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Kapitel 56

Author: Bless pen
last update publish date: 2026-11-06 00:45:59

EINE NACHT OHNE ENDE

Elaras Sicht

Als Seraphine eilig die Hütte betrat, prasselte der Regen bereits so heftig auf das Dach, dass er meine Schreie beinahe übertönte. Der Sturm hatte sich weiter verstärkt. Der heulende Wind rüttelte an den Fenstern, als wollte er sie mitsamt ihren Rahmen aus den Wänden reißen.

„Wie viel Zeit liegt zwischen den Wehen?“, fragte Seraphine und krempelte die Ärmel hoch, während sie auf mich zukam.

„Ungefähr fünf Minuten!“, rief Maeve vom anderen Ende des Raumes. „Sie
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    EINE NACHT OHNE ENDEElaras SichtAls Seraphine eilig die Hütte betrat, prasselte der Regen bereits so heftig auf das Dach, dass er meine Schreie beinahe übertönte. Der Sturm hatte sich weiter verstärkt. Der heulende Wind rüttelte an den Fenstern, als wollte er sie mitsamt ihren Rahmen aus den Wänden reißen.„Wie viel Zeit liegt zwischen den Wehen?“, fragte Seraphine und krempelte die Ärmel hoch, während sie auf mich zukam.„Ungefähr fünf Minuten!“, rief Maeve vom anderen Ende des Raumes. „Sie haben vor fast einer Stunde angefangen!“„Dann müssen wir sie ins Bett bringen. Schnell!“Zwei Frauen, deren Gesichter mir kaum bekannt waren, eilten an meine Seite. Jede ergriff einen meiner Arme und stützte einen Großteil meines Gewichts, während sie mich zu dem kleinen Zimmer am hinteren Ende der Hütte führten. Maeve hatte es in aller Eile vorbereitet, Decken ausgebreitet und sauberes Wasser in Reichweite gestellt.Wir hatten den Eingang kaum erreicht, als mich die nächste Wehe überrollte. E

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    Der Wald war ungewöhnlich still geworden.Selbst die Vögel schienen ihren gewohnten Gesang eingestellt zu haben. Nur gelegentlich raschelten die Blätter, und in der Ferne waren die knackenden Äste unter hastigen Schritten zu hören.Zarethia stand in einiger Entfernung vom Spielplatz und richtete ihren Blick auf die dichten Bäume vor sich. Irgendetwas an dieser Atmosphäre beunruhigte sie. Sie konnte nicht erklären, woran es lag, doch seit einer Weile breitete sich ein unangenehmes Gefühl in ihr aus.Dann hörte sie es.Einen angstvollen Schrei.Ruckartig wandte sie den Kopf in Richtung des Geräusches und entdeckte einen jungen Wolf, der hinter den Spielgeräten hervorstolperte. Er sah völlig verängstigt aus und rannte mit seinen kurzen Beinen so schnell er konnte. Hinter ihm tauchte eine dunkle Gestalt zwischen den Bäumen auf.Ein Rogue.Als Zarethia sah, wie das Wesen auf das Kind zustürmte, blieb ihr beinahe das Herz stehen.„Nein!“Sie handelte, noch bevor sie überhaupt darüber nachde

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