusammen.
„…Okay.“
Das Wort kam heraus, bevor ich mich aufhalten konnte. Etwas in seinem Ausdruck veränderte sich.
„Hmmm, entschieden. Steig ein“, sagte er.
Die Fahrt war still. Ich hielt meine Hände im Schoß und versuchte, ihn nicht zu sehr anzusehen, aber es war schwer. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, nicht nur seine Haltung, sondern etwas Tieferes. Etwas, das ich nicht erklären konnte.
Wir hielten vor einem Haus, das definitiv nicht billig aussah.
Natürlich.
Ich folgte ihm hinein, immer noch angespannt.
„Setz dich“, sagte er.
Tat ich nicht.
Stattdessen verschränkte ich die Arme. „Können wir das einfach hinter uns bringen?“
Seine Augen wanderten zu meinen.
„Du bist ungeduldig.“
„Ich bin nervös“, korrigierte ich.
„Dasselbe.“
„Nein, ist es nicht.“
Stille zog sich zwischen uns. Dann trat er näher.
Mein Atem stockte—nicht, weil ich es wollte, sondern weil mein Körper reagierte, bevor ich denken konnte. Das machte mir Angst.
„Entspann dich“, sagte er.
„Ich bin entspannt.“
„Bist du nicht.“
„Sag mir nicht, was ich bin.“
Eine kurze Pause.
Dann—
„Willst du das Geld noch?“ fragte er.
Ich schluckte. „…Ja.“
Sein Blick wich nicht von meinem.
„Dann lauf jetzt nicht vor mir weg.“
Meine Brust zog sich zusammen.
Das fühlte sich wie eine Linie an, die ich nicht mehr überschreiten konnte, aber ich war schon so weit gegangen.
„…Ich laufe nicht weg“, sagte ich leise.
Aber tief in mir kroch die Angst hoch. Mein Kopf begann zu schmerzen.
Meine Gedanken verschwammen an den Rändern. Die Stille fühlte sich zu schwer an. Der Druck zu groß.
Ich blieb stehen.
„Warum fühle ich mich so…?“ flüsterte ich.
Er antwortete nicht.
Nur diese erdrückende Stille. Meine Sicht begann zu verschwimmen und mein Körper schwankte.
Dann wurde alles schwarz.
Als ich aufwachte…
War ich nicht allein. Panik traf mich sofort. Ich setzte mich zu schnell auf, mein Herz raste, während ich mich umsah.
Ich lag auf einem Bett, eine Decke um mich gewickelt.
Er stand da und beobachtete mich.
„Du bist wach, schwacher Mensch“, murmelte er.
Ich antwortete nicht. Ich zog nur das Laken enger um mich, mein Verstand raste.
Was ist mit mir passiert?
Was habe ich getan?
Was hast du mir angetan?
„Entspann dich“, sagte er wieder.
„Hör auf, das zu sagen“, schnappte ich. „Wo bin ich?“
„Bei mir.“
„Warum bin ich hier?“
„Du bist mit mir gekommen.“
„Ich habe nicht zugestimmt zu…“
„Hast du.“
Stille fiel zwischen uns, dann kamen die Erinnerungen zurück.
Ich habe es wirklich getan.
Mein Hals fühlte sich trocken an.
Dann bemerkte ich es. Das Geld lag auf dem Tisch.
Meine Augen fixierten es sofort. Es sah echt aus und es war viel—mehr als genug, um mein Leben zu verändern.
Mein Herz hämmerte.
„Du wolltest Geld“, sagte er.
Ich sah ihn an, dann wieder darauf.
Das war der Grund, warum ich gekommen war. Was ich brauchte. Nichts anderes spielte eine Rolle.
Ich bewegte mich schnell und griff danach, bevor ich es mir anders überlegen konnte.
„Ich gehe“, sagte ich.
Er hielt mich nicht auf. Argumentierte nicht. Reagierte nicht.
Das hätte meine erste Warnung sein sollen.
Die Luft traf mich hart, als ich nach draußen trat. Alles fühlte sich kalt und still an.
Ich ging schnell—dann schneller—und hielt das Geld fest, als würde es verschwinden, wenn ich es losließ.
„Mir geht’s gut“, murmelte ich. „Mir geht’s gut, geh einfach nach Hause und vergiss alles.“
Nur… Ein Geräusch kam von hinter mir. Es fühlte sich tief und falsch an.
Ich erstarrte.
Langsam drehte ich mich um und mein Blut wurde eiskalt.
Leuchtende Augen starrten mich an, nichts Menschliches an den Männern.
Eine leise Angst kroch in meine Brust, dann erschien ein weiteres Paar leuchtender Augen.
Mein Herz begann zu rasen.
„Nein…“
Einer von ihnen trat näher—zu schnell.
„Bitte“, sagte ich und wich zurück. „Ich habe nichts anderes… nehmt das einfach und lasst mich gehen…“
Sie lachten, ein tiefes, raues Geräusch, das überhaupt nicht menschlich klang.
„Interessiert uns nicht dein Geld“, sagte einer von ihnen.
Mein Magen sank.
„Dann was… was wollt ihr von mir?“
Derjenige, der zu schnell näher gekommen war, stand jetzt vor mir, aber bevor ich meinen Satz beenden konnte, packte seine Hand meinen Arm fest.
„Warte—nein—!“
„Du riechst unberührt“, murmelte er und verstärkte seinen Griff.
Angst schoss durch mich.
„Was soll das überhaupt heißen? Lass mich los!“
„Perfekt“, antwortete er.
Panik explodierte in meiner Brust. Ich kämpfte, drückte gegen ihn, versuchte mich zu befreien.
„Hör auf—bitte—!“
Es war sinnlos, er war zu stark.
„Das dauert nicht lange“, sagte er.
„Nein—NEIN—!“
Dann veränderte sich etwas. Die Luft, der Druck, das Gefühl.
Der Mann vor mir erstarrte komplett.
Dann ein verschwommener Moment Bewegung. Schnell und gewalttätig.
Der Mann vor mir wurde so plötzlich von mir weggerissen, dass ich zurücktaumelte und hart auf den Boden fiel. Ich hatte kaum Zeit zu atmen, bevor ich ihn sah.
Derselbe Mann von vorher. Der, dessen Haus ich mit Geld verlassen hatte. Er sah anders aus—und furchteinflößend. Seine Augen leuchteten. Sein ganzer Körper war angespannt mit etwas Dunklem und Gefährlichem.
„Was hast du angefasst?“ fragte er, seine Stimme leise… tödlich.
Die anderen Männer, die mich angreifen wollten, lachten schwach. „Wussten nicht, dass sie beansprucht ist…“
„Sie gehört mir“, antwortete er ihnen.
Die Worte waren nicht laut, aber sie trafen wie eine Drohung.
Ich konnte mich nicht bewegen oder atmen. Alles geschah einfach zu schnell.
In einem Moment standen sie noch. Im nächsten war da Blut und Schreie—dann Stille.
Ich sah nicht einmal, wie es endete. Ich wusste nur, dass es vorbei war.
Meine Hände zitterten und mein ganzer Körper bebte.
Er drehte sich langsam zu mir um, seine leuchtenden Augen fixierten meine.
Ich versuchte zurückzuweichen, aber ich konnte nicht.
Er trat näher.
„Du hättest nicht weglaufen sollen“, sagte er.
Meine Stimme kam gebrochen heraus. „W-was bist du…?“
Er antwortete nicht.
Er sah mich nur an, als würde er etwas anderes sehen.
Dann plötzlich spürte ich einen scharfen, brennenden Schmerz. Ich keuchte auf, als seine Hand meinen Arm packte und mich näher zog.
„W-warte—was machst du—?“
Seine Stimme wurde leise und endgültig.
„Das hier reparieren.“
Und dann bohrten sich seine Zähne in meinen Hals.
Ich schrie.
Schmerz schoss durch meinen ganzen Körper—heiß, überwältigend, wie Feuer in meinen Adern.
Meine Sicht verschwamm sofort. Meine Hände drückten schwach gegen ihn, aber es brachte nichts.
Alles war zu viel und zu schnell für mich. Mein Körper gab nach.
Das Letzte, was ich spürte, war sein Griff, der sich fester zog. Das Letzte, was ich hörte, war seine Stimme, leise an meiner Haut—
„…Jetzt gehörst du mir.“
Und dann wurde alles schwarz.
Bonnies PerspektiveFür ein paar Sekunden bewegte sich niemand. Ich starrte auf die leere Wiege und hielt noch immer das Stück Papier in der Hand. Nach allem, was wir durchgemacht hatten, konnte ich nicht glauben, dass uns schon wieder ein weiteres Geheimnis erwartete. Ich drehte mich zu Conri um. „Wohin ist das Baby gegangen?“ Er sah sich im Raum um, genauso verwirrt wie ich. Dann hörte ich hinter mir ein leises Weinen. Ich drehte mich um und sah Elias in der Nähe der Tür stehen, Amara auf dem Arm. Neben ihm stand der Mann, der einst mein Gesicht getragen hatte. Er hielt das Baby. Ich machte einen vorsichtigen Schritt auf sie zu. „Du hast es genommen?“, fragte ich. Der Mann schüttelte den Kopf. „Nein. Es hat selbst gewählt, wo es sein wollte.“ Er sah auf das Baby hinab, das ruhig in seinen Armen lag. „Die Blutlinie gehört dem Rat nicht mehr. Sie gehört den Menschen, die sie beschützen werden.“ Er kam auf mich zu und legte das Baby behutsam in meine Arme.Ich sah auf es hinab, und etw
KAPITEL 139Bonnies PerspektiveDie Stimme meiner Mutter verschwand, aber ihre Warnung blieb in meinem Kopf. Ich sah Conri an, und zum ersten Mal, seit ich ihn kannte, wusste ich nicht, ob ich ihm vertrauen konnte. Er stand mehrere Meter entfernt und starrte das Baby in der Wiege mit demselben Schock im Gesicht an, den ich empfand. „Bonnie, hör mir zu“, sagte er. „Ich wusste es nicht.“ „Das sagst du immer wieder“, antwortete ich. „Aber irgendwie weißt du immer genug, um mich zu schützen, genug, um Dinge vor mir zu verbergen, und genug, um mitten in jedem Geheimnis zu stehen, das ich aufgedeckt habe.“ Er sah verletzt aus, aber ich konnte nicht zulassen, dass das änderte, was ich wissen musste. „Sag mir jetzt die Wahrheit.“ Conri holte langsam Luft. „Meine Familie war mit der ersten Blutlinie verbunden, lange bevor der Rat existierte. Deine Mutter entdeckte es, während sie versuchte, dich zu schützen. Sie bat mich, über dich zu wachen, weil sie wusste, dass mein Blut deins schützen konn
KAPITEL 138Bonnies PerspektiveDer zweite Schrei ertönte erneut, diesmal lauter, und alle in der Kapelle erstarrten. Ich sah Elias an, dann Amara in seinen Armen. Auch sie weinte, aber der Laut unter uns war anders. Er kam von irgendwo tief unter dem Boden. „Es gibt noch einen weiteren Raum“, sagte mein Vater. „Es muss so sein.“ Der Anführer des Rates lächelte. „Natürlich gibt es den.“ Conri sah ihn an. „Was hast du getan?“ Der Mann zuckte mit den Schultern. „Nichts. Wir sind nur gekommen, um abzuholen, was hier seit Jahren wartet.“ Ich spürte einen seltsamen Zug in meiner Brust, als würde etwas unter uns nach mir rufen. Ohne nachzudenken ging ich auf den verborgenen Durchgang zu.„Bonnie, bleib stehen“, sagte Conri. Ich ging weiter. Das silberne Mal an meinem Handgelenk leuchtete mit jedem Schritt heller. Elias folgte mit Amara, während mein Vater dicht hinter uns blieb. Wir erreichten das Ende der Treppe und fanden eine weitere Steinwand am Ende des Gangs. Es gab keine Tür, keinen
Bonnie’s POVIch stieß mich von Conri weg und stand auf eigenen Beinen. Sein Ausdruck veränderte sich sofort. „Bonnie, was ist passiert?“ Ich starrte ihn an und suchte in seinem Gesicht nach einem Anzeichen, dass er wusste, was meine Mutter mir gerade gesagt hatte. „Hast du es gewusst?“ Er runzelte die Stirn. „Gewusst was?“ Ich sah auf meinen Bauch hinunter, dann zurück zu ihm. „Meine Mutter hat gesagt, die Blutlinie in meinem Baby ist nicht nur die meine.“ Der Raum wurde still. Elias sah Conri an, und selbst mein Vater schien nervös wegen dessen, was als Nächstes kommen würde. Conri stand langsam auf. „Bonnie, ich schwöre, ich verstehe nicht, was sie gemeint hat.“ „Dann sag mir, warum sich dein Blut anders anfühlt, wann immer ich dich berühre.“Er antwortete nicht. Ich trat näher an ihn heran. „Du hast länger von meiner Blutlinie gewusst, als du zugegeben hast. Du kanntest meine Mutter. Du kanntest Elias. Du wusstest von dem Ritual, und du wusstest, dass der Rat hinter mir herkommen
Bonnie’s POVIch starrte meine Mutter an und konnte mich nicht bewegen. Sie sah genau so aus, wie ich sie in Erinnerung hatte, nur war jetzt etwas anderes in ihren Augen. Sie waren nicht von der Traurigkeit erfüllt, die ich in der Erinnerung gesehen hatte. Sie waren ruhig, fast friedlich. „Mama?“ flüsterte ich. Sie lächelte mich an. „Du bist so groß geworden.“ Sofort füllten sich meine Augen mit Tränen. Ich streckte die Hand nach ihr aus, aber meine Finger gingen durch ihren Körper hindurch. „Bist du wirklich hier?“ „Nicht so, wie du es dir wünschst“, sagte sie. „Aber dieser Teil von mir hat darauf gewartet, dass du dich erinnerst.“ Ich schüttelte den Kopf. „Woran erinnern?“ Sie blickte in die Dunkelheit hinter mir. „An alles, was dein Vater dich vergessen lassen wollte.“Ich drehte mich um, aber da war nichts. Als ich wieder zu ihr hinsah, hielt sie dasselbe silberne Amulett, das ich in der Kapelle gesehen hatte. „Dein Vater hat dir gesagt, das Ritual sollte dich schützen“, sagte sie
Bonnie’s POVDie Dunkelheit um mich herum fühlt sich endlos an. Ich versuche, mich zu bewegen, aber mein Körper reagiert nicht. Ich spüre den Boden unter mir nicht, und ich höre weder Conri noch Elias noch irgendjemand anderen. Dann erreicht mich ein vertrauter Duft. Rosen. Das Parfüm meiner Mutter. Ich öffne die Augen und finde mich in einem Raum wieder, den ich seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen habe. Die Wände haben denselben cremefarbenen Ton, an den ich mich erinnere, und Sonnenlicht strömt durch die Vorhänge. Ein kleiner Holztisch steht neben dem Fenster, bedeckt mit denselben Blumen, die meine Mutter früher im Haus aufstellte. Mein Atem stockt, als ich Gelächter aus dem Flur höre. Ich kenne dieses Lachen. „Mama?“ Die Tür öffnet sich, und meine Mutter kommt herein, ein kleines Bündel an ihrer Brust. Sie sieht genau so aus wie in meinen Kindheitserinnerungen, jung und schön, mit einem müden Lächeln im Gesicht. Ich mache einen Schritt auf sie zu, aber sie sieht mich nicht an.
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Bonnie’s POVDie Weichheit unter mir war das Erste, das sich falsch anfühlte. Ich fühlte mich zu bequem.Meine Augen flogen auf.Ich bewegte mich zuerst nicht. Ich starrte einfach an die Decke, mein Herz raste bereits, als wüsste es etwas, das ich nicht wusste.Das war nicht mein Zimmer, und das wa
Bonnie’s POVIch wusste, dass etwas nicht stimmte, in dem Moment, als ich die Tür öffnete.„Dad?“ rief ich, schon angespannt.Nichts, nur wieder diese Stille. Die Art, die bedeutete, dass er entweder nicht zu Hause war oder betrunken war, um zu antworten.Ich trat hinein, ließ meine Tasche an der T
Conri’s POVDer Schmerz kam wieder ohne Vorwarnung, nur ein aufbauender Schmerz.„Verdammt!“Meine Hand krachte gegen die Wand, der Aufprall ließ den Stein reißen. Der Raum fühlte sich leer an, aber ich spürte es kaum. Alles, was ich spürte, war mein Wolf, unruhig, wütend und drängend.„Du musst di







