LOGINSasha
Meine Stimme ist rau, heiser vom Schreien, vom Flehen, vom Brüllen seines Namens in diesem Moment absoluter Scham, als die Lust explodierte.
»Er hat mich genommen. Und vorher ließ er mich tanzen. Nackt. Mit meinen blauen Flecken. Damit er sich einen runterholen konnte, während er mich ansah.«
Lena weint, still, Tränen ziehen Furchen in ihren Teint. Sie nimmt mich in die Arme, und es ist seltsam, diese plötzliche Z&
LeonardoDie Wut ist ein Feuer in mir. Eine Esse, die niemals erlischt. Doch heute Abend ist sie kanalisiert, konzentriert auf einen Punkt kalter, harter Raserei. Sofia. Ihr Name ist ein Kieselstein in meinem Mund, ein Geschmack von Staub und Trotz.Ich gehe durch die Korridore, jeder Schritt ein Hammerschlag auf den Marmorboden. Ich will sie. Ich werde sie zerbrechen. Ich werde sie besitzen, bis ihr Stolz nichts weiter ist als eine ferne Erinnerung, ein beschämendes Gespenst.Ich betrete das Untergeschoss. Sie ist da, steht mitten im Raum, als hätte sie mich erwartet. Ihre Augen, diese Augen, die mich herausgefordert haben, sind umschattet, aber noch immer ebenso glänzend. Ein Schauer läuft mir über den Rücken. Nichts erregt mich mehr als dieser Widerstand, der, das weiß ich, sich am Ende unter meinem Willen auflösen wird.— Du hast Nadia gesehen, sage ich, eine Feststellung, keine Frage.Sie antwortet nicht. Sie fixiert mich, reglos. Sie ist eine Statue des Trotzes. Ich trete näher
SofiaDie Tür öffnet sich erneut. Er ist es nicht. Sie ist es. Nadia, seine Ehefrau. Ihr Gesicht ist eine Maske der Blässe, aber ihre Augen glänzen von einer seltsamen Entschlossenheit. Sie tritt ein und schließt leise die Tür hinter sich, ohne das trockene Geräusch des Schlosses. Ein Detail, das viel verrät.Ich richte mich auf dem Bett auf, versteift, bereit für einen neuen Angriff. Doch ihre Annäherung ist anders. Sie verströmt nicht diese rohe Gewalt, diesen unmittelbaren Besitzanspruch. Es ist schlimmer. Es ist ein kalkuliertes Mitgefühl.— Sofia, beginnt sie, und der Klang meiner eigenen Sprache in ihrem Mund erscheint mir wie eine Entweihung.Ich antworte nicht. Ich fixiere sie, misstrauisch.— Ich weiß, was du fühlst. Die Angst, die Wut, den Ekel.— Sie wissen gar nichts, spucke ich, meine Stimme heiser.Ein schwaches, trauriges Lächeln umspielt ihre Lippen.— Du irrst dich. Ich lebe seit Jahren in diesem Haus. Ich kenne jeden Schatten, jedes Schweigen, das schreit. Ich kenne
SofiaDie Tür ist geschlossen. Sein Schatten füllt den Raum, ein dichtes Gift, das die Luft besudelt, die ich atme. Er hat gewonnen. Nicht durch Gewalt, sondern durch eine Präsenz, die gewaltsamer ist als alles andere. Hier zu bleiben, reglos, mich unter seinem Blick von innen verschlingen zu lassen. Jede Sekunde ist eine Ewigkeit stiller Unterwerfung. Ich starre die Wand an, ich weigere mich, ihm die Genugtuung meiner Augen zu geben. Aber ich spüre seinen Blick in meinem Nacken wie eine Verbrennung.— Siehst du, Sofia? murmelt er. Selbst dein Schweigen gehört mir.Mein Magen verkrampft sich. Übelkeit steigt auf. Er hat recht. Ich kann nicht entkommen. Ich—Ein Knarren, fern. Eilige Schritte im Flur. Sein Blick löst sich von mir, wendet sich mit sofortigem Ärger zur Tür. Ein Schimmer. Eine winzige Hoffnung, sogleich von Angst erstickt. Wer sonst? Was sonst?Die Tür öffnet sich ohne jede Zurückhaltung.NadiaIch habe sie gehört. Vom anderen Ende des Anwesens, die Schreie des Mädchens.
SofiaDie Tür schlägt zu, ein endgültiger Klang, der mein Schicksal besiegelt. Er ist da. Die Luft wird schwer, elektrisch, aufgeladen mit seiner Gegenwart. Der Geruch der Nacht, von Leder und von frischer Gewalt umweht ihn. Er rührt sich nicht, sein Blick scannt mich, sucht nach Rissen, die das Warten gegraben haben könnte. Er wird keine finden. Die Angst ist da, lauernd, aber mit Stahl überzogen.— Steh auf.Das Wort peitscht durch die Luft wie ein Schlag. Ein reiner, einfacher Befehl. Der, den man einem Tier gibt.Mein Herz hämmert, aber ich zucke nicht mit der Wimper. Ich halte seinem Blick stand.— Warum? Meine Stimme ist erstaunlich ruhig, ein Faden eiskalten Wassers. Ist Ihr Zoo so langweilig, dass Sie kommen müssen, um mit Ihrer Gefangenen zu spielen?Ein Muskel zuckt an seinem Kiefer. Meine Weigerung, selbst in Form einer Frage, ist eine Trotzreaktion. Er hatte Schrecken erwartet.— Du stinkst nach Angst und gescheiterter Rebellion, Sofia. Seine Stimme ist leise, gefährlich.
Das RaubtierDer Wagen schneidet durch die Nacht, ein Geschoss aus Stahl und unterdrückter Wut. Die Stadt zieht hinter der getönten Scheibe vorbei, ein Strom blendender Lichter, die es nicht vermögen, die Dunkelheit in mir zu durchdringen. Ich balle die Fäuste, bis die Knöchel weiß hervortreten. Das Leder des Sitzes ächzt unter meinem Griff.Die Operation Dranow ist ein kalter, mechanischer Erfolg. Eine kalkulierte Machtdemonstration. Meine Männer haben mit der Effizienz von Robotern gehorcht. Blut ist geflossen, das Geld wurde gesichert, unsere Botschaft wurde in der erstickten Stille der Schalldämpfer überbracht. Ein perfekter Sieg.Er ist ein verheerendes Scheitern.Während ich die Exekution überwachte, war mein Geist nicht in der kalten Lagerhalle, in der sich das Schicksal von Millionen entschied. Er war in der warmen Kammer versiegelt geblieben, diesem lebendigen Trotz gegenüber. Jeder Befehl, den ich gab, war durchsetzt von der Erinnerung an ihren keuchenden Atem. Jede Stille w
Das Raubtier Die Tür knallt zu und isoliert den Klang ihres keuchenden Atems, das Bild ihres zarten und aufrechten Körpers, der noch immer die Gesetze der Physik und die meinen herausfordert. Das Echo ihrer heiseren Stimme, erfüllt von Gift und Wahrheit, bohrt sich in meine Schläfen. Ekel, Fäulnis, Leere. Diese Worte sind nicht neu. Ich habe sie in den Blicken meiner Feinde gesehen, in den Gemurmel derer gehört, die mich fürchten. Aber niemals wurden sie mit solcher Überzeugung geschleudert, mit solch verzweifelter Reinheit. Sie bekommen ein neues Gewicht, eine geschärfte Wirklichkeit, die einen Riss in meiner Rüstung sucht. Eine Vibration an meiner Brust. Mein Telefon. Ein schrilles Klingeln, vorprogrammiert für absolute Notfälle. Die Wirklichkeit, diese Welt, die ich an der Leine zu halten glaubte, reißt mich brutal aus diesem
SashaIch habe nicht einmal Zeit, meinen Satz zu beenden, da springt Volkov auf, sein Whiskyglas knallt auf dem Couchtisch wie ein Schuss in der bedrückenden Stille des Raumes. Seine Augen werden zu zwei glühenden Kohlen, brennend vor Zorn und zugleich Verlangen, sein Kiefer so angespannt, dass ich
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W
SashaDas goldene Licht der Wandleuchten streichelt die dunklen Wände der Suite, wirft lange, geschwungene Schatten, die auf dem schwarzen Samt des Sofas tanzen. Die Luft ist schwer, geladen mit einem betörenden Duft – einer Mischung aus neuem Leder, gealtertem Whiskey und diesem moschusartigen, fa
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m







