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70

Author: Nico
last update Petsa ng paglalathala: 2026-09-22 23:55:48

Eira Valerius

„Halt still, Luna, sonst stechen dir die Stecknadeln in die Haut.“ Miras Stimme klang leicht gedämpft durch die kleinen Nähnadeln, die sie fest zwischen den Lippen hielt. Sie kniete auf dem Teppich der Umkleidekabine und passte sorgfältig den Saum eines schweren weißen Wintermantels an. Neben ihr glättete Elara die Stickerei an den Ärmeln meines Kleides, die Augen vor lauter Konzentration zusammengekniffen.

Seit Sonnenaufgang herrschte in der gesamten Zitadelle ein reges Treiben.
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  • Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs   70

    Eira Valerius„Halt still, Luna, sonst stechen dir die Stecknadeln in die Haut.“ Miras Stimme klang leicht gedämpft durch die kleinen Nähnadeln, die sie fest zwischen den Lippen hielt. Sie kniete auf dem Teppich der Umkleidekabine und passte sorgfältig den Saum eines schweren weißen Wintermantels an. Neben ihr glättete Elara die Stickerei an den Ärmeln meines Kleides, die Augen vor lauter Konzentration zusammengekniffen.Seit Sonnenaufgang herrschte in der gesamten Zitadelle ein reges Treiben. Wohin ich auch blickte, eilten Bedienstete mit dunkelblauen und silbernen Fahnen durch die Korridore. Der süße, intensive Duft von gebratenem Fleisch und frisch gebackenem Honigbrot stieg aus den unteren Küchen herauf und erfüllte das Schloss mit einer warmen, festlichen Atmosphäre. Die Krönung rückte mit großen Schritten näher, und man bereitete sich darauf vor, ein Fest zu feiern, wie es das Königreich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte.„Ich versuche, still zu stehen“, lachte ich leise

  • Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs   69: Die Bewohner der Zitadelle

    Eira Valerius„Halt still, Luna, sonst stechen dir die Stecknadeln in die Haut.“ Miras Stimme klang leicht gedämpft durch die kleinen Nähnadeln, die sie fest zwischen den Lippen hielt. Sie kniete auf dem Teppich der Umkleidekabine und passte sorgfältig den Saum eines schweren weißen Wintermantels an. Neben ihr glättete Elara die Stickerei an den Ärmeln meines Kleides, die Augen vor lauter Konzentration zusammengekniffen.Seit Sonnenaufgang herrschte in der gesamten Zitadelle ein reges Treiben. Wohin ich auch blickte, eilten Bedienstete mit dunkelblauen und silbernen Fahnen durch die Korridore. Der süße, intensive Duft von gebratenem Fleisch und frisch gebackenem Honigbrot stieg aus den unteren Küchen herauf und erfüllte das Schloss mit einer warmen, festlichen Atmosphäre. Die Krönung rückte mit großen Schritten näher, und man bereitete sich darauf vor, ein Fest zu feiern, wie es das Königreich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte.„Ich versuche, still zu stehen“, lachte ich leise

  • Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs   68: Fehlerhafte Waffe

    Alpha LucasDer schwere Gestank von frischem Blut übertönte den feuchten, modrigen Geruch der unterirdischen Krypten. Ich stand auf dem erhöhten Balkon mit Blick auf den Trainingskäfig, den wir in der Mitte der Höhle errichtet hatten, und umklammerte das Geländer so fest, dass meine Knöchel weiß wurden. Unten im Dreck und Schlamm verwandelte sich die ultimative Waffe, die mir den Krieg gewinnen sollte, in eine völlige und totale Katastrophe.„Haltet sie zurück!“, schrie einer meiner regulären Wächter, dessen Stimme vor Entsetzen brach, während er rückwärts gegen die Gitterstäbe taumelte. „Sie sind außer Kontrolle! Göttin, hilf uns!“Im Inneren des Käfigs rissen sich drei der frisch mutierten Berserker-Bestien gewaltsam in Stücke. Es waren riesige, schreckenerregende Monster. Ihre Haut spannte sich straff über unnatürlich angeschwollene Muskeln, durchzogen von dicken, pulsierenden schwarzen Adern. Ihre Klauen glichen langen, gezackten Dolchen. Doch anstatt diese Klauen gegen die Zielpu

  • Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs   67: Die Last des Friedens

    Eira ValeriusDer Weg zurück in unser Schlafzimmer fühlte sich dieses Mal anders an. Mein schweres Samtkleid schwang über den Boden der Zitadelle, doch meine Schritte fühlten sich unglaublich leicht an. Ich drückte die Tür zum Hauptschlafzimmer sanft auf. Im Zimmer war es sehr warm, beheizt von einem großen, prasselnden Feuer im Kamin.Azrael war bereits da. Er hatte seinen königlichen Mantel abgelegt und stand nur mit einem lockeren weißen Hemd und einer dunklen Hose bekleidet an seinem Schreibtisch. Sein dunkles Haar war leicht zerzaust und fiel ihm über die Stirn, während er sich über eine große Landkarte der Grenzen beugte. Er wirkte so konzentriert, kraftvoll und ernst. Ich schloss leise die Tür hinter mir. Anstatt seinen Namen zu rufen, ging ich langsam durch den großen Raum. Meine weichen Schuhe machten auf den dicken Teppichen keinen einzigen Laut. Als ich hinter ihm stand, zögerte ich nicht und zweifelte auch nicht an meiner Entscheidung. Ich streckte meine Arme aus und schl

  • Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs   66: Schluss mit der Opferrolle

    Eira Valerius„Du siehst atemberaubend aus, Luna.“Mira trat einen Schritt zurück, die Hände fest vor der Brust verschränkt, und stieß einen leisen, aufgeregten Seufzer aus. Neben ihr nickte Elara zustimmend, ihre Augen glänzten vor zurückgehaltenen Tränen der Freude.Ich drehte mich langsam um und betrachtete mein Spiegelbild in dem großen, silbergerahmten Spiegel, der in der Ecke des Schlafzimmers stand. Sie hatten mich wie eine Königin des Nordens gekleidet. Ich trug ein atemberaubendes, schweres Samtkleid in einem tiefen Mitternachtsblau, das perfekt zu den kühlen Farben der Zitadelle passte. Das Kleid schmiegte sich perfekt an meine Taille, bevor es in einen weiten, eleganten Rock auslief. Die dunkle, satte Farbe des Stoffes ließ meine blasse Haut und mein strahlend weißes Haar noch mehr zur Geltung kommen.Doch obwohl ich nach außen hin selbstbewusst wirkte, schlug mein Herz wie wild gegen meine Rippen.„Danke, Mira. Danke, Elara“, sagte ich leise und strich mit meinen Händen üb

  • Die Wiedergeburt des legendären Silberwolfs   65: Sinnlose Bestien

    Alpha Lucas„Du verlierst wegen ihr völlig den Verstand, Lucas.“ Cleos scharfer, wütender Ton schnitt durch die Luft meines Büros. Ich stand mit dem Rücken zur Tür am Glasfenster, das den Blick auf das Revier des Rudels freigab. Meine Finger umklammerten fest ein Haarbändchen – es gehörte Eira. „Ich verliere nicht den Verstand“, sagte ich kühl und ließ meine Stimme tief und bedrohlich klingen.Ich hörte das scharfe Klicken von Cleos Absätzen auf dem Boden, als sie mit großen Schritten in den Raum marschierte und direkt hinter mir stehen blieb. Ich konnte den schweren, bitteren Geruch ihrer Eifersucht riechen, der sich mit ihrem Parfüm vermischte.„Meinst du das ernst?“, spottete Cleo und verschränkte die Arme vor der Brust. „Sieh dich doch mal an! Du stehst seit drei Tagen in diesem Büro und starrst auf ein Stück Stoff. Wir haben einen Plan geschmiedet, Lucas. Du hast mir gesagt, wir würden König Azrael vernichten, die Zitadelle einnehmen und die ultimative Macht erlangen, aber ansta

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