INICIAR SESIÓNYunas Wagen war gegen den Baum geprallt, sie selbst lag bewusstlos darin. Nur wenige Sekunden später schoss aus einer Abzweigung hinter ihr ein zweiter weißer Sportwagen hervor.Modell, Farbe und sogar das Kennzeichen waren exakt dieselben wie bei Yunas Wagen.Ohne auch nur abzubremsen, raste die Kopie auf Birgit zu, die sich noch nicht von ihrem Schrecken erholt hatte.Ein dumpfer Knall ertönte. Die Frau wurde wie eine Stoffpuppe durch die Luft geschleudert und schlug mehrere Meter weiter hart auf der Straße auf. Sofort breitete sich Blut unter ihr aus.Gleich darauf tauchten mehrere Gestalten aus dem Gehölz am Straßenrand auf. Sie trugen eng anliegende schwarze Kleidung, Masken und Handschuhe. Ihre schnellen, präzisen Handgriffe verrieten, wie gut sie aufeinander eingespielt waren.Zwei von ihnen hebelten Yunas Autotür auf und hoben sie bewusstlos heraus. Die anderen räumten ihre persönlichen Sachen aus dem Wagen. Dann setzten sie Yuna auf den Fahrersitz des Autos, das Birgit soeben
Ein junger Mann mit zerzausten Haaren und einer legeren Jacke schlenderte herein. Im Mund hatte er einen Lutscher.„K?!“„Meine Güte! Was machst du denn hier?“„Du willst an der zweiten Generation mitarbeiten?“Überraschte Rufe erfüllten den Raum.Nach Abschluss der ersten Generation hatte K die Forschungsabteilung verlassen und unmissverständlich klargestellt, dass er bei der zweiten auf keinen Fall mitarbeiten wollte. Vor einiger Zeit schien er aus irgendeinem Grund einzulenken. Doch als die Abteilung nach Südstadt umzog, lehnte er es erneut entschieden ab, mitzukommen.Für alle stand fest, dass es für K nicht infrage kam, England zu verlassen. Ihn nun hier zu sehen, grenzte an ein Wunder.K nickte Yuna beiläufig zur Begrüßung zu, ließ den Blick durch den Raum schweifen und machte es sich hinten auf einem freien Stuhl bequem. Erst nach einem ausgiebigen Gähnen antwortete er gelassen: „Natürlich.“„Großartig! Mit K kommen wir bei der zweiten Generation um die Hälfte schneller voran!“
An beiden Seiten des langen Konferenztisches saßen die Teammitglieder dichtgedrängt. Eine beklemmende Stille lag über dem Raum. Die meisten hielten den Kopf gesenkt, starrten auf ihre Laptops oder spielten nervös mit einem Stift.Yuna saß am Kopfende. Ihr Gesicht war blass, um ihre Stirn lag noch ein Verband. Doch ihr Blick blieb ruhig und scharf, während sie langsam jeden Einzelnen musterte.„Ich habe euch heute kurzfristig zusammengerufen, um über eine einzige Sache zu sprechen“, begann Yuna mit leiser Stimme. „Technische Fragen und den Stand des Projekts lassen wir heute beiseite. Es geht um den Autounfall, der gerade überall für Aufregung sorgt, weil ich angeblich eine Frau totgefahren habe.“Einige Kollegen schnappten überrascht nach Luft. Leises Getuschel ging durch den Raum.„Ich dachte, sie macht uns wegen der Fehler fertig …“„Sie spricht das wirklich offen an?“Alle vermieden dieses heikle Thema stillschweigend. Niemand rechnete damit, dass Yuna es selbst zur Sprache brachte.
„Wenn ich das zugebe, bekommt sie niemals Gerechtigkeit. Der wahre Täter bleibt auf freiem Fuß!“„Außerdem …“ Yuna hielt inne und ballte die Hand zur Faust. „Wenn das wirklich eine Falle für mich ist, haben sie diesmal ein Menschenleben benutzt, um mir die Schuld zuzuschieben. Wenn ich jetzt nachgebe und die Schuld auf mich nehme, was wartet dann beim nächsten Mal auf mich? Drei Tote? Oder zehn?“Unter ihrem Blick brach Tom der kalte Schweiß aus. Unwillkürlich senkte er den Kopf, sein Herz raste.Angesichts ihrer entschlossenen Fragen wirkte Toms scheinbar vernünftiger Vorschlag kurzsichtig und feige.„Es tut mir leid, Yuna!“ Tom war sichtlich beschämt. Jetzt sah er seinen Irrtum ein. „Ich habe mich von all den Problemen einschüchtern lassen und nur noch daran gedacht, sie schnell loszuwerden. Dabei habe ich vergessen, was richtig und was falsch ist. Ich habe sogar unsere Grundsätze aus den Augen verloren! Du darfst die Schuld auf keinen Fall auf dich nehmen. Es geht um dich, vor allem
Toms Vorschlag war pragmatisch. In ihrer Lage schien er sogar vernünftig: Yuna sollte zahlen und vorübergehend klein beigeben, damit rasch wieder Ruhe einkehrte.Yunas Miene blieb unbewegt. Nur ihre Finger strichen unbewusst über die glatte Tischplatte. Nach einem Moment lächelte sie kaum merklich, mit einem Anflug von Spott.„Tom, nach deiner Rechnung könnte ich die meisten Probleme mit einer Entschädigung lösen, wenn ich die Frau tatsächlich totgefahren hätte. Für mich wäre diese Summe nicht einmal der Rede wert. Warum riskiere ich dann, meinen Ruf zu ruinieren und der Firma zu schaden, nur um weiter alles abzustreiten? Bin ich dumm? Oder bin ich so abgrundtief bösartig, dass ich lieber anderen schade, ohne selbst etwas davon zu haben, nur um nichts zugeben zu müssen?“„Du bist ganz sicher kein schlechter Mensch, Yuna …“Tom widersprach heftig, doch mitten im Satz begriff er es. Seine Augen weiteten sich.Wenn Yuna die Frau tatsächlich totgefahren hätte, wäre ein rasches Eingeständni
MamaMitMini: Das macht mir echt Angst! Gestern habe ich die Nachricht gesehen, heute unseren Roboter ausgeschaltet und eingepackt. Wer garantiert mir, dass eine derart kaltherzige Entwicklerin keine bösen Überraschungen im Programm versteckt hat? Was, wenn er einen schlechten Einfluss auf unsere Kinder hat? Oder heimlich persönliche Daten sammelt? Das Ding geht zurück! Unbedingt!Neben dem Nutzernamen standen die Kennzeichnungen „VIP8“ und „Rückgabe beantragt“.NieMehrAbgezockt: Meiner ist auch schon zurück! Ich traue mich auch nicht mehr, die Smart-Home-Produkte der Nachtfeuer AG zu benutzen. Dieser Laden ist von oben bis unten verkommen! Die Angehörigen haben meine volle Unterstützung. Hoffentlich ziehen sie das vor Gericht bis zum Ende durch! @NachtfeuerAGoffiziell, wie lange deckt ihr noch diese Mörderin? Entlasst Yuna! Sonst kaufe ich nie wieder etwas von euch!GerüchtekücheLive: Neue Informationen! Die alte Mutter von Ralf Wendt, dem Mann der Toten, ist bei der Nachricht vom Tod
„Frau Wolfhardt, die Angelegenheit ist diesmal außerordentlich heikel! Ich fürchte, vor einem halben Monat kommt er nicht zurück.“Yuna verstummte einen Moment.Ein persönliches Gespräch fiel damit aus.Eine Nachricht im Chat war zwar nicht ganz so höflich – aber ihr blieb nichts anderes übrig.Yuna
„Yuna!“Henriks Gesicht verfinsterte sich. Er stürmte ihr nach.Kaum hatte Yuna das Privatzimmer verlassen, rief sie Viktor an. „Herr Moll, etwas ist dazwischengekommen, das Mittagessen fällt aus. Ich fahre direkt zur Besichtigung. Schicken Sie mir die Nummer der zuständigen Person durch.“„Frau Wol
Am nächsten Tag im Vorstandsbüro des Wolfhardt-Konzerns warf Henrik gereizt die Akten auf den Tisch und trommelte mit den Fingernägeln auf die teure Nussbaumplatte. „Ist Yuna immer noch nicht zur Arbeit erschienen?“Der Assistent senkte den Kopf. „Nein, Herr Wolfhardt. Frau Sommer fehlt seit drei Ta
Im VIP-Luxuszimmer der Klinik.Chiara lehnte im Krankenhausbett und nippte an dem warmen Wasser, das ihr Henrik eingeschenkt hatte. „Henrik, ich habe von der Hausangestellten gehört, dass Yuna heute Morgen in einem Rolls-Royce zurückgekommen ist. Und dass sie die ganze Nacht weg war … vielleicht ist







