Die Vertragsehefrau des Milliardärs

Die Vertragsehefrau des Milliardärs

last updateLast Updated : 2026-09-22
By:  E. L. MonroeUpdated just now
Language: Deutsch
goodnovel16goodnovel
Not enough ratings
13Chapters
141views
Read
Add to library

Share:  

Report
Overview
Catalog
SCAN CODE TO READ ON APP

„Miss Hayes... Ich brauche Sie, damit Sie meine Frau werden.“ Sieben einfache Worte bringen Ariana Hayes’ Leben völlig durcheinander. Nach dem Verlust ihrer Eltern hat Ariana jeden Tag gekämpft, um ihre Familie zusammenzuhalten. Erdrückt von überwältigenden Schulden und entschlossen, ihre jüngeren Geschwister zu beschützen, hat sie keine andere Wahl, als Damien Blackwoods schockierenden Antrag anzunehmen – eine Vertragsheirat. Für Damien ist die Heirat mit Ariana nichts weiter als die letzte Bedingung des Testaments seines Großvaters. Sobald der Vertrag endet, werden sie getrennte Wege gehen. Zumindest war das der Plan. Doch irgendwo zwischen gemeinsamen Abendessen, verstohlenen Blicken und unerwarteten Momenten der Zärtlichkeit beginnen die Grenzen zwischen Verpflichtung und Liebe zu verschwimmen. Gerade als Ariana endlich glaubt, dass ihre Ehe echt geworden ist, zerstört Verrat alles. Mit gebrochenem Herzen geht sie fort, ohne Damien zu sagen, dass sie sein Kind erwartet. Jahre später führt das Schicksal sie wieder zusammen. Diesmal entdeckt Damien das kleine Mädchen mit seinen Augen und seinem Lächeln – die Tochter, von deren Existenz er nichts wusste. Entschlossen, die Familie zurückzugewinnen, die er unwissentlich verloren hat, muss er sich alten Feinden, vergrabenen Geheimnissen und der Frau stellen, deren Vertrauen er zerstört hat. Kann Damien Ariana davon überzeugen, dass ihre Liebe eine zweite Chance verdient, oder wird die Vergangenheit sie für immer trennen?

View More

Chapter 1

Kapitel Eins

Ein Tag, der alles veränderte

„Miss Hayes, warum sind Sie schon wieder zu spät?“

Die scharfe Frage hallte durch die Buchhaltungsabteilung, noch bevor Ariana Hayes ihren Schreibtisch erreicht hatte.

Das stetige Tippen der Tastaturen verstummte, als neugierige Blicke jedem ihrer Schritte folgten. Einige Kollegen wandten ihre Aufmerksamkeit schnell wieder ihren Bildschirmen zu und taten so, als wären sie beschäftigt, während andere offen zusahen, gespannt darauf, wie die morgendliche Konfrontation sich entwickeln würde.

Ariana holte leise Luft und umklammerte ihre Handtasche fester. Sie hatte nur wenige Stunden geschlafen, und die Erschöpfung lastete schwer auf ihrem Körper, doch sie weigerte sich, es zu zeigen. Aufgelöst zu wirken würde Mr. Carter genau das geben, was er wollte.

Sie ging mit gemessenen Schritten auf sein Büro zu und blieb vor der offenen Tür stehen.

„Es tut mir leid, Mr. Carter“, sagte sie. „Ich musste meinen Bruder heute Morgen zur Schule bringen.“

Mr. Carter lehnte sich in seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Sein Anzug war perfekt gebügelt und passte zu dem kalten Ausdruck auf seinem Gesicht.

„Interessant“, sagte er trocken. „Jedes Mal, wenn Sie zu spät kommen, gibt es einen Grund.“

„Es ist kein Grund“, erwiderte Ariana höflich. „Es ist die Wahrheit.“

Ein humorloses Lächeln umspielte seine Lippen.

„Die Wahrheit ändert nichts an der Uhrzeit.“

Ihr Blick wanderte zur Wanduhr.

Neun Minuten.

Sie war nur neun Minuten zu spät, doch die Stille um sie herum ließ es wirken, als hätte sie ein unverzeihliches Vergehen begangen.

„Es tut mir leid“, wiederholte sie. „Es wird nicht wieder vorkommen.“

„Das sollte es besser nicht“, antwortete Mr. Carter. „Denn wenn doch, dann suchen Sie sich besser einen neuen Job.“

Seine Worte legten sich schwer auf ihre Brust.

Das war nicht einfach nur ein weiterer Bürojob. Es war das Einzige, das ihre Familie über Wasser hielt.

Ohne ein weiteres Wort nahm Mr. Carter eine Akte und warf sie auf ihren Schreibtisch.

„Der Morrison-Finanzbericht.“

Ariana erkannte ihn sofort. Sie hatte die Hälfte der vergangenen Nacht damit verbracht, jede Berechnung zu überprüfen, bis sie sicher war, dass kein einziger Fehler mehr vorhanden war.

„Der Kunde wird in zwanzig Minuten hier sein“, fuhr Mr. Carter fort. „Wenn ich einen einzigen Fehler in diesem Bericht finde, haften Sie persönlich dafür.“

„Ich verstehe.“

Sie kehrte an ihren Schreibtisch zurück, schaltete ihren Computer ein und öffnete den Bericht erneut.

Die meisten Menschen hätten ihrer Arbeit vertraut, nachdem sie sie mehrmals überprüft hatten.

Ariana war nicht wie die meisten Menschen.

Ihr Gehalt war bereits bis zum Limit gestreckt. Zwischen Miete, den Medikamenten ihrer Großmutter und den Schulgebühren ihres jüngeren Bruders war jeder Naira, den sie verdiente, bereits verplant.

Sie verglich sorgfältig jede Zahl mit den Unterlagen des Unternehmens.

Dann glitten die gläsernen Eingangstüren auf.

Ein großer Mann in einem marineblauen Anzug betrat die Abteilung. Sein markantes Kinn war angespannt, und der dunkle Ausdruck auf seinem Gesicht ließ die Atmosphäre sofort angespannt wirken.

Ohne jemanden zu begrüßen, knallte er eine Akte auf den Empfangstresen.

„Wer hat meinen Bericht vorbereitet?“

Das Büro wurde vollkommen still.

Mr. Carter trat vor und ersetzte seine Verärgerung durch ein gepflegtes Lächeln.

„Mr. Morrison“, sagte er warm. „Willkommen. Bitte nehmen Sie Platz, während wir das klären.“

„Ich bin nicht hierhergekommen, um mich zu setzen.“

Seine Stimme blieb ruhig, doch die Wut darunter war unmöglich zu überhören.

„Ich bin hier, weil Ihr Unternehmen mich fast Millionen gekostet hat.“

Unbehagliche Blicke wurden zwischen den Angestellten ausgetauscht.

Mr. Carter nahm den Bericht und blätterte schnell durch die Seiten.

„Ich bin sicher, das ist ein Missverständnis.“

„Ist es nicht.“

Mr. Morrison deutete auf mehrere Zahlen.

„Die Investitionsprognosen sind veraltet.“

Er blätterte eine weitere Seite um.

„Die Steuerberechnungen stimmen nicht mit der Vereinbarung überein, die wir gestern finalisiert haben.“

Dann blätterte er erneut.

„Diese Umsatzprognosen gehören zum Bericht der letzten Woche.“

Das Selbstvertrauen wich langsam aus Mr. Carters Gesicht.

Er durchsuchte die Unterlagen, und seine Stirn legte sich mit jeder Seite, die er umblätterte, tiefer in Falten.

Zum ersten Mal, seit Ariana in der Firma angefangen hatte, sah er vollkommen unvorbereitet aus.

Sie trat vor.

„Darf ich einen Blick darauf werfen, Mr. Morrison?“

Mr. Carter warf ihr einen warnenden Blick zu.

„Ich kümmere mich darum.“

Mr. Morrison ignorierte ihn und reichte Ariana den Bericht direkt.

Sie nahm ihn entgegen und begann zu lesen.

Bei der zweiten Seite ahnte sie bereits, was passiert war.

Bei der dritten war sie sich sicher.

Sie blickte auf.

„Das ist nicht der finale Bericht.“

Mr. Morrison runzelte die Stirn.

„Was meinen Sie?“

„Das ist die Entwurfsversion, die gedruckt wurde, bevor die Überarbeitungen abgeschlossen waren.“

Sie ging zurück zu ihrem Schreibtisch, öffnete die Datenbank des Unternehmens und rief den fertigen Bericht auf.

Sie drehte den Monitor zu ihm und deutete auf einen Abschnitt.

„Bitte vergleichen Sie Seite vier.“

Mr. Morrison setzte seine Brille zurecht und studierte beide Berichte sorgfältig.

Sein Ausdruck wurde allmählich weicher.

„Die Investitionsprognosen sind vollkommen anders.“

„Sie wurden direkt nach dem Strategiemeeting von gestern aktualisiert“, erklärte Ariana.

Er las weiter.

„Auch die Steuerberechnungen haben sich geändert.“

„Sie wurden überarbeitet, nachdem Ihre Rechtsabteilung das Budget genehmigt hatte.“

Der Raum blieb still, während er jede Zahl Zeile für Zeile verglich.

Schließlich schloss er den Entwurfsbericht.

„Also hat jemand die falsche Version ausgedruckt.“

„Ja“, antwortete Ariana. „Der finale Bericht wurde danach fertiggestellt, aber versehentlich wurde der frühere Entwurf geschickt.“

Er nickte langsam, bevor er ihr die Hand entgegenstreckte.

„Ausgezeichnete Arbeit, Miss Hayes.“

Bevor Ariana antworten konnte, trat Mr. Carter zwischen sie und nahm den Händedruck selbst entgegen.

„Ich habe Ihnen gesagt, dass meine Abteilung das Problem sofort lösen würde“, sagte er mit einem selbstsicheren Lächeln.

Ariana senkte den Blick.

Das Lob war nie für sie bestimmt gewesen.

Sie widersprach nicht, weil es ihren Chef vor einem Kunden bloßzustellen nur weitere Probleme schaffen würde.

Ein paar Minuten später verließ Mr. Morrison das Büro, zufrieden, dass das Missverständnis geklärt war.

Die Buchhaltungsabteilung konnte endlich wieder durchatmen.

Als Ariana an ihren Schreibtisch zurückkehrte, begannen sofort die geflüsterten Gespräche.

Sophia Bennett rollte ihren Stuhl näher.

„Du hättest ihn korrigieren sollen.“

Ariana blickte von den Akten auf, die sie ordnete.

„Wen korrigieren?“

„Mr. Carter“, antwortete Sophia. „Jeder hat gesehen, was passiert ist. Du hast das Problem gelöst, aber er hat das ganze Lob kassiert.“

Ariana lächelte schwach.

„Und was hätte sich geändert, wenn ich ihn vor dem Kunden blamiert hätte?“

Sophia öffnete den Mund, um zu antworten, hielt dann aber inne.

Sie wusste es bereits.

Mr. Carter war nicht der Mann, der Demütigung verzieh.

Sophia blieb neben Arianas Schreibtisch stehen und musterte ihr Gesicht.

„Ich verstehe immer noch nicht, wie du so ruhig bleiben kannst“, gab sie zu. „Wenn Mr. Carter mich so behandeln würde wie dich, wäre ich schon lange gegangen.“

Ariana lächelte matt.

„Wütend zu werden löst nichts. Manchmal ist das Stärkste, was man tun kann, einfach weiterzumachen.“

Die Bürouhr schlug eins und verkündete den Beginn der Mittagspause.

Innerhalb weniger Minuten war die Buchhaltungsabteilung leer.

Sophia nahm ihre Handtasche.

„Komm schon. Lass uns Mittagessen holen.“

„Ich komme in einer Minute nach.“

Sophia kniff die Augen zusammen.

„Das hast du gestern auch gesagt.“

Ariana lachte verlegen.

„Und am Tag davor.“

Sophia zog den Stuhl gegenüber von ihr heraus und setzte sich.

„Du hast wieder kein Frühstück gegessen, oder?“

„Mir geht’s gut.“

„Nein“, sagte Sophia sanft. „Du überlebst. Das ist ein Unterschied.“

Sie griff in ihre Handtasche und stellte eine Lunchbox auf den Schreibtisch.

„Ich habe extra mitgebracht.“

Ariana schaute sie still an.

„Du musst mich nicht ständig durchfüttern.“

„Und du musst wirklich aufhören so zu tun, als hättest du keinen Hunger.“

Stille breitete sich zwischen ihnen aus.

Ariana senkte den Blick.

„Ich versuche, jeden Naira zu sparen, den ich kann.“

„Die Schulden?“

Sie nickte langsam.

„Meine Eltern haben mehr als nur Erinnerungen hinterlassen. Jeden Monat ist eine weitere Zahlung fällig. Die Schulgebühren meines Bruders werden nicht günstiger, die Medikamente meiner Großmutter kosten mehr als früher, und der Vermieter hat uns schon zweimal gewarnt.“

Sie zwang sich zu einem kleinen Lächeln.

„Wenn das Auslassen von Mahlzeiten hilft, mich um sie zu kümmern, bin ich damit einverstanden.“

Sophia griff über den Schreibtisch und drückte sanft Arianas Hand.

„Du trägst das Gewicht einer ganzen Familie auf deinen Schultern.“

„Jemand muss es tun“, erwiderte Ariana.

„Und wer kümmert sich um dich?“, fragte Sophia leise.

Ariana schaute aus dem Fenster.

„Ich mache mir Sorgen um mich, wenn sie in Sicherheit sind.“

Bevor Sophia antworten konnte, vibrierte Arianas Handy auf dem Schreibtisch.

Der Bildschirm leuchtete mit einem vertrauten Namen auf.

Kiddo.

Sofort bildete sich ein Knoten in ihrem Magen.

Ihr Bruder rief nie während der Schulzeit an, es sei denn, etwas stimmte nicht.

„Ich muss rangehen“, sagte sie.

Sophia ging leise weg.

Ariana eilte in den Flur, bevor sie den Anruf entgegennahm.

„Hey, Kiddo. Solltest du nicht im Unterricht sein?“, fragte sie und zwang Fröhlichkeit in ihre Stimme.

„Ich bin zu Hause“, antwortete ihr Bruder leise.

Ariana blieb stehen.

„Was ist passiert?“

„Der Vermieter war da.“

Ihr Griff um das Handy wurde fester.

„Was hat er gesagt?“

„Er will die Miete bis Ende der Woche.“

Sie schloss für einen kurzen Moment die Augen.

„Ich verstehe.“

Stille lag zwischen ihnen, bevor er wieder sprach.

„Da ist noch etwas.“

Arianas Herz sank.

„Was ist es?“

„Grandmas Medizin“, sagte er nach einer Pause. „Wir haben nur noch genug für morgen.“

Sie lehnte sich an die Wand und starrte auf den Boden.

„Ich kaufe heute Abend mehr.“

„Ari...“

„Hm?“

„Du hast das Geld nicht.“

Sie schluckte schwer.

„Ich finde eine Lösung.“

„Das sagst du immer.“

„Und irgendwie schaffe ich es immer.“

Seine Stimme wurde zu kaum mehr als einem Flüstern.

„Es tut mir leid.“

„Wofür?“

„Dass ich dein Leben so schwer mache.“

Arianas Augen brannten.

„Sag das nie wieder“, sagte sie entschieden. „Du und Grandma seid der Grund, warum ich weiterkämpfe. Entschuldige dich nie dafür, dass du mich brauchst.“

Keiner von ihnen sprach mehrere Sekunden lang.

Dann flüsterte er: „Ich habe Angst.“

Ariana schaute durch die Glaswand ins Büro.

„Ich auch.“

Die Worte entkamen, bevor sie sie aufhalten konnte.

Sie holte langsam Luft und zwang Stärke zurück in ihre Stimme.

„Wir haben jeden schweren Tag überstanden. Diesen schaffen wir auch.“

„Versprochen?“

„Ich verspreche es.“

Nachdem sie den Anruf beendet hatte, blieb Ariana im Flur stehen.

Sie starrte auf den dunklen Bildschirm ihres Handys, während das Gewicht, das sie trug, schwer auf ihrer Brust drückte.

Sie schloss die Augen, holte tief Luft und zwang sich, die verstreuten Teile ihrer Fassung wieder zusammenzusetzen.

Als sie ins Büro zurückkehrte, verriet ihr Gesicht nichts.

Sophia stellte keine Fragen.

Sie bot Ariana lediglich ein stilles, verständnisvolles Lächeln.

Der Arbeitstag endete endlich etwas nach sechs.

Die meisten Angestellten machten sich auf den Heimweg.

Ariana stieg in einen weiteren Bus quer durch die Stadt.

Ihr Tag war erst zur Hälfte vorbei.

In den nächsten drei Stunden prüfte sie Rechnungen und ordnete Finanzunterlagen für einen kleinen Lebensmittelladen im Viertel.

Als sie fertig war, brannten ihre Augen vom stundenlangen Starren auf Zahlen.

Der alte Ladenbesitzer lächelte entschuldigend.

„Ich wünschte, ich könnte dir mehr bezahlen.“

Ariana lächelte zurück.

„Du hast mir schon mehr geholfen, als du ahnst.“

Draußen fühlte sich die Abendluft kühl auf ihrem Gesicht an.

Sie war kaum auf halbem Weg zur Bushaltestelle, als eine aufgeregte Stimme in der Nähe rief.

Die Einkaufstasche einer alten Frau war gerissen und hatte Lebensmittel auf dem Bürgersteig verstreut.

Ohne zu zögern eilte Ariana hinüber.

„Keine Sorge. Ich helfe Ihnen.“

Gemeinsam sammelten sie alles ein und packten die Lebensmittel in eine andere Tasche.

Als Ariana sie zurückgab, musterte die Frau sie aufmerksam.

„Du siehst erschöpft aus.“

Ariana lachte leise.

„Es war ein langer Tag.“

Die Frau tätschelte sanft ihre Hand.

„Menschen, die auch dann Freundlichkeit wählen, wenn das Leben unfreundlich ist, sind sehr selten.“

Ariana lächelte höflich.

Die Frau schüttelte langsam den Kopf.

„Nein, meine Liebe. Nicht jeder hätte angehalten.“

Als Ariana sich zum Gehen wandte, rief die Frau ihr ein letztes Mal nach.

„Freundlichkeit hat die Art, das Schicksal eines Menschen zu verändern.“

Diese Worte blieben Ariana während der gesamten Heimfahrt im Kopf.

Als sie die Wohnung erreichte, war es bereits nach neun.

Bevor sie die Tür aufschließen konnte, schwang sie auf.

Ihr jüngerer Bruder stand mit einem strahlenden Lächeln dort.

„Ich wusste, dass du es bist.“

Ariana lachte trotz ihrer Erschöpfung.

„Ich sollte dich als Sicherheitsmann einstellen.“

„Ich wäre zu teuer.“

Drinnen stand ein Topf Nudeln auf dem Herd.

„Ich habe Abendessen gekocht“, verkündete er stolz.

Ariana hob den Deckel und schaute hinein.

„Du hast es zumindest versucht.“

Er legte eine dramatische Hand aufs Herz.

„Ich habe hart an diesem Meisterwerk gearbeitet.“

Beide brachen in Lachen aus.

Zwanzig Minuten später saßen sie am kleinen Esstisch und teilten die einfache Mahlzeit.

Für eine Weile vergaßen sie die unbezahlte Miete und die Sorgen von morgen.

Das Leben fühlte sich fast normal an.

Wenn auch nur für ein paar kostbare Minuten.

Nach dem Essen umarmte ihr Bruder sie fest.

„Du solltest etwas schlafen.“

Ariana nickte.

Nachdem er in seinem Zimmer verschwunden war, senkte sich Stille über die Wohnung.

Sie hatte ihr Handy kaum aufgenommen, als es klingelte.

Unbekannte Nummer.

Sie runzelte die Stirn.

Wieder ein Kreditgeber, der Zahlung verlangte.

Sie lehnte den Anruf ab.

Fast sofort vibrierte ihr Handy erneut.

Eine Textnachricht erschien auf dem Bildschirm.

Miss Ariana Hayes, die Blackwood Group bittet um Ihre Anwesenheit morgen um 10:00 Uhr. Ihre Teilnahme ist verpflichtend.

Sie runzelte die Stirn.

Blackwood Group?

Sie hatte sich dort nie auf eine Stelle beworben.

Sie kannte niemanden, der mit dem Unternehmen in Verbindung stand.

Überzeugt, dass die Nachricht an die falsche Person gesendet wurde, begann sie eine Antwort zu tippen.

Bevor sie sie absenden konnte, erschien eine weitere Benachrichtigung.

Das ist kein Fehler.

Ihre Finger erstarrten über dem Bildschirm.

Eine dritte Nachricht kam.

Die Schulden Ihrer Eltern holen Sie ein.

Die Mietfrist ist nur noch wenige Tage entfernt.

Die Medikamente Ihrer Großmutter reichen keinen weiteren Tag.

Sagen Sie uns, Miss Hayes... Wie lange glauben Sie noch, so tun zu können, als hätten Sie alles unter Kontrolle?

Seien Sie morgen um 10:00 Uhr bei der Blackwood Group.

Gehen Sie an dieser Gelegenheit vorbei, und bis Ende der Woche werden Sie herausfinden, wie viel eine einzige Entscheidung kosten kann.

Arianas Herz hämmerte heftig gegen ihre Rippen.

Die Farbe wich aus ihrem Gesicht, als ihr das Handy aus den zitternden Fingern glitt und auf den Boden krachte.

Ein kalterSchauer lief ihr den Rücken hinunter.

Blackwood Group war ein Name, dem sie noch nie begegnet war.

Die Nachrichten enthüllten Details, die kein Fremder kennen sollte.

Die Schulden ihrer Eltern, die überfällige Miete und sogar der schwindende Vorrat an Medikamenten ihrer Großmutter waren offenbart worden.

Ihr Puls raste.

Wer waren diese Leute…

Warum wussten sie mehr über ihr Leben als irgendjemand sonst?

Eine Frage blieb.

Wer hatte sie beobachtet... Warum fühlte es sich an, als wäre ein Nein keine Option mehr?

Expand
Next Chapter
Download

Latest chapter

More Chapters
No Comments
13 Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status