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Kapitel 101

Author: Tanja
Chiara saß kraftlos auf dem Sofa, seufzte leise und murmelte: „Wenn sie wirklich von nichts weiß, wie hat sie uns dann gefunden?“

Henrik sah, wie Yuna auf ihn und Chiara zukam. Plötzlich wusste er nichts mehr zu sagen.

Bis Yuna aufstand, wusste Henrik nicht einmal, gegen wen er bot. Doch als sie ihn sah, wirkte sie nicht im Geringsten überrascht.

Yuna wusste längst, mit wem sie es zu tun hatte.

Damit zerschlug sich auch Henriks letzte Hoffnung, dass alles nur Zufall war.

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    Yunas Herz zog sich zusammen. Schon am nächsten Tag sollte es so weit sein. Unwillkürlich krümmten sich ihre Finger.Adrian hatte angekündigt, erst am übernächsten Tag anzukommen.Innerlich geriet Yuna in Panik, doch äußerlich ließ sie sich nichts anmerken. „In Ordnung“, antwortete sie mit betont ruhiger Stimme.Damit hatte sie wenigstens einen Tag gewonnen. Für den folgenden Tag musste ihr noch etwas einfallen.Henriks düstere Miene hellte sich merklich auf. Auch in seiner Stimme lag nun Zufriedenheit. „Sobald wir morgen verheiratet sind, gehen wir mit deinen Eltern essen und feiern ein wenig.“Yuna quittierte die Einladung im Stillen mit bitterem Spott. Die vermeintliche Familienfeier war nichts als eine verkappte Drohung. Henrik erinnerte sie damit daran, dass ihre Eltern in seiner Gewalt waren: Sie sollte sich fügen und keine weiteren Tricks versuchen.…Als sie zu Henriks Villa zurückkehrten, war das Wohnzimmer bis auf den letzten Platz besetzt. Alle zwölf Mitglieder des Familienr

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  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 193

    Yuna starrte unverwandt in den Rückspiegel, bis auch die letzten Umrisse der Villa verschwunden waren. Sie ballte die Hände so fest zu Fäusten, dass die Knöchel weiß hervortraten und die Nägel tief in ihre Handflächen schnitten.Sie musste nur noch zwei Tage durchhalten. Sobald Adrian kam, war alles vorbei.…Am nächsten Abend führte Henrik Yuna hinauf in das luxuriöseste Dachrestaurant Südstadts, das er für sie allein hatte reservieren lassen.Hoch über den Dächern lag ihnen die ganze Stadt als funkelndes Lichtermeer zu Füßen. Vor dieser Kulisse trat Henrik auf Yuna zu, sank feierlich vor ihr auf ein Knie und hielt ihr einen Diamantring entgegen.Das kunstvoll gearbeitete Schmuckstück war im opulenten Stil vergangener Zeiten gehalten. Im Zentrum saß ein großer, makelloser blauer Diamant, umgeben von unzähligen kleinen weißen Diamanten, die ein verschlungenes Rankenmuster bildeten. Mondlicht und das Leuchten der Stadt brachen sich in den Facetten und ließen den Ring prachtvoll funkeln.

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    Verzweiflung brach über Chiara herein. Alle Kraft verließ sie, und kreidebleich sackte sie zu Boden.Nun war alles vorbei. Endgültig.Von nackter Angst und Verzweiflung in die Enge getrieben, bekam ihr Blick etwas Wildes. Mit geröteten Augen riss sie den Arm hoch, zeigte auf Yuna und schrie Henrik an:„Glaubst du wirklich, Yuna hat mit der Sache nichts zu tun? Bei den Vaterschaftstests in den zehn Laboren habe ich tatsächlich die Daten ändern lassen. Trotzdem hat jemand die ursprünglichen Ergebnisse wiederhergestellt. Yuna war die ganze Zeit im Ruhezimmer eingesperrt und saß zu diesem Zeitpunkt nicht am Computer. Wie hat sie das dann geschafft?“„Nur sehr wenige Hacker sind in der Lage, innerhalb kürzester Zeit gleichzeitig in die Systeme von zehn Laboren einzudringen, die entscheidenden Daten zu verändern und unentdeckt zu bleiben. Kodex gehört dazu. Und Kodex ist Adrian!“„Adrian ist also gar nicht tot, stimmt’s, Yuna? Du hast dich mit ihm verbündet, und gemeinsam habt ihr Henrik und

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